Der gemeinnützige Verein Chibodia, den ich hier bereits schon mal erwähnt habe, veranstaltet am 19. Juni in Gießen einen Bandwettbewerb bzw. ein Benefizkonzert:

„Ab sofort haben junge Bands die Möglichkeit, sich für den Contest zu bewerben und so ihr Talent unter Beweis zu stellen. Die fünf besten Bands werden dann am 19. Juni im MUK um den ersten Platz kämpfen. Es winken attraktive Gewinne; eine fünftägige Musikproduktion im Bäng Studio in Lollar ist der erste Preis, weitere Gewinne sind eine Produktion eines Band-Video-Portraits bei Rolf Eckel, eine professionelle Fotoproduktion, ein weiterer Konzertauftritt im MUK und ein Miettransporter für ein Wochenende.“

Mehr über den Wettbewerb, wie man teilnehmen kann und was das alles mit Kindern in Kambodscha zu tun hat: hier.

Wahlomat zur Europawahl #Zensursula

Danke an Spreeblick für die gestrige Aktion, bei der sich in einer interaktiven Karte jeder eintragen konnte, der den Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Kinderpornografie nicht gutheißt. Laut Twitter waren das gestern abend 5.667 Menschen; weitere Zahlen will Spreeblick heute noch nachlegen. (Edit: erste Zahlen hier.)

Mein SPD-Parteibuch habe ich bereits vor einiger Zeit zurückgegeben, und wenn ich sowas wie die folgenden Sätze lese, weiß ich auch, warum:

„Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, die zunächst schwere verfassungsrechtliche Bedenken gegen die vertragliche Lösung ins Feld geführt hatte, räumte ein, dass mit dem Vorhaben Kommunikationsströme im Internet im großen Stil kontrolliert werden müssten. Aber es gehe um einen so hohen Wert, dass die Verhältnismäßigkeit der Eingriffe gewahrt bleibe.“

Kann ich das „hohe Gut“ nochmal genauer definiert kriegen, bitte? Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass das Grundgesetz eben dieses hohe Gut schützt. Zum Beispiel mit Artikel 5:

„(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

Auf der SPD-Homepage finde ich nicht mal eine Pressemitteilung zu diesem Thema. Ist wahrscheinlich auch nicht so wichtig wie der kommende Besuch von Hubertus Heil in Walsrode oder die neue Webpräsenz von Martin Schulz.

Auch die CDU beschäftigt sich laut ihrer Pressemitteilungen lieber mit Kunstkäse und der Volkszählung 2011 – auf die wir uns natürlich genauso freuen wie die Christdemokraten. Vielleicht kann man die ja auch per Internet durchführen, aber da würde ich mir eventuell noch überwachter vorkommen als mit dem klassischen Fragebogen. Ist bestimmt bloß Paranoia, sorry.

Die Linkspartei hat zu dem Thema auch keine Meinung, aber die Armen haben ja noch nicht mal ein Parteiprogramm. Die FDP bietet ein paar Worthülsen, die nicht ja und nicht nein sagen, eher: Ich will mich da noch nicht festlegen. Passt prima ins Parteiprofil.

Bündnis 90/Die Grünen sind mir da schon sympathischer:

„”Anstatt endlich konsequent und tatsächlich wirkungsvoll gegen Kinderpornografie vorzugehen, betritt die Bundesregierung mit ihrem Gesetzentwurf das Feld der Symbolpolitik. Dadurch wird kein einziger Inhalt entfernt, kein Missbrauch verhindert. Es wird lediglich ein Signal des politischen Willens gezeigt, das aber ins Leere läuft. Dieses Vorgehen hilft Missbrauchsopfern herzlich wenig.

Die Legitimation zur Sperrung von Internetseiten soll über eine Änderung des Telemediengesetzes erfolgen, was rechtlich höchst umstritten ist. Es stattet das Bundeskriminalamt mit Kompetenzen aus, die über ihre eigentlichen Aufgaben als Zentralstelle hinausgehen. Dies lehnen wir ab. Dass jetzt auch noch Informationen, die über die Stopp-Seite generiert werden, zu Ermittlungszwecken an das Bundeskriminalamt weitergegeben werden dürfen, ist im Sinne des Datenschutzes nicht hinnehmbar.“

Am besten auf den Punkt bringt das Thema meiner Meinung nach Die Zeit:

„Ein Gedankenspiel: Ersetzen wir Internet durch Telefon und Kinderpornografie durch einen beliebigen strafrechtlich relevanten Begriff wie Drogenhandel. Mit einem solchen Gesetz dürfte das BKA und nur das BKA entscheiden, wessen Telefon abgeklemmt wird, es dürfte jede Telefonnummer protokollieren, die versucht, den gesperrten Anschluss anzurufen, und es dürfte gegen die Anrufer mit all seinen technischen und personellen Mitteln vorgehen. Und das alles, ohne dass es irgendeine demokratische Kontrolle fürchten müsste.

Niemand könnte bei diesem Vorgehen nachvollziehen, warum ein Anschluss gesperrt wurde und welche Anrufer warum beobachtet, abgehört und durchsucht werden. Niemand dürfte fragen, ob wirklich Verbrecher gejagt würden, oder ob nicht ein Polizist illegalerweise seine Freundin und deren Geliebten überwacht – was schon geschehen ist. (…)

Kein Richter überprüft die Sperrlisten, keine parlamentarische Kontrollkommission, kein Datenschutzbeauftragter. Das BKA ist Ermittler, Ankläger und Richter in einer Person! Bei der Telefonüberwachung muss ein Richter vorher prüfen, ob sie gerechtfertigt ist. Nicht erst hinterher und nur, falls sich jemand beschwerte.

In Grundrechte einzugreifen, kann notwendig sein. Aber jede Kontrolle zu verhindern, ob ein solcher Eingriff überhaupt gerechtfertigt ist, ist undemokratisch. Immerhin bedeutet Demokratie, Gewalten zu teilen. Keine staatliche Gewalt darf agieren, ohne dass eine andere eingreifen und überwachen kann. Keine Allmacht, auch nicht für das BKA!“

(Links zu Heise und der Zeit via Rivva, das im Moment eine schöne Sammlung von weiteren Artikeln zum Thema bündelt.)

Der Flix bringt die Saison grandios auf den Punkt.

Ein Herz für Blogs reloaded

Für mich war die Aktion von vorgestern eine prima Sache: Ich habe in den vielen, vielen, VIELEN Kommentaren und Trackbacks beim Stylespion einige Blogs entdeckt, die ich noch nicht kannte, meist über andere Blogs, die ich auch noch nicht kannte. Doll. Here goes nochmal:

♥ Im Zuge meiner neu erwachten Comicbegeisterung sehr praktisch: Graphic Novel und Welt am Draht – Das Blog bei Comicgate, beide via Captain Corleone, dem ich auch auf Twitter folge.

Plagiat.ch – Die Plagiat-Sammlung, ein Blog, das Logos, Fotos etc. gegenüberstellt, die sich irgendwie verdammt ähnlich sehen. Via duy.

siesoerso, ein Blog, das Begebenheiten aus männlicher und weiblicher Seite darstellt. Via Thomas Aull.

♥ Das Landkartenblog – ein Blog über … genau. Hätte ich nie gedacht, dass das spannend sein kann. Kann es aber. Via Stefan Waidele.

Split Duty, das Blog eines Co-Piloten. Via informelles.

Pimpettes. Ich zitiere den Untertitel: „Lifestyle, Mode, Trends, Musik, Party, Sexualität, Schuhe.“ Bis auf eins der Themen interessiert mich nix, und ich würde bei sowas normalerweise sofort weiterklicken. Hier nicht. Via Cool Outfit.

Zwei Tipps, die ich direkt aus den Trackbacks gefischt habe: Olaf Bathke, ein Fotograf, und der Krangewarefahrer.

PS: Der Vollständigkeit halber weise ich noch auf meine Blogroll hin, auf der sich meine Konstantlieblinge befinden. In die Auswahl vom Dienstag habe ich bewusst kleinere Blogs genommen, die mehr Publikum verdient hätten. Vielleicht haben sie das auch schon, und ich unterschätze ihre Zahlen total. Und natürlich geht ein dickes Dankeschön an alle Blogs, die mein kleines, violettes Blog mit einem Herz bedacht haben. Ich habe mich über jeden Backlink gefreut.

Dieses Blog wird heute bestreikt. Mitstreiken. #Zensursula

Der Stylespion ruft zur Aktion „Ein Herz für Blogs“ auf: Am heutigen Dienstag möge doch bitte mal jeder, der mag, seine deutschsprachigen Lieblingsblogs erwähnen, die vielleicht nicht zu den üblichen Verdächtigen zählen.

Ich weiß bei der groß gewordenen Blogosphäre zwar nicht, wer inzwischen die üblichen Verdächtigen sind, aber es fällt mir trotzdem schwer, ein paar Tipps loszuwerden. Wenn ich meine Blogroll und meine Lesezeichen anschaue – die letzteren sind weitaus ausfühlicher als die Blogroll, weil sich da auch Blogs tummeln, die quasi unter Beobachtung stehen –, muss ich mir selbst eingestehen, kaum „neue“ Blogs zu lesen. Die meisten meiner Lieblinge lese ich seit Jahren, manche seit ihrem Bestehen. Ich stoße durch sie oder auch durch Zufall oder Rumgoogeln natürlich auch auf weitere Blogs, aber seltsamerweise sind dabei kaum welche, die mich länger als fünf Minuten fesseln können.

Keine Ahnung, ob ich inzwischen einfach damit zufrieden bin, meine gemütliche, gewohnte Blogrunde zu machen, keine Ahnung, ob sich gefühlt alles nur wiederholt, was geschrieben wird. Es gibt jedenfalls wenige Blogs, bei denen ich das Gefühl habe, ach, das ist ja lustig/spannend/traurig/interessant. Wenn ich über solche Blogs stolpere, verweise ich meist sofort im Blog auf sie, weil ich weiß, wie selten ich das inzwischen mache. Daher sind meine heutigen Hinweise auch eher Wiederholungen, die regelmäßige Leser schon kennen dürften. Aber ich mag die Herz-Aktion so gerne, dass mir das mal eben egal ist. Here goes.

♥ Auf Twitter entdeckt: Nach Dienstschluss. Einer meiner ersten morgendlichen Klicks, immer mit der Frage im Hinterkopf: Was gab’s wohl gestern bei den Sieperts zu essen?

♥ Ebenfalls erst auf Twitter gefolgt, dann das Blog gelesen: Combat Baby. Wobei ich die Tweets genauso mag, besonders wenn sie so schöne Sätze enthalten wie: The stupid, it hurts.

♥ Ich hab das Magazin Balkon & Garten noch nie gelesen, aber das Blog dazu mag ich gerne. Das ist so schön seltsam.

Astrid Paprotta ist bei mir seit gefühlten acht Jahren in den Lesezeichen, und ihr Gesamtwerk steht bei mir im Bücherschrank.

Kein Blut, Rot! schreibt fast immer über Filme, die mich nicht interessieren – und ich lese trotzdem jeden Eintrag. Muss irgendwas dran sein an dem Blog.

♥ Das Plattenbaublog versorgt mich Teilzeitheimwehkranke mit Berlinimpressionen.

♥ Den Mann hinter medikula lese ich inzwischen in seiner dritten Blog-Inkarnation. Und immer noch sehr gerne.

♥ Am Paulsenplatz 11 wohnt eine Texterkollegin von mir, die auch noch Christenkollegin ist und den Godnewsletter rausbringt.

VAGUE. ’nuff said.

Dazu erklärt Marianne Rademacher, Frauenreferentin der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.: „Die junge Frau sollte so schnell wie möglich freigelassen werden. Ihre Verhaftung ist nach Einschätzung der uns bisher vorliegenden Informationen eine unverhältnismäßige Aktion der hessischen Justiz. Wir fordern die Medien auf, sachlich über den Fall zu berichten und nicht vorzuverurteilen. Die Verantwortung für den angeblich ungeschützten Sexualverkehr wird allein der jungen Frau zugeschoben, ohne nach der Mitverantwortung ihrer Sexualpartner zu fragen. Die deutsche Politik der HIV- und Aidsbekämpfung wird aber gerade deshalb als beispielhaft betrachtet, weil sie von der Verantwortung jedes einzelnen, von der Solidarität und der Bekämpfung jeder Art von Stigmatisierung ausgeht. Die hessische Justiz will offenbar ein Exempel statuieren. Die Justiz ist und darf aber keine Akteurin der HIV-Prävention in Deutschland sein.“

(via Mädchenmannschaft)

„We here by pledge to mobilize, engage, and motivate the African Diaspora to take an active role in Africa’s economic, social, and cultural revitalization. We believe the economic assistance and relief models provided by the World Bank, IMF and other monetary or relief organizations to Africa has spectacularly failed on it’s promises over the last 30 years.

We propose a new model. There are over 167 million Africans in the Diaspora. As of 2007, financial remittances by these Africans topped $40 billion annually. That’s capital that’s directly involved in the sustainability of lives—through the stimulation of education, finance, health, and social sectors. We believe this model is far more effective in changing the Africa’s economic landscape. The continued direct involvement of Africa’s Diaspora community is our solemn mission.“

Aus dem Mission Statement von Project Diaspora, irgendwie via Caros Gezwitscher.

Little People – a tiny street art project.

Ich war gestern abend bei einem Bekannten, der seit Jahren Sardinien bereist und sich ziemlich in die Insel verliebt hat. Er hat gerade einen Onlineshop eröffnet, in dem man sich das ganze leckere Zeug bestellen kann, das er da so gerne isst – und das ich gestern gut gelaunt und sehr hungrig getestet und für gut befunden habe. Falls ihr also einen Hauch Italienurlaub nach Hause holen wollt oder Tipps für den eigenen Besuch der Insel braucht, dann bitte Tiposarda besuchen. (Freundschaftswerbung off.)

Saša Stanišić hat ein Weblog.

Portfolio aktualisiert. Was man über die Feiertage halt so macht.

Gestern abend ist die dritte Staffel von Britain’s Got Talent gestartet. Und wie immer gab es Acts, bei denen man im Vorfeld wusste, okay, das wird ein Desaster*. Und dann gab es – ebenfalls wie immer, aber man vergisst das blöderweise auch immer – Acts, bei denen man ein Desaster erwartet und stattdessen aus dem Lachen nicht mehr herauskommt oder sich ein Tränchen aus den Augen wischt. Love this show.

* Leider nicht als Video gefunden: der Typ, der einen Weltrekord brechen wollte, indem er eine Minute lang Ferrero Rochers isst. “How much do you have to eat to break the record?” – “Eight.” – “And how much did you eat?” – “Four.”

Ich ahne, dass die Rocher-Verkäufe in den nächsten Tagen radikal ansteigen werden. Wenn’s keine Werbeaktion war, wäre es eine grandiose gewesen.

Edit: Danke an Jill für den Link zum Rocheresser. Der Typ ist so niedlich desillusioniert. Und Ant und Dec am Bühnenrand sind natürlich eh wie immer die Stars.

Ostershuffeln

Put your iTunes, Windows Media Player, etc. on shuffle. For each question, press the next button to get your answer. YOU MUST WRITE THAT SONG NAME DOWN NO MATTER HOW SILLY IT SOUNDS. (Don’t CAPSLOCK me, Fragender! Und ich nehme mal das iPhone.)

1. If someone asks “Are you okay?”, you say …?

Lok auf zwei Beinen, Peter Fox. Hm. Hoffentlich fragt mich demnächst niemand, ob ich okay sei.

2. How would you describe yourself?

Everything we can be, Tony Vincent. Aber nur wenn ich nen guten Tag habe.

3. What do you dream about?

Trösten, Ich + Ich. Passt. In meiner ersten Therapiestunde sollte ich mir aus geschätzt 20 Karten die raussuchen, die mich am meisten anspricht. Ich hab die genommen, auf der „Ich möchte gehalten werden“ steht.

4. How do you feel today?

Regroovable, Chris Botti. Yeah, Baby!

5. What do you look for in a guy/girl?

Miracle Cure, The Who. Haha. Mpf. iPhone, du Arsch.

6. What is you life’s purpose?

Lives in the balance, Jackson Browne.

7. What is you motto?

Amnesia, Chumbawamba. Nee, eher das Gegenteil. („Zwar weiß ich viel, doch möcht ich alles wissen.“)

8. What do your friends think of you?

Tell me when, Human League. Das hätte ich ihnen vor 15 Jahren übel genommen. („Kriegst du dich allmählich mal auf die Reihe?“)

9. What do your parents think of you?

D’ici mon amour, Indochine. Soso. (dict.leo franzackig.)

10. What do you think about very often?

When love takes you in, Steven Curtis Chapman. Ochjo.

11. What do you think about your best friend?

Vor die Hunde gehen, Pascal Finkenauer. OLLI, ICH MEIN DAS NICHT SO!

12. How was your first kiss?

Break my stride, Matthew Wilder. Wieso hab ich das auf dem iPhone, und wer hat mich eigentlich das erste Mal geküsst?

13. What is your life story?

Stayin’ alive, Bee Gees. Äh. Ja. Quod erat demonstrandum.

14. What do you want to be when you grow up?

Run on, Moby. Was isn das für ne Sesamstraßenfrage?

(via Zellmi)

Herr Dentaku möchte wissen, wie mein Arbeitszimmer aussieht. Da muss ich ihn leider enttäuschen, denn ich habe keins. Ich kann hervorragend mit dem MacBook auf den Knien schreiben – das mache ich hier auf dem Sofa. Und wenn ich mal was ausdrucken muss (Steuerquatsch, Bahn-Onlinetickets, Rechnungen – lovin’ it), dann zerre ich den Drucker aus dem Regal, das sich hinter den Schiebetüren befindet, und stelle ihn hierhin, auf den Esstisch, der dem Sofa quasi gegenübersteht. Dorthin wird dann auch das MacBook getragen. Und meistens muss ich dafür Blumenvasen und Kerzen kurz wegräumen, die auf dem obigen Bild ausnahmsweise mal nicht zu sehen sind. So issas.