Kann mir eigentlich jemand ein gutes, informatives und vor allem lesbares Buch über das Zeitalter des Imperialismus empfehlen? Nicht nur auf Deutschland bezogen, sondern auf Europa? Oder kennt jemand das hier und sagt, ja, lies das, kann man machen? (Der Einband deprimiert mich so.) Oder eher das? Taucht beim Wikipedia-Eintrag in der Literaturliste auf.

mail ‘at’ ankegroener ‘punkt’ de. Dankeschön.

Edit: Der Herr Hobsbawm liegt mit seinem Werk weit vorne in der Lesergunst. Vielen Dank für eure Hilfe.

Wer am Wochenende was Neues kochen UND französisch dabei lernen will, kann das auf der Seite vom 3-Sterne-Koch Pierre Gagnaire tun (unter „Arts et Science“). Einmal pro Monat unterstützt ihn nämlich Hervé This bei seinen Kochkünsten. This hat den Begriff der Molekulargastronomie geprägt.

(irgendwie via Nicky, wegen der eine meiner Silberschalen gerade in Salzwasser badet – eine Methode, an die ich mich noch nie rangetraut habe, sondern mir stattdessen immer die Finger schwarzgeputzt habe. Aber Bloggern glaube ich ja fast alles. Ich werde berichten.)

Frau Gröner singt aus vollem Hals und spontan ein Lied aus dem Gesangsunterricht und denkt sich, hey, ich kann den Text noch, als plötzlich Herr Kerl im Raum steht.

A: „Oh, hello. Kommst du, weil’s so gut klingt? … Oder so scheiße?“

K: „Äh … vom Arbeitszimmer aus konnte ich nicht raushören, ob du Schmerzen hast oder mich rufst.“

Ich les jetzt wieder leise vor mich hin.

Gerade mein Amazon-Päckchen von der Post abgeholt (grrr). Beim Nachhausekommen ein zweites Amazon-Päckchen vorgefunden (ACH, WENN DER KERL DA IST, WARTET MONSIEUR DHL AUCH DIE ZEHN SEKUNDEN, BIS JEMAND AN DER TÜR IST, JA?): Vielen Dank an Hendrik für Der letzte seiner Art von Andreas Eschbach. Von Eschbach habe ich bis jetzt Das Jesus-Video und Eine Billion Dollar gelesen, und nachdem ich gestern endlich die Hitler-Biografie geschafft habe (oder sie mich), passt ein Kopf-aus-Buch gerade ganz hervorragend. Nochmals dankeschön.

Und außerdem lag da noch Post von Amazon.co.uk, aber das gehört jetzt nur ein bisschen hierher. (Scrubs 6, Baby!)

Halloooo, DHL – ICH WAR ZUHAUSE, ICH HAB SOGAR AUF DEN TÜRSUMMER GEDRÜCKT, ICH HAB EUREN WAGEN VOR DER TÜR STEHEN SEHEN, ABER IN MEINEM BRIEFKASTEN IST KEINE KARTE UND ES KLEBT AUCH KEINE AN DER TÜR – WAS WOLLT IHR DENN NOOOOCH?

(file under: Willkommen im Club)

(file außerdem under: Was soll ich jetzt gucken oder lesen, wenn mein Paket in gelber Geiselhaft festgehalten wird?)

(Innere Stimme: vielleicht den Regalmeter Zeug hinter dir? Na? Hm?)

(Andere innere Stimme: ochmöpf)

(Erste innere Stimme: Du solltest jetzt aufhören zu schreiben.)

Life After People, ein ziemlich beeindruckender Film des History Channel, kann bei Google-Video angeguckt werden. Nach anderthalb Stunden ohne Menschen auf Erden war ich zwar erleichtert, dass Katzen alles überstehen und es sich irgendwann im 80. Stock des Empire State Building gemütlich machen, aber auch gleichzeitig deprimiert, dass es voraussichtlich nur lausige 500 Jahre dauert, bis von uns und unserer Zivilisation nichts mehr übrig ist. Außer vielleicht den Pyramiden und Mount Rushmore.

(via Nerdcore, der ein paar Screenshots hat für alle, die keine Zeit haben, sich den Film anzuschauen)

Komischer Montag heute. Gestern war schon ein komischer Sonntag, als ich mich innerlich auf „Morgen um 9 in der Agentur sein“ einstellte, bis mir einfiel: Äh … nein.

Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich nicht weiß, wann ich wieder arbeite. Ich habe direkt nach dem Abitur angefangen zu jobben, auch während des Studiums (eigentlich habe ich eher gejobbt als studiert) und wusste immer, wann meine nächste Schicht im Kino, in der Kneipe, beim Kartenvorverkauf, in der Spedition oder bei der Zeitung ansteht. Und wenn ich das nicht wusste, hab ich angerufen und gesagt, komm, gib mir noch ne Schicht, schick mich auf einen Termin.

Heute sitze ich hier mit dem Morgenkaffee und gucke ein bisschen verloren in der Gegend rum. Offiziell hab ich Urlaub, aber es fühlt sich nicht wie Urlaub an, denn Urlaub war bei mir immer dadurch gekennzeichnet, dass ich Tage rückwärts runtergezählt habe, bis die Arbeit wieder anfing. Und jetzt weiß ich ja nicht, wann wieder Arbeit ansteht, also kann ich auch nirgends runterzählen.

Ich fühl mich grad wie mit 5, wenn Mama einen nicht vom Kindergarten abholt. Aber ich weiß auch, was gegen solche Stimmungen immer geholfen hat: Bücher.

Ich fang jetzt an, meine Liste abzuarbeiten. Oh sweet freedom.

(Ich könnte natürlich auch die Steuererklärung … )

Single-sex buses in Mexico City.

PostSecret gibt es jetzt (nach Englisch und Französisch) auch auf Deutsch. Noch ein bisschen mager und mies formuliert allerdings.

Sonntagsmusik: Marlena Shaw, California Soul. Lass die Sonne rein.

My bucket list

Bevor ich sterbe, möchte ich noch:

1.) Klavier spielen können. Wenigstens ein bisschen. Mehr als den Flohwalzer, weniger als Etüden von Bach (oder was auch immer an Klavierliteratur fies schwierig ist).

2.) einmal von Los Angeles nach New York mit dem Auto fahren. Minimum 8 Wochen unterwegs, gerne länger.

3.) in den Spiegel gucken und sagen: „Yep, passt so. Nix ändern.“ und es auch meinen.

4.) Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit durchlesen.

5.) Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit im Original durchlesen.

6.) unter fachkundiger Anleitung ein Auto auseinander- und wieder zusammenbauen.

7.) ein Jahr im Ausland leben. London, New York oder, wenn der VHS-Kurs gut weitergeht, Paris.

8.) die Welt von oben angucken. Also entweder schweinereich werden und mir einen Flug im Space Shuttle erkaufen oder endlich Physik verstehen und mir einen Job an Bord erarbeiten. (So wie ich mich kenne, liegt die erste Variante eher im Bereich des Möglichen.)

9.) heiraten.

10.) Kendo lernen. (10.1. – schlank und stark genug für Kendo sein.)

(via Niwis Tagebuch)


© Kidrobot

Waaahh! Les French Dunnies sont arrivé!

Eine der schönste Dinge bei Twitter sind die 140-Zeichen-Flamewars zwischen Lobo und Sixtus. Das gibt’s jetzt wunderbarerweise auch mit Bewegtbildern.

(Und ich geh jetzt E-Mail-Anhänge aus Fimo nachkneten.)

Und dann habe ich den Fahrstuhl zu meinem Heimatplaneten verpasst und bin stattdessen barfuß zum BarCamp in Jena gegangen, wo ich am Bahnhof eine alte Zeitung geschenkt bekommen habe und irgendwelchen Seeleuten Kaffee bringen musste, um die Stadtgrenze überwinden zu dürfen. (Aufgew.)

Hallo, liebe Gründer (ja, nicht Gründerinnen) von Nouvelles, dem angeblichen neuen Nachrichtenportal. Vielen Dank für eure E-Mail, die mich auf euch aufmerksam gemacht und mich eure Nullnummer hat durchklicken lassen. Supi spannend, echt:

„Frauen sehen die Welt mit anderen Augen als Männer. Das ist keine neue Erkenntnis, sagen Sie jetzt. Doch: Schreiben Frauen auch anders? Wie erkundet eine weiblich besetzte Redaktion die weltweite Nachrichtenlage? Wie bereiten Frauen drängende Themen unserer Gesellschaft auf? Was wollen Frauen bei einem Interview wissen? Haken Journalistinnen an andere Stelle nach als ihre männlichen Kollegen? Ist ihr journalistisches Gespür für gute Geschichten womöglich ein anderes?

Wir sagen ja.
Und deshalb machen bei Nouvelles Frauen die Nachrichten. Vor und hinter den Kulissen.“

Ganz toll. Kleiner Tipp: Das gibt’s schon. Nennt sich Emma und macht das seit 30 Jahren. Und zwar ohne magere Blondinen auf dem Klo zu zeigen, die beim Kacken im Netz surfen.