Donnerstag, 12. Februar 2026 – Meetings, Meetings, Meetings

Ich musste vorgestern ja unbedingt Eiskunstlaufen schauen, kam dementsprechend viel später als sonst ins Bett und war einen Hauch müde, als mich der Wecker aus dem mummeligen Tiefschlaf riss.

Ausgerechnet gestern war der erste Tag auf der Burg, an dem dauernd jemand was von mir wollte. Ansonsten lässt man mich hier nämlich einfach machen. Das ist großartig, das ist genau die Art, wie ich gerne arbeite: Lass mich einfach machen, ich melde mich, wenn ich Ergebnisse habe. Aber gestern standen gleich zwei Meetings im Kalender und ein drittes kam im Laufe des Tages dazu. Das wäre in der Werbeagentur die Tagesagenda zwischen Raucherpause und Käffchen, aber auf der Burg, wo ich schön vor mich hinwissenschafte, hatte ich ernsthaft noch nie drei Meetings an einem Tag.

Daher sahen meine gut acht Stunden so aus: Geschrieben, Geschriebenes korrigiert, Meeting vorbereitet, Meeting gehabt, über Dinge diskutiert, beim Mittagessen mit den Kolleginnen gelacht, Meeting gehabt, Texte geschrieben, Texte korrigiert, telefonisches Meeting gehabt, geschrieben, korrigiert.

Ewig auf dem Nachhauseweg überlegt, ob ich jetzt tanken fahren sollte oder erst Freitagabend, wenn ich eventuell nach München fahre oder erst Samstagmorgen, wenn ich dann aber wirklich nach München fahre, bis ich quasi vor der Tankstelle stand und dachte, ja, gut, wenn ich jetzt schon mal da bin, dann tanke ich halt.

Beim Biomarkt eingekauft, denn der hat gute Schokolade.

Zuhause hat es nur noch für ein Avocadobrot mit Rührei gereicht, nicht mal für Netflix oder ähnliches. Brav Französisch mit der grünen Eule geübt, gelesen und sehr früh ins Bett gekippt. Dafür um 3 wieder hellwach gewesen und erst irgendwann wieder eingeschlafen, weswegen ich heute ähnlich tranig bin wie gestern. Hmpf.

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Über dieses Video auf Insta (via @suereindke) lache ich seit vorgestern abend. Der Mann fasst gut zusammen, was mir in diesem Jahr zum ersten Mal bei den Olympischen Winterspielen aufgefallen ist. Bei den Sommerspielen denke ich dauernd, oh hey, kannst du schnell laufen, hoch springen, Dinge total weit weg werfen, das ist supi, ich freu mich für dich.

Bei Wintersportarten denke ich: You are all fucking mad. Ihr Wahnsinnigen, die ihr euch kopfüber in Eisbahnen, blitzschnell auf Sprungschanzen oder quasi senkrecht auf Abfahrtstrecken stürzt: You are all fucking mad. Aber supi, ich freu mich für euch. (Still fucking mad.)

Eben beim Verlinken gesehen: Es gibt noch einen zweiten Teil. Der spricht dann auch die seltsame Sportart an, die als Kommentar zum ersten Teil angelegt wurde: „Skiing – but with GUNS.“