Donnerstag, 5. Februar 2026 – Kriegsarchiv, Hauptstaatsarchiv, Salami
In der Literatur fand ich eine Signatur, die mir lustige Dinge zum ehemaligen Ostmarkmuseum verriet, aber ich hatte keine Ahnung, um welchen Bestand es sich handelte oder wie alt er ist. Bei meiner derzeitigen Arbeit ist es aber nicht ganz unwichtig, ob eine Aussage oder eine Information von 1928 oder 1938 stammt, daher will ich das immer genau wissen, bevor ich es zitiere.
Also stöberte ich in der Findmitteldatenbank des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, fand die Signatur aber nicht und schrieb daher meine übliche Mail, dass ich folgende Bestände gerne einsehen würde [hier Signaturen einfügen] und zwar dann und dann, wer ich bin und warum ich das überhaupt möchte. Das Archiv wies mich darauf hin, dass ich eine der fünf Archivalien sogar online einsehen könne, das erledigte ich natürlich sofort. Die anderen drei legten sie raus, aber für die fünfte – die mit der seltsamen Signatur – verwiesen sie mich an die Kolleg:innen des Kriegsarchivs.
Dort war ich gestern als erstes und bekam ein schmales, gebundenes Bändchen vorgelegt, das laut Titel die Geschichte der Garnison Passaus zwischen 1933 und 1939 erzählte. Jetzt wusste ich immerhin schon mal, worum es ging. Aber: Es war nirgends ein Verfassername zu finden und auch beim Erstellungsdatum war ich unsicher: Klar, mindestens 1939, aber das war ein bisschen dünn. Irgendwann beim Lesen fand ich das Anfangsdatum des, Zitat, „Polenfeldzugs“, das mit dem 26. August 1939 angegeben wurde. Hm.
Also fragte ich den freundlichen Herrn, der mir beim Reinkommen erstmal den Benutzerausweis verlängert hatte, ob er mir sagen könne, von wem dieses Büchlein stammt und von wann. Seine Findmittel gaben auch nicht mehr her als die, die ich schon eingesehen hatte, aber wenn irgendwas digital nicht da ist, löst ja meist was Analoges das Rätsel. So auch hier: In den alten Findbüchern stand der Name des Verfassers, ein Generalmajor a. D. Der freundliche Herr hob mir auch einfach spontan noch weitere Archivalien aus, die aus den Handschriften des Majors stammen, und dort fand sich ein handgeschriebener Brief, der mir sagte, dass er von der Heeresstandortverwaltung am 2. Dezember 1941 „ersucht wurde“, diese Chronik zu schreiben und er sie am 20. Dezember abgegeben hätte (Respekt). Der Brief selbst war vom Juni 1942.
Damit konnte ich die Quelle vernünftig einordnen und sie nun auch zitieren. Erfolg!
Im Hauptstaatsarchiv selbst war dann nur so mittelprächtig was von dem da, was ich gesucht hatte, aber mei. Ich nehme, was ich kriegen (finden) kann.
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Abendbrot war mein Lieblings-Brantner-Brot, das F. für mich besorgt hatte, bevor ich Mittwoch schön lässig nach München geshuttelt kam, zu kalt für den Arm aus dem Autofenster, aber das war vorgestern eine größtenteils angenehme Autobahnfahrt, mal wieder mit guter Musik statt Podcast.
Zum Brot gab’s Salami und einen Berg an Romana-Salat mit diesem Dressing (Geschenklink), das zufällig in meiner Timeline gelandet war und das ich sofort ausprobieren wollte. Es schmeckt null wie ein Sour-Cream-and-Onion-Dip, wie das Rezept behauptet, aber alles mit Schnittlauch und Knoblauch drin ist genau meins. (Ahornsirup statt Honig und nur die Hälfte der Menge, lasse ich nächstes Mal weg, Worcestersauce gleich weggelassen.)