Donnerstag, 8. Januar 2026 – Mokum
Ich habe noch bis Sonntag Urlaub, weswegen ich weiterhin Urlaubsdinge mache. Gestern waren F. und ich zum wiederholten Mal in unserer Lieblings-Tagesbar, dem Mokum. Julia Kolbeck, Florian Rottensteiner und Tim Meier haben den kleinen Laden im letzten Jahr eröffnet. Julia kennen wir als Sommelière von Tohru und Jan, Florian und Tim haben im Werneckhof, damals noch unter der Leitung von Tohru Nakamura, gemeinsam gekocht. Mehr über den wirklich schönen Laden erfahrt ihr zum Beispiel im Podcast Kalk & Kegel (Spotify-Link).
Wir hatten gemütlich um 15 Uhr reserviert und blieben gnadenlos bis kurz vor Schluss, weswegen wir uns drei Flaschen Wein gönnen bzw. uns richtig Zeit lassen konnten und trotzdem höchstens latent angeschwipst in Richtung U-Bahn stapften, sehr satt und wie immer sehr zufrieden.
Uns erwartete beim Ankommen eine handgeschriebene Karte mit unseren Namen und ein paar Grüßen vom ganzen Team. Wir begannen mit einem weißen Burgunder von Arnaud Ente, bei dessen Namen ich immer grinsen muss, aber no jokes with names, wissen wir ja. Danach genossen wir zwei Weine von unserem Liebling Michel Lafarge, von dem wir noch keinen einzigen getrunken haben, der belanglos war. Auch deswegen gehen wir gerne in Läden wie das Mokum, das eine kleine, aber äußerst feine Weinkarte hat: Man bekommt dort auch Weine, die für den schnöden Endverbraucher eher schwer zu kriegen sind.

Zu essen gab’s natürlich auch was, denn wie andeutungsweise erwähnt waren wir sieben Stunden vor Ort, da wird man ein bisschen hungrig.

„Bites for bubbles“ steht auf der Karte und das ist es dann auch. Hervorragende Idee, wenn man nur für ein, zwei Gläschen reinschaut oder als Start für mehr. Und weil ich es nicht mehr gewohnt bin zu bloggen und dafür zu fotografieren, waren zwei der Bites schon angeknabbert, bevor ich mich an mein iPhone erinnerte.

Forelle nach Matjes-Art mit Buttermilch, Apfel und Dill. Im Hintergrund diverse Olivenkerne, Beleg für einen weiteren guten Snack.

Rindertatar mit Trüffelmayonnaise und gebeiztem Eigelb. Wir nahmen bei beiden Gängen noch einen Hauch Kaviar dazu.

Schlutzkrapfen mit Pilzen, Ricotta und Beurre blanc. Totales Glücklichmacheressen. Im Hintergrund selbstgebackenes Brot, von dem ich auch den ganzen Abend naschte, plus Salzbutter.

Blutorangensorbet mit anderen Dingen, die ich schon wieder vergessen habe, die aber so lecker waren, dass ich davon eine zweite Portion orderte.
Auf der Homepage vom Mokum steht der Leitspruch für den Laden: „Home away from home.“ Genauso hat sich der gestrige Tag angefühlt. Das war alles ganz hervorragend, gut gelaunt und total entspannt.