Bohnen-Kaiserschoten-Salat mit Haselnüssen und Orangenzesten

Langer Name, ich weiß. Ich hätte auch schreiben können „à la Ottolenghi“, denn das Rezept stammt aus seinem Kochbuch und gehört seit gestern zu den Mahlzeiten, die ich sofort nochmal essen könnte, sobald sie alle sind.

Laut Buch reicht die Menge für sechs. Ich habe mir ein Viertel davon gemacht und fand es genau richtig. Aber als Vorspeise reicht’s auch für sechs, denke ich.

70 g ungeschälte Haselnüsse

im auf 180° vorgeheizten Ofen für zehn Minuten rösten. Mit einem groben Handtuch abrubbeln, so dass der Großteil der Schalen abgeht, grob hacken (die Nüsse dürfen auch gerne ganz bleiben) und beiseite stellen.

400 g grüne Bohnen und
400 g Kaiserschoten

putzen und in kochendem, ungesalzenen Wasser blanchieren; die Bohnen für vier Minuten, die Kaiserschoten gerade mal für ein Minütchen. In ein Sieb abgießen und erkalten lassen. Mit einem Sparschäler (oder noch besser einem Zestenreißer) die Schale von

1 Orange

abschälen und in feine Streifen schneiden. Dabei das bittere Weiße nicht mitnehmen. Wie ich seit gestern weiß, ist mein Filetiermesser ein tolles Ding. Und ich habe leise geflucht, denn ich hatte mal einen Zestenreißer. Vor 20 Jahren im „Ach, ich lern jetzt Kochen“-Wahn gekauft und Jahre später bei irgendeinem Umzug weggeschmissen, weil ich eben doch nicht Kochen gelernt habe. Aber jetzt habe ich ja Fiffi, das Filetiermesser.

1 Knoblauchzehe, fein gehackt,
20 g Schnittlauch, ebenfalls fein gehackt,
grobes Meersalz,
schwarzen Pfeffer,
3 EL Olivenöl und
2 EL Haselnussöl

zu einem Dressing vermischen. Ich habe Walnussöl genommen, und weil ich schnarchigerweise den Schnittlauch beim Einkaufen vergessen hatte, eine kleine Schalotte.

Wie immer bei Ottolenghi: fünfzehn verschiedene Geschmacksrichtungen, und alles passt zusammen. Das knackige Gemüse, die spritzige Orange, die … äh … nussigen Nüsse, deren Röstaroma mich extrem beeindruckt hat, und dazu ein, wenn ich mich mal loben darf, perfekt abgeschmecktes Dressing – wie gesagt: Ich hätte davon gleich noch einen Berg essen können.

PS: Das Foto gibt’s in etwas größer auch auf Flickr, wo ich seit satten drei Tagen fotografiere, was ich so esse. Ich habe ja monatelang immer gerne bei coolcats “365 Days in What I Eat” rumgestöbert, daher dachte ich, ich mach das auch mal. (Bis ich keine Lust mehr habe. Wir werden sehen.)