The inauguration. At last.
„Hallelujah for knowledge and for the honor of language and ideas. And books. For Jefferson’s glorious library full of Cicero and Spinoza and Aeschylus and Thomas More and books on bees and trees and hapsichords all intact in the Library of Congress. For the stately rare books reading room in the library. And for the stately, plump tassel hanging on the rich crimson curtain near the people who work and study here.“
„Maira Kalman is an illustrator, author and designer. (…) “And the Pursuit of Happiness,” about American democracy, will appear on the last Friday of each month.“
(via Gerds Gezwitscher)
February 19th, 2009
Vielen Dank an meine alte Kollegin (und stille Mitleserin) Gritt für ein Buch, bei dessen Titel ich schon angefangen habe, wehmütig zu seufzen. Wahrscheinlich kann ich’s nur mit vielen Taschentüchern und unter lautem Gejammer lesen: Hier beginnt die Zukunft, hier steigen wir aus – Unterwegs in der Berliner Verkehrsgesellschaft.
*snif*
February 18th, 2009
Meine Augen bluten, und mein Herz ist schwer:
„Anforderungen:
modernes Design
einfache Bedienbarkeit
Bitte erstellen Sie uns ein Angebot für die Erstellung sowie für die moantliche Wartung und Aktualisierung der Homepage. Angebote anderer Anbieter lagen zwischen 300 und 500 €. Bitte orientieren Sie sich an diesem Preislichen Niveau.“
February 18th, 2009
Seit dem Bundesvision Song Contest letzten Freitag auf schwerer Rotation: Pascal Finkenauer. Hier seine MySpace-Seite, Link zum Album auf iTunes, YouTube-Clip seines Auftritts beim Buvisoco. Wunderbare Texte, knappe Songs, alles drin was muss, lovin’ it.
February 18th, 2009
„The scene changes to Marge, who is accompanied by Patty and Selma, at the supermarket check out with various products shown in previous episodes, including the tomacco. Maggie is scanned, and the price has doubled from $243.26 to $486.52.“
The Simpsons haben einen neuen Vorspann, der sie ins HDTV-Zeitalter bringt, der Guardian schreibt darüber, und die netten Menschen der Wikipedia listen brav alle Veränderungen auf. Internet, I love thee.
(In diesem Zusammenhang: mein all-time-favorite couch gag. Und in diesem Zusammenhang: mein all-time-favorite beer commercial.)
February 17th, 2009
Meine neue Lieblingswerbung von 118 118. “I’m ‘fraid of no goats!”
Die 118-Jungs haben in der Vergangenheit auch schon den legendären Cog-Spot von Honda persifliert.
February 17th, 2009
Unerträglicher chick flick, der das gesamte Genre beschämt. In Because I Said So (Von Frau zu Frau) versucht Mama Diane Keaton, ihre jüngste Tochter Mandy Moore zu verkuppeln. Beide nehmen sich nichts in ihrer Nervigkeit; während die eine versucht, das Leben der anderen zu kontrollieren, ist diese eine ewig labernde Stolpertante. Wobei auch Keaton dauernd Torten fallen lassen darf und zu doof für jedes technische Gerät ist außer ihrem Handy, mit dem sie Moore und die beiden anderen Töchter (Lauren Graham, Piper Perabo) terrorisiert. Lustigerweise hängen die drei Frauen trotzdem gerne mit Mama ab, lassen sich gemeinsam von tratschenden Koreanerinnen massieren und bereden alles, von Unterwäsche bis zu Hochzeitstorten. Ich fand den Film schon nach 20 Sekunden eklig, weil er wirklich jedes Scheißklischee über Frauen, Heiraten, ohne Kerle sind wir ja nix und außer an sie denken wir auch an nix, Klamottenkaufen und Technikinkompetenz in voller Breitseite auf arglose DVD-Zuschauerinnen abfeuert, die doch nur eine entspannte Komödie sehen wollten. 40 Minuten hab ich durchgehalten. Danach wollte ich eine Geschlechtsumwandlung haben und/oder auf einen anderen Planeten auswandern.
February 16th, 2009
Wieder einer von den Filmen, bei denen man nach fünf Minuten weiß, wie sie ausgehen. Wenn ich mir Mädchenfilme ausleihe, dann weiß ich das ja auch vorher und will das auch so haben. Aber selbst bei romantischen Komödien hätte ich gerne einen Hauch von Glaubwürdigkeit, und The Accidental Husband (Zufällig verheiratet) hat davon so gar nichts.
Uma Thurman spielt eine Radioratgeberin (da bin ich das erste Mal zusammengezuckt), die eines Tages von einer Frau angerufen wird, die sich fragt, ob sie ihre Hochzeit absagen soll. Uma sagt, klar, weg mit dem Kerl, Romantik ist doof, Verlässlichkeit zählt, was? du kennst den Mann erst fünf Monate? raus mit ihm. Woraufhin die Anruferin den armen Feuerwehrmann (zweites Zucken) verlässt. Woraufhin der sich an seinen jugendlichen Kumpel wendet, der per Keyboard dafür sorgt, dass Radiotante und Firefighter verheiratet sind (Zucken und völlig verständnisloses Kopfschütteln). Radiotante will dann aber wirklich heiraten, findet raus, dass sie schon verheiratet ist, sucht ihren angeblichen Gatten auf, dann kommen die üblichen Szenen von alkoholdurchzechter Nacht, huch, der Typ ist ja niedlich, wer zum Teufel war nochmal der Mann, den ich heiraten wollte, große Erkenntnisse, abgesagte Hochzeiten, alles kommt so wie erwartet, UND ZUM SCHLUSS IST SIE SCHWANGER (keine Kraft mehr zum Zucken oder Kopfschütteln).
Ich habe mir Husband bis zum Schluss angeschaut, weil der Verlobte Colin Firth war und der falsche Ehemann der unwiderstehlich lächelnde Jeffrey Dean Morgan. Und selbst Uma sah mal nicht so aus, als müsste man sie füttern, New York ist ja auch immer ne hübsche Kulisse, und der Film dauert gerade mal 80 Minuten. Aber jetzt fühle ich mich völlig verklebt und will dringend einen Actionfilm gucken.
February 16th, 2009
In Lakeview Terrace zieht ein, wie es so schön heißt, gemischtrassiges Ehepaar (Patrick Wilson und Kerry Washington) neben einen schwarzen Polizisten (Samuel L. Jackson), der seine beiden Kinder alleine großzieht. Dieser findet es anscheinend doof, dass eine schwarze Frau einen weißen Mann liebt und nervt die beiden von Anfang an. Irgendwann schlägt das Nerven in eine offene Auseinandersetzung um, und schließlich kommt es zum großen Showdown, der sich ganz fürchterlich aufgesetzt anfühlt.
Der Film macht es sich sehr bequem, indem er vorgibt, eine Botschaft zu haben (Seid nett zueinander), aber in Wirklichkeit zeigt er nur, wie dusselige manche Menschen sind und wie nachlässig manche Drehbücher zusammengeschustert werden. Der Grund, warum Jackson Weiße nicht ganz so mag, war mir ein bisschen arg billig, um sich daraus eine ganze Weltanschauung zu basteln. Weitere Themen wie Familienkonflikte und Polizeigewalt in Los Angeles werden nur angerissen, ohne wirklich verfolgt zu werden und versanden einfach nach ein paar bösartigen Dialogen. Und dass aus dem gut gelaunten Pärchen plötzlich eine manipulative Zicke und ein Pseudo-Rambo werden, war dann auch nicht ganz so gut nachzuvollziehen. Lakeview Terrace huscht an einem vorbei, ohne dass man sich mit irgendeinem der Charaktere wirklich beschäftigen will und hinterlässt einen sehr zweifelhaften Nachgeschmack.
February 16th, 2009
In Blindness (Die Stadt der Blinden) erfasst eine Epidemie eine Stadt: Immer mehr Menschen erblinden und werden in einem heruntergekommenen Gebäude eingesperrt. Je mehr Blinde auf engem Raum zusammengepfercht werden, desto mehr geraten die gewohnten Regeln und Kontrollmechanismen der Zivilisation aus dem Ruder. Die Stärkeren bunkern das Essen und lassen die Schwächeren dafür bezahlen.
Der Film fühlt sich an wie ein sehr bemühter Soziologie-Leistungskurs in einem überheizten Raum, in dem Kettenraucher eine Knoblauchparty veranstaltet haben. Unerträglich lang, unerträglich langweilig, völlig emotions- und gnadenlos. Und als die Stärkeren dann auch noch die Frauen der Schwächeren vergewaltigen durften, weil anscheinend niemand mehr weiß, wie man sich wehrt, hab ich mir gedacht, skippst du doch mal vor und liest dir das Ende auf Wikipedia durch. Hat gereicht.
(Und jetzt bin ich gerade sehr froh, dass ich keine Kommentare mehr habe, damit hier nicht die gleichen Gestalten auflaufen wie bei Irréversible, um mir weiszumachen, man müsse sich auch mal solche Filme antun. Nein, muss man nicht.)
February 16th, 2009
Die gefühlt millionste Auseinandersetzung Woody Allens mit der Liebe. Diesmal dürfen die zwei amerikanischen Freundinnen Vicky (Rebecca Bell) und Cristina (Scarlett Johansson) nach Barcelona fliegen, um sich wie immer bei Allen prätentiös auf Ausstellungen rumzutreiben und sinnlich an Weingläsern zu nippen. Vicky ist kurz davor, ihren netten, aber belanglosen Freund zu heiraten, und Vicky ist laut Film noch auf der Suche – was bedeutet: den Erstbesten mitnehmen, der da ist. Dieser Jemand ist Javier Bardem, der die beiden Dämchen mit der Kracherline abschleppt, er habe da ein kleines Flugzeug, das startbereit wäre, und ob sie nicht Lust hätten, mit ihm eine gute Zeit zu verbringen.
Ich verzeihe Bardem und Johansson meist alles, weil ich ihnen einfach gerne zusehe, aber Vicky Cristina Barcelona ging leider gar nicht. Wobei der Film nicht mal nervt, er ist einfach nur zutiefst belanglos, plätschert in einer brummigen Gelbheit an einem vorbei, die wahrscheinlich sonnig sein soll, den Film aber nur aussehen lässt, als hätte er die letzten 30 Jahre auf der Heckablage eines Autos verbracht. Ein bisschen besser hat Vicky mir gefallen, als endlich die laute, fordernde Penélope Cruz auftaucht und die Langeweile mit ner Menge spanischer Kraftausdrücke rausfeudelt. Leider ist Cruz mit der absolut bescheuerten Rolle der suizidgefährdeten Exfrau von Bardem gesegnet, und so muss sie zum Schluss natürlich doch noch durchdrehen und achegal. Das Ende hat mich einen Hauch versöhnt, aber ich muss gestehen, dass ich den Film irgendwann nur noch nebenbei habe laufen lassen, während ich mir Spiegel Online durchgelesen habe.
February 16th, 2009
Du weißt, du bist zu oft in der Videothek, wenn der Videothekar Wetten mit anderen Kunden über dein Leihverhalten abschließt: „Sag ich doch. Fünf Filme in unter zwei Minuten. Pay up.“
February 15th, 2009
YAY! Ich weiß, was ich heute abend mache!
Hier mein liebstes Segment vom letzten Jahr: Teil 1, Teil 2.
February 14th, 2009
„Es ist seit nun fünf Jahren mein Reden, dass die Grenzen zwischen Bloggen und Online-Auftritte der Medien immer mehr vermischen. Was ich aber damals nicht geahnt habe, ist das Tempo dieser Entwicklung, die vor allem dadurch angetrieben, dass die Online-Medien sämtliche Stärken des professionellen Journalismus (Kontakte, Recherche, Archiv, finanzielle + personelle Ressourcen) wegschmeißen, um schneller und billiger zu produzieren und sich damit auf einem Niveau bewegen, das sich weit unterhalb dessen von guten Blogs bewegt. Ich frage mich wielange es dauert, bis dieser “Journalismus” merkt, dass er den eigenen Ast absägt.“
February 13th, 2009