Was schön war, Sonntag, 9. April 2017 – Architektur

Gestern sah ich erstmals einen Hollywoodstar auf der Bühne, nämlich John Malkovich, der mit Just Call Me God für zwei Abende in München war. Das Stück ist eine Auftragsproduktion für die Elbphilharmonie, was man dem Text ein wenig anmerkt, wenn er vom „großartigen Konzertsaal“ spricht und auf die Orgel hinweist, die eine große Rolle spielt. Wir saßen nun stattdessen in 50er-Jahre-Holzverschalung im Konzertsaal der Musikhochschule – bzw. dem ehemaligen „Führerbau“. Das passte dann doch ganz gut zur Geschichte um den größenwahnsinnigen Dikator eines fiktiven Landes, dessen Palast gestürmt wird, in dem sich der Saal befindet. Eine ebenso fiktive Armee, hier bestehend aus wenigen Soldaten, einer Journalistin (Sophie von Kessel), ihrem Kameramann und einem Armeegeistlichen, kommen in den Saal, schauen sich um – und werden bis auf die Journalistin und den Geistlichen erschossen. Vom Diktator aka Herrn Malkovich. Der Geistliche wird an die Orgel getaped und spielt die nächsten 90 Minuten lang fast kontinuierlich muntere Weisen, der Dikator schreit rum, plappert pseudoweltkritische Allgemeinplätze und bedroht die Journalistin mit seiner goldenen Knarre, während die so tut, als würde sie ein total sinnvolles Interview mit der Plappernase führen. Das ganze war sehr durchsichtig und langweilig und nebenbei mit albernen Klischees überzogen, die schon bei den Namen begannen. Der Diktator erklärte fünf Minuten seinen Phantasienamen (mir egal), der Geistliche wurde von ihm „Burt Bacharach“ genannt, aber Frau von Kessel war entweder „bitch“ oder „sweetheart“. Ihre anscheinend einzige Überlebenschance war dann auch die Erotik, und ich kam aus dem Augenrollen nicht mehr aus. Zum Schluss noch die große Vergebungsgeste oder zumindest eine Annäherung, obwohl der Herr gerade die Liebe ihres Lebens erschossen hatte, aber scheiß drauf. Ich quengelte innerlich vor mich hin, konnte mich aber immerhin an den wenigen zurückgenommenen Minuten von Malkovich erfreuen, wo er ein bisschen Normalität hinter der ganzen bescheuerten Grandezza durchblicken ließ.

Außerdem erfreute ich mich an der Architektur des Gebäudes. Der ehemalige Führerbau, ich schreibe das jetzt vermutlich zum tausendsten Mal in dieses Blog, aber ich weiß ja nie, was ihr euch merkt, ist von außen baugleich mit dem NS-Verwaltungsgebäude, in dem heute das Zentralinstitut für Kunstgeschichte residiert. In unser Gebäude darf auch jede*r rein, denn im Lichthof im Erdgeschoss steht die Abgusssammlung, die man sich kostenlos anschauen kann. Vom Lichthof geht rechts eine Treppe in den ersten und zweiten Stock, die beide annähernd die gleiche Höhe wie das Erdgeschoss haben; wir sehen außerdem eckige Säulen und riesige Holztüren. Das erkennt man alles wenigstens als Andeutung auf der Homepage der Abgusssammlung. Wie der Führerbau bzw. die Musikhochschule von innen aussieht, wusste ich nur vom Wikipediabild, denn in das Gebäude dürfen, zu Recht, nur Studierende und Lehrende. Ich ahne auch, dass da sonst die ganzen Katastrophentouristen nicht mehr rauszukriegen wären, denn in diesem Gebäude hatte Hitler sein Arbeitszimmer, und das muss man sich ja dringend angucken, auch wenn das heute, glaube ich, eine Übungszelle ist. Ich freute mich also auf das Treppenhaus, das auch hübsch anzuschauen ist. Was mich irritierte, waren die Stockwerkhöhen. Hier war das Erdgeschoss deutlich höher als der erste Stock, der aber immer noch, ich nenne sie mal „Altbaumaße“ hatte, während der zweite wie ein halbes Stockwerk aussah. Darüber musste ich sehr grinsen, denn ich erinnerte mich an den Film Being John Malkovich, in dem ein halbes Stockwerk vorkam. Außerdem sah ich, dass hier runde Säulen verwendet wurden, aber die Türen und Türzargen sehen aus wie bei uns. Der schönste Blick ist übrigens nicht die Treppe hoch, sondern genau umgekehrt: Wenn man oben auf der Treppe steht und hinunterschaut, erwischt einen die olle NS-Überwältigungsarchitektur ganz gut. Das Licht ist weicher und heller als bei uns, aber das mag daran liegen, dass es hier von der beigefarbenen Treppe zurückgeworfen wird, während es bei uns bis auf den Blutwurstmarmorfußboden herunterfällt.

Ich hatte also vor dem Stück schön was zu gucken und danach auch. Das Stück selbst kann man sich allerdings getrost schenken.

Was schön war, Samstag, 8. April 2017 – Vieles, aber ich zeige jetzt nur mal ein Bild, das ist nach dem langen gestrigen Eintrag auch okay

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Auch nach diversen Besuchen: Die Arena sieht beleuchtet einfach großartig aus. Immer wieder.

Das 4:1 gegen Dortmund war auch schön.

Die neue digitale Sammlung der Pinakotheken – ein guter Anfang

Seit dem 6. April kann man sich online durch die Sammlung der Pinakotheken, des Museums Brandhorst und der Sammlung Schack wühlen. Jedenfalls theoretisch. Wenn es um den Bereich moderne und zeitgenössische Kunst geht, sieht man nämlich statt schöner bunter Bilder das hier:

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Der erste Name, den ich eingab, war Anselm Kiefer, weil ich mich mit dem gerade beschäftige. Keines seiner fünf Werke, die im Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlung sind, kann angezeigt werden. Bei zwei Bildern liegen schlicht noch keine digitalen Fotos vor, was ich nachvollziehen kann, bei drei weiteren scheint es Bildmaterial zu geben, das aber nicht gezeigt werden darf. Das liegt nicht an den Pinakotheken, sondern am dusseligen deutschen Urheberrecht, das mich mal wieder laut knurren ließ.

Der Pinakothek der Moderne gehört zum Beispiel Nero malt von 1974, das nicht auf der Website erscheint. (Hier kann man das Bild natürlich trotzdem sehen; ganz runterscrollen.) Das Museum als Eigentümer dieses Bildes darf es verbrennen, wenn es möchte, es kann aber kein Foto seines Bildes auf seiner Website zeigen – weil es schlicht zu viel kosten würde. Wolfgang Ullrich schrieb im letzten Jahr sehr schön über den Irrsinn der Verwertungsrechte:

„Die aktuelle Gebührenpolitik der meisten Verwertungs-gesellschaften könnte zu dem Schluss verführen, es sei tatsächlich eine Arkanisierung der Kunst angestrebt. So kommt die Nutzung eines Werkes, das auf einer Website reproduziert wird, in den meisten Fällen erheblich teurer als die Abbildung in einer Printpublikation. Die Differenz entsteht vor allem, weil bei Druckerzeugnissen nur einmalig eine Gebühr zu zahlen ist, während bei Veröffentlichungen im Internet im Allgemeinen nach Monaten gerechnet wird oder aber nach einem Jahr eine erneute Lizensierung erfolgen muss. So addieren sich die Beträge rasch zu hohen – zum Teil absurd hohen, unbezahlbaren – Summen. Diese Praxis entbehrt jeglicher logischen Grundlage, sind doch Bücher viel stärker als Websites auf Dauer angelegt, werden also auch nach Jahren und Jahrzehnten noch rezipiert. Man könnte das Vorgehen der Verwertungsgesellschaften als prohibitiv bezeichnen; sie sehen das Internet offenbar als schmutzigen, unseriösen Ort an, vor dem sie die von ihnen vertretenen Urheber und Werke schützen wollen. Auf die Wildnis der Sozialen Medien reagieren sie mit dem Versuch, streng exklusive Reservate einzurichten.“

Die Verwertungsgesellschaft, die für bildende Kunst zuständig ist, ist die VG Bild-Kunst. Anselm Kiefer wird nicht von ihr vertreten, wenn ich der hauseigenen Suche glauben darf. Trotzdem gilt für ihn wie für alle anderen auch: Werke von Künstler*innen, die nicht bereits seit 70 Jahren tot sind, dürfen nur gegen Gebühr abgebildet werden. Das kennen wir ähnlich von literarischen Werken. Auch dort kann ich die Schutzfrist nicht verstehen, weil ich sie erstens für viel zu lang halte und zweitens nicht nachvollziehen kann, wieso Nachkommen noch was von den Werken ihrer Väter, Großmütter oder Tanten haben sollen. Ich kann aber immerhin nachvollziehen, dass literarische Werke, die man sich als Buch kauft und mit nach Hause nimmt, Geld kosten. Ich kann aber nicht verstehen, wieso Künstler*innen Geld dafür bekommen, dass ein Werk, das sie verkauft haben, irgendwo abgebildet wird. Wenn es Werbung ist, klar – aber wenn es ein Museum oder eine wissenschaftliche Auseinandersetzung ist, nein. Wirklich nicht.

Antje Lange, die für die Online-Kommunikation der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen verantwortlich ist, erklärte mir auf Anfrage, wie diese Rechte die Vermittlungsarbeit von Museen erschweren. Ein Beispiel: Auf den Seiten der Pinakotheken kann man durch die Alte, die Neue und die der Moderne online von Saal zu Saal bummeln – eine Funktion, die ich sehr gerne mag, weil man durch sie auch Bilder wiederfindet, von denen man sich weder Titel noch Künstler*in gemerkt hat. Ja, auch ich renne gerne mal hirntot durch Museen und freue mich einfach an den Werken. Eine Dozentin meinte mal, man lerne auch im Vorbeigehen. Der Satz ist seitdem mein Mantra. Zurück zum Rundgang:

Bei der Alten und Neuen Pinakothek, die Werke vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert zeigen, sind online Abbildungen zu sehen – bei der Pinakothek der Moderne, die, wie der Name schon sagt, eher Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zeigt, nur in Ausnahmefällen. Lange: „Wir haben einen Museumsvertrag mit der VG Bild-Kunst, der uns eine gewisse Anzahl von Werken kostenlos zeigen lässt – aber der Rundgang durch die Pinakothek der Moderne ist deswegen nie vollständig online, weil die Anzahl der Werke diese Grenze deutlich übersteigt. Das finde ich bedauerlich, denn meiner Meinung nach sollte ein staatliches Museum auch für Menschen zugänglich sein, die nicht vor Ort sind.“

Die Rechte gelten übrigens auch für die sozialen Medien der Museen, wobei es dort Ausnahmeregelungen für laufende Ausstellungen gibt. Wenn die Pinakotheken auf Instagram eine Saalansicht mit zeitgenössischer Kunst posten, kostet das Geld. Die VG Bild-Kunst berechnet nach Klickzahlen und Dauer der Veröffentlichung – das heißt, wenn eine derartige Ansicht zu sehen ist, die keine aktuelle Ausstellung zeigt und damit gebührenfrei ist, müsste sie theoretisch zeitlich begrenzt sein, damit es nicht teuer wird. Man müsste also dauernd Dinge depublizieren – oder man lässt es gleich. Jetzt weiß ich wenigstens, wieso der Instagram-Account der Pinakotheken gerne die Alte vorstellt. Mir juckt es gerade sehr in den Fingern, durch alle Säle der Pinakothek der Moderne zu gehen und zu instagrammen, was das Zeug hält. Ich bin eine Privatperson ohne kommerzielle Interessen an den Werken – aber ich weiß gerade selbst nicht, ob ich sie herzeigen dürfte oder ob die Schlägertruppen der VG Bild-Kunst dann durch meine Streams marodieren. Was ich aus unserem Gespräch schon mal mitgenommen habe: Ich lästere nie wieder über eher unbeeindruckende Instagram-Accounts von zeitgenössischen deutschen Museen, weil sie schlicht nicht die Chance haben, so großartig zu sein wie das MoMA, dessen Stream vermutlich in jeder Präsentation als Benchmark hochgehalten wird.

Denn: Dieser Urheberrechtsnervkram ist ein deutsches Problem. Wenn ich zum Beispiel auf die Seite der Online-Kollektion des MET gehe, finde ich dort 62 Werke von Kiefer, alle in schönster farbiger Abbildung. Was das MET auch vorbildlich macht: die wissenschaftliche Informationstiefe für die einzelnen Werke. Nehmen wir als Beispiel mal Herzeleide (1979), das ich in meiner Hausarbeit vor einem Jahr erwähnen konnte – und noch weitere Werke Kiefers, von deren Existenz ich ohne die Online-Datenbank nichts gewusst hätte, weil sie in keinem Katalog erwähnt wurden, der mir physisch zur Verfügung stand. Zu den Werken findet man auf der Site nicht nur die kunsthistorischen Basisdaten (Herstellungsdatum, Maße, Technik), sondern eine vollständige Provenienz, einen Hinweis auf Literatur sowie eine Ausstellungshistorie. Die Pinakotheken beschränken sich momentan auf die Basisdaten, bieten aber – bei älteren Werken – die Möglichkeit zum Download der Bilder unter CC-BY-SA-4.0-Lizenz. Außerdem kann man sich das Datenblatt ausdrucken lassen. Die Daten sollen, laut Lange, in Zukunft noch ausführlicher werden, der derzeitige Stand ist nicht der finale. Als Messlatte gilt nicht überraschend das Rijksmuseum, das seine Werke hochauflösend zum Download anbietet und den Nutzer*innen alle Freiheiten lässt, mit den Schätzen zu machen, was sie wollen. Mein Lieblingszitat des dortigen Direktors: „If they want to have a Vermeer on their toilet paper, I’d rather have a very high-quality image of Vermeer on toilet paper than a very bad reproduction.“

Auch wenn ich die fehlenden Bilder in der Datenbank der Pinakotheken beklage, freue ich mich, dass ich überhaupt die Möglichkeit habe, einen musealen Bestand zu durchsuchen, denn das ist leider noch keine Selbstverständlichkeit. Neben München bieten Berlin und Dresden diesen Service, aber das war’s dann auch schon. Bei der digitalen Sammlung des Städel in Frankfurt bin ich mir nicht sicher, ob die komplette Sammlung erfasst wurde, die Hamburger Kunsthalle zeigt „300 Meisterwerke aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie und Graphik sowie mehr als 15.000 Zeichnungen und Druckgraphiken aus dem Kupferstichkabinett“. Dass es nur so wenige vollständige Sammlungen online gibt, finde ich nicht nur für mich und meine berufsbedingte kunsthistorische Neugier schade, sondern auch für Laien. Eine Frage, die ich Lange stellte, war die nach der Zielgruppe der neuen Site – da kam in mir kurz die Werberin durch: „Die Online-Sammlung ist sowohl für die Wissenschaft als auch für das Museumspublikum konzipiert. Das Publikum profitiert vermutlich eher von den Inspirationen, die zu jedem Werk angezeigt werden [eine Art Empfehlungsbilderbogen]; für die Wissenschaft sind die Daten interessanter. Mir war es wichtig, die Datenbank nicht zu wissenschaftlich aussehen zu lassen; es sollte aber auch nicht so spielerisch sein wie die digitale Sammlung des Städel.“

Ich finde den Spagat gut gelungen – wenn jetzt noch die Datentiefe des MET erreicht wäre, wäre ich schon fast wunschlos glücklich, denn natürlich sind die fehlenden Bilder das Hauptproblem. Sie sind für mich auch als wissenschaftliche Quelle wichtig und nicht nur als Downloadmöglichkeit für einen schöneren Bildschirmhintergrund. Im Studium bezog ich meine Bilder aus dem Prometheus-Bildarchiv, einem Zusammenschluss von derzeit 90 kulturellen Institutionen, die ihre Bilder für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stellen. Die LMU hat eine Lizenz, weswegen ich nach Herzenslust suchen, downloaden und Dinge in PowerPoint-Präsentationen einbauen durfte. Das Problem bei Prometheus ist: Viele bekannte Werke liegen in mehrfacher, teilweise dutzendfacher Ausfertigung vor – und kein Bild sieht so aus wie das nächste. Ich bleibe mal bei Kiefer als Beispiel, dessen Parsifal ich nur zweimal fand, aber selbst da sieht man schon das Problem:

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Ich kann mir schlicht nicht sicher sein, wie das Bild im Original aussieht, wenn ich nicht schon einmal selbst davor gestanden habe. Bei Manets Olympia, die ich 23 Mal fand, wird es noch klarer:

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Wie soll man bitte wissenschaftlich mit Bildern arbeiten, wenn man nicht mal weiß, ob man gerade die originale Farbgebung betrachtet? Gerade dafür sollte ich mich auf Museen verlassen können. Kann ich aber leider nicht: Das Kunsthaus Zürich, in dem der Parsifal hängt, zeigt quasi gar nichts auf seiner Seite, beim Musée d’Orsay kann ich immerhin die Olympia in recht kleiner Auflösung mit den Bildern in Prometheus vergleichen, um eine möglichst ähnliche Abbildung für meinen Vortrag zu benutzen. Ideal finde ich beides nicht. Hier sehe ich die Verantwortung bei den Museen, bei der Verwertungsgesellschaft, die Rechte freizugeben – und, darauf wies auch Ullrich hin, bei den Künstler*innen selbst:

„Aber selbst Wissenschaftler, die über Künstler publizieren, welche ihre Rechte von einer Verwertungsgesellschaft vertreten lassen, werden gelegentlich damit konfrontiert, dass man ihnen eine Reproduktionserlaubnis verwehrt. So machen es einige Künstler – zum Beispiel Andreas Gursky – zur Bedingung, dass ihre Werke in Farbe reproduziert werden. Das aber behindert – wegen der dann nicht finanzierbaren erhöhten Druckkosten – insbesondere Autoren von Doktorarbeiten, wissenschaftlichen Sammelbänden oder unabhängigen Büchern; Texte, die sich, vielleicht auch analytisch-kritisch mit der Ikonografie oder den Sujets des Künstlers befassen und die deshalb auf Abbildungen als Grundlage und Verifizierung einer Argumentation angewiesen sind, können im Extremfall gar nicht publiziert werden.“

Was schön war, Donnerstag, 6. April 2017 – Schon wieder Duft

Gemeinsam aufgewacht. (Still awesome.)

Der Duft frischer Kaffeebohnen.

Viel gelesen, aber auch viel aus dem Fenster geguckt und nachgedacht. War beides produktiv, ich hatte gestern aber eher einen langsamen Tag. So als ob meine Hirnzellen sich erstmal duschen und eincremen und anziehen und frühstücken und dann sehr entspannt zum Bus gehen würden, bevor sie sich an die Arbeit machen.

Eine überraschend schnell beantwortete E-Mail.

Ein faszinierender Duft im Treppenhaus, als ich zum Einkaufen ging.

Vom Einkaufen frisches Sonnenblumenbrot mitgebracht. Ihr ahnt schon, was kommt: der Duft!

Ein äußerst hilfsbereiter Mensch an meiner Seite. Ich habe jetzt einen verpackten Sky-Receiver, den ich vielleicht auch irgendwann mal zur Post bringen werde. Und mein Ikea-Couchtischchen, das seit 20 Jahren mit mir umzieht, hat jetzt wieder vier funktionierende, mit anscheinend nicht ewig haltbarem Plastik umhüllte Rollen, nachdem vorgestern die letzte, ihre Hülle zerbröselnd, ins Jenseits verschied.

Der Duft anderer Haut. (Still awesome.)

(Hier bitte weiteren Backfischkram vorstellen, der mir selbst peinlich wäre, wenn ich ihn woanders läse. Aber zum Glück ist das hier ja mein Blog. Puh.)

Check this box if you’re a good person

Eine director of admissions erzählt über ein besonderes College-Essay:

„The problem is that in a deluge of promising candidates, many remarkable students become indistinguishable from one another, at least on paper. It is incredibly difficult to choose whom to admit. Yet in the chaos of SAT scores, extracurriculars and recommendations, one quality is always irresistible in a candidate: kindness. It’s a trait that would be hard to pinpoint on applications even if colleges asked the right questions. Every so often, though, it can’t help shining through.

The most surprising indication of kindness I’ve ever come across in my admissions career came from a student who went to a large public school in New England. He was clearly bright, as evidenced by his class rank and teachers’ praise. He had a supportive recommendation from his college counselor and an impressive list of extracurriculars. Even with these qualifications, he might not have stood out. But one letter of recommendation caught my eye. It was from a school custodian.“

(via @cervus)

Was auf den zweiten Blick schön, aber trotzdem total doof war, Mittwoch, 5. April 2017 – #FCAFCI

Gestern stellte ich fest, dass die dünnen Suhrkamps perfekt in die Innentasche meiner Spätherbst-Frühfrühlingsstadionjacke passen.

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So hatte ich im Zug etwas zu lesen, als ich mit F. in Richtung Augsburg zuckelte, wo wir uns das Spiel gegen Ingolstadt anschauen wollten. Wir erwischten eine schöne leere Tram vom Bahnhof zum Stadion, genossen dort die traditionelle Stadionwurst (aka „FCA-Knacker“, eine rote Bratwurst, gestern richtig schön heiß, in einer Laugenstange), ich erfreute mich wie immer am fähnchenschwingenden Kid’s Club, der zur Vereinshymne eine Runde um den Platz drehte, wobei das Publikum immer brav zurückwinkt, dann nahmen wir Platz, und ab da wurde der Abend eher scheiße.

Zur Halbzeit stand es bereits 0:2, das Endergebnis war dann 2:3, und bis auf 15 Minuten vor Schluss spielten die Augsburger nicht nur unterirdischen Müll zusammen, sondern ließen auch den Willen vermissen, der nötig gewesen wäre, um das Spiel zu gewinnen. Augsburg stand gestern mit 7 Punkten Vorsprung auf dem Relegationsplatz, Ingolstand direkt dahinter auf dem ersten Abstiegsplatz. Die drei Punkte hätten dem FCA einen Vorsprung von zehn Punkten sichern können, stattdessen sind es jetzt nur noch vier; man ist jetzt punktgleich mit Mainz und einen Zähler hinter dem HSV und Wolfsburg, die der FCA mit einem Sieg alle hätte überholen können. Hätte, hätte, Fahrradkette. Augsburg bleibt auf dem Relegationsplatz, hat aber noch schwere Spiele vor sich. Die drei Punkte waren eigentlich fest eingeplant, der Abend war deswegen eher anstrengend und ich dementsprechend mies gelaunt.

Aber: Ich habe eine neue Facette des Fußballguckens kennengelernt. Dem FC Bayern folge ich aufmerksam erst so seit sieben, acht Jahren, und in dieser Zeit spielte er einen teilweise überirdisch schönen – und erfolgreichen – Fußball. Der FCB war niemals auch nur in der Nähe von irgendwelchen Abstiegsplätzen – ganz im Gegensatz zu Augsburg. Dessen Saison war vom Umbruch gekennzeichnet: Nach der Europapokalteilnahme im letzten Jahr, wovon noch diverse Schals an Fans im Stadion künden, ist diese Saison eine ganz andere. Der neue Trainer wurde noch vor der Winterpause entlassen, sein Nachfolger macht … irgendwas, ich weiß nicht was, es sind neue, junge Spieler in der Mannschaft, die sich zwar emsig bemühen, aber denen schlicht Erfahrung fehlt, und durch viele Verletzte ist der Kader sehr schmal, der auch nicht aufgestockt werden kann, weil schlicht das Budget fehlt. Da kommt einiges zusammen, und deswegen spielt der FCA gerade gegen den Abstieg. Oder rumpelt sich so durch, wie man’s nimmt.

Die ganze Saison über hatte ich Spaß an dieser Art Fußball und dieser Art des Fußballguckens, weil es sehr anders ist als Spiele beim FCB zu sehen. Ein Stadion für 30.000 ist schlicht eine andere Hausnummer als eins für 75.000, und auch die ganze Stimmung ist eine andere. Beim FCB besteht gefühlt die Hälfte der Zuschauer*innen aus Touris, die aufgeregt alles und jeden knipsen, stolz ihre nagelneuen Trikots ausführen und gerne suchend im Weg rumstehen; die Stadionbeschallung ist nervig-professionell, alles ist riesig und groß und supi und champions of the world. In Augsburg wedelt der Kid’s Club, das Kaschperle aus der Augsburger Puppenkiste sagt den Spielstand voraus (immer falsch), die Tormusik ist Eine Insel mit zwei Bergen, und die Zuschauer*innen sehen so aus, als kämen sie seit 30 Jahren und hätten schon die Spiele in der dritten Liga mitangesehen. In seiner liebevollen Schraddeligkeit fühlt es sich in der WWK-Arena mit ihren Menschen fast wie bei meinem schmerzlich vermissten Altona 93 in der Hamburger Oberliga an: alles eine Nummer kleiner und sehr auf dem Boden geblieben. Deswegen störte mich auch der miese Fußball nicht, der hier gespielt wird – bis gestern. Denn gestern merkte ich zum ersten Mal, dass dieser miese Fußball dafür sorgen könnte, dass der FCA in der nächsten Saison zweitklassig spielen könnte. Das war ein komplett neues Gefühl für mich: Abstiegskampf. Und so schön ich es finde, eine neue Facette des Fanseins kennenzulernen, so sehr litt ich gestern 90 Minuten vor mich hin.

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Und dann hatte auch noch die Schwarze Kiste am Bahnhof schon geschlossen, so dass wir kein Trostbier für die Rückfahrt hatten. Musste eben zuhause eins aus dem Kühlschrank den Schmerz lindern.

Was schön war, Dienstag, 4. April 2017 – Duft

Abends mit dem ehemaligen Mitbewohner in der Goldmarie gesessen und gut gespeist und noch besser getrunken. Der Zweigelt war zwar einen Hauch zu warm, aber ich hatte trotzdem ständig meine Nase im Glas, weil der Wein so herrlich duftete, woraufhin der ehemalige Mitbewohner meinte, das sei so schön mitanzusehen, wie sehr ich mich über Wein freuen kann.

Das war ein schöner Satz, weil er einen für mich riesigen, schwierigen Komplex zusammenfasst. Nach jahrzehntelangem Kampf gegen mich, meinen Körper und gegen Essen generell *freue* ich mich jetzt über mich, meinen Körper und Essen. Am meisten über Essen, das weit mehr für mich ist als schnöde Nahrung oder Treibstoff oder wie auch immer man Essen abfällig und beiläufig nennen und damit jede emotionale Komponente völlig ignorieren kann. Für mich ist Essen so viel Freude und Lust und Genuss und Vergnügen, weswegen ich bei Sätzen wie „XY nicht schälen, unter der Schale sitzen die ganzen Nährstoffe“ nur noch mit den Augen rolle anstatt panisch meine Blutwerte checken zu lassen. Ich esse fantastisches Zeug, ich kann meine Äpfel ruhig schälen. Ich sterbe schon nicht an Skorbut. Und wenn, habe ich vorher wenigstens noch die weltweiten Rotweinvorräte ausgetrunken. Ich werde auf dem Totenbett jedenfalls nicht bedauern, irgendwelche irdischen Genüsse ausgelassen zu haben. Wenn ich schon keinen Plan für mein Leben mehr habe – einen fürs Ableben habe ich: möglichst satt sterben.

Was schön war, Montag, 3. April 2017 – Gutes Essen

Mittag gab’s im Home Office, wo gerade die halbe Staatsbibliothek auf meinem Tisch liegt. Letzte Woche fand ich auf dem Elisabethmarkt richtig tolle Tomaten, die ich seitdem roh mit Olivenöl, Salz und Pfeffer esse. Reicht völlig. Dazu gibt’s meistens geröstetes Sonnenblumenbrot (nicht selbstgebacken, an Sauerteig traue ich mich immer noch nicht ran, und die Hofpfisterei macht wirklich gutes Brot), auf das ich Avocadoscheibchen lege, die auch noch Olivenöl, Salz und Pfeffer abbekommen.

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Abends hatte F. um etwas Leichtes gebeten, nachdem er letzte Woche im Skiurlaub richtig zugeschlagen hatte. Ich entdeckte im Supermarkt Reispapier und schwenkte von Reis mit Pfannengemüse auf Sommerrollen um. In denen befand sich in Sojasauce, Ingwer und Knoblauch mariniertes Rindfleisch, Eisbergsalat, Möhren, Gurken, Kaiserschoten, Schalotten und Reis. Dazu gab’s zwei Fertigsaucen, die wir beide verschmähten und als dritte Sauce einfach den Bratensaft des Rindfleisches, in den ich noch ein winziges bisschen dunkles Sesamöl gab. Das zweite Festessen des Tages. (Wenn ich auch des Öfteren runtergefallenen Inhalt mit der Gabel aß, weil ich die Rollen viel zu locker gewickelt hatte.)

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Was schön war, Sonntag, 2. April 2017

Mit Bach auf den Ohren bei Sonnenaufgang über den Alten Nordfriedhof spazieren.

Wenige Stunden später in einem Blog über einen Spaziergang auf dem Alten Südfriedhof lesen.

Was schön war, Samstag, 1. April 2017 – Spieltach

Für die letzten fünf Heimspiele des FC Bayern habe ich eine geliehene Jahreskarte. Jetzt ist es wieder warm genug für Frau Schönwetterstadiongängerin, jetzt will ich auch wieder live dabei sein. Gestern spielte Bayern gegen Augsburg, denen ich neuerdings noch gewogenerer bin als den Münchnern, weswegen das ein sehr seltsamer Stadionbesuch war. Als der FCB in der Hinrunde in Augsburg spielte, was ich auch hin- und hergerissen, aber sobald ich in der WWK-Arena saß, war klar, wem ich die Daumen drückte (allerdings vergebens). Die Entscheidung kam aus dem Bauch und fiel auch nicht schwer, denn es war schließlich ein Augsburger Heimspiel. Gestern saß ich aber nun in eigentlich „meiner“ Arena – und drückte dem Gastverein die Daumen. Ich trug ein grünes Shirt, kein rotes, versuchte in den Anfangsminuten irgendwie neutral zu bleiben, was sich aber beim ersten Tor für den FCB erledigt hatte. Der FCB ist schon halbwegs Meister, Augsburg hingegen kämpft gegen den Abstieg, weswegen ich ihnen noch mehr ein paar Punkte wünschte. Das blieb gestern allerdings beim Wünschen, denn der FCA verlor null zu sechs und spielte dabei auch so richtig schön scheiße. Gut, mag sein, dass ein paar Spieler für das wichtigere Duell am Mittwoch gegen Ingolstadt geschont werden (ich habe eine Karte und werde laut brüllen), mag auch sein, dass man eh nicht mit Punkten rechnete, aber dass man sich so abschlachten lässt, fand ich doch sehr schade.

Bei der Rückfahrt aus Fröttmaning erwischte ich eine U-Bahn, die nicht erst am Stadion eingesetzt wurde, sondern schon aus Garching kam. Darin saß eine Touristengruppe, die eher verschreckt als amüsiert auf die brachiale Horde von roten Trikots reagierte, die sich da plötzlich in ihre schöne ruhige U-Bahn ergoss. 75.000 Menschen auf einem Haufen sind aber auch echt ne Menge. Einige überschwänglich gut gelaunte Fans stimmten dann die üblichen Gesänge an, und ich dachte augenrollend, och, haltet doch die Klappe, als einer der Touris lautstark zu einem Mitsitzer sagte: „Ich sehe, die Fußballkultur hat sich nicht geändert, seit ich aus München weg bin“, woraufhin ich augenrollend dachte, och, halt doch die Klappe. Einer der FCB-Fans beschwerte sich, dass niemand im Waggon mit ins Triumphgeheul einstimmte: „Nix los hier! Alles Touris! Wo kommts ihr denn her?“ Ein anderer trocken: „Aus Augsburg.“ Großes Gelächter, Verbrüderung, alles wieder gut und ruhig. Ich zückte mein iPhone und las.

Abends bereitete ich mal wieder ein Tasty-Rezept zu, das ich vorgestern auch schon gegessen und daher Brokkoli übrig hatte. Das hat so gut geschmeckt, das wollte ich gleich noch mal essen.

Nichts für die Uni gemacht. Kopf ausgeschaltet und fünf uralte Masterchef-Australia-Folgen nachgeguckt, weil’s so schön ist. Warum das so ist, steht nicht nur bei mir, sondern auch bei Adam Cadre. Danke an @ttepasse für den Hinweis auf diesen sehr langen Blogeintrag. Die neue Staffel geht übrigens nach Ostern los und ich bin schon sehr hibbelig.

Was schön war, Freitag, 31. März 2017 – Anbiergarteln

Tagsüber erledigte ich Kleinkram. Zunächst versuchte ich, den örtlichen Einzelhandel zu unterstützen, der aber nicht das vorrätig hatte, was ich wollte – „lief nicht gut, haben wir aus dem Sortiment genommen, aber online gibt’s das noch.“ Gut, das nächste Mal dann gleich in diesem Interweb. Mpf.

Dann holte ich einen winzigen Nachschub aus der Nespresso-Boutique, denn ich habe festgestellt, dass ich manchmal morgens nur auf einen Knopf drücken will, manchmal aber auch gerne für meine Koffeindosis arbeiten und Bohnen mahlen möchte. Aber für die Tage, an denen ich faul bin, habe ich jetzt wieder zehn Stangen Cosi im Haus. Der charmante Türonkel wünschte mir ein entspanntes Wochenende – das kriegt meine Kaffeemühle nicht hin! Punkt für die Alukapselhöker. Sorry, Mühli.

Edit: Das Lektorgirl whatsappte mir gerade eine Botschaft:

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(Memo to me: Niemals deine Mühle anzweifeln.)

Den Nachmittag verbrachte ich damit, meine mal wieder auf 1000 Seiten angewachsenen Notizen zur MA-Arbeit zu ordnen und mir selbst darüber klarzuwerden, was ich eigenlich sagen will. Mein momentaner Kenntnisstand lautet: Kiefer setzte sich inhaltlich mit der NS-Zeit auseinander, Lüpertz ikonografisch. Mal sehen, wie lange diese These trägt. (Ich hoffe, bis zur Abgabe.)

Ich gebe mir jetzt noch zwei Wochen wildes Rumlesen und dann bastele ich mein Referat, das ich am 5. Mai im Kolloqium halten werde. Danach wird im Mai geschrieben, im Juni korrigiert, Anfang Juli ist das Ding durch und ich werde hier wochenlang meinem Studium hinterherjammern. Könnt ihr euch alle schon mal notieren: „Im Juli nicht bei der Gröner rumlesen, da wird nur geheult.“

Wobei: Wenn das Münchner Wetter so ist, wie ich es inzwischen kenne, könnten die lokalen Biergärten meine Laune schnell heben. Gestern starteten der ehemalige Mitbewohner und ich in die Saison. Unser Stammbiergarten hat leider noch nicht geöffnet, der eh überlaufene Chinesische Turm macht auch noch früh zu, aber F.s Lieblingsbiergarten hatte schon auf. (Der ehemalige Mitbewohner nennt F. übrigens jetzt auch nur noch F. und sagt nicht mehr seinen kompletten Namen, was mich sehr amüsiert.) In Taxisgarten trafen wir allerdings auf eine Schlange, die quasi einmal durch den Garten ging, woraufhin wir den Biergarten am Bavariapark ansteuerten. Der war geöffnet, wir fanden einen Parkplatz, einen Sitzplatz und hatten innerhalb von drei Minuten unsere Maß. Das war schön.

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Ja, der ehemalige Mitbewohner hat ein ORLY-Shirt, und ich musste sehr darüber lachen.

Links von Freitag, 31. März 2017

Why Does Mount Rushmore Exist?

In den Kommentaren häuft sich die Kritik an arroganten Städtern, die mit South Dakota nicht klarkommen. Ich fand den Artikel nicht ganz so schlimm – wenn auch tendenziös –, aber vor allem mochte ich die Fotos. Mir ist beim Lesen aufgefallen, dass ich keine Ahnung hatte, wo genau sich die Präsidentenköpfe befinden und vor allem, wie die Umgebung aussieht.

„I must admit that, in person, I was not especially moved by the beauty of the sculptures. They were, essentially, traditional busts, distinguished mainly by their insane scale and placement. The novelty of it was stronger than the beauty.

What stood out most was everything around the presidents’ faces: the Black Hills landscape that spreads and spreads, incorporating eons of old rock and new growth, last century’s roads and yesterday’s snow. This was something that was hard to appreciate in photographs, which tend to be tightly cropped — just the presidents, stony and smooth. But the mountain itself is magnificent: rough and rutted and craggy, like an ancient crocodile’s back. The stone is warped and twisted, a frozen surge flowing toward and around the artificial faces; it is like a diagram of the geological energy that thrust it into being nearly two billion years ago. This speaks to forces much larger than America or nationalism of any kind. It made the giant heads look small.

I felt a rush of emotion that was not patriotism but awe: awe at human weirdness, at our capacity to create, in the actual world, such an improbable and unnecessary artifact as this. Why had humans done this? Why did Mount Rushmore exist?“

Art Up Your Tab

Mit dieser Chrome-Erweiterung beginnt jeder neue Tab nicht mit einer leeren Seite, sondern mit einem Kunstwerk. Die Idee mag ich sehr – nach einigen Tagen in Gebrauch merke ich aber, dass ich dauernd vergesse, welche Seite ich öffnen will, weil ich auf „More Info“ bei den Bildern klicke, die plötzlich da sind, und mich dann mit Kunst beschäftige anstatt mit … ja, weiß ich halt nicht mehr, womit ich mich eigentlich beschäftigen wollte!

(via @textundblog)

Sehr gelacht:

Das gehört nicht ins Feuilleton: Tiere präparieren

Anja Rützel schreibt darüber, wie sie Mäuse ausstopft. Ich kann mich auch beim wiederholten Lesen nicht entscheiden, ob ich diesen Artikel beruhigend oder äußerst irritierend finde.

„Mein dringender Wunsch, ein Tier selbst zu präparieren, erwachte, als ich einmal für eine Recherche Polly Morgan in ihrem Atelier besuchte. Die britische Künstlerin bettet zum Beispiel tote Blaumeisen schwer ästhetisch auf aufgeschlagene Kirchengesangsbücher, und dann kommt Kate Moss und kauft sie. Polly ließ mich in ihre Gefriertruhe schauen und gefrorene Maulwürfe streicheln. Sie waren samtig wie sonst nur Französische-Bulldoggen-Ohren an ihrer geschmeidigsten Stelle.

Die Künstlerin jedenfalls hatte ihr Handwerk in einem Eintageskurs bei einem Präparator gelernt und ermunterte mich, es auch mal zu probieren: “Deine ersten fünfzig Vögel werden erbärmlich aussehen, aber der einundfünfzigste ist dann richtig gut.” Also belegte ich Kurse. Einen beim mehrfachen Weltmeister in Falkenpräparation, der ulkigerweise so heißt wie ein berühmter Schlagersänger, zwei bei einer hipsterigen Rockabilly-Präparateuse, die eine tote Maus mit ausgeixten Augen auf den Oberarm tätowiert hat.“

Was interessant war, Mittwoch, 29. März 2017 – Abstrakt vs. realistisch

Für meine Masterarbeit lese ich auf diversen Baustellen herum. Eine davon ist die Zeit, in der Lüpertz und Kiefer ihre Werke erstellten, die sich mit der NS-Vergangenheit befassten. Beide gehören zu den ersten westdeutschen Malern (ich habe immer noch keine Malerin gefunden und warte, dass sie mir in der Literatur über den Weg läuft), die nach 1945 wieder figurativ arbeiteten. Auch für meine Leo-von-Welden-Hausarbeit hatte ich mich für das Thema „Abstrakt versus realisistisch“ interessiert, weil ich wissen wollte, wie sehr von Welden neben dem Zeitgeist hermalte. In dieser Arbeit reichte es nur für einen kurzen Absatz, ich zitiere mich mal selbst:

„Trotz der großflächigen Zerstörung deutscher Städte begann der kulturelle Aufbau sehr schnell. Im Juli 1945 wurde der Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands gegründet,[1] die erste Galerieeröffnung nach Kriegsende fand im August 1945 in Berlin statt,[2] und bereits im Dezember 1945 wurde auf Initiative der amerikanischen Militärregierung im Augsburger Schaezlerpalais eine Ausstellung mit dem Titel „Maler der Gegenwart“ gezeigt.[3] Im Februar 1947 wurde am gleichen Ort erstmals in der amerikanischen Besatzungszone abstrakte Kunst ausgestellt.[4]“

(Ja, ich brauche endlich ein Fußnoten-Plugin, ich weiß.)

Im Postwar-Katalog standen natürlich auch einige Aufsätze zur Situation nach 1945, nicht nur auf Deutschland bezogen:

„Im Bereich der Kunst markiert die Nachkriegsperiode einen historischen und kulturellen Wendepunkt, der das Schwinden der Dominanz der westlichen europäischen Kunstzentren und den Aufsteig der internationalen Präsenz und Hegemonie der zeitgenössischen amerikanischen Kunst, Populärkultur und Massenmedien einleitete.“[5]

Einige Jahre später hatte sich diese Präsenz zementiert und strahlte auf Europa zurück:

„Zu diesem Zeitpunkt [1960] fanden die Territorialgefechte zwischen New York und Paris bereits seit Langem im Kontext des Kalten Krieges statt. Aus diesem Blickwinkel lag das offensichtlichste künstlerische (eher territoriale) Problem in dem vorgeblich rein stilistischen Konflikt zwischen Abstraktion und Figuration. Dieses Gegensatzpaar – das sich schnell zum Klischee entwickelte, ohne tatsächlich analysiert zu werden – hat der Maler Georg Baselitz mit klaren Worten benannt: ‚Im Westen gab es Abstraktion, im Osten Realismus.‘ Auf der Ebene von offzieller Politik, Vorschriften und der nationalen Förderung der Künste wurde in der Tat eine strenge Linie zwischen diesen beiden Seiten gezogen, da man in den Vereinigten Staaten die Abstraktion als Ausdruck demokratischer Freiheit feierte und in der Sowjetunion leicht lesbare, erbauliche Bilder von Arbeit und gesundem Leben im Kommunismus beauftragte. Diese institutionelle Geschichte aus diplomatischen Berichten und Museumskorrespondenzen hat die Kunstgeschichtsschreibung geprägt. Aber im Alltag der Künstler waren die Praktiken nur selten so festgelegt, wie es in den Diskursen über diese Praktiken der Fall war. Obgleich Kritiker bezüglich der historischen Notwendigkeit und der Definition von Abstraktion durchaus schulmeisterlich sein konnten, waren viele Künstler an dieser nicht als einem expliziten Programm oder am Ende der Malerei interessiert. Abstraktion als absolutes Diktat – wie im Falle von Ad Reinhardt – war selten, und einigen erschien dies völlig absurd.“[6]

Auf Deutschland – und seine Vergangenheit – bezogen, las sich das so:

„Die Deutschen mussten sich für eine Seite entscheiden: Osten oder Westen. Einige Kritiker zementierten die Kluft, indem sie kulturelle Eigenarten mit geografischen Regionen gleichsetzten. Im Osten förderte der Berliner Kulturmagistrat ein Menschenbild nach sowjetischem Vorbild, in dem die Kameraden solidarisch einer verheißungsvollen Zukunft entgegenstrebten, die ihnen der Sozialismus versprach. Das Menschenbild des Westens war ein anderes: Der Kapitalismus fördert nicht die aufgeschobene Befriedigung einer messianischen Weltsicht, sondern er funktioniert mit sofortiger Belohnung. Sein idealer ‚Mensch‘ ist das bürgerliche, liberale Individuum, zu dem ehemalige Nazis umerzogen werden mussten. Das bedeutet nicht, dass die Amerikanisierung Westdeutschland eingeschläfert hat, aber viele Deutsche begrüßten diese Möglichkeit, den Leichnam der Geschichte durch dessen Transsubstation in einen analgetischen Geist zu begraben. Wenn die darauffolgende Form der Moderne die Tapete war, war dies keineswegs zum Schlechten.“[7]

Gestern las ich einen Aufsatz, der dem ganzen noch eine Dimension hinzufügte, aber ich kann mich noch nicht entscheiden, ob die Autorin einen Aluhut im Bezug auf die CIA trägt; Haftmanns Engagement für die Abstraktion war mir bekannt, auch durch seine Mitarbeit an der documenta I:

„Da die Kunstgeschichtsschreibung die Moderne ursächlich mit dem Fortschrittsgedanken verknüpft, werden mit derartigen Zuweisungen [Westen abstrakt, Osten figurativ] in subtiler Weise Qualitätsurteile insinuiert. Als Folie, vor der die Artefakte zu betrachten sind, fungiert damit die Kunst des Westens; sie ist es, welche die gültigen Wertmaßstäbe setzt. Diese Wertmaßstäbe sind aber zugleich auch jene der Siegermächte. Hinlänglich bekant ist die Tatsache, dass die [...] vermeintliche Vorherrschaft der Abstraktion im Westen eine gezielte Konstruktion der Geschichtsschreibung ist, woran sowohl der CIA maßgeblich beteiligt war, als auch einflussreiche Persönlichkeiten der Bundesrepublik, allen voran Werner Haftmann. Kulturpolitische Intentionen (Westintegration) und persönliche Ambitionen, die die Abstraktion als neue ‚Weltsprache‘ etablieren wollten (Werner Haftmann), arbeiteten erfolgreich Hand in Hand. Erhellend ist es, zudem in Erinnerung zu rufen, dass die westdeutsche Abstraktion als eine Übernahme der US-amerikanischen Avantgarde ausgegeben wurde. Diese zum Sachverhalt konstruierte Deutungsbehauptung entbehrte jeglicher Evidenz, ließ sich aber dahingehend instrumentalisieren, dass die westdeutsche Abstraktion als bildhafter Ausdruck einer erfolgreichen, politischen Integrationsgeschichte gedeutet werden konnte.“[8]

Hofer nennt in ihrem Aufsatz zwei Bücher, die ich mir morgen vornehmen werde, denn sie stehen natürlich brav im ZI und warten auf meine wissbegierigen Fingerchen: Frances Stonor Saunders: The Cultural World War. The CIA and the World of Arts and Letters, New York 2000 sowie Serge Gilbaut: Wie New York die Idee der Modernen Kunst gestohlen hat, Amsterdam 1997.

1 Zuschlag, Christoph: „Die theoretischen Diskurse über moderne Kunst in der Nachkriegszeit“, in: Bambi, Andrea/Friedrich, Julia/Prinzing, Andreas (Hrsg.): „So fing man einfach an, ohne viele Worte.“ Ausstellungswesen und Sammlungspolitik in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, Berlin 2013, S. 18–25, hier S. 18.
2 Ebd.
3 Dengler, Steffen: Die Kunst der Freiheit? Die westdeutsche Malerei im Kalten Krieg und im wiedervereinigten Deutschland, München 2010, S. 83.
4 Ebd., S. 85.
5 Enwezor, Okwui: „Zur Beurteilung von Kunst: Postwar und künstlerische Weltlichkeit“, in: Ders./Siegel, Katy/Wilmes, Ulrich (Hrsg.): Postwar. Kunst zwischen Pazifik und Atlantik 1945–1965, München/London/New York 2016, S. 20–41, hier S. 36.
6 Siegel, Katy: „Kunst, Welt, Geschichte“, in: Postwar 2016, S. 42–57, hier S. 48.
7 Heibel, Yule: „Deutschlands Suche nach dem neuen Menschenbild in der Nachkriegszeit“, in: Postwar 2016, S. 340–343, hier S. 343.
8 Hofer, Sigrid: „Die Macht der Macher oder Wie man Wirklichkeit in Ausstellungen konstruiert. Eine Kritik der Ausstellung ‚Kunst und Kalter Krieg‘ in Los Angeles, Nürnberg und Berlin 2009/2010“, in: Rehberg, Karl-Siegbert/Kaiser, Paul (Hrsg.): Bilderstreit und Gesellschaftsumbruch, Die Debatten um die Kunst der DDR im Prozess der deutschen Wiedervereinigung, Berlin/Kassel 2013, S. 180–191, hier S. 184.

Was schön war, Dienstag, 28. März 2017 – Anspargeln FTW!

Endlich den dicken Postwar-Katalog durchgearbeitet, den mir F. geliehen hat. Der steht natürlich auch im ZI, aber gestern legte ich einen Home-Office-Tag ein und ackerte mich durch einige Bücher und Aufsätze, die sich auf meinem heimischen Schreibtisch befinden. Dazu genoss ich, wie immer neuerdings, frisch gemahlenen und frenchgepressten Kaffee, den ich nach dem Zubereiten in meine neue, elegante Thermoskanne umfülle. Auch das hat mir das Internet beigebracht: nicht aus der French Press trinken, immer gleich umfüllen. Ich entschuldige mich hiermit bei allen Gästen, denen ich Kaffee serviert habe, der aus viel zu fein gemahlenem Pulver bestand, auf das ich kochendes Wasser goss und den ich dann in der French Press servierte. So sorry.

Außerdem gönnte ich mir einen Markttag und genoss zum Mittag eine halbe Avocado auf geröstetem Brot mit frischem Tomatensalat (aka dünne Tomatenscheibchen mit Olivenöl und ordentlich Salz und Pfeffer). Auch hier eine Entschuldigung: Ich lästerte in der Vergangenheit gerne über Plastikprodukte, die nur zur Aufbewahrung einer halben Avocado dienen. Die gestrige war ein solches Monster, dass ich wirklich nur eine halb aß. Die andere Hälfte liegt noch mit Kern und in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank und kommt heute dran.

Und abends dann ein Festessen. Zunächst eine Hollandaise nach diesem Rezept gemacht (kurz stehenlassen, dann dickt sie etwas ein), Kartoffeln gekocht, Spargel geschält und gekocht – in weniger Zeit als die Kartoffeln, was mich total aus der Bahn warf. Normalerweise sind meine Kartoffeln locker fertig, bis ich den Spargel von seiner blöden Haut befreit und ihn weich, aber noch bissfest gekocht habe. Seit einiger Zeit besitze ich aber diesen Paprikaschäler, den mir irgendein Kochblog empfohlen hatte – ich habe leider vergessen, welches. Trotzdem danke, denn ich habe noch nie so schnell und so gründlich Spargel geschält.

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Okay, der Teller trieft nicht vor Butter, wie gestern angekündigt, aber ich glaube, Hollandaise kann man auch gelten lassen.

Was schön war, Montag, 27. März 2017 – Meine kleinen Kreise

Den Großteil des Tages im ZI verbracht, wo sonst. Da wohne ich quasi bis Juli (Abgabetermin Masterarbeit), und bis dahin wird das Blog vermutlich arg monothematisch. Ich könnte zum Ausgleich mal wieder über Golf schreiben – die Älteren werden sich erinnern. (Ich habe nie wieder zu einem Thema soviel Post gekriegt wie zu Golf.)

Aber meine Schläger stehen in der Nähe von Hannover, ich habe kein Auto und irgendwie auch gerade kein Geld für einen Münchner Club, der vermutlich deutlich teurer ist als ein Hamburger. Wenn ich die Preise der Staatsopern vergleiche, müsste das zutreffen. Hier bitte einen sehr lauten Rant über Preise für Wagner-Opern in München vorstellen. Für das Geld, für das man hier an manchen Terminen in den hinteren Reihen des zweiten Rangs hockt, sitze ich in Hamburg in der ersten Parkettreihe.

Im ZI weiter wild in der Gegend rumgelesen, um mich Herrn Lüpertz und seinen deutschen Motiven zu nähern. Ich stöberte dem Begriff des Bildes an sich nach – was macht das mit uns und wieso –, ich las über Poussins Parerga (ja, das musste ich auch nachgucken) und zog total tolle Schlussfolgerungen, die ich bisher noch nicht in der Literatur zu Lüpertz gefunden habe, aber das kann natürlich – leider – noch kommen. Ich las über Trophäen, wobei ich bei der Jagd begann und dann irgendwie bei Kriegstrophäen landete und bei einem Aufsatz über Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg Dinge von Verstorbenen der Gegenseite an sich nahmen (Fotos, Uhren, Orden …), die heute von Nachkommen zurückgegeben werden. Ich fand es interessant zu lesen, wie unterschiedlich diese Rückgaben wahrgenommen werden: „[T]he return of the artefact may be described as helping to build ‘bridges’ between the two families’ respective countries. But I shall argue that it has quite the opposite significance to the individuals and families concerned. Most of the veterans, or veterans’ heirs, returning these objects are not seeking social relationships with a former enemy soldier’s surviving kin, but desire what might be called a mutually benevolent dissociation from them. From their point of view, the war left their respective families associated in an anomalous and wrongful way, one of them possessing mementos of the other’s dead.“ (Harrison, Simon: „War Mementos and the Souls of Missing Soldiers: Returning Effects of the Battlefield Dead“, in: The Journal of the Royal Anthropological Institute 14 (2008), S. 774–790, hier S. 777. Steht auf JSTOR.)

Kann ich für Lüpertz vermutlich nicht brauchen, habe ich aber trotzdem gerne gelesen. Das ist sowieso immer das Schöne daran, für Referate oder Arbeiten zu lesen, solange ich noch Zeit habe – ich lande bei Themen, die kaum noch was mit dem Ausgangsthema zu tun haben, die mich aber trotzdem interessieren. Und meistens bleibt irgendwas hängen und wird dann in einer der folgenden Arbeiten verwurstet. Ich meckerte ja ein wenig über den Kershaw, den ich für den Lektürekurs im Geschichte gelesen und mich zum Schluss gefragt hatte, warum eigentlich. Selbst aus dem habe ich mir Dinge gemerkt, ohne es darauf angelegt zu haben, und die konnte ich in der Leo-Hausarbeit unterbringen, ha!

Schon Sonntag den ersten Spargel auf Instagram gesehen bzw. auf dort geposteten Tellern. Im Supermarkt bin ich trotzdem brav an ihm vorbeigegangen, weil ich noch grüne Bohnen hatte, die dringend wegmussten. (Es gab mein übliches Pfannengemüse, unter das ich, total raffiniert, gerne zwei, drei kleingeschnittene Nürnberger Rostbratwürstchen mische.) Aber seit ich den Spargel sah, freue ich mich auf heute, denn da ist bei mir um die Ecke Markttag und ich werde so dermaßen anspargeln, dass hier morgen vermutlich nur ein Bild eines leeren Tellers zu sehen sein wird, der noch von Butter trieft.

Was schön war, Sonntag, 26. März 2017 – Bei mir sein

Gemeinsam aufgewacht.

Länger als nötig über den Alten Nordfriedhof spaziert. „Nötig“ heißt in diesem Fall: Der liegt auf dem Weg nach Hause, da gehe ich halt rüber, ist netter als an der Hauptstraße lang. Statt einfach nur durchzugehen, drehte ich eine Extrarunde, las Grabsteine, guckte mir Skulpturen an und fing bergeweise Pokémon.

Mich über eine Milchflasche gefreut.

Reste vom asiatisch angehauchten Nudelsalat von Freitag verspeist. Gurke und Ingwer geht ja immer.

Gelesen. Deep Space Nine geguckt; das fand ich früher viel besser als Voyager, derzeit finde ich es sehr belanglos. Gelesen.

Gemerkt, wie schön es ist, jemanden vermissen zu können.