„Und, Anke, wie war so dein sechstes Semester?“

Durchwachsen.

(Erstes, zweites, drittes, viertes, fünftes Semester.)

Ich muss meine übliche Uni-Lobhudelei mit einer etwas unschönen Nachricht beginnen, die meine Twitter-Follower_innen bereits kennen oder ahnen: Der Kerl und ich haben uns getrennt. Schon im März, brav und erwachsen in beiderseitigem Einvernehmen, alles zivilisiert, alles töfte. Trotzdem war und bin ich sehr traurig. Wenn man sich elf Jahre lang im Gefühl eingerichtet hat, dass da neben einem der Mensch ist, mit dem man es sein ganzes Leben lang aushalten könnte, dann ist das doch ungewohnt, ihn auf einmal nicht mehr neben sich zu haben. Oder auch nur per Facetime 800 Kilometer nördlich. Aber genau das hat uns zuletzt das Genick gebrochen: Wir haben uns zu selten gesehen, und weil wir uns nicht täglich versichert haben, wie’s uns geht, haben wir uns in verschiedene Richtungen entwickelt. Ich musste mir eingestehen, dass es mich glücklicher macht, in München alleine in einer Bibliothek zu sitzen als in Hamburg gemeinsam vor dem Fernseher, und ich musste mir sagen lassen, dass ich in Hamburg nicht wirklich fehle, wenn ich nicht da bin. Eigentlich haben wir uns schon vor drei Jahren getrennt, es aber erst vor gut einem halben Jahr gemerkt. Es gab im Laufe des Semesters noch zaghafte Versuche, den Zustand doch wieder zu ändern, aber die endeten alle in mittleren Desastern und vielen Tränen.

Deswegen startete ich etwas waidwund und wackelig in mein letztes Semester, und als ob die persönliche Schwere nicht schon anstrengend genug gewesen wäre, gelang mir in diesem Halbjahr auch akademisch erst mal gar nichts. Das Thema, was ich mir schon im vierten Semester für meine BA-Arbeit ausgesucht hatte, entpuppte sich beim ersten ernsthaften Bearbeiten als totaler Quatsch. Was ich daraus gelernt habe: Bevor ich mein Master-Thema einreiche, denke ich da nicht nur länger drüber nach, sondern suche auch schon nach Literatur, mache eine Gliederung und habe die Arbeit quasi schon geschrieben, bevor ich sie schreibe.

So fürchterlich das für mich als kleine Perfektionistin war, mich wieder und wieder an einer Arbeit scheitern zu sehen, so viel nehme ich aus diesem Scheitern für die nächsten vier Semester mit.

Erstens (der Satz stammt von meinem Prüfer und ich werde ihn nie vergessen): „Nehmen Sie sich EIN Objekt vor und nicht die ganze Kunstgeschichte.“

Zweitens: Stell dir eine Frage und keine Aufgabe, wie du es aus der Werbung gewohnt warst. Du sollst hier nix erfinden, du sollst eine wissenschaftliche Frage beantworten. Deswegen sollst du auch keine Datenbank konzipieren, sondern dich eher mit der Auswertung einer solchen beschäftigen. Oder mit dem Arbeitsmittel „Architektonische Datenbanken seit 2005“. Oder schreib von mir aus ein Essay, das alle Datenbanken zu Teufelswerk erklärt und dass wir nie von den Bäumen hätten runterkommen dürfen. Aber kümmere dich um Ergebnisse, nicht um die Produktion eines neuen Werkzeugs. Das sollen mal schön die Informatiker_innen machen.

Drittens: Wenn du nur lange genug in der Bibliothek sitzt und liest, wird alles wieder gut. Wein, gute Freunde und das Internet helfen auch. Aber die Bibliothek ist dein happy place.

Ich habe gelernt, dass es eine weise Entscheidung war, im fünften Semester so rangeklotzt zu haben, um fast alle Pflichtkurse zu erledigen. Ich hatte in diesem Semester nur eine Übung (Montag morgen) und das Kolloquium für Examenskandidaten plus einen freiwilligen Französischkurs (beide Donnerstags), so dass ich den ganzen Rest der Woche folgendermaßen gestalten konnte: um 8 aufstehen, um Punkt 10 hibbelig vor dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte aufschlagen, ab 10.05 Uhr lesen – so lange ich wollte, denn ich hatte ja sonst nichts mehr zu tun. Mein einziges Referat habe ich in die letzte Vorlesungswoche gelegt, in der auch die Französischklausur stattfand, und dafür musste ich erst arbeiten, als die BA-Arbeit schon abgegeben war. Dass die so ein Brocken war, konnte ich nicht ahnen, aber wie oben beschrieben: Ich habe viel aus ihr bzw. dem Prozess ihrer Erstellung gelernt. (Vor allem Demut.)

Ich habe gelernt, wie spannend es ist, anderen bei ihren Projekten zuzuschauen. Im Kolloquium stellten wir reihum unsere Arbeiten vor, und das waren nicht nur die Bachelors, sondern auch die angehenden Master, Magister und Doktor_innen. Ich mochte den Querschnitt an Interessen, den ich vorgetanzt bekam, auch wenn er natürlich gefiltert war, weil mein Prüfer sich auf Architektur und bayerische Kunstgeschichte spezialisiert hat. Da waren Arbeiten über einige Gebäude in Lemberg und Madrid (Atocha), über ein polnisches Stadtvierteil und seine Häuserentwicklung, über das Werk Erich Mendelsohns in Jerusalem und das von Adolf Voll in Fürstenfeldbruck. Eine Doktorandin besprach die Richtung ihrer Arbeit (das Thema verschweige ich mal lieber, ist ja nicht meins), was ich besonders lehrreich fand: zu sehen, dass man sich einem Stoff aus verschiedenen Richtungen nähern kann und vor allem aus welchen. Erstellt man schlicht einen Werkkatalog, weil er noch nicht existiert? (Nett, aber langweilig.) Oder setzt man das zu untersuchende Werk in einen Bezug zu anderen aus dieser Zeit? (Netter.) Oder geht man das ganze sozialwissenschaftlich an, indem man guckt, wer sich diese Werke außer dem Fürstenhof noch geleistet hat, wohin sie verkauft wurden und was dann aus ihnen wurde? Waren sie repräsentativ, eine Wertanlage, ein Zeichen von Status oder einfach nur Deko? (Da soll’s jetzt hingehen.)

Die Diskussionen um die Erarbeitung der Themen war für mich meist spannender als das Thema selbst. Und auch wenn ich mein Referat großflächig verkackt habe (immerhin mein einziger Referats-Reinfall im BA), hat mir die Kritik daran doch schlussendlich nach zwei Fehlversuchen den Weg zur Arbeit gezeigt.

Ich habe gelernt, dass ich eine BA-Arbeit in deutlich weniger als zehn Wochen schreiben kann, wenn ich muss. Ich hoffe, dass die Note noch erträglich wird. Meine Lieblingsnote wird’s nicht, das ahne ich jetzt schon, aber ich hoffe, die Arbeit ist in den Augen des Prüfers so ordentlich wie ich sie haben wollte.

Ich habe gelernt, wie sich richtig guter Sprachunterricht anfühlt.

Ich habe gelernt, dass sich das fünfsemestrige Warten auf die Nutzung des Zentralinstituts für Kunstgeschichte aber so was von gelohnt hat.

Als ich mit dem Studium anfing, durfte man erst ins ZI, wenn man ein Forschungsprojekt vorweisen konnte. Man kam zwar in das Gebäude rein, auch als Touri, um sich die lustigen Abgüsse von antiken Statuen anzugucken, aber in die Bibliothek durften wir als LMU-Studis erst ab dem Semester, in dem wir unsere BA-Arbeit schrieben. Vorher waren wir anscheinend unwürdig oder sollten mit unseren Brei-und-Knete-Kleinkind-Fingern die schönen Bücher nicht angrabschen. Seit Anfang 2015 gilt diese fiese Regelung nicht mehr, jetzt dürfen wir ab dem ersten Semester rein, und ich kann nur allen Erstis raten: Macht das. Es ist das Paradies für Kunsthistoriker_innen.

Wo ich vorher von Bibliothek zu Bibliothek radeln und tagelang auf Bücher warten musste, setze ich mich hier in den (allerdings relativ kleinen und unklimatisierten) Lesesaal, klappe meinen Rechner auf, suche im hauseigenen Katalog nach Literatur – und fahre dann mit dem schnellsten Fahrstuhl Münchens durch fünf Stockwerke voller Schätze. Es gibt nichts, was hier nicht steht. Ich habe noch jede obskure Zeitschrift gefunden, von der ich vor der Sucheingabe nicht mal wusste, dass sie existiert. Hier wird alles gesammelt, was irgendwie mit Kunst zu tun hat, und es steht direkt vor meiner Nase. Man kann sich einen kleinen Handapparat anlegen, die Mitarbeiter_innen sind freundlich und hilfsbereit, und ich möchte da wohnen. In den ersten fünf Semestern haben mich schon alle Uni-Bibliotheken und die Stabi zu einem Fan dieser Einrichtung werden lassen, aber das ZI war in diesem für mich auf allen Ebenen sehr herausfordernden sechsten Semester meine kleine Rettungsinsel.

Ich habe gelernt, dass die Ahnung aus dem fünften Semester („Ich glaube, ich bleibe bei Architektur und digitaler Kunstgeschichte“) die richtige war. Momentan klackert auch die NS-Zeit im Hinterkopf rum – was daran liegen könnte, dass ich sie in München dauernd vor der Nase habe –, aber ob das mein Fokus im Master wird, weiß ich noch nicht. Jedenfalls habe ich mich um einen Master-Studienplatz beworben und gucke mal, ob mich München oder Hamburg weiterlernen lassen. (Ich hoffe natürlich auf München.)

Ich habe gelernt, dass ich ein Netzwerk brauche. In den ersten Semestern habe ich mich blöderweise nicht wirklich um Kontakte bemüht – da war der grandiose Plan ja noch, hier bindungslos drei Jahre zu studieren und dann schön wieder ins Beziehungs- und Werbehamburg zurückzukehren. Der Plan war schon etwas länger wackelig und jetzt ist er durch, und ich habe in der Zeit, in der ich orientierungslos mit der BA-Arbeit kämpfte, sehr einen Sparringspartner vermisst, mit dem ich über Kunstgeschichte hätte reden können. Also nicht nur aus einer interessierten Perspektive, sondern aus einer akademischen. Daher habe ich wenigstens zum Schluss dieses Semesters versucht, ein bisschen aus meinem selbstgewählten Schneckenhaus rauszukommen, habe mir endlich mal ein paar Namen meiner Kommilitoninnen gemerkt und bin brav mitgegangen, wenn es hieß, lasst uns nach dem Seminar doch noch ein Bier zusammen trinken, wo ich sonst immer geflüchtet bin. Das werde ich im Master noch mehr machen müssen, auch wenn es meinem Einzelkämpfertum eher widerstrebt.

Ich habe (mal wieder) gelernt, dass mich Lernen beflügelt, befreit, erhebt und glücklich macht. Es trocknet sogar Tränchen, weil man nicht lesen kann, wenn man heult.

Ich habe gelernt, dass die Entscheidung für das Studium die richtige war, auch wenn sie mich eine Beziehung gekostet hat. Ich will nicht mehr die Art von Werbung machen, wie ich sie gemacht habe, ich will nicht weiter irgendwie zufrieden irgendwo einfach nur sein, sondern ich will mich herausfordern und wachsen.

Und ich habe gelernt, dass aus einem guten Freund plötzlich mehr werden kann. Das ist aber alles noch so frisch, dass der Herr noch nicht mal einen Namen fürs Blog hat.

In diesem Zusammenhang: Wenn sich die Hamburger Damenwelt bitte irgendwann um den Kerl kümmern könnte? Ich kann den unbedingt weiterempfehlen. Wenn man sich durch seine knorrige Schale gearbeitet hat, ist er sehr flauschig, bringt einen immer zum Lachen und trägt freiwillig Koffer und Einkaufstüten die Treppe hoch.

Das ehemalige Kloster Weihenstephan

Thema meiner Bachelorarbeit war digitale Architektur. Als Grundlage für meine Argumentation – digitale Architektur kann mehr sein als nur eine Abbildung von Gebäuden, nämlich u. a. durch Meta- und Paradaten ein Erkenntnisinstrument sowie eine völlig neue Bildgattung – diente mir eine Visualisierung des Klosters Weihenstephan, das 1803 im Zuge der Säkularisation größtenteils abgerissen wurde. Die Fachhochschule Weihenstephan, die zur TUM gehört, fertigte im Jahre 2003 eine 4D-Version der Klosteranlage an, die ich in der BA-Arbeit beschrieb.

Ich war zwar 2011 schon einmal auf dem Berg, aber ich wollte mir die Gebäude noch mal in Ruhe anzuschauen. Also das, was noch bzw. wieder in restaurierter Form steht. Der folgende Text ist ein leicht gekürzter und mit einigen launigen Anmerkungen versehener Ausschnitt aus meiner BA-Arbeit, die den Bau von 1803 beschreibt. Ich habe die Fußnoten gekillt; ihr müsst mir das jetzt mal glauben, dass ich alles, was da unten steht, belegen kann.

Weihenstephan ist ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Freising, die circa 30 Kilometer nordöstlich von München liegt. Südwestlich der Stadt liegt die landschaftliche Erhöhung des Weihenstephaner Bergs. Auf ihm wurde von Bischoff Hitto (811–835) vermutlich kurz vor 834 die erste Kommunität an diesem Ort gegründet. Von 1021 bis zur Säkularisation 1803 bestand auf dem Berg ein Benediktinerkloster, von Beginn des 12. Jahrhunderts bis 1242 zusätzlich ein Nonnenkloster. 1803 wurden die Gebäude teilweise abgebrochen, teilweise (mit Unterbrechungen bis heute) für eine Forst-, Obstbaum- und Landwirtschaftsschule genutzt. Heute gehören sie größtenteils zur Technischen Universität München bzw. deren Wissenschaftszentrum für Ernährung, Landnutzung und Umwelt. Während andere Klöster nach der Säkularisation unter anderem in Kasernen oder Gefängnisse umgestaltet wurden, gelang es in Weihenstephan, die klösterlichen Garten-, Land- und Forstwirtschaften zu erhalten und die Arbeit in ihnen fortzusetzen.

Der Baubestand von 1803 wurde vor dem Teilabbruch vom kurfürstlichen Hofbauamt vermessen und im Bild festgehalten; für Weihenstephan ist ein (nicht genordeter) Plan des Freisinger Hof- und Stadtmaurermeister Thomas Heigl vom 14. September 1803 erhalten:

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Er zeigt eine noch geschlossene Einheit aus Kirche mit Konventsgebäuden und Kreuzgang, ein Hofareal mit Wirtschaftstrakten im Westen sowie Klostergarten und Korbinianskapelle im Osten. Kurz nach der Erstellung des Plans wurde die Korbinianskapelle abgebrochen, Ost- und Südflügel sowie Stephanskirche und Kreuzgang wurden vermutlich zwischen 1803 und 1810 bzw. kurz darauf abgerissen. Heute sind vom Baukörper von 1803 nur noch wenige Teile erhalten: der „völlig verunstaltete“ westliche Flügel, darin einige Gewölbearkaden des ehemaligen Kreuzgangs, die Keller sowie das Treppenhaus und der Dekanatssaal im Gästetrakt in der Verlängerung des ehemaligen Südflügels. Von der Korbinianskapelle stehen noch einige Mauerreste.

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Ansicht von Südosten. Screenshot der 4D-Visualisierung, liegt als CD-ROM Schegk 2003 bei (siehe Literaturliste am Ende dieses Blogeintrags).

Die gut neunminütige, als Film angelegte Visualisierung beginnt mit einer Übersicht über die Gebäude. Hier sind Kreuzgang, Konventbau und Kirche farbig markiert; im Westen davon befinden sich die Wirtschaftsgebäude, im Osten der Klostergarten mit Hospital, Noviziat und das freistehende Salettl. Bei der Schwarzweiß-Ansicht im Vordergrund gut zu sehen und in der farbigen durch Höhenlinien angedeutet: die Korbiniankapelle.

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Die Klostergebäude brannten in ihrer langen Geschichte mehrfach ab. Die ältesten, 1803 noch vorhandenen Gebäude wurden am 11. Juli 1305 eingeweiht; ihr Aussehen vor ihrer barocken Umgestaltung ist uns nicht bekannt.

Die Klosterkirche St. Stephan war eine dreischiffige romanische Basilika ohne Querhaus. Ein viereckiger Turm mit zweistöckigen gotischen Blendbogenarkaden und einem achteckigen Spitzdach überragte die Kirche. Der Bau war laut Sebastian Gleixner 59,32 Meter lang, 19,71 Meter breit und 14,29 Meter hoch. Laut Helene Trottmann war die Kirche 66 Meter lang, 21,50 Meter breit und 16 Meter hoch, Alfred Kaiser maß 60,10 Meter in der Länge und 19,60 Meter in der Breite. Alle drei Verfasser berufen sich bei ihren abweichenden Berechnungen auf die Angaben aus dem Heigl-Plan von „Länge 208 Schuh, Breite 68 Schuh und Höhe 50 Schuh“, die sich auch bei Gentner 1854 schon finden.

Der Kreuzgang, der sich südlich an die Stephanskirche anschloss, gehörte vermutlich zu den ältesten Teilen des Klosters, um den nach und nach Gebäude errichtet wurden; er umschloss eine Fläche von ungefähr 25 mal 26 Metern. Von ihm steht heute nur noch die Westseite, die drei anderen Seiten wurden abgerissen.

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In der Nordwestecke befand sich seit 1501 die Kreuzgangskapelle, deren Traufhöhe bis in den zweiten Stock reichte; möglicherweise bestand hier bereits ein Vorgängerbau. Zweistöckige Konventsgebäude umschlossen den Kreuzgang. Im Ostflügel lagen im ersten und zweiten Stock das Dormitorium sowie die Mönchszellen mit Platz für ungefähr 35 Männer; die Nutzung der Räume im Erdgeschoss ist unbekannt.

Im Erdgeschoss des Südflügels lagen Bediensteten- und Gästezimmer, die Küche, das Refektorium sowie ein großer Versammlungsraum, im ersten Stock ein weiterer großer Saal sowie ein Toilettenraum über der Küche. Weiterhin fanden sich hier die Zimmer der Bediensteten des Abtes. Im zweiten Stock, der vermutlich einen ähnlichen Grundriss hatte wie die beiden unteren Stockwerke, lagen weitere Gästewohnungen. Ein Gebäudevorsprung, der die Südfassade des Konventbaus mittig architektonisch auflockerte, trennte auch optisch die Bereiche, die für Konventsangehörige bzw. Gäste vorgesehen waren. In ihm befanden sich die Speisekammer sowie das sogenannte innere Küchenstübchen. In der Verlängerung des Südflügels nach Westen befanden sich weitere Gästezimmer sowie ein Gästespeisesaal – der heutige sogenannte Dekanatssaal.

Im Westflügel befanden sich die Abtswohnung mit eigenem Abtritt, Gästezimmer und die Kreuzgangskapelle, die der Abt direkt aus seinen Zimmern erreichen konnte. Im Erdgeschoss lagen die Klosterrichterei sowie ein Requisitengewölbe. Ein Glockenturm über einem Säuleneingang lockerte auch hier die sonst einheitliche Fassade auf. Er ging auf die kreuzgangabgewandte Seite, also nach Westen, hinaus.

Hier malerisch gegen die Sonne und mit TUM-Fähnchen fotografiert:

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Im direkten Anschluss an den östlichen Teil des Südflügels befand sich das Klosterkrankenhaus. Der rechteckige, ebenerdige Bau war vermutlich mit einem Walmdach gedeckt. Ein überdachter Gang aus Holz am Kreuzgarten entlang verband das Spital mit dem leicht nördlich versetzten, zweistöckigen Noviziat.

Eine hanghinabführende Treppe im Spital mit 84 Stufen führte direkt zur Korbinianskapelle, die sich leicht nördlich versetzt über der angeblich heilendes Wasser spendenden Korbiniansquelle erhob.

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Die Quelle gehört zu den ältesten Quellheiligtümern Bayerns, eine erste Kapelle über ihr wurde 1608 errichtet. Die nach 1803 abgebrochene Kapelle wurde nach einem Entwurf von Cosmas Damian und Egid Quirin Asam 1719 fertiggestellt und 1720 geweiht. Die Korbinianskapelle war ein barocker Rundbau mit niedrigem Sockel, der durch ionische Halbsäulenpaare in acht gleiche Abschnitte unterteilt war. Über dem eckigen Hauptportal befand sich ein Rundbogenfenster, neben ihm waren ebenfalls zwei halbrunde Fenster angebracht. Der Eingang sowie die Fenster waren eventuell mit Stuck versehen. Die Säulenpaare trugen ein Stuckgesims, an das sich eine mit Rundfenstern versehene Attika anschloss. Über ihr befand sich eine Kuppel mit einer Laterne.

Heute stehen nur noch Ruinen der Kapelle:

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Zusätzlich zum Kreuzgarten besaß der Konvent noch einen in barocken Formen gestalteten Klostergarten, der sich im Ostteil der Anlage befand. Eine Hauptachse, die vom Kloster aus in Richtung Osten führte, wurde von zwei Querachsen geschnitten, die den Garten in sechs asymmetrische Abschnitte teilten. In der östlichsten Kreuzung befand sich ein Springbrunnenbassin, das den Garten mit Wasser versorgte.

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In diesem Gartenteil befand sich das freistehende Salettl. Das einstöckige Gebäude ging vermutlich auf einen Bau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts zurück; die um 1803 vorhandene Baustruktur wurde Ende des 17. Jahrhunderts errichtet. Der rechteckige Bau mit einem Walmdach war mit einer aufwendigen Fassadenmalerei geschmückt: Auf rosafarbenem Grund waren zwischen die Fenster ockerfarbene ionische Säulen gemalt, die Fensterrahmen waren ockerfarben umrandet. Das Walmdach trug eine grüne Färbung, um ein Kupferdach zu imitieren. Ein kleiner Anbau auf der Nordseite beinhaltete das Treppenhaus und war mit einem barocken Dachreiter verziert. Das Salettl diente den Äbten als Gartencasino. Es wurde nicht abgerissen und ist seit 1997 wieder im Zustand von 1803 zu sehen. Es dient heute als Tagungsgebäude der Fachhochschule.

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Der gesamte Westteil der Anlage wurde von einstöckigen Wirtschaftsgebäuden bestimmt. Direkt an das Westportal der Stephanskirche schloss sich die noch heute vorhandene Brauerei an. (Dass Weihenstephan, wie die eigene Werbung gerne behauptet, die älteste Brauerei der Welt sei, ist historisch nicht haltbar.) Um 1803 gab es vermutlich zwei Portale auf der Südseite, die mit Pilastern und Sprenggiebeln versehen waren. Die Fassade war bis auf einen mittig angebrachten Dachgaubenaufzug ungegliedert. In den weiteren Ökonomiegebäuden, die optisch der Brauerei ähnelten und vermutlich ziegelgedeckt waren, befanden sich unter anderem die Bäckerei, Fleisch- und Sattelkammer, eine Schmiede, die Meierei und verschiedene Stallungen sowie Lagerräume.

Am südöstlichen Ende der Wirtschaftsgebäude, nahe dem Eingang zum Klostergarten, befand sich die kleine Magdalenenkapelle, die noch heute vorhanden ist. Sie ist ein quadratischer Zentralbau, der damals ein ziegelgedecktes Zeltdach besaß. Das heutige Zwiebeldach entspricht nicht der historischen Bausubstanz. Die Kapelle wurde 1987 wieder in einen Andachtsraum verwandelt, nachdem sie jahrelang als Waschhaus der Brauerei gedient hatte.

(Und ich Depp habe vergessen, sie zu fotografieren.)

Literatur (Auswahl):

Feuchtner, Manfred/Koschade, Gerhard R.: „Kirchen und Grabdenkmäler der Freisinger Kollegiatstifte St. Andreas und St. Veit und der Benediktinerabtei Weihenstephan“, in: Glaser, Hubert: Das Grabsteinbuch des Ignaz Alois Frey, Regensburg 2002, S. 135–156.

Gentner, Heinrich: Geschichte des Benedictinerklosters Weihenstephan bey Freysing. Aus Urkunden angefertigt, München 1854.

Gleixner, Sebastian: „Ein Puzzlespiel: Die Rekonstruktion des Klosters Weihenstephan aus den Quellen“, in: Schegk, Ingrid (Hrsg.): Weihenstephan 4D – vom Kloster zum Campus. Versuch einer Rekonstruktion, Freising 2003, S. 73–141.

Goecke, Michael: „Weihenstephan als traditionsreiche Ausbildungsstätte“, in: Schmidt, Erika/Hansmann, Wilfried/Gamer, Jörg (Hrsg.): Garten, Kunst, Geschichte. Festschrift für Dieter Hennebo zum 70. Geburtstag, Worms 1994, S. 226–228.

Kaiser, Alfred: „Gestalt und Ausstattung der ehemaligen Benediktinerstiftskirche Weihenstephan bei Freising“, in: Amperland. Heimatliche Vierteljahresschrift für die Kreise Dachau, Freising und Fürstenfeldbruck 26 (1990), S. 544–553.

Schegk, Ingrid (Hrsg.): Weihenstephan 4D – vom Kloster zum Campus. Versuch einer Rekonstruktion, Freising 2003.

Schuster, Karl: „Weihenstephan. Geschichte und Gegenwart“, in: Bayerland 57 (1955), S. 394–397.

Seidl, Alois: „Das Salettl. Die Keimzelle der Fachhochschule Weihenstephan“, in: Amperland. Heimatliche Vierteljahresschrift für die Kreise Dachau, Freising und Fürstenfeldbruck 34 (1998), S. 281–284.

Trottmann, Helene: „Die zerstörte Korbinianskapelle in Weihenstephan und ihr Bilderschmuck von D. C. Asam“, in: Jahrbuch des Vereins für Christliche Kunst in München 14 (1984), S. 81–90.

Fehlfarben 6: Mixing Pop and Politics – Andy Warhol und Keith Haring

Heute im Programm: zwei Ausstellungen und drei Sauvignon Blancs. Leider ohne Kühlmanschetten, weswegen ihr uns bei 1.40:00 kurz beim kalten-Wein-Nachschenken zuhören müsst dürft.

Podcast herunterladen (MP3-Direktlink, 89 MB, 110 min), abonnieren (RSS-Feed für den Podcatcher eurer Wahl), via iTunes anhören.

00.00:00. Begrüßung, Vorstellungsrunde und Blindverkostung Wein 1.

00.03:00. Unsere erste Ausstellung: Yes!Yes!Yes! Warholmania in Munich im Museum Brandhorst. Wir erwähnen unter anderem die Blotted-Line-Technik, über die ihr hier und hier mehr erfahren könnt.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 18. Oktober und hat von uns drei Och-jo-kann-man-machen-Daumen nach oben bekommen.

00.38:20. Blindverkostung Wein 2 und Warhol-Fazit.

00.49:50. Ausstellung Nr. 2 hat von uns hingegen drei begeisterte Da-müsst-ihr-bitte-sofort-alle-reingehen-Daumen nach oben bekommen. Wir sahen uns Keith Harings Gegen den Strich in der Hypo-Kunsthalle an. Im Gespräch erwähnen wir Pop Shops, die Keith-Haring-Foundation und deren Twitter-Account.

Die Ausstellung läuft nur noch bis zum 30. August, also Beeilung.

(Ein kleiner persönlicher Exkurs: Die Eva-Hesse-Ausstellung im Januar 2014 hat mir erstmals gezeigt, was Kunst mit mir machen kann – sie kann mir tiefe Ruhe schenken, mich aufwühlen, mich begeistern; alles Dinge, die ich vorher eher mit der Oper, Kinofilmen oder den üblichen weinseligen Abenden mit Freunden verbunden hatte. Keith Haring hat mir eine weitere neue Ebene vermittelt, was Kunst inzwischen mit mir macht: Er hat mich zum Heulen gebracht. Darüber spreche ich auch im Podcast – oder eher: stammele mit wackelnder Stimme rum.

Ich erwähne im Podcast den 30. Jahrestag von Live Aid, der einen Tag vor unserem Podcast war, und den ich auf Twitter gefeiert habe, indem ich den Auftritt von Queen verlinkte. Freddie Mercury war der erste Promi, bei dessen Tod ich geweint habe, und mein kleines Teenagerherz weint ehrlich gesagt noch immer. Keith Haring verbinde ich, genau wie Live Aid, sehr stark mit den 1980er Jahren, den Jahren, in denen ich erwachsen wurde. In den letzten Wochen sah ich zusätzlich eine neue deutsche Serie, die lustigerweise zuerst in den USA ausgestrahlt wird (die erste deutsche Serie mit Untertiteln, wenn ich der Wikipedia glauben darf), bevor sie im Herbst auch bei uns läuft: Deutschland 83. Ich lege sie euch jetzt schon mal ans Herz. Was sie mit Haring und Freddie zu tun hat: Auch sie hat mich sehr unvermittelt wieder in meine damalige Gefühlswelt geworfen. Ich habe die 80er als Jahrzehnt des Hedonismus, aber auch als Jahrzehnt der Bedrohung in Erinnerung. Es vermischen sich Dinge wie Tempo und (wie es die großartige Serie Pop 2000 mal ausdrückte) die Zeit, in der alle Art Direktoren werden wollten, es vermischen sich die Duran-Duran-Cover von Assorted Images, Art of Noise, Schulterpolster und Big Hair mit genau dem Gegenteil des bunten Visualisierens, nämlich der grauen Geheimnistuerei, den zwei Blöcken, die sich unversöhnlich gegenüberstehen, den Verhandlungen über die Stationierung von SS20- und Pershing-II-Raketen, dem konstanten Gefühl der Bedrohung und der Hilflosigkeit gegenüber der Weltpolitik, in der die Bundesrepublik und die DDR anscheinend das geplante Schlachtfeld für WW3 waren. Dieses Gefühl vermittelt Deutschland 83 sehr gut, und in diese, meine Gefühlswelt, die ich nicht wieder abschütteln konnte, stolperten dann der 30. Jahrestag und die Haring-Ausstellung, und beide haben mich mehr fertiggemacht als ich erwartet hatte.

Aber nachdem ich mich ausgeheult hatte, konnte ich launig über Penisse reden. Alles wieder gut.)

01.10:30. Blindverkostung Wein 3.

Bei den Weinen war die Nummer 2 unser klarer Sieger, Florian und ich setzten Wein 1 auf den zweiten Platz, Felix mochte die Nummer 3 am zweitliebsten.

Wein 1: Steinmühle Sauvignon Blanc, Kollwentz, Burgenland/Österreich 2013, 13%, ca. 24 Euro.

Wein 2: Sauvignon Blanc, Old Coach Road, Nelson/Neuseeland 2014, 13%, ca. 8 Euro.

Wein 3: Sauvignon Blanc, Errázuriz, Chile 2014, 13%, ca. 8 Euro (beim Karstadt am Hauptbahnhof).

12 von 12 im Juli

Meine gestrigen 12 von 12 wurden von einem memmigen Kreislauf auf 7 von 12 reduziert. Mein ganzer schöner Tagesplan – für die Tonne.

Ich fühlte mich morgens schon etwas kodderig, dachte aber, so ein, zwei Croissants könnten da helfen. Und der Weg zum Bäcker in frischer Luft auch. Von den Croissants habe ich gerade einen halben geschafft, auch der Kaffee schmeckte nicht so recht. Viel Wasser getrunken.

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Gestern stand der erste Ausstellungsbesuch für unsere neue Ausgabe des Fehlfarben-Podcasts an. Ich las mich kurz ein.

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Immer noch ein bisschen wackelig, aber frohen Mutes (vulgo: ignorant) radelte ich zum Museum Brandhorst.

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Drinnen warteten schon meine Mitstreiter. Wir zückten unsere Notizbücher und begingen die Ausstellung. Nach einer knappen Stunde merkte ich, wie mir kalter Schweiß auf der Stirn stand und ich sehr versucht war, mich an allen Wänden abzustützen, was man in Museen lieber lassen sollte, weil da viel Kunst dran hängt (und die Aufseher im Brandhorst echt nen zackigen Ton am Leib haben). Ich setzte mich auf einen Stuhl, um mir eine Episode aus Andy Warhol’s TV anzugucken, merkte aber: Wenn ich hier sitzen bleibe, rutsche ich ohnmächtig vom Stuhl. Ich muss an die Luft und mich bewegen. Ich verabschiedete mich eilig von meinen Podcastkumpels und wollte nur raus. Dabei musste ich aber erst aus dem Untergeschoss rauf in die Kassenzone und von dort wieder runter ins Untergeschoss, wo mein Rucksack im Schließfach war. Wieder rauf und durch die beknackte Drehtür endlich zum Sauerstoff.

(Exkurs: Drehtüren. Echt jetzt mal. Wer ist jemals auf die Idee gekommen, dass Drehtüren irgendwie komfortabler sind als ALLE ANDEREN TÜREN DIESER WELT? Sind die billiger als Türen, die man so schön altmodisch auf- und zumacht oder auch meine geliebten Schiebetüren, die sich wie von Zauberinnenhand öffnen? Kann ich mir nicht vorstellen. Was sollen sie dann? Man kommt niemals schneller durch als durch ALLE ANDEREN TÜREN DIESER WELT, man kriegt ein winziges bisschen Platzangst in diesen blöden Segmenten, und wenn man zwei, drei Einkaufstüten dabei hat, sind sie noch nerviger. Auch auf Flughäfen: Sowohl in Hamburg als auch in München geht man durch diese seltsamen Drehdinger, die aus zwei Hälften bestehen (gerne noch mit Werbung in einem kleinen Plastiksegment dazwischen. Platzierungen aus der Hölle). Ist der Luftaustausch mit den Dingern irgendwie besser? Ich verstehe es wirklich nicht. Gerade an Flughäfen, wo quasi alle Menschen, die durch die Tür müssen, Koffer hinter sich herziehen, wäre so eine schicke Schiebetür doch eine schnafte, praktische, sinnvolle Sache. Von mir aus hängt einen Vorhang aus Holzperlen vor ein Loch in der Wand, mir egal, aber schafft diese beknackten Drehtüren ab. Exkurs Ende.)

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Das Radeln tat gut, jeder Abstieg an einer Ampel war allerdings doof. Zuhause viel Wasser getrunken und die Reste der Minze vom indonesischen Hähnchensalat mit Limette zu einem Eistee verarbeitet. Nach einem längeren Besuch im Bad (ich erspare euch die Details) ins Bett gefallen. Stunden verdöst, vielleicht auch geschlafen. Wenn wach, viel Wasser getrunken, kurz den Fußballstream angeworfen, selbst bei Bayern weggedöst.

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Eigentlich – ha. Eigentlich! – wollte ich nach dem ersten Museumsbesuch noch mindestens einen zweiten erledigen, dann Französisch lernen, dann meine Steuer machen und dann ins Theater gehen. Davon übrig geblieben ist eine halbe Stunde Französisch. Viel Wasser getrunken.

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Wie ich schon auf Instagram schrieb: Immer schön die erste Person Plural merken, dann haben wir den Wortstamm, an den wir das imparfait hängen können. Die pink markierten Worte sind der imperatif, das gelbe unten das passé composé. (Twittern hilft übrigens wirklich. Il a vécu hab ich jetzt drauf. Von unten nach oben lesen, BONUSBILD:)

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Todesmutig dachte ich dann: Vielleicht sind ein paar Elektrolyte und Vitamine gar nicht schlecht. Den Preis für die Mahlzeit habe ich heute morgen bezahlt.

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Mal sehen, ob ich die Ausstellung heute um 17.30 Uhr schaffe. Jammercontent over.

Indonesischer Hähnchensalat

Im Originalrezept heißt das Ding „Indonesian style“. Ich kenne mich viel zu wenig in asiatischer Küche aus, um zu wissen, ob das hinhaut, aber ich übernehme die Benennung einfach mal.

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Für drei bis vier EsserInnen als Hauptmahlzeit. Hätte ich gestern beim Zubereiten nicht gedacht, aber der Salat sättigt ungemein. Was bedeutet, dass ich mich die nächsten zwei Tage noch von ihm ernähren kann, obwohl wir gestern zu zweit doch so gut vorgearbeitet haben. Das nächste Mal koche ich unbekannte Rezepte wieder wie immer: erstmal die Hälfte machen.

1 Hähnchenbrust (400 bis 500 g) pochieren. Also mit Wasser bedecken, aufkochen, gut zehn Minuten simmern lassen, bis die Brust gekocht ist. Warm oder kalt weiterverarbeiten; ich habe mich für die kalte Variante entschieden. Wer mag, kann das Huhn auch in Brühe pochieren oder das Wasser wenigstens salzen. Muss aber nicht sein, das Dressing ist kräftig genug. Werde ich trotzdem beim nächsten Mal ausprobieren – oder gleich würzigen Räuchertofu statt des geschmacklich eher zurückhaltenden Huhns nehmen und den dann unpochiert zu all dem leckeren Grünzeug unten werfen.

In einer Schüssel
5 g frischen Koriander (das ist ungefähr eine halbe Handvoll),
5 g frische Minze, zerzupft,
1 rote Paprika, in feine Streifen geschnitten,
das Weiße von einem Bund Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten,
1 rote Chili, fein geschnitten (bei mir auch noch entkernt) und
300 g Mungobohnenkeimlinge vermischen. Die Keimlinge waren bei mir aus dem Glas.

Die Hähnchenbrust zerzupfen oder in Streifen schneiden und untermischen. Mit
Salz und
schwarzem Pfeffer würzen.

Für das Dressing
60 ml Limettensaft (das waren bei mir anderthalb ausgepresste Limetten),
80 ml Buttermilch,
2 EL Erdnussbutter (bei mir creamy, crunchy geht auch),
1 EL Fischsauce,
2 TL geriebenen frischen Ingwer,
1 Knoblauchzehe, gepresst, und
1 Prise Cayennepfeffer verrühren – oder noch besser mit dem Schneebesen verquirlen, damit sich die Erdnussbutter wenigstens ansatzweise auflöst. Über den Salat geben.

Zum Anrichten jeden Teller mit
Romanasalat auslegen, den Salat darübergeben und mit
gerösteten Erdnüssen und
dem Grünen der Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten, servieren.

Das Dressing ist relativ sauer, schmeckt aber mit dem Salat zusammen genau richtig. Der wiederum bringt eine ganz leichte Schärfe mit, die durchaus ausbaufähig ist – und das sage ich als absolute Scharf-Memme. Von der Minze habe ich nichts geschmeckt, sie aber auch nicht vermisst. Das nächste Mal nehme ich nur Koriander und davon das Doppelte.

Ein skandinavisches Dankeschön …

… an Katharina, die mich mit Per Pettersons Ich verfluche den Fluss der Zeit (aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger) überraschte. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich auf das Buch gestoßen bin, vermutlich wird es in einem Blog oder beim Perlentaucher empfohlen worden sein. Sobald ich mit Siri Hustvedts The Blazing World durch bin, kommt es dran. Vielen Dank für das Buch und die schöne Widmung – ich habe mich sehr gefreut.

BA-Tagebuch 16. Juni 2015

Frisch vom Drucken und Binden. Eben eine kleine CD-Hülle gebastelt, damit das digitale Exemplar auch noch hübsch aussieht. Zwei Ausfertigungen sind für die Uni, eine kriegt Mama. „Endlich ist das Kind von der Straße!“

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Und jetzt muss ich mich bis morgen zusammenreißen, bis sie im Prüfungsamt abgegeben wird, um nicht noch mal reinzugucken. Denn wenn ich das tue, finde ich garantiert noch einen Rechtschreibfehler, und dann muss ich alles noch mal drucken lassen.

12 von 12 am 12. Juni 2015

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Am Donnerstag abend habe ich einen guten Freund bekocht und einen kleinen Weißwein geöffnet, der Herr brachte einen kleinen Rotwein mit, dann stand da irgendwie noch ein kleiner Nussbrand rum, und irgendwie war plötzlich noch eine kleine Flasche von meinem Lieblingsschaumwein offen. Der Freitag fing dementsprechend etwas später, etwas zäher und mit medikamentöser Hilfe an. (War’s total wert.)

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Ich bereitete mich auf die achtminütige Radfahrt zum Zentralinstitut für Kunstgeschichte vor. Gefühlt reichen bei mir 30 Sekunden in der Sonne, bis ich einen Sonnenbrand habe, daher bin ich sehr vorsichtig.

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Aber gut sehe ich dabei aus, Kinnings!

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Die Glyptothek auf dem Königsplatz, über den ich immer radele, wenn ich zum ZI fahre. Vielleicht fahre ich auch deshalb lieber da hin als in jede andere Bibliothek. Und vielleicht hätte ich meine BA-Arbeit einfach über diesen schönsten aller schönen Plätze in München schreiben sollen, wenn ich ihn doch so großartig finde. Aber das Naheliegende war in diesem Semester ja nicht so meins.

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Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte ist im ehemaligen NSDAP-Verwaltungsgebäude untergebracht und mir ist das jedesmal bewusst, wenn ich im Kellergeschoss rumwühle. Da ist die Architektur deutlicher als in den anderen, mit Bildern und Teppichen aufgehübschten Stockwerken, und dann wird es kurz mulmig. Vielleicht gar nicht schlecht, dass man ab und zu daran erinnert wird, wer hier vor 80 Jahren rumgelaufen ist.

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Hasi finetunen. Wenn ich exzerpiere, notiere ich mir immer brav, woher ich was habe, damit ich beim Schreiben der Arbeit entspannt darauf zurückgreifen kann. Wenn ein Zitat aber über zwei Seiten geht, weiß ich natürlich nicht mehr, wo genau jetzt was stand, und diese zweifelhaften Stellen habe ich gestern noch mal abgeklärt.

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Mein liebster Abguss im ZI: die Nike von Samothrake.

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Nach getaner Arbeit bin ich wieder nach Hause geradelt und habe dabei meine erste Handyaufnahme während der Fahrt gemacht. Ist leider sehr unspektakulär geworden. Da rechts vorne ist ein Gebäude der TU, dessen gewölbte und zerfaserte Fassade ich sehr gerne mag.

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Erstmal Pause machen und die neuen Masterchef-Australia-Folgen weggucken. Ich habe vor Jahren sehr gerne die britische Ausgabe geguckt, bin dann irgendwie ausgestiegen und hatte die Serie vergessen. Als ich in der großen Haderphase mit der BA war und mich irgendwie ablenken wollte, sah ich, dass gerade eine neue Staffel von Masterchef Australia angefangen hatte, klickte rein – und war süchtig. Ich mag die drei Moderatoren sehr gerne, ich mag das Format gerne, ich mag es, dass das Essen im Mittelpunkt steht und nicht die mir total egalen Hintergrundgeschichten der KandidatInnen. Die werden kurz angerissen, aber sie sind nicht der Hauptgrund, warum man für eine/n KandidatIn rootet. Stattdessen verguckt man sich in sein oder ihr Essen und so soll das bei einer Kochshow auch sein.

Aus Spaß habe ich mal in die neuesten Staffeln von Masterchef USA und Canada reingeguckt und die gehen beide gar nicht. Go, Australia!

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Bilder einscannen für Hasi. Wir wollen ja immer was zum Gucken haben in der Kunstgeschichte. Das auf dem Bild ist die Korbinianskapelle in Weihenstephan.

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Abendessen: Hähnchenbrustfilet mit Champignongemüse. Das Fleisch war von gestern (nicht angebraten, natürlich), da hatte ich ein bisschen viel gekauft. Das Gemüse war eine spontane Eingebung beim Einkaufen heute, als ich eigentlich nur zum Karstadt radeln wollte, um Ben & Jerry’s Peanut Butter Cup zu kaufen. Hatten sie aber nicht. Dann musste ich eben Pastrami und Champignons kaufen. Auch gut.

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Auf den wundervollen Erd- und Blaubären (war ein Tippfehler, lass ich jetzt so) liegt ein Klops Häagen Dazs Baileys (na toll, aber Häagen Dazs kann ich fehlerfrei tippen!), und irgendwann muss mir mal jemand beibringen, wie man Nocken formt. Ich bin dafür wirklich zu blöd. (Trotz YouTube!)

Links vom 11. Juni 2015

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Frau Casino schreibt über die Konfirmation ihrer Söhne:

„für die auswahl der bibelsprüche haben offensichtlich alle google bemüht, und auf denselben paar seiten gesucht, alles vielfach vorhanden. es muss mehr gute sätze in der bibel geben, not? furchtlosigkeit und liebe hatten meine beiden, wie viele andere auch.

wie der glauben besser funktioniert als das internet, und schon so lange, weil es ein geschlossener kreis ist, ohne leerstelle für kommentare, gefällt mirs und pageviews. glauben als sich selbst bestätigendes system, ich glaube, und der glaube macht mich sicher, ich mag die eleganz und askese dahinter, das uneitle, wobei das aufgehobensein in einer gruppe beim gottesdienst zb auch etwas gibt. ob es mehr ein wissen ist für die, die vom glauben leben?“

I went Paleo and now I hate everything

Ich lachte:

„Paleo also requires you to give up processed food, refined sugars, and alcohol, which makes sense because those things are wonderful. But you’re also supposed to avoid grains, starches, and natural sweeteners (like honey), and you are supposed to limit your fruit intake. It’s sort of like the Inquisition, but less fun.

In some respects, it’s worked: being Paleo has killed my will to live, so I’m too sad to snack. My abs look pretty damn good, but I suspect that’s from all the nights I spend wracked with sobs because I can’t eat anything fun. I would take a selfie to show you, but this isn’t Facebook and I’m not your misguided teenage niece.“

BA-Update:

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BA-Tagebuch 9. Juni 2015

So. Da wird heute noch mal drübergefeudelt und runtergekürzt, dann lasse ich die Arbeit eine Nacht liegen, dann wird nochmal drübergefeudelt, dann schicke ich sie an die Korrekturleserin, dann trinke ich viel Schnaps und vergesse die Arbeit einen Tag lang, und dann puschele ich noch ein paar Tage, bis aus dem First Draft ein anständiges Dokument geworden ist, das nächsten Dienstag beim Drucker landet.

Hojotoho und ne Buddel voll Rum. Wir haben eine BA-Arbeit.

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BA-Tagebuch 8. Juni 2015

Ich habe einen Kiefer-Sutherland-Film in der Arbeit untergebracht. Ich weiß jetzt, dass im 17. Jahrhundert Architekturmodelle von Hofkonditormeistern nachgebacken wurden. Leo von Klenze war eine noch coolere Sau, als ich dachte („Fuck off, Vitruv!“). Und ich sehe zum ersten Mal seit der BA-Anmeldung die Ziellinie.

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Gestern kam von unerwarteter Seite noch eine Hilfestellung, die ich gerne entgegengenommen habe. Wie alle Hilfestellungen der letzten Wochen kam sie aus dem Internet. Alle Menschen, die mir gerade uneigennützig die Hand entgegenhalten und mir sagen, hier, da liegt was drin, nimm einfach, kenne ich nur aus dem Internet – oder nicht mal daraus. Es haben sich Menschen gemeldet, die anscheinend mein Blog gerne lesen und jetzt was zurückgeben wollen. Es haben sich Menschen gemeldet, die mir auf Twitter folgen und ein paar gute Tipps hatten. Es haben sich Menschen gemeldet, die inzwischen mehr für mich sind als nur Pixel im Browser oder auf Tweetbot. Und alle haben geholfen, weil sie gemerkt haben, dass ich gerade mit etwas nicht klarkomme, mit dem ich seit fünf Semestern eigentlich ganz hervorragend klarkomme. Nur noch mal als Erinnerung für all die Leute, die meinen, das Internet sei ein Ausbund des Bösen und wir werden alle sterben: You’re doing it wrong.

Einer dieser Mehr-als-nur-Pixel-Menschen meinte neulich, ich projiziere quasi bei jeder Arbeit, dass ich mit ihr kämpfe und zum Schluss isses dann doch eine sehr gute Note. Das sehe ich zwar anders, und ich hoffe jetzt nachträglich, dass ich nicht bei jeder Arbeit so rumgejammert habe wie bei der hier. Eigentlich dachte ich, ich hätte euch an dem Spaß teilhaben lassen, den ich mit den ganzen Themen habe, mit der Herausforderung, die sie mir stellen, mit der für mich immer noch neuen und immer wieder tollen Befriedigung, wenn die Arbeit fertig ist und ich sie gerne zum fünfzigsten Mal gelesen habe. Genau darauf hatte ich mich auch bei der BA-Arbeit gefreut: euch mitzunehmen in ein für mich neues Fachgebiet, wie ich es mir erschließe, wie ich daraus eine Frage zimmere, wie ich sie beantworte. Dass daraus jetzt eine Lektion in Demut geworden ist, wie ich sie seit meinem Golf-Platzreifekurs nicht mehr hatte, nehme ich inzwischen mit Zen-hafter Gelassenheit hin. Was bleibt mir übrig.

Inzwischen sind die Panik, überhaupt fertig zu werden, und die Wut, ein Thema bearbeiten zu müssen, das ich eigentlich gar nicht haben wollte, der üblichen Begeisterung gewichen, mit der ich irgendwann jedes Thema beackere (ja, selbst die blöde Altstadt, Neustadt, Vorstadt hatte mich schlussendlich). Jetzt bin ich zwar nölig, weil ich schlicht keine Zeit mehr habe, das mir inzwischen liebgewonnene Thema so zu behandeln, wie es ihm gebührt, aber auch das versuche ich, demütig anzunehmen. Ein paar Tage habe ich ja noch.

Und heute rocke ich den First Draft runter.

BA-Tagebuch 5. Juni 2015

Der elende Mittelteil, der mir vermutlich graue Haare beschert hat, ist bezwungen. Na gut, fast. Ein bisschen puzzele ich noch an ihm rum, aber wer mich kennt, weiß, dass ich an allem noch ein bisschen rumpuzzele, bis mir irgendjemand die Arbeit aus der Hand reißt.

Dieses Mal muss das niemand anders machen, denn die Deadline nähert sich sehr schnell. Mein Abgabetermin ist der 22. Juni – das ist allerdings ein Montag, das heißt, am Tag vorher kann ich nichts mehr machen, nichts drucken oder binden lassen, nix, und ich bin überhaupt keine Freundin davon, irgendwas auf den letzten Drücker zu erledigen.

Am Freitag davor hat das Prüfungsamt geschlossen, da kann ich nichts abgeben. Daher möchte ich meine Arbeit am 18. loswerden, das heißt, ich möchte am 16., spätestens am 17. die Daten zum Drucker schicken. Das heißt wiederum, dass ich am 15. fertig sein muss, damit ich am 16. noch mal über alles rüberlesen kann (bis mir irgendjemand die Arbeit aus der Hand reißt). Ich will meiner geschätzten Korrekturleserin drei Tage Zeit geben, was bedeutet, dass sie am Freitag mein Dokument kriegen sollte. Ich selbst habe mir den Donnerstag als Deadline gesetzt, weil ich eh wieder puzzele und noch ne Nacht drüber schlafen will. Also: Am 11. Juni müssen irgendwie 60.000 Zeichen in meinem Dokument stehen, damit da jemand drüberlesen kann.

Nach den ersten Tagen, an denen ich schrieb wie eine junge Göttin, ging dann in den letzten Tagen kaum was. Ich habe ewig an dem bereits erwähnten Mittelteil rumgefummelt, habe ernsthaft zweimal das Objekt gewechselt, das sowohl aus Stein als auch aus Pixeln vorhanden ist, damit ich es beschreiben kann bzw. habe den Schwerpunkt von einem zum anderen und wieder zurück gewechselt – warum auch immer, vielleicht weil ich noch nicht genug Druck hatte. Jetzt ist Hasi aber wirklich Hasi, es ist liebevoll beschrieben in all seinen architektonischen Ausprägungen, und nebenbei habe ich viel über den Dresdner Zwinger und die Münchner Hauptsynagoge gelernt, die nicht Hasi geworden sind, obwohl ich sie vermutlich noch in irgendwelchen fein ziselierten Nebensätzen unterbringen werde, weil sie mein Argument (digital ist besser) so brav unterstützen und weil es verdammt noch mal Literatur über sie gibt, die ich total toll zitieren kann.

Hasi ist das Kloster Weihenstephan, das nach 1803 im Zuge der Säkularisation fast komplett abgerissen wurde, aber 2003 digital wieder auferstehen durfte. Im verlinkten Wikipedia-Artikel fehlt die Korbinianskapelle, ein, laut meiner Literatur, Kleinod des Barock, das wir leider nicht mehr haben. Sie wurde von Cosmas Damian und Egid Quirin Asam geplant und gebaut, und jeder, der die Jungs kennt, wird darob bittere Zähren vergießen.

(Beim Durchlesen der beiden Wikipedia-Artikel ahne ich, an welchen ich in den Semesterferien endlich mal rumkorrigieren werde. Wir haben durchaus Informationen, wie die Kapelle ausgesehen hat.)

Das ist mir zwar ein bisschen peinlich zuzugeben, aber ich habe in den letzten Tagen einen Schreibbuddy beauftragt, mir ein bisschen Zuckerbrot und Peitsche zu geben. Der Herr gibt mir eine Zeichenzahl vor, die ich gefälligst zu erfüllen habe, und auf einmal geht’s, warum auch immer. Ich habe keine Ahnung, warum das vorher nicht ging; da habe ich mir selbst schließlich auch gesagt, komm, Gröner, heute 5.000 Zeichen, das kriegste hin – habe ich aber tagelang nicht. Gerade als Selbständige bin ich es gewohnt, mir meine Arbeit selbst einteilen zu können, und ich mag diese Freiheit sehr. Hier hat sie mich zum ersten Mal in den Arsch gebissen, und anscheinend brauchte ich einen Impuls von außen, der mich wieder in die Spur bringt.

Die letzten Monate haben sehr vieles auf den Kopf gestellt, was ich als gegeben angesehen habe – vielleicht ist diese Art zu schreiben auch eine Facette von allem, und ich nehme das einfach mal so hin. Anscheinend bringt mir die Uni gerade was fürs Leben bei. Wer hätte es gedacht.

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BA-Tagebuch, die letzten Tage, die sich wie Jahre anfühlten

Eine zähe, unbefriedigende Sauce. Ich muss da noch mal bei, umrühren, abschmecken. Aber, Stand gestern abend: 30.193 Zeichen. Walk on, through the raaaaiiiiin …

Close your eyes and think of the MA.

BA-Tagebuch 29. Mai 2015

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DIE ARCHITEKTIN?

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Grundriss der ehemaligen Hauptsynagoge in München, 1887–1938. (München hatte mal drei.)

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Mein zweiter Vorname ist Eichhörnchen.

BA-Tagebuch 27. Mai 2015

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