“Because for some of us, books are as important as almost anything else on earth. What a miracle it is that out of these small, flat, rigid squares of paper unfolds world after world after world, worlds that sing to you, comfort and quiet you or excite you. Books help us understand who we are and how we are to behave. They show us what community and friendship means; they show us how to live and die. They are full of all the things that you don’t get in real life – wonderful, lyrical language, for instance, right off the bat. And quality of attention: we may notice amazing details during the course of a day but we rarely let ourselves stop and pay attention. An author makes you notice, makes you pay attention, and this is a great gift. My gratitude for good writing is unbounded: I’m grateful for it the way I’m grateful for the ocean. Aren’t you? I ask.”

Anne Lamott, Bird by Bird – Some Instructions on Writing and Life

I am most grateful for:

Vom Winde verweht von Margaret Mitchell, weil ich mich selten so sehr in einer Geschichte verloren habe

Dies ist kein Liebeslied von Karen Duve, weil ich mich selten so sehr in einer Geschichte wiedererkannt habe

Microserfs von Douglas Coupland, weil ich das Gefühl hatte, dass er das Buch nur für mich geschrieben hat

The Beach von Alex Garland, weil ich es innerhalb weniger Stunden durchgelesen und gleich nochmal von vorne angefangen habe

– sämtliche Kurzgeschichten von Franz Kafka, weil ich eine derartige Stimme vorher noch nie gehört hatte

Fight Club von Chuck Palahniuk, weil ich eine derartige Stimme vorher noch nie gehört hatte

Andorra von Max Frisch, weil es mich so traurig macht

Tim von Colleen McCullough, weil es mich so glücklich macht

Schau heimwärts, Engel von Thomas Wolfe, weil es mich schweigen lässt

In Cold Blood von Truman Capote, weil es das erste Buch war, das ich auf Englisch gelesen habe

Die Leiden des jungen Werther von Johann Wolfgang vonGoethe, weil ich dort, in einem doofen, überheizten Klassenraum, vergessen habe, in einem doofen, überheizten Klassenraum zu sein, und weil ich gemerkt habe, dass eine gute Geschichte, so alt sie auch sein mag, immer gut bleiben wird

Momo von Michael Ende, weil ich mich dort gut aufgehoben fühle

Death of a Salesman von Arthur Miller, weil kein Buch den amerikanischen Traum besser in Worte fasst

Extremely Loud and Incredibly Close von Jonathan Safran Foer, weil es so viel Liebe verströmt: zur Geschichte, zu den vielen kleinen Geschichten in der Geschichte, zu den Personen, zu ihrer jeweiligen Sprache und zum Leser, weil mich jede Seite des Buches überrascht hat

Was ist Was: Das alte Ägypten, weil es mich über den kindlichen Tellerrand hat schauen lassen

Dictionary of American Quotations, weil ich es von Karl geschenkt bekommen habe.

What are you most grateful for?

5 Antworten:

  1. “Spieltrieb” von Julie Zeh, weil es mir eine Lebenseinstellung vermittelt hat, die mir glücklicherweise völlig fremd war.

  2. – Microsklaven, weil er es für MICH geschrieben hat :-)
    scnr

    – Lachs im Zweifel von Douglas Addams, weil ich da diesen Mann und seine unendliche Liebe zu dieser Welt endgültig verstehen durfte

    – Unterm Rad von Hesse, weil es meine Geschichte war und ich in einem zugigen Klassenzimmer … usw (s.o.)

    – Das focaultsche Pendel, weil ich damit das “anspruchsvollere” Lesen wieder angefangen und begeistert durchgehalten habe.

  3. “The Corrections” von Jonathan Franzen für die Präzision und das Mitgefühl, mit denen er beschreibt, was es heißt, aus einer gestörten Familie zu kommen, für die Figur des Gary und für Passagen wie diese:
    “And meanwhile the sad truth was that not everyone could be extraordinary, not everyone could be extremely cool; because whom would this leave to be ordinary? Who would perform the thankless work of being comparatively UNcool?”

    “Bettler in Spanien” von Nany Kress für gute Unterhaltung und einen erschreckenden Blick in eine mögliche Zukunft.

  4. Mein Lesestoff des Lebens

    Anke hat – inspiriert von Anne Lamott – eine Liste der Bücher aufgestellt, für die sie most grateful ist. Meine Liste folgt sogleich:

    Die Kinder aus Bullerbü, weil es das erste Buch war, dass ich als Kind selber ganz gelesen habe und weil es me…

  5. “Jane Eyre” von Charlotte Bronte, weil ich danach immer ganz gestochen Englisch sprechen will und “Kein Ort. Nirgends” von Christa Wolf, weil ich selten so eine akurate Beschreibung von Leiden gelesen habe.