{"id":8828,"date":"2010-06-10T07:49:16","date_gmt":"2010-06-10T05:49:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=8828"},"modified":"2010-06-10T07:49:16","modified_gmt":"2010-06-10T05:49:16","slug":"surrogates","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=8828","title":{"rendered":"Surrogates"},"content":{"rendered":"<p>Der Film wird in meiner Erinnerung etwas Besonderes bleiben, denn er ist der erste, den ich mir aufs iPad geladen habe, um im Zug was wegzugucken zu haben. Doof, dass es so ein Gegr\u00fctze war.<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt0986263\/\">Surrogates<\/a> (Surrogates \u2013 Mein zweites Ich)<\/em> beruht auf einem <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Surrogates-v-Graphic-Novels\/dp\/1891830872\/\">Comic<\/a>, den ich nach dem Film mal entspannt vom Wunschzettel genommen habe. Die Grundidee ist allerdings nicht doof: In einer nicht allzu fernen Zukunft kann sich jeder ein Surrogate leisten, einen Roboter, den man per Gedanken\u00fcbertragung steuert, w\u00e4hrend man entspannt zuhause rumliegt \u2013 w\u00e4hrend das Surrogate drau\u00dfen den Job erledigt, die W\u00e4sche aus der Reinigung abholt und einkauft, aber auch auf Partys geht und mit wildfremden anderen Surrogates rumknutscht. Das Spannende: Den Surrogates kann nichts passieren, sie sind so gut wie unzerst\u00f6rbar. Und: Sie entsprechen einem seltsamen Idealbild, das der Besitzer von sich hat. Als ich zum ersten Mal Bruce Willis gesehen habe, musste ich wirklich lachen, so glattgepostet und rosig sah der Mann aus. Er sah allerdings auch kaum noch menschlich aus, sondern eher wie Barbies Ken, und alle Surrogates um ihn herum auch. Nur glatte, belanglose Fig\u00fcrchen, w\u00e4hrend die Besitzer zuhause liegen und altern und ihr Leben von ihrem zweiten Ich leben lassen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es zu dieser wunderbaren Zukunftsvision einen Gegenentwurf: Eine kleine Gruppe \u201eRadikaler\u201c weigert sich, den Surrogate-Quatsch mitzumachen und lebt in einem selbstgew\u00e4hlten Reservat, in dem hochentwickelte Technik verboten ist. Und ich habe mich auf einmal viel wohler gef\u00fchlt, als \u201eechte\u201c Menschen zu sehen waren, mit Pickel, Bartstoppeln, verwuschelten Haaren und einem Wohlstandsb\u00e4uchlein \u00fcberm Hosenbund. <\/p>\n<p>Die Story ist leider ziemlich vernachl\u00e4ssigenswert, weil man die ganze Zeit damit besch\u00e4ftigt ist, sich vor den Plastikfressen zu gruseln. Ein B\u00f6sling entwickelt eine Waffe, mit der er Surrogates zerst\u00f6ren kann \u2013 und die dummerweise den Menschen dahinter auch gleich erledigt. Bruce ist der Cop, der den Fall l\u00f6sen soll, was er nat\u00fcrlich tut, er ist schlie\u00dflich Bruce, und zum Schluss haben wir alle was gelernt. Naja.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Der Bechdel-Test:<\/p>\n<p>1. Es m\u00fcssen mindestens zwei Frauen mitspielen, die<br \/>\n2. miteinander reden<br \/>\n3. und zwar \u00fcber etwas anderes als M\u00e4nner.<\/p>\n<p>1. Es spielen ein paar wenige Frauen mit: Bruce hat eine weibliche Kollegin, die mit ihm den Fall kl\u00e4ren muss, und er ist verheiratet.<br \/>\n2. Wenn ich mich richtig erinnere, reden die wenigen Frauen im Film nicht miteinander.<\/p>\n<p>Bechdel-Test bestanden? Nein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Film wird in meiner Erinnerung etwas Besonderes bleiben, denn er ist der erste, den ich mir aufs iPad geladen habe, um im Zug was wegzugucken zu haben. Doof, dass es so ein Gegr\u00fctze war. 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