{"id":7762,"date":"2010-04-30T07:49:07","date_gmt":"2010-04-30T05:49:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=7762"},"modified":"2010-04-30T07:49:07","modified_gmt":"2010-04-30T05:49:07","slug":"bucher-2010-%e2%80%93%c2%a0april","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=7762","title":{"rendered":"B\u00fccher 2010 \u2013\u00a0April"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/buecher_april10.jpg\" alt=\"buecher_april10\" title=\"buecher_april10\" width=\"380\" height=\"215\" class=\"alignnone size-full wp-image-8117\" srcset=\"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/buecher_april10.jpg 380w, https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/buecher_april10-353x199.jpg 353w\" sizes=\"auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px\" \/><\/p>\n<p><strong>Martina Meuth\/Bernd Neuner-Duttenhofer \u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/die-gl\u00fccklichen-H\u00fchner-wohnen-richtigen\/dp\/3785723385\/\">Wo die gl\u00fccklichen H\u00fchner wohnen<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die beiden Verfassenden kochen seit gef\u00fchlten Jahrzehnten in den \u00f6ffentlich-rechtlichen Programmen rum; ich pers\u00f6nlich habe ihnen des \u00d6fteren in diversen Servicezeiten zugeguckt und mich immer sehr puschelig-aufgehoben bei ihnen gef\u00fchlt. Auch wenn sie mir manchmal zu viel darauf rumreiten, dass, ein erdachtes Beispiel, der Speck eines bestimmten Schweins von der Schw\u00e4bischen Alb der einzig wahre ist und alle anderen total doofe Loser sind, kommt bei ihnen doch immer der Wunsch nach wirklich gutem Essen r\u00fcber. Sei es ein schlichter Salat als Vorspeise oder der extrem aufwendige Braten, der 24 Stunden im Rohr vor sich hinschmurgelt. Das Buch liest sich dann auch genauso: Die beiden erz\u00e4hlen sehr pers\u00f6nlich von gutem Essen, respektvollem Zubereiten, guten Zutaten, woran man sie erkennt und warum das so wichtig ist, und sie bieten netterweise gleich dutzende von Webadressen an, bei denen man sich auch als St\u00e4dter eindecken kann. Manchmal klingt zwar auch hier das arg Missionarische durch, aber ich habe das Buch wirklich sehr gerne gelesen und f\u00fchle mich ganz schlicht in meinem Vorhaben best\u00e4tigt, weiterhin auf gute Qualit\u00e4t zu achten. Zum Beispiel nicht nur m\u00f6glichst oft, sondern m\u00f6glichst immer Biofleisch zu essen, am besten vom Metzer um die Ecke und nur in Notf\u00e4llen aus dem Supermarkt. Oder eben gar nicht.<\/p>\n<p><strong>Rachel Polonsky &#8211; <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.co.uk\/Molotovs-Magic-Lantern-Journey-Russian\/dp\/0571237800\/\">Molotov&#8217;s Magic Lantern: A Journey in Russian History<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich habe das Buch nach ungef\u00e4hr 250 Seiten etwas zwiegespalten weggelegt. Die Grundidee finde ich sehr clever und charmant: Polonsky darf sich nach dem Tod von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wjatscheslaw_Michailowitsch_Molotow\">Wjatscheslaw Molotow<\/a> durch seine Bibliothek w\u00fchlen und verkn\u00fcpft die B\u00fccher, die sie findet, mit Geschichten \u00fcber die russische Geschichte und Kultur. H\u00f6rt sich toll an, hat mich aber andauernd beim Lesen einschlafen lassen. Ich kann nicht mal genau sagen, was ich an ihrem Stil jetzt so unfassbar schnarchig fand, aber ich habe mich wirklich bei fast jedem Absatz dabei erwischt, irgendwann nicht mehr mitzulesen, sondern nur noch mit den Augen den Buchstaben zu folgen, w\u00e4hrend mein Kopf ganz woanders war. Vielleicht wei\u00df ich einfach viel zu wenig \u00fcber Russland bzw. die untergegangene Sowjetunion, um die vielen, vielen Geschichten, Geschichtchen und Anekdoten zu w\u00fcrdigen; vielleicht haben mich die ganzen Namen schwindelig gemacht, keine Ahnung. Ich w\u00fcrde euch das Buch sehr gerne empfehlen, weil ich es sehr schlau fand und sehr durchdacht, aber wie gesagt: Ich habe es einfach nicht \u00fcber mich gebracht, es wirklich gerne zu lesen.<\/p>\n<p><strong>Anne Enright \u2013\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Gathering-Man-Booker-Prize\/dp\/0802170390\/\">The Gathering<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Enright beschreibt aus der Perspektive einer Tochter eine gesamte dysfunktionale Familie, die nach dem Selbstmord eines Sohns zur Beerdigung zusammenkommt. Dabei verschwimmen Gegenwart und Vergangenheit, Wahrheit und Fiktion. Die Tochter ersinnt parallele Biografien, \u00fcberlegt, wie ihre Gro\u00dfeltern sich kennengelernt haben m\u00f6gen und was ihr Bruder im Moment seines Selbstmords gedacht haben k\u00f6nnte. Ich habe fast jeden Satz des Buchs als sehr sezierend empfunden; nicht nur als beschreibend, sondern als tiefergehend, w\u00fchlend, nie mit dem Oberfl\u00e4chlichen zufrieden seiend. Das macht <em>The Gathering<\/em> nicht unbedingt zu einem Gute-Laune-Buch, aber zu einem, das einen sehr unmittelbar an vielen Emotionen und Beobachtungen teilhaben l\u00e4sst und danach fies an einem kleben bleibt.<\/p>\n<p><strong>Ulrich Drees \u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Das-Spiel-Asen-Ulrich-Drees\/dp\/3867620539\">Das Spiel des Asen<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Frau <a href=\"http:\/\/theyhatemebuttheygivemechocolate.wordpress.com\/\">Ninifaye<\/a> legte mir dieses Buch ans Herz bzw. schickte es mir gleich mit der Post. Da kann ich ja nicht nein sagen, obwohl mir Fantasy nicht gaaaanz so gut gef\u00e4llt. Dementsprechend hat mir <em>Das Spiel des Asen<\/em> denn auch nicht gaaaanz so gut gefallen. Was genau passiert, setzt sich erst nach ungef\u00e4hr 100 Buchseiten aus vielen, vielen Bruchst\u00fccken und Andeutungen zusammen \u2013 und sobald das passiert ist, verliert das Buch leider etwas von seinem Schwung, dem ich zun\u00e4chst fies erlegen war. <em>Asen<\/em> liest sich ein bisschen wie <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andreas_Eschbach\">Eschbach<\/a>, der einen ja auch immer von hier nach dort und durch f\u00fcnf Jahrhunderte gleichzeitig jagt. Die Passagen haben mir auch gut gefallen, und ich mag es, nicht alles auf dem Silbertablett serviert zu bekommen, sondern mir selber einen Kopf dar\u00fcber machen zu m\u00fcssen, wer zum Henker die Asen \u00fcberhaupt sind. Kurz gesagt, geht es in <em>Asen<\/em> um ein altes Ritual, das ein christlicher Geheimbund durchf\u00fchrt. <em>Ganz<\/em> kurz gesagt. Dummerweise bev\u00f6lkern noch viele, viele weitere Charaktere als nur die Mitglieder des Geheimbunds das Buch, und ehrlich gesagt h\u00e4tte ich auf einige von ihnen gerne verzichtet, weil sie die Story nicht wirklich voranbringen oder nur kurz auftauchen, um sofort auf die eine oder andere blutige Weise wieder zu verschwinden. Auch ein Punkt, mit dem ich gehadert habe: zu viel Blut. Aber das ist pers\u00f6nlicher Geschmack. Mir waren die Figuren meist nicht gut genug ausformuliert, so dass ich mit wenigen wirklich mitfiebern konnte. Selbst die Hauptperson bleibt ziemlich diffus, und bei einem Genre, das logischerweise gerne diffus bleibt (ich erfinde mir mal eben einen Zauberer, der irgendwas Tolles kann), w\u00e4re es sch\u00f6n gewesen, wenigstens eine Figur zu haben, bei der ich wei\u00df, woran ich bin. Aber trotz allem Gen\u00f6le habe ich das Buch in zwei Tagen verschlungen, denn es ist netterweise ziemlich spannend. Und diffus. Aber spannend. (Fantasy, doo. Wir werden keine Freunde mehr.)<\/p>\n<p><strong>Garth Ennis\/Darick Robertson \u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Boys-v-1-Garth-Ennis\/dp\/1845764943\/\">The Boys, Vol. 1: The Name of the Game<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Hm. Nun ja. Ich wusste ja, worauf ich mich einlasse, wenn ich mir B\u00fccher von Garth Ennis w\u00fcnsche, aber irgendwie war seine <em>Preacher<\/em>-Reihe charmanter als <em>The Boys<\/em>. Und von den Zeichungen war ich auch nicht so hundertpro angetan, obwohl ich Darick Robertson von <em>Transmetropolitan<\/em> mag; hier aber sieht alles fies nach Airbrush aus und nicht mehr nach Handwerk. Die Story hat eine h\u00fcbsche Grundidee: mehrere Banden von Superhelden benehmen sich hinter den Kulissen alles andere als super, weswegen The Boys ihnen ein bisschen auf die Finger hauen wollen. Oder anders: ihnen die Seele aus dem Leib pr\u00fcgeln wollen. Hier hat mich das Blut seltsamerweise nicht ganz so gest\u00f6rt, wahrscheinlich weil es fies \u00fcberzeichnet war (im wahrsten Sinne des Wortes). Stattdessen habe ich hier wieder an den Frauenfiguren was zu n\u00f6len. Erstmal gibt&#8217;s (wie immer) viel zu wenige von ihnen, zweitens beschr\u00e4nken sie sich, jedenfalls in Volume 1, noch ziemlich auf Sexgespielin oder stumme M\u00f6rderin. Gerade die zweite Dame hat nicht mal einen Namen, sondern ist nur The Female. Soll vielleicht toll sein, finde ich aber ziemlich beknackt. Und mitreden kann sie auch nicht, weil sie, wie gesagt, nicht redet. Hm. Mich interessiert zwar, wie die Geschichte weitergeht, aber ehrlich gesagt reicht es mir, wenn ich&#8217;s in der Wikipedia nachlese.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martina Meuth\/Bernd Neuner-Duttenhofer \u2013 Wo die gl\u00fccklichen H\u00fchner wohnen Die beiden Verfassenden kochen seit gef\u00fchlten Jahrzehnten in den \u00f6ffentlich-rechtlichen Programmen rum; ich pers\u00f6nlich habe ihnen des \u00d6fteren in diversen Servicezeiten zugeguckt und mich immer sehr puschelig-aufgehoben bei ihnen gef\u00fchlt. 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