{"id":6311,"date":"2010-01-22T08:55:19","date_gmt":"2010-01-22T06:55:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=6311"},"modified":"2010-01-25T13:45:36","modified_gmt":"2010-01-25T11:45:36","slug":"tagebuchbloggen-21-01-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=6311","title":{"rendered":"Tagebuchbloggen 21.01.2010"},"content":{"rendered":"<p>Im <em>Hellboy<\/em>-Fieber. V\u00f6llig vernarrt in die Comics. Will alle kaufen.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;It is not just in Mike&#8217;s drawing that I take such pleasure, but in all the disparate elements that make simple drawing fit into the larger context of graphic storytelling. It lies in the powerful use of black, the clever use of expositional panels, the careful attention to the rhythm of balloon placement and sound effects, color as mood, architectural detail (Mike seems to be the only artist in comics to realize that not all graveyards come from New England), and, most importantly, the plasticity of his layouts. His panel arrangements seem to breathe, their size and proportion one to the other in quick and elastic response to the needs of the story. It is a sensual pleasure to read these stories.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Aus dem Fanboy-Vorwort von <a href=\"http:\/\/www.pcraigrussell.net\/\">P. Craig Russell<\/a> f\u00fcr <em><a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Hellboy:_The_Chained_Coffin_and_Others\">Hellboy 3: The Chained Coffin<\/a><\/em> and<em> Others<\/em>, Dark Horse Comics 1998.<\/p>\n<p>\u201eSensual pleasure\u201c. Genau so ist es.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Zeitgleich im <em>Krieg-und-Frieden<\/em>-Fieber. Weil Herr Tolstoi ganz viel in ganz wenige Worte packen kann.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eVor f\u00fcnf Tagen hatten vor dem Hause, in das <em>(der \u00dcberbringer des Friedensangebots Russlands)<\/em> Balaschow gef\u00fchrt wurde, Posten vom Preobrashenskij-Regime gestanden; jetzt standen dort zwei franz\u00f6sische Grenadiere mit zottigen Pelzm\u00fctzen in blauen, \u00fcber der Brust ge\u00f6ffneten Monturen und dazu Husaren- und Ulaneneskorten und eine gl\u00e4nzende Suite von Adjutanten, Pagen und Gener\u00e4len in Erwartung Napoleons; in ihrer Mitte hielt unmittelbar vor dem Hauseingang Napoleons Mameluck Rustan mit einem der Reitpferde des Kaisers. Napoleon empfing Balaschow im gleichen Wilnaer Haus, aus dem <em>(der russische Kaiser)<\/em> Alexander ihn ausgeschickt hatte.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>(<em>Krieg und Frieden<\/em>, Leo Tolstoi, \u00dcbersetzung von Werner Bergengruen, dtv 2002, Seite 823)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Meinen freien Nachmittag zum Kochen und Backen genutzt.<\/p>\n<p>Der Herr des Hauses trinkt gerne Kakao. Aber nicht den von Nesquik, sondern den dunklen holl\u00e4ndischen, f\u00fcr den man Milch aufkochen muss und der sich nie so richtig aufl\u00f6st (jedenfalls wenn man manchmal so ungeduldig ist wie Herr Leckermaul). Deshalb habe ich die wunderbaren <a href=\"http:\/\/www.foolforfood.de\/index.php\/selbstgemachtes\/badekugeln-aus-schokolade\">Schokokugeln<\/a> von Fool for Food ausprobieren m\u00fcssen, denn die haben sogar noch Orangenaroma. Ich habe ihnen zus\u00e4tzlich noch eine Vanilleschote spendiert, aber die ist geschmacklich v\u00f6llig untergegangen. Bei mir hat das K\u00fchlen der Masse deutlich l\u00e4nger gedauert, bis sie eine formbare Konsistenz hatte, n\u00e4mlich ungef\u00e4hr anderthalb Stunden; vielleicht ist unser K\u00fchlschrank nicht ganz so sibirisch wie Claudias. Danach lief aber alles nach Plan: Es gibt wirklich kein fieses Schokogeschmiere, daf\u00fcr habe ich allerdings mich und die K\u00fcche gro\u00dffl\u00e4chig mit Puderzucker best\u00e4ubt. Ich drehe wahrscheinlich zu schnell.<\/p>\n<p>Richtiges Essen gab&#8217;s nat\u00fcrlich auch: dieses wunderbare <a href=\"http:\/\/lamiacucina.wordpress.com\/2009\/12\/18\/burrata-con-lenticchie-allaceto-balsamico\/\">Linsengericht<\/a>, wenn auch \u201enur\u201c mit B\u00fcffelmozzarella statt Burrata. Und dazu mein, ich glaube, drittes Brot, das ich je gebacken habe: ein <a href=\"http:\/\/kochtopf.twoday.net\/stories\/zucchini-thymian-buttermilch-brot-fuer-leute-mit-sauerteigphobie\/\">Zucchini-Thymian-Buttermilch-Brot<\/a>. Das geht auch mit Mixer, Knethaken und Muskelkraft statt K\u00fcchenmaschine. Und wenn ich etwas mehr Erfahrung gesammelt habe beim Brotbacken, sieht es auch nicht mehr aus wie ein Hinkelstein, sondern wie ein Laib. Geschmeckt hat&#8217;s trotzdem fantastisch. Genau wie die Linsen.<\/p>\n<p>Dazu habe ich mir einen Soave geg\u00f6nnt. Ich war mir nicht sicher, ob lieber rot oder wei\u00df, aber mein Gef\u00fchl wollte den Wei\u00dfen. Der war im Zusammenspiel mit der herzhaften Salami und den Balsamicolinsen fast ein bisschen \u00fcberfordert. Aber nur fast: Seine Frucht war kaum noch zu schmecken, stattdessen hat er ein s\u00e4uerliches, fast schieferartiges Aroma bekommen. So hat der Soave noch nie geschmeckt. Ts. Wein. Tolles Zeug. Das Cham\u00e4leon im Glas. (Die kleine Anke m\u00f6chte aus dem Texterparadies versto\u00dfen werden.)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Dar\u00fcber gefreut, fast alles f\u00fcr das Linsengericht und das Brot im Haus gehabt zu haben. Frischer Thymian, Linsen, Hefe, Zucchini \u2013 alles da. Der Mozzarella musste allerdings gekauft werden \u2013 und die Buttermilch, auf die ich im Tran im Bus kurz vorm Aussteigen den 1.600-Seiten-W\u00e4lzer gehauen habe, den ich gerade mit mir rumschleppe. Jetzt riecht&#8217;s in Moskau etwas s\u00e4uerlich.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Ich habe die Schokokugeln sch\u00f6n in Opas selbstgeschliffenem Glassch\u00e4lchen arrangiert und dutzende von Fotos gemacht, aber weil ich wei\u00df, wie sch\u00f6n andere Blogger Essen ablichten, erspare ich euch den Anblick von drei braunen Kugeln in durchsichtigem Kristall auf brauner Stoffserviette. (Die kleine Anke wird auch nicht ins Arter-Paradies aufgenommen. Mist.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Hellboy-Fieber. V\u00f6llig vernarrt in die Comics. Will alle kaufen. &#8220;It is not just in Mike&#8217;s drawing that I take such pleasure, but in all the disparate elements that make simple drawing fit into the larger context of graphic storytelling. It lies in the powerful use of black, the clever use of expositional panels, the [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6311","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weblog"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6311","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6311"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6311\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6407,"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6311\/revisions\/6407"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6311"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6311"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6311"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}