{"id":6241,"date":"2010-01-19T08:48:29","date_gmt":"2010-01-19T06:48:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=6241"},"modified":"2010-01-19T08:48:29","modified_gmt":"2010-01-19T06:48:29","slug":"tagebuchbloggen-18-01-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=6241","title":{"rendered":"Tagebuchbloggen 18.01.2010"},"content":{"rendered":"<p>Diese Freude \u00fcber gutes Essen, die mich jeden Tag erwischt. Leute, die seit 20 Jahren \u201evern\u00fcnftig\u201c kochen, finden das wahrscheinlich total verquast, aber f\u00fcr mich ist das immer noch neu, dieses in die Vorratskammer gucken, die vor guten, gesunden und vor allem leckeren Zutaten \u00fcberquillt, und sich dar\u00fcber zu freuen. <\/p>\n<p>Die Freude, wenn aus der Pfanne ein ganz neuer Duft aufsteigt, von Fleisch, das man so noch nie zubereitet hat, von Fisch, den man v\u00f6llig neuentdeckt, von Gem\u00fcse, das man pl\u00f6tzlich ganz anders betrachtet, nicht mehr als bl\u00f6de Beilage, sondern als buntes, schmackhaftes Nahrungsmittel. <\/p>\n<p>Die Freude zu wissen, dass, wenn jetzt pl\u00f6tzlich vier Leute vor der T\u00fcr st\u00e4nden mit flaschenweise Wein und Hunger, man sie locker bewirten k\u00f6nnte, weil eben auf einmal alles da ist, was man f\u00fcr ein einfaches und gutes Essen braucht. <\/p>\n<p>Die Freude, aus Selbstgemachtem die einzelnen Zutaten rausschmecken zu k\u00f6nnen, rausschmecken zu wollen, \u00fcberhaupt: selbermachen, kaum noch Fertigzeug im Haus und wenn, dann bio oder Vollkorn oder beides, und nicht, weil mein Kopf sagt, das ist besser f\u00fcr dich, sondern weil mein Bauch, mein Gaumen und meine gute Laune das sagen. <\/p>\n<p>Die Freude, wenn ein Gericht gelungen ist, das man noch nie ausprobiert hat, wenn man im Kochbuch etwas findet, was man jetzt ganz dringend zubereiten m\u00f6chte und das dann noch besser schmeckt als gedacht, wenn aus dem Ofen ein noch nie gebackener Kuchen duftet, Weihnachtskekse, die man seit der Kindheit nicht mehr gemacht hat. <\/p>\n<p>Die Freude, wenn die K\u00fcche benutzt aussieht, der M\u00fcll dauernd runtergebracht werden muss, weil er mit Gem\u00fcseabf\u00e4llen \u00fcberquillt anstatt mit Pizzaboxen, dass seltsame Ger\u00e4tschaften, die man vor Jahren angeschafft oder geschenkt bekommen hat, endlich benutzt werden. <\/p>\n<p>Und vor allem Freude dar\u00fcber, dass so etwas Simples wie Gem\u00fcse nicht mehr die kalorienarme Langeweile ist, sondern neuerdings meine Lunchbox f\u00fcllt, und zwar nicht, weil ich Punkte z\u00e4hle, sondern weil ich Lust darauf habe, auch mittags etwas Gutes zu essen. Freude dar\u00fcber, das Franzbr\u00f6tchen vom B\u00e4cker nicht zu vermissen, sondern mit dem selbstgeschmierten K\u00e4sebrot viel gl\u00fccklicher zu sein. Freude dar\u00fcber, zu genie\u00dfen, zu schmecken, sich noch tagelang an ein gelungenes Filet zu erinnern, nicht mehr dar\u00fcber nachzudenken, was man da jetzt eigentlich macht, sondern es einfach machen, Zutaten aus der vollen Vorratskammer holen, in T\u00f6pfe und Pfannen werfen, gemeinsam essen, Wein entkorken, Kerzen anz\u00fcnden. Und morgen das gleiche nochmal. Nicht weil ich muss, sondern weil ich will.<\/p>\n<p>Ich habe noch nie so gegessen bzw. noch nie so an Essen gedacht, so ohne Zwang und Kalorientabellen und Fettpunkte und waswei\u00dfich, und ich genie\u00dfe es so unglaublich, das k\u00f6nnt ihr gar nicht nachf\u00fchlen. Ich platze fast vor Gl\u00fcck (und gutem Essen). Darauf nen Wein und ein fettes HACH!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Freude \u00fcber gutes Essen, die mich jeden Tag erwischt. Leute, die seit 20 Jahren \u201evern\u00fcnftig\u201c kochen, finden das wahrscheinlich total verquast, aber f\u00fcr mich ist das immer noch neu, dieses in die Vorratskammer gucken, die vor guten, gesunden und vor allem leckeren Zutaten \u00fcberquillt, und sich dar\u00fcber zu freuen. 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