{"id":6116,"date":"2010-01-13T08:12:43","date_gmt":"2010-01-13T06:12:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=6116"},"modified":"2010-01-13T08:20:32","modified_gmt":"2010-01-13T06:20:32","slug":"tagebuchbloggen-12-01-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=6116","title":{"rendered":"Tagebuchbloggen 12.01.2010"},"content":{"rendered":"<p>Bei FarmVille abends alles so auf Kante ges\u00e4t, dass ich morgens zu lange zum Ernten gebraucht habe. F\u00fcnf Minuten zu sp\u00e4t zur Arbeit gekommen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Den Vormittag in meiner \u201ealten\u201c Agentur verbracht. Mein derzeitiger <a href=\"http:\/\/philippundkeuntje.de\/\">Arbeitgeber<\/a> verteilt sich auf mehrere Geb\u00e4ude in Hamburg, und im alten Gemeindehaus der Friedenskirche habe ich als Juniortexter schon gearbeitet. Jedesmal wenn ich da bin, kriege ich fiese Flashbacks in die Zeit, in der meine damalige Arterin und ich stundenlang die Lounge vollgeraucht und stapelweise Magazine durchgebl\u00e4ttert haben, um auf neue Ideen zu kommen. Ich wei\u00df noch, wie stolz ich auf meinen ersten gedruckten Audi-Katalog war \u2013 und wie lange ich f\u00fcr den Text gebraucht habe. Daran muss ich mich immer selbst erinnern, wenn ich wieder innerlich \u00fcber Junioren n\u00f6le, bei denen es gef\u00fchlt JAHRELANG dauert, bis eine gute Copy da ist. Bis ich mich eben selbst wieder im Gro\u00dfraum sehe, wie ich Wochenende um Wochenende an S\u00e4tzen gefeilt habe, die dem Senior, dem CD und dann irgendwann mal dem Kunden gefallen. (Soviel zum Thema \u201eAch, w\u00e4r ich doch nochmal jung\u201c. Blo\u00df nicht.)<\/p>\n<p>Wenn man an der Haltestelle Feldstra\u00dfe aussteigt und von da zur Agentur geht, kam man jahrelang an einer fiesen Kneipe vorbei: Zum Goldenen Anker. Die wurde dem Geruch nach zu urteilen in den 50er Jahren er\u00f6ffnet, und seitdem hat da niemand mehr durchgel\u00fcftet oder mal das Bier aufgewischt. Man musste nicht mal reingehen; es reichte, au\u00dfen an der ge\u00f6ffneten T\u00fcr vorbeizukommen, und man hatte f\u00fcr drei Sekunden einen olfaktorischen Ausblick auf die Zeit, wenn man zu nichts mehr f\u00e4hig ist au\u00dfer seine Tage zu versaufen. Als ich gestern an der Ecke vorbeikam, musste ich feststellen, dass der Anker nicht mehr da war. Stattdessen entsteht dort jetzt ein Wohnhaus. Und so sch\u00f6n ich das finde, dass Wohnungen gebaut werden \u2013 mir hat der Geruch doch ein bisschen gefehlt.<\/p>\n<p>Mit dem Taxi zu anderen Agenturlocation gefahren (die noch mehr im Nahverkehrsniemandsland liegt). Ich wei\u00df, es ist doof, aber ich f\u00fchle mich immer irgendwie hintergangen, wenn Taxifahrer das Navi anwerfen. Der gestrige meinte dann auch: \u201eDas Navi sagt links, aber ich w\u00fcrd rechts fahren.\u201c Ich auch. Also rechts. Auf den zwei Kilometern Fahrt haben wir dann das Navi gemeinschaftlich bei vier Gelegenheiten \u00fcberstimmt. Gut, dass ich wusste, wo ich hinwollte.<\/p>\n<p>Autos betextet. <\/p>\n<p>In meinen bisherigen Kundenklamotten zur Arbeit gegangen. Also so die Ecke \u201eschicker Pullover oder Bluse oder wom\u00f6glich Weste und ein J\u00e4ckchen dr\u00fcber, Kettchen dazu und so\u201c. Ist immer noch ungewohnt, gef\u00e4llt mir aber. Habe allerdings Angst, auszusehen wie meine Mutter. Ich werde daher demn\u00e4chst mit einer Werberkollegin einkaufen gehen, die mich etwas einnordet, was so die crazy young posse heute tr\u00e4gt. H\u00e4tte ich vielleicht schon letzten Samstag machen sollen, aber ich finde, ab einem gewissen Alter kann man sich auch mal ein Twinset kaufen. In Himbeere. (\u201eH\u00e4tte ich gar nicht gedacht, dass mir Rosa steht.\u201c \u2013 \u201eHimbeere! Rosa sieht ganz anders aus.\u201c)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>E-Mail von Christine, der Kuratorin der <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=2479\">Tagebuch-Ausstellung<\/a>. Opas <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=1772\">Holzkl\u00f6tze<\/a> sollen jetzt in einem Schulbuch abgebildet werden, genauer gesagt, in einem Deutschbuch f\u00fcr die siebte Klasse Gymnasium, in dem anscheinend was \u00fcber die Ausstellung steht. Ich habe mich sehr gefreut \u2013 und war gleichzeitig traurig, dass Opa nicht mehr mitkriegt, wieviele Leute von seinen Notizen begeistert sind.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Abends komme ich sp\u00e4ter als der Kerl nach Hause und hoffe, dass er schon gekocht hat. Hat er nicht \u2013 aber daf\u00fcr seinen Bambiaugenaufschlag ge\u00fcbt.<\/p>\n<p>\u201eDir ist schon klar, dass deine Bambiaugen nur bei mir funktionieren und nicht bei deinen Kunden?\u201c<\/p>\n<p>\u201eVon denen will ich ja auch nicht bekocht werden.\u201c<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Im Laufe des Tages verspeist: M\u00fcsli mit Birne, Milchkaffee, Vollkornbrot mit K\u00e4se und Senf, Tomaten, Gurkenst\u00fccke, M\u00f6hren, ein paar Scheibchen Knoblauchsalami, Bio-Kirschjogurt, Couscous mit Huhn, Kichererbsen, Zucchini, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch. Nach dem dritten Versuch kann ich jetzt feststellen: Nein, ich mag wirklich keine Kichererbsen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei FarmVille abends alles so auf Kante ges\u00e4t, dass ich morgens zu lange zum Ernten gebraucht habe. F\u00fcnf Minuten zu sp\u00e4t zur Arbeit gekommen. &#8212; Den Vormittag in meiner \u201ealten\u201c Agentur verbracht. 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