{"id":39662,"date":"2023-05-07T08:27:39","date_gmt":"2023-05-07T07:27:39","guid":{"rendered":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=39662"},"modified":"2023-05-25T15:18:50","modified_gmt":"2023-05-25T14:18:50","slug":"was-schon-war-kw-18-und-dann-das-was-nicht-schon-war","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=39662","title":{"rendered":"Was sch\u00f6n war, KW 18 \u2013 und dann das, was nicht sch\u00f6n war"},"content":{"rendered":"<p>Letzten Samstag sehr spontane Fr\u00fchst\u00fcckspl\u00e4ne gemacht. Bayern kann ganz okay sein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_2607.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"648\" class=\"alignnone size-full wp-image-39678\" \/><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Clemens Meyers \u201e<a href=\"https:\/\/www.fischerverlage.de\/buch\/clemens-meyer-als-wir-traeumten-9783104001180\">Als wir tr\u00e4umten<\/a>\u201c ausgelesen. Das Buch war ein Leserinnengeschenk, das habe ich schon mindestens zweimal in Umzugskisten gepackt, aber jetzt war die Zeit reif. Oder ich war daf\u00fcr reif, ein Buch zu ertragen, in dem kaum weibliche Perspektiven vorkommen, das ich aber doch gespannt gelesen habe. Keine einfache Lekt\u00fcre, auch weil das Wissen um die wenigen M\u00e4dchen und Frauen in der Sprache der Jungs und M\u00e4nner transportiert ist. Das Etikett \u201eWenderoman\u201c stimmt meiner Meinung nach nur so halb; die Wende schwingt mit und sie bedingt einige wenige Handlungsstr\u00e4nge, aber im Prinzip geht es darum, sich wieder so sicher und unbesiegbar zu f\u00fchlen wie als Kind inmitten von Freunden. Empfehlung.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Danach \u201e<a href=\"https:\/\/www.kiwi-verlag.de\/buch\/benjamin-von-stuckrad-barre-noch-wach-9783462311457\">Noch wach?<\/a>\u201c von Stucki angefangen und mich in der denglischen Worth\u00fclsenmedienfuzzisprache sehr ertappt gef\u00fchlt. Noch nicht durch. Liest sich manchmal wie eine kleine alberne Rache, dann wie eine Zusammenfassung aller feministischen Twitter-Threads und dann wieder gro\u00dfartig. Bin noch unsicher, wie ich es finde.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Sonntag ist Backtag, das muss so. Es wurde ein <a href=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=39666\">Allspice-Gew\u00fcrzkuchen<\/a>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_2609-1.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"537\" class=\"alignnone size-full wp-image-39679\" \/><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Am Montag kehrten wir nach monatelanger Pause wieder bei <a href=\"https:\/\/schreiberei-muc.de\/tohru\">Tohru<\/a> ein. Ich habe nur zwei G\u00e4nge fotografiert und eigentlich wollte ich gar keinen ablichten, aber ich merke, dass ich G\u00e4nge vergesse. Gleichzeitig mag ich inzwischen das Fl\u00fcchtige eines Restaurantbesuchs wieder sehr gern, ich kann es nicht festhalten und das ist Teil des Vergn\u00fcgens. Ich sitze ja auch nicht im Konzert und lasse mein Handy mitlaufen, um es danach nochmal knarzend abzuh\u00f6ren. Ja, dann vergesse ich halt G\u00e4nge wieder, aber das Gesamtgef\u00fchl eines gelungenen Abends vergesse ich nicht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_2612-1.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"545\" class=\"alignnone size-full wp-image-39680\" \/><\/p>\n<p>Der Erbsengang erwischte mich auf einem sehr unerwarteten Fu\u00df, denn die kleinen knackigen Racker schmeckten genau wie die Baby-Erbsen, die meine Schwester und ich vor knapp f\u00fcnfzig Jahren im Garten unserer Gro\u00dfeltern direkt aus der Schale essen durften. Das war ein sch\u00f6ner <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Madeleine_(Geb%C3%A4ck)\">Madeleine-Moment<\/a>. (F\u00fcr die J\u00fcngeren unter uns: ein sch\u00f6ner <a href=\"https:\/\/youtu.be\/4ld9EP5yAX4\">Ratatouille-Moment<\/a>.)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Dienstag gab es <a href=\"https:\/\/www.muenchenmusik.de\/mm\/veranstaltungen\/helene-grimaud-2523\">Klaviermusik<\/a> von H\u00e9l\u00e8ne Grimaud. Das war sch\u00f6n, die olle, immer viel zu helle Isarphilharmonie mal anders zu sehen: Auf der B\u00fchne stand nur der Steinway, und zwei helle Lichtkegel erleuchteten genau diese Stelle.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_2623.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"583\" class=\"alignnone size-full wp-image-39684\" \/><br \/>\nSpinattofu, ged\u00e4mpfter Pak Choi, Tahinisauce.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Donnerstag meldete ich mich krank. Und pl\u00f6tzlich fiel mir auf: Ich bin ja angestellt! Ich kriege ja Geld f\u00fcrs Kranksein! Das hatte ich nach 15 Jahren Selbst\u00e4ndigkeit total vergessen. Sozialstaat, du gutes altes Ding!<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Freitag ging es mir vormittags gut genug, um Bl\u00fcmchen zu kaufen und sie auf dem Balkon anzusiedeln, und den Rest des Tags am Schreibtisch zu verbringen. Ich schniefte zwar den ganzen Tag und hatte Halsschmerzen, aber das werden wohl wieder irgendwelche Pollen sein.<\/p>\n<p>Ich schaffte es abends sogar noch, uns ein kleines Festmahl zu zaubern, denn von Tohru hatten wir nicht nur sch\u00f6ne Erinnerungen mitbekommen, sondern eine T\u00fcte voller K\u00f6stlichkeiten: eine Flasche seiner Misobuttersauce, eine Flasche Dill\u00f6l, Brot zum Aufbacken und Algenbutter. F. besorgte ein bisschen Lachsforelle, ich bastelte einen leicht abgewandelten Sobanudelsalat aus Tohrus Kochbuch und wir lie\u00dfen es uns schmecken. Es h\u00e4tte mich misstrauisch machen sollen, dass ich keinen Wein wollte und auch recht schnell ins Bett. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/9961C37C-7691-4B4F-BC7E-281300D45C7B.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-39683\" srcset=\"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/9961C37C-7691-4B4F-BC7E-281300D45C7B.jpg 500w, https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/9961C37C-7691-4B4F-BC7E-281300D45C7B-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Seit Samstag liege ich erk\u00e4ltet auf dem Sofa oder im Bett und verfluche meine Maskenlosigkeit in der wirklich vollen U-Bahn zur Isarphilharmonie. Es ist kein Covid, jedenfalls behaupten das mehrere Tests, aber nach drei Jahren hatte ich verdr\u00e4ngt, dass eine simple Erk\u00e4ltung auch so richtig nerven kann.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_2636.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"616\" class=\"alignnone size-full wp-image-39681\" \/><br \/>\nIn der \u00d6kokiste waren Kiwis und Blaubeeren.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Zum Abschluss zwei Dinge, die absolut nicht sch\u00f6n sind. Letzten Sonntag sollte die neue Staffel von \u201eMasterchef Australia\u201c anfangen, bekannterma\u00dfen mein dreimonatiges Gute-Laune-Programm in jedem Jahr. Am Starttag postete der offizielle Insta-Account der Show, dass einer der Juroren, Jock Zonfrillo, <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/tv-and-radio\/2023\/may\/01\/jock-zonfrillo-death-masterchef-australia-judge-chef-dies-aged-46\">\u00fcberraschend verstorben war<\/a>. Soweit ich wei\u00df, sind die Staffeln komplett abgedreht, bevor sie auf Sendung gehen, und die neue Staffel soll heute starten.<\/p>\n<p>Und eine zweite Todesnachricht, auf die ich \u00fcberhaupt nicht vorbereitet war: Ich wollte meinen Studis ein Handout austeilen, das ich selbst als Studierende im Geschichtsstudium im ersten Semester bekommen hatte und das ich ernsthaft bis zur MA-Arbeit ab und zu nutzte \u2013 weil es so gut und \u00fcbersichtlich war. Ich wollte <a href=\"https:\/\/www.ngzg.geschichte.uni-muenchen.de\/personen\/ehemalige_patel\/dittrich__lisa\/index.html\">die Autorin<\/a> um Erlaubnis bitten, ihre Arbeit weiterzureichen und musste feststellen, dass sie bereits 2021 verstorben war.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Gut, dass dieser Artikel schon fast vollst\u00e4ndig vorgeschrieben war, ich kann gerade nicht so gut denken. Ab ins Bett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzten Samstag sehr spontane Fr\u00fchst\u00fcckspl\u00e4ne gemacht. 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