{"id":38247,"date":"2022-07-14T08:18:24","date_gmt":"2022-07-14T07:18:24","guid":{"rendered":"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=38247"},"modified":"2022-07-27T07:35:39","modified_gmt":"2022-07-27T06:35:39","slug":"13-7-22-im-nebel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=38247","title":{"rendered":"13. Juli 2022 \u2013 Im Nebel"},"content":{"rendered":"<p>Noch bis zum 31. Juli l\u00e4uft im Haus der Kunst eine Ausstellung der japanischen K\u00fcnstlerin <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fujiko_Nakaya\">Fujiko Nakaya<\/a>: <a href=\"https:\/\/hausderkunst.de\/ausstellungen\/fujiko-nakaya-nebel-leben\">Nebel Leben<\/a>. Ich g\u00f6nnte mir gestern endlich mal eine Jahreskarte, die sich schon bei vier Besuchen lohnt, weil die Einzelausstellungen so fies teuer sind. Ich ahne, dass ich f\u00fcr Nakaya nochmal die Karte z\u00fccken werde, weil die f\u00fcr das Haus konzipierten zwei Installationen (oder Dialoge, wie das hauseigene <a href=\"https:\/\/youtu.be\/3FxLAazKdaY\">Video<\/a> richtig meint) so viel Spa\u00df machen. Ich habe bei beiden nicht dar\u00fcber nachgedacht, was sie mir k\u00fcnstlerisch sagen \u2013 ich fand es einfach nur sch\u00f6n, im Nebel zu stehen.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Installation befindet sich im Hauptraum, der nun fast vollst\u00e4ndig unter Wasser steht. Man kann auf Holzbohlen au\u00dfen an der Wand entlanggehen oder auf dem Holzsteg stehen, der in der Mitte des Raums ist. Von dort beginnt jeweils zur halben und zur vollen Stunde der Nebel aufzusteigen. Zun\u00e4chst baut sich quasi eine Wolke in der Mitte des Raums auf, dann sto\u00dfen die lustig zischen D\u00fcsen an der einen Schmalseite Nebel aus, dann die auf der anderen, und wo man eben noch den Raum, das Wasser, die Menschen sehen konnte, ist nun pl\u00f6tzlich alles im Unsichtbaren vereint. Dann verzieht sich der Nebel nach und nach, je nachdem, wie viele Menschen durch ihn hindurchwandern anstatt rumzustehen, und ihn dabei verteilen. Ich habe mir den Spa\u00df gestern dreimal geg\u00f6nnt und bin mal fast komplett an einer Stelle geblieben und mal durch die Gegend spaziert. In der Mitte stand ich fast nie, ich fand es sch\u00f6ner, eher Zuschauerin als Akteurin zu sein. Nach gef\u00fchlt f\u00fcnf Minuten ist der ganze Zauber wieder weg und man steht wieder ohne sph\u00e4rische Musikbegleitung in einem Nazibau auf Holzbrettern. Menno.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_0736.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-38249\" srcset=\"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_0736.jpg 500w, https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_0736-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Ich mochte das Licht im Raum sehr, den ich sonst als herrlich hohen und lichten Saal sch\u00e4tze. Jetzt war er d\u00e4mmeriger, gr\u00fcnlicher, und mittendrin verga\u00df man, dass er da ist, weil man ihn schlicht kaum noch sehen konnte. Das fand ich gleichzeitig be\u00e4ngstigend und befreiend \u2013\u00a0mein Raumgef\u00fchl zu verlieren, ist unheimlich, aber man konzentriert sich eben kurz auf andere Dinge; gucke ich halt an die Decke anstatt auf meine F\u00fc\u00dfe wie sonst.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/Bildschirmfoto-2022.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"277\" class=\"alignnone size-full wp-image-38251\" \/><\/p>\n<p>Sobald der Raum wieder nur noch der Raum war, ging ich durch weit ge\u00f6ffnete T\u00fcren an der Ostseite des Hauses nach drau\u00dfen, wo alle zehn Minuten die zweite Nebelwolke erscheint. Durch die hei\u00dfen Temperaturen entsteht hier derzeit nicht wirklich eine Wolke, die sich in den B\u00e4umen neben dem Museum h\u00e4lt, die zum Eisbach hin stehen, wie im Video zu sehen ist. Stattdessen f\u00e4llt minutenlang ein hauchfeiner Nebel auf die Rumstehenden, und wenn der Wind gut steht, f\u00fchlt es sich an wie eine Dusche, ohne nass zu werden. Diese Installation ist auch ohne Eintritt zu erleben, vielleicht ein Tipp f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_0744.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"667\" class=\"alignnone size-full wp-image-38250\" \/><\/p>\n<p>Ich hatte nach gef\u00fchlt ewigen Zeiten mal wieder die Videofunktion meines Handy aktiviert, aber die Aufnahmen sind nur f\u00fcr mich, jedenfalls landen sie nicht im Blog. Auf meiner To-Do-Liste (oder eher der K\u00f6nntest-du-auch-endlich-mal-machen-Liste) steht noch mein Video \u00fcber Essen, das bisher aus einem Gigabyte Film besteht, aber noch keine Ordnung hat und keine Musik. Text steht, Bilder fehlen noch, weil ich bei jeder Aufnahme denke, nee, das geht noch besser, das Thema ist zu wichtig, um da Gr\u00fctz drunterzulegen. Das k\u00f6nnte also noch dauern.<\/p>\n<p>Jedesmal wenn ich derzeit den Videoknopf dr\u00fccke, denke ich an den <a href=\"https:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=37837\">Kurs von Casey Neistat<\/a>, den ich im Januar absolvierte, und f\u00fcr den ich nachtr\u00e4glich sehr dankbar bin. Weil ich im Januar eben wissen musste, was mein iPhone so kann, drehte ich im Dezember im Norden einen kleinen Weihnachtsfilm. Da ist auch Papa drauf, und er erkennt mich noch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch bis zum 31. Juli l\u00e4uft im Haus der Kunst eine Ausstellung der japanischen K\u00fcnstlerin Fujiko Nakaya: Nebel Leben. Ich g\u00f6nnte mir gestern endlich mal eine Jahreskarte, die sich schon bei vier Besuchen lohnt, weil die Einzelausstellungen so fies teuer sind. 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