{"id":3740,"date":"2009-04-01T07:47:58","date_gmt":"2009-04-01T05:47:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=3740"},"modified":"2009-04-01T07:47:58","modified_gmt":"2009-04-01T05:47:58","slug":"bucher-2009-januar-bis-marz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=3740","title":{"rendered":"B\u00fccher 2009, Januar bis M\u00e4rz"},"content":{"rendered":"<p><strong>The Economist: The Book of Obituaries<\/strong><\/p>\n<p>Vom Kerl zu Weihnachten geschenkt bekommen und <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=3413\">hier<\/a> schon mal erw\u00e4hnt. Ich kann das nicht an einem St\u00fcck durchlesen; es f\u00fchlt sich an, als ob man 200 Minibiografien auf einem Haufen hat. Sobald man sich in ein Leben vertieft, ist es schon wieder vorbei \u2013 was logisch ist bei Nachrufen, es aber eben nicht einfach macht, das Buch so wegzulesen. Auf jeden Fall spannend, f\u00fcr welchen Aspekt der jeweiligen Person sich die Nachrufer entscheiden. Mein bisheriger Favorit ist der <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/obituary\/displaystory.cfm?story_id=9828615\">Abgesang<\/a> auf Alex the African Grey, den vielleicht intelligentesten Papagei der Welt. Der letzte Absatz sagt viel \u00fcber den besonderen Stil der Nachrufe: <\/p>\n<blockquote><p>\u201eThere are still a few researchers who think Alex&#8217;s skills were the result of rote learning rather than abstract thought. Alex, though, convinced most in the field that birds as well as mammals can evolve complex and sophisticated cognition, and communicate the results to others. A shame, then, that he is now, in the words of Monty Python, an ex-parrot.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Otfried Preu\u00dfler \u2013 <em>Krabat<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ein Geschenk einer Leserin, wie ich <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=3661\">hier<\/a> schon schrieb. Las sich selber viel zu schnell weg. Ich glaube, ich lass mir das nochmal vorlesen.<\/p>\n<p><strong>Daniel Kehlmann \u2013 <em>Ruhm<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Hm. Ich mag die Art von Kehlmann, Geschichten zu erz\u00e4hlen. Ich mochte <em>Ruhm<\/em> aber trotzdem nicht, weil ich arg das Gef\u00fchl hatte, dass hier aus neun kleinen Storys ohne gro\u00dfen Sinn und Zweck ein Roman gekl\u00f6ppelt werden sollte, weil \u201eRoman\u201c besser auf dem Einband aussieht als \u201eKurzgeschichten\u201c. <em>Ruhm<\/em> liest sich sehr entspannt weg, aber je l\u00e4nger das Buch dauerte, desto mehr gingen mir die Figuren auf die Nerven, die alle einfach so da sind und mir nichts erz\u00e4hlen, mich nicht an sie rankommen lassen, mir auch nach dem Ende der Geschichte nichts bedeuten. <em>Ruhm<\/em> ist der erste Kehlmann, der mir nicht gefallen hat, obwohl ich ihn gern gelesen habe. Hm.<\/p>\n<p><strong>flix \u2013 <em>M\u00e4dchen<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Anders sch\u00f6n als die t\u00e4gliche Dosis Comic, mit der mich flix <a href=\"http:\/\/www.der-flix.de\/\">online<\/a> versorgt. Eine l\u00e4ngere Geschichte, die erstmal uralt klingt, Boy meets Girl eben, aber dann ganz neu passiert und die mich gleichzeitig zum Lachen gebracht und mir das Herz gebrochen hat. <\/p>\n<p><strong>Alan Moore\/Dave Gibbons \u2013 <em>Watchmen (Die W\u00e4chter)<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Fantastisch. Genaueres habe ich <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=3997\">hier<\/a> aufgeschrieben.<\/p>\n<p><strong>Neil Gaiman\/Chris Bachalo, Mark Buckingham \u2013\u00a0<em>Death: The High Cost of Living<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Durch die <em>Watchmen<\/em> angefixt, hat mir der Kerl <em>Death<\/em> empfohlen. Eine junge Frau taucht im Leben vom suizidgef\u00e4hrdeten Sexton auf und behauptet, der Tod zu sein. Zusammen durchstreifen sie eine Stadt, wodurch sich Sextons Einstellung zu Leben und Tod \u00e4ndert. Dass der Tod eine hippe Gothicbraut ist, fand ich zwar ein bisschen sehr Altherrenfantastisch, aber mir haben der Zeichenstil und der Tonfall der Story sehr gut gefallen.<\/p>\n<p><strong>Heather Cocks\/Jessica Morgan \u2013 <em>The Fug Awards<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Viele seltsame Klamotten und viele grandiose Rezensionen derselben, die nie einfach nur Gel\u00e4ster sind, sondern vor popkulturellen Anspielungen nur so \u00fcberquellen, Filme zitieren, miese Serien, Klatsch und Tratsch. <a href=\"http:\/\/gofugyourself.celebuzz.com\/\">Go Fug Yourself<\/a> ist eins meiner Lieblingsblogs, weil es so wunderbar geschrieben ist, und deshalb macht es als Buch genauso viel Spa\u00df.<\/p>\n<p><strong>Frank Miller\/Klaus Janson \u2013 <em>Dark Knight Returns<\/em><\/strong><\/p>\n<p>So langsam werd ich warm mit Comics. <em>Dark Knight Returns<\/em> hat das (laut Kerl) langweilige Image von Batman geh\u00f6rig auf den Kopf gestellt. Mir hat der Zeichenstil nicht ganz so gut gefallen wie die <em>Watchmen<\/em>, an denen ich jetzt bl\u00f6derweise alles messe, aber ich mochte auch hier die D\u00fcsternis, das deprimierende Setting und die intelligente Art des Storytellings.<\/p>\n<p><strong>Michael Farr \u2013 <em>Auf den Spuren von Tim und Struppi<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Sehr sch\u00f6nes Buch, das sich mit der Entstehungsgeschichte der einzelnen <em>Tim-und-Struppi<\/em>-B\u00e4nde besch\u00e4ftigt, auf Korrekturen im Laufe der Zeit hinweist (wie z.B. bei <em>Tim im Kongo<\/em>, wo Tim eine Schulklasse \u00fcbernimmt und in der Erstausgabe noch was \u00fcber die Kolonialmacht Belgien erz\u00e4hlt, w\u00e4hrend er heute eine Matheaufgabe an die Tafel schreibt) und mit Fotomaterial belegt, wo Herg\u00e9 seine Inspirationen herholte bzw. wie exakt seine Zeichungen von Autos, Geb\u00e4uden und Gebrauchsgegenst\u00e4nden der Zeit waren. Wer wie ich eine <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=2024\">besondere Beziehung<\/a> zu Tim hat und noch heute K\u00e4pt&#8217;n Haddocks Schimpfkanonaden auswendig kann, wird dieses Buch genauso gerne lesen wie ich. <\/p>\n<p><strong>Claire Keegan \u2013 <em>Antarctica<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Antarctica<\/em> ist eine Kurzgeschichtensammlung, die mich so in ihren Bann gezogen hat, dass ich mehrmals meine Bushaltestelle verpasst bzw. das Ende meiner Mittagspause im Starbucks vergessen habe. Jede Story kann ich mir auch als abendf\u00fcllenden Spielfilm vorstellen, so viel schwingt in den pr\u00e4zisen, intensiven Zeilen mit. Ich habe mich sofort in Keegans eher beobachtenden Stil verliebt, der es mir selbst \u00fcberl\u00e4sst, was ich von den Protagonisten halte. Auch wenn diese Distanz zum Schluss jeder Geschichte so richtig sch\u00f6n die Keule rausholt. Wenn ich das Buch nochmal lese, habe ich f\u00fcr jede Geschichte ein anderes Gef\u00e4\u00df eisgek\u00fchlten Alkohols neben mir stehen. Gro\u00dfe Empfehlung. (Und danke an Merlix f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.herzdamengeschichten.de\/2009\/01\/10\/neu-auf-dem-nachttisch-57\/\">Inspiration<\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The Economist: The Book of Obituaries Vom Kerl zu Weihnachten geschenkt bekommen und hier schon mal erw\u00e4hnt. Ich kann das nicht an einem St\u00fcck durchlesen; es f\u00fchlt sich an, als ob man 200 Minibiografien auf einem Haufen hat. 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