{"id":31534,"date":"2019-04-02T08:38:24","date_gmt":"2019-04-02T07:38:24","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=31534"},"modified":"2019-04-02T08:58:53","modified_gmt":"2019-04-02T07:58:53","slug":"tagebuch-montag-1-april-2019-schreibtischtag-tofu-und-kirschbluten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=31534","title":{"rendered":"Tagebuch Montag, 1. April 2019 \u2013 Schreibtischtag, Tofu und Kirschbl\u00fcten"},"content":{"rendered":"<p>Gut geschlafen, gegen halb 6 aufgewacht und dann noch bis 7 ged\u00f6st bzw. gef\u00fchlt eine Stunde lang davon getr\u00e4umt, den Wecker zu verpassen, ihn falsch gestellt zu haben, ihn zu lange auf Snooze gestellt zu haben, die Zeitumstellung vergessen zu haben und \u00e4hnlichen Quatsch.<\/p>\n<p>Nebenbei: Ich mag die Zeitumstellung. Die eine Stunde weniger f\u00e4llt mir nie auf, daf\u00fcr freue ich mich \u00fcber die geschenkte im Herbst sinnloserweise umso mehr. Es bleibt im Sommer abends l\u00e4nger hell und ich finde, wir sollten das so beibehalten. Ich habe auch bei der komischen Online-Umfrage mitgemacht und brav f\u00fcr \u201e<strike>Remain<\/strike> Ja zur Zeitumstellung!\u201c gestimmt, aber das war anscheinend egal.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Nach zwei Wochen Rumspielen mal nichts am Mahlgrad der neuen Espressom\u00fchle ver\u00e4ndert. Herrliche Crema! Ich lasse das jetzt so. Derzeit im Ausschank befindet sich <a href=\"https:\/\/www.playground-coffee.com\/produkt\/playground-love-espresso\/\">Playground: Love<\/a>, eins von hundert Mitbringseln von Kai zu meinem Geburtstag, der anscheinend in jeder Hamburger R\u00f6sterei eingekauft hat. Schmeckt fruchtiger als ich nach der Beschreibung vermutet habe und generell sehr gut.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Den Vormittag verbrachte ich mit Warten auf einen Kundenanruf; wir hatten keine Zeit ausgemacht, daher sa\u00df ich ab 9 halt am Rechner. Aber so lange noch niemand was von mir wollte, arbeitete ich weiter an der Diss. Die Grobgliederung, die ich meinem Doktorvater noch nachliefern wollte, steht jetzt, und sie ist dann doch etwas feiner geworden als noch vor einer Woche. Jetzt, wo ich das Ding vor mir liegen sehe, merke ich erst, was f\u00fcr einen Berg Arbeit ich mir aufgehalst habe. Und ich wei\u00df jetzt auch, warum ich mit dem Schreiben anfangen sollte \u2013\u00a0weil&#8217;s viel zu schreiben gibt.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Steuer gemacht. #meinglamour\u00f6sesleben<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Kurz in die Uni gefahren, B\u00fccher abgegeben und den neuen Plastik-Studierendenausweis abgeholt. Meine labbrige Papierbescheinigung, die gestern gerade erst einen Tag g\u00fcltig war, musste ich abgeben, was ich schaffte, ohne zu wimmern, meine Daten wurden noch einmal abgeglichen und dann druckte mir ein freundlicher Herr die Karte aus. Die musste ich noch in ein schickes Validierungsger\u00e4t schieben, das die G\u00fcltigkeitsdauer aufdruckte. Ich nehme an, im Oktober fr\u00e4st das Ding das jetzige Datum runter und druckt das neue drauf. Lassen wir uns \u00fcberraschen.<\/p>\n<p>Mit der Karte habe ich auch eine neue Bibliotheksnummer und damit zwei neue Abholregale in der Uni- bzw. der Staatsbibliothek bekommen. Vermutlich ist diese Plastikkarte nur dazu da, damit sich auch h\u00f6here Semester wieder wie als Ersti f\u00fchlen d\u00fcrfen. Das wird super: 50.000 Studis suchen ihre neuen Regale.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Angenehmes Kundinnengespr\u00e4ch gef\u00fchrt, spannendes Projekt, w\u00fcrde ich gerne machen. Ich gebe heute ein Angebot ab, das wie gew\u00fcnscht etwas unterhalb meines normales Tagessatzes liegt und gucke, was passiert.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend weiter an der Diss gepuschelt. Ich habe schon beim Archivlesen in der letzten Woche gemerkt, dass ich vermutlich, wie bisher in jeder wissenschaftlichen Arbeit, ernsthaft von vorne anfangen werde. Alles, was ich las, f\u00fcgte sich in die Biografie oder die Ausstellungshistorie des Mannes ein, und damit wollte ich eh anfangen. Die Einleitung steht ja quasi, die war mein Expos\u00e9, das ich noch \u00e4ndern und mit Forschungsstand und Quellenlage ausstatten werde und mit einer leicht ver\u00e4nderten Formulierung f\u00fcr meine These. Denn mein Doktorvater merkte schlau an: Und was folgt daraus, wenn Ihre These stimmt? \u00c4h. Ja. Das sollte ich vielleicht auch noch erw\u00e4hnen. Was haben wir denn alle davon, wenn ich hier 200 Seiten runterkloppe?<\/p>\n<p>Nach dieser famosen Einleitung, nach der wir irre gespannt weiterlesen, kommt die Biografie, die, so wie ich meine derzeitige Quellenlage einsch\u00e4tze, noch nicht grundlegend \u00fcber die bisherigen Lexikoneintr\u00e4ge hinausgeht, diese aber ordentlich unterf\u00fcttern kann. Im Moment \u00fcberpr\u00fcfe ich noch jeden Eintrag und frage mich, woher diese Info kommt, aber ich ahne, dass ich das irgendwann einfach abnicken werde \u2013 wer bin ich, ein K\u00fcnstlerlexikon anzuzweifeln? Die werden das schon irgendwo her haben. Was ich aber anlegen kann: biografische Details, die vielleicht im Bezug auf seine k\u00fcnstlerische Laufbahn oder die als Gebrauchsgrafiker wichtig werden. Eintr\u00e4ge aus seiner Spruchkammerakte. Ich zitierte gestern daraus gnadenlos alle Vereinsmitgliedschaften, auch die, die nichts mit der Kunst zu tun haben. Rausschmei\u00dfen kann ich die immer noch.<\/p>\n<p>Dann kommt das Kapitel mit den Ausstellungsbeteiligungen, und da kann ich ein paar neue zu den bisher bekannten belegen. An die kann ich die ganzen Presseberichte andocken und so nicht nur sagen, ja, der Herr Protzen hat an der Sonderschau der M\u00fcnchner K\u00fcnstlergenossenschaft im Dezember 1933 teilgenommen, sondern auch, dass seinen Bildern zumindest von der <em>M\u00fcnchener Zeitung<\/em> eine \u201efestkonturierende Sachlichkeit\u201c best\u00e4tigt wurde. Das wollten wir ja alle schon mal wissen.<\/p>\n<p>Damit war ich bis 18 Uhr besch\u00e4ftigt, und dann meinte mein Magen, er h\u00e4tte jetzt wirklich gerne mal was zu essen und au\u00dferdem liegt da noch die <em>FAZ<\/em>, die durchgelesen werden will. Es gab Harissa-Tofu nach Ottolenghi (ch\u00f6n charf) und Zucchinistreifen, einfach mit ein bisschen Erdnuss\u00f6l angemacht. Danach Kinderschokolade.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4611.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-31542\" srcset=\"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4611.jpg 500w, https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4611-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Abends kam F. vorbei, der vorher bei seinen Eltern die \u00fcblichen Dinge erledigen musste (neues Telefon einrichten) und brachte einen Arm voll Kirschbl\u00fctenzweige aus dem dortigen Garten mit (hier das Herzaugenemoji vorstellen). Au\u00dferdem fragte er mich, ob ich die Dostojewski-Gesamtausgabe unten im Hausflohmarkt gesehen h\u00e4tte. Hatte ich nicht! Als ich mittags aus der Uni kam, war die noch nicht da! W\u00e4hrend ich die Zweige auf Vasen verteilte, holte F. die B\u00fccher, die jetzt hinter den Max Frischens stehen. Ich habe die <em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Br%C3%BCder_Karamasow\">Br\u00fcder Karamasow<\/a><\/em>, wo-hoo! (In der klassischen \u00dcbersetzung von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elisabeth_Kaerrick\">Elisabeth Kaerrick<\/a>.) Auch diese B\u00fccher sehen so aus, als h\u00e4tte noch nie jemand reingeguckt.<\/p>\n<p>Ich bin kurz davor, einen Zettel unten hinzulegen: \u201eHey, wer auch immer gerade sein oder ihr B\u00fccherregal von den Klassikern befreit \u2013 DANKE!\u201c Am besten mit Namens- und Stockwerkangabe, dann kann man mir weitere B\u00fccher einfach vor die T\u00fcr legen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4616.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-31541\" srcset=\"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4616.jpg 500w, https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4616-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/53926E35-EED9-468B-AF70-3E3956BE77F4.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"499\" class=\"alignnone size-full wp-image-31540\" srcset=\"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/53926E35-EED9-468B-AF70-3E3956BE77F4.jpg 500w, https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/53926E35-EED9-468B-AF70-3E3956BE77F4-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gut geschlafen, gegen halb 6 aufgewacht und dann noch bis 7 ged\u00f6st bzw. gef\u00fchlt eine Stunde lang davon getr\u00e4umt, den Wecker zu verpassen, ihn falsch gestellt zu haben, ihn zu lange auf Snooze gestellt zu haben, die Zeitumstellung vergessen zu haben und \u00e4hnlichen Quatsch. 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