{"id":31442,"date":"2019-03-19T10:07:25","date_gmt":"2019-03-19T09:07:25","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=31442"},"modified":"2019-03-19T10:07:25","modified_gmt":"2019-03-19T09:07:25","slug":"tagebuch-montag-18-marz-2019-noch-nicht-ganz-alltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=31442","title":{"rendered":"Tagebuch Montag, 18. M\u00e4rz 2019 \u2013 Noch nicht ganz Alltag"},"content":{"rendered":"<p>Was von den zwei Tagen konzentrierter und wochenlanger nebenbei erledigter Vorbereitung f\u00fcr meine kleine Partay am meisten bei mir h\u00e4ngengeblieben ist: der Respekt vor der k\u00f6rperlichen K\u00fcchenarbeit. Mir war schon klar, dass ich nicht mehr in der Lage dazu w\u00e4re, auch nur den Kellnerinnen- und Zapferinnenjob wieder zu machen, den ich in meinen Zwanzigern so mochte, aber ich war doch erstaunt davon, wie sehr mich die zwei Tage intensiver k\u00f6rperlicher Arbeit geschlaucht haben, auch wenn ich immer zwischendurch brav ein, zwei P\u00e4uschen gemacht habe, damit mein R\u00fccken nicht irgendwann \u00fcberhaupt keine Lust mehr hat. Am Sonntag auf den Weg in den Biergarten humpelte ich ernsthaft ein wenig, weil meine F\u00fc\u00dfe einfach nicht mehr mitspielen wollten, nachdem sie zwei Tage lang mehr standen als gingen. Was dazu f\u00fchrte, dass ich nach der Heimkehr, als ich endlich wieder alleine in der Wohnung war, mir ein meinem Alter entsprechendes Fu\u00dfbad nahm und dabei endlich die neue Staffel <em>Queer Eye<\/em> beginnen konnte. Da f\u00fchlten sich die F\u00fc\u00dfe im Schaumwasser dann auch gleich nach Selfcare und Wellness an, ha.<\/p>\n<p>Ich erw\u00e4hnte es schon im letzten Eintrag: Ich merkte auch, wie wenig meine private K\u00fcche f\u00fcr etwas gr\u00f6\u00dfere G\u00e4stemengen geeignet ist. Auch der Aufbau nervte \u00fcber die 48 Stunden immer mehr. Wo ich mich sonst n\u00f6lig daran gew\u00f6hnt habe, f\u00fcr Salz und \u00d6l nach ganz links zur K\u00fcchenzeile zu gehen und f\u00fcr die Messer ganz nach rechts, weil die Zeile halt so bescheuert unterteilt ist, dass nirgends ALLES hinpasst, was man dauernd in den H\u00e4nden hat, quengelte ich Freitag und Samstag irgendwann sehr laut und w\u00fcnschte mir ein Skateboard oder eins von den Flughafenrollb\u00e4ndern herbei. Oder einfach eine K\u00fcchenzeile, die jemand gestaltet, der ab und zu mal am Herd steht, herrgottnochmal. Ich habe zum wiederholten Male gemerkt, wie wichtig die Arbeit der Sp\u00fclkr\u00e4fte in der K\u00fcche ist, denn auch das nahm bei mir irrwitzig viel Zeit in Anspruch: einfach wieder saubere Arbeitsger\u00e4te zu haben. Dankbar war ich aber f\u00fcr meine tollen Messer und Schneidebretter, bei denen ich gemerkt habe, dass es sich eben doch lohnt, f\u00fcr solche Dinge etwas mehr Geld auszugeben.<\/p>\n<p>Mein Geschenketisch ist immer noch nicht abger\u00e4umt, weil ich mich immer noch \u00fcber die vielen netten Karten und Gaben so freue. Und ich habe gestern auch diverse Male einfach dumm vor mich hingegrinst, weil mir der Samstag, trotz aller Arbeit und k\u00f6rperlicher Herausforderungen, so viel Spa\u00df gemacht hat. Das war sch\u00f6n. <\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Den Vormittag verbrachte ich am Schreibtisch, der inzwischen auch wieder wie ein Schreibtisch aussieht, und arbeitete vor mich hin. Nachmittags g\u00f6nnte ich mir die letzte Staffelfolge von <em>Kitchen Impossible<\/em> und freute mich wie immer \u00fcber Tim Raue, dessen Lachen ich einfach gro\u00dfartig finde und von dem ich nie genug bekomme. Von der Kochherausforderung fand ich den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Campus_Galli\">Campus Galli<\/a> nicht so spannend, aber ich habe interessiert gesehen, dass wir Linsensuppe anscheinend immer noch so kochen wie vor 1200 Jahren: Linsen, Essig, Gem\u00fcse. Schmeckt halt. Au\u00dferdem habe ich mich sehr gefreut, bei der Zielvorstellung \u2013 also die Minuten in der Sendung, wo die K\u00f6ch*innen den Kontrahent*innen die L\u00e4nderflaggen hinlegen, die anzeigen, wo sie hinm\u00fcssen \u2013 das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karolus-Monogramm\">Karolus-Monogramm<\/a> erkannt zu haben, das stellvertretend f\u00fcr den Campus Galli stand. Hat sich das Geschichtsstudium ja total gelohnt.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Abends waren F. und ich erneut mit Schwager und Schwester verabredet, die erst heute mittag wieder zur\u00fcck in den Norden fahren. Wir hatten so ein, zwei Helle und eine kleine Mahlzeit im Obacht geplant, aber wie des \u00d6fteren kann man dort ganz hervorragend versacken und gute Gespr\u00e4che f\u00fchren. Es endete damit, dass meine Schwester schon mal in meinem Bettchen vorschlief, w\u00e4hrend wir anderen drei noch einen Absacker in meiner K\u00fcche zu uns nahmen, der bei mir aber schon aus Spezi bestand. Um kurz nach 2 musste das Schwesterherz dann doch geweckt werden und trat sehr schlaf- und anderweitig trunken den Weg ins Hotel an. Eine WhatsApp informierte uns dar\u00fcber, dass die beiden auch gut angekommen waren, aber die sah ich erst heute morgen, denn ich fiel sehr schnell sehr bettschwer um. Aber auch das war sch\u00f6n: mal wieder Zeit mit der Familie zu verbringen. Wei\u00df ich auch erst seit Kurzem zu sch\u00e4tzen, aber jetzt daf\u00fcr umso mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was von den zwei Tagen konzentrierter und wochenlanger nebenbei erledigter Vorbereitung f\u00fcr meine kleine Partay am meisten bei mir h\u00e4ngengeblieben ist: der Respekt vor der k\u00f6rperlichen K\u00fcchenarbeit. 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