{"id":31423,"date":"2019-03-18T13:04:15","date_gmt":"2019-03-18T12:04:15","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=31423"},"modified":"2019-03-18T13:06:13","modified_gmt":"2019-03-18T12:06:13","slug":"tagebuch-donnerstag-bis-sonntag-14-bis-17-marz-2019-fifty-and-fabulous-and-some-small-freakouts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=31423","title":{"rendered":"Tagebuch, Donnerstag bis Sonntag, 14. bis 17. M\u00e4rz 2019 \u2013\u00a0Fifty and fabulous (and some small freakouts)"},"content":{"rendered":"<p>Donnerstag morgen begann ich mit den Vorbereitungen auf meine Geburtstagsfeier am Samstag. Ich hatte mir erstmals einen Zeitplan gebastelt, um Einkaufen, Kochen und Wohnung besucherfein zu machen koordinieren zu k\u00f6nnen, ohne wahnsinnig zu werden. Im Nachhinein war das eine meiner besseren Ideen. Die Idee, alleine f\u00fcr 25 Leute zu kochen, w\u00fcrde ich eher unter \u201eDas machen wir vermutlich nie wieder\u201c ablegen. Aber um das schon mal vorwegzunehmen: Es war eine der besten Partys, auf denen ich je war. Und ich hoffe, dass meine G\u00e4ste \u00e4hnlich viel Spa\u00df hatten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4538.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"alignnone size-full wp-image-31429\" srcset=\"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4538.jpg 500w, https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4538-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Zeitplan f\u00fcr Donnerstag:<br \/>\n\u2013 Arbeitszimmer putzen und umr\u00e4umen<br \/>\n\u2013 Silber putzen, Geschirr und Gl\u00e4ser in der K\u00fcche bereitstellen<br \/>\n\u2013 W\u00e4sche waschen<br \/>\n\u2013 Bohnenp\u00fcree und <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Muhammara\">Muhammara<\/a> machen<\/p>\n<p>Morgens musste ich noch einkaufen. Auf dem R\u00fcckweg erwischte mich dann eine Kundin am Telefon; wir verabredeten uns f\u00fcr den Freitagvormittag noch mal. Damit war klar: Das Arbeitszimmer konnte noch nicht ganz Party Central werden, weil ich den Schreibtisch noch brauchen w\u00fcrde. Ich konnte ihn aber immerhin schon fast leerr\u00e4umen, ein paar Stehlampen anders positionieren, damit meine G\u00e4ste nicht dauernd in sie reinrennen, und vor allem viele Kabel stolpersicher verstauen. (Ich umkreise sonst Kabel und Lampen. Ja, das muss so.) Ich konnte au\u00dferdem schon eine Decke auf den Tisch legen, damit die vermutlich unvermeidbaren Essensflecken nicht auf meiner bl\u00fctenwei\u00dfen Tischplatte landeten.<\/p>\n<p>Das Bohnenp\u00fcree und der dazugeh\u00f6rige Paprikadip sind aus Ottolenghis \u201eSimple\u201c und hiermit in die geistige Standardrezeptdatenbank aufgenommen. Geht schnell und einfach und schmeckt. Zum Silberputzen hatte ich nat\u00fcrlich keine Lust und lie\u00df das Alufolie und Salz \u00fcbernehmen. Gl\u00e4ser und Besteck konnte ich dann doch noch nicht dramatisch drapieren, weil ich die ganzen Fl\u00e4chen noch als Abstellraum brauchte. Aber wir haben ja Zeit, das geht alles bestimmt entspannt noch am Samstag.<\/p>\n<p>(Haha.)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Donnerstag abend war ich verabredet: Der ehemalige Kerl, der inzwischen im Blog Kai hei\u00dft, war netterweise in der Stadt, und weil ich ahnte, dass ich am Samstag eh mit jedem Gast nur zwei Minuten w\u00fcrde sprechen k\u00f6nnen, gingen wir in Ruhe zu zweit ein Schnitzel essen, lungerten dann noch in meiner K\u00fcche rum, und ich freute mich, ihn zum Freund zu haben.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Freitag begann dann die ernsthafte K\u00fcchenschlacht. Ich hatte viele vegetarische Rezepte rausgesucht, die frisch zubereitet werden sollten, weswegen ich nicht so irre viel fr\u00fcher anfangen konnte als eben einen Tag vor der Party und auch noch am Feiertag selbst genug machen musste.<\/p>\n<p>Zeitplan:<br \/>\n\u2013 Hackb\u00e4llchen machen<br \/>\n\u2013 Muffins backen<br \/>\n\u2013 Welfenspeise machen<br \/>\n\u2013 Bohnentopf machen<br \/>\n\u2013 H\u00fchnerbr\u00fcste pochieren f\u00fcr indonesischen Salat<br \/>\n\u2013 Cashewkerne f\u00fcr Zucchinisalat r\u00f6sten<br \/>\n\u2013 Jogurtsauce f\u00fcr M\u00f6hren<br \/>\n\u2013 Dressing f\u00fcr Fr\u00fchlingszwiebelsalat<br \/>\n&#8211; Knoblauchbutter machen<br \/>\n\u2013 Schlafzimmer, Flur, Bibliothek putzen<\/p>\n<p>Freitagnachmittag:<br \/>\n\u2013 Getr\u00e4nke mit F. kaufen<br \/>\n\u2013 Bad putzen<br \/>\n\u2013 K\u00fcche soweit wie m\u00f6glich putzen<\/p>\n<p>Dass der letzte Punkt totaler Irrsinn ist, wenn man Samstag auch noch kochen will, ist mir netterweise noch eingefallen, aber aus Dokumentationszwecken lasse ich den mal stehen.<\/p>\n<p>Aber dann: Hackb\u00e4llchen, einmal mit, einmal ohne Petersilie f\u00fcr Menschen, die unfassbarerweise keine Petersilie m\u00f6gen *hust* F. *hust*. Am Samstag konnte ich interessiert dabei zusehen, wie die Sch\u00fcssel mit den Petersilienb\u00e4llchen deutlich schneller leer wurde als die andere. Bei den vielen Sch\u00fcsseln und Platten, anwesenden Vegetarier*innen und eventuell Menschen mit Unvertr\u00e4glichkeiten dachte ich schlau: Ich schreib einfach kleine Schilder, auf denen Zutaten bzw. Allergene draufstehen. Zwischen den zwei Hackb\u00e4llchensch\u00fcsseln stand nur ein Schild: \u201e< -- mit Petersilie ohne -->\u201c. Funktionierte.<\/p>\n<p>Dann buk ich <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=9792\">Muffins<\/a>, die ich Samstag noch glasieren wollte. An denen stand das Schild: \u201eZitronenmuffins, aus Zeitgr\u00fcnden unglasiert.\u201c Ihr seht schon, wo dieser Blogeintrag hingeht.<\/p>\n<p>Dann warf ich die Zutaten f\u00fcr das <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=27864\">fleischlose Chili<\/a> zusammen, pochierte nebenbei H\u00fchnerbr\u00fcste und schnitt soweit wie m\u00f6glich schon Zutaten f\u00fcr den dazugeh\u00f6rigen <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=22182\">Salat<\/a>, mischte Dressings und Saucen, ignorierte die Idee mit der Knoblauchbutter und fand auch, dass Cashewkerne nicht ger\u00f6stet werden m\u00fcssten, um wohlschmeckend zu sein.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>In einer kleinen R\u00fccken- und F\u00fc\u00dfchenausruhpause auf dem Sofa sah ich, dass <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Okwui_Enwezor\">Okwui Enwezor<\/a> verstorben war, was mich doch etwas mehr mitnahm als erwartet. Enwezor war von 2011 bis 2018 Direktor des Hauses der Kunst gewesen, und seine <a href=\"https:\/\/postwar.hausderkunst.de\/\">Postwar-Ausstellung<\/a> hatte in meinem Kopf viel mehr umgeworfen und neu geordnet als ich vor dem Besuch dachte. Und obwohl man wusste, dass er krank war, dachte ich die ganze Zeit, ich k\u00f6nne vielleicht noch eine weitere Ausstellung von ihm sehen, nicht mehr in M\u00fcnchen, aber dann eben woanders. Leider nicht. Krebs ist also immer noch ein Arschloch.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/sagen-sie-jetzt-nichts\/sagen-sie-jetzt-nichts-okwui-enwezor-81267\">Hier<\/a> Enwezors Fotoserie f\u00fcr \u201eSagen Sie jetzt nichts\u201c, von der gleich das erste Bild mein Liebling ist (und die 7!), <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/kunst\/zum-tod-von-okwui-enwezor-16091527.html\">hier<\/a> der Nachruf in der FAZ, <a href=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=29788\">hier<\/a> ein kleiner Ausschnitt aus dem <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/plus\/okwui-enwezor-ueber-seinen-schmaehlichen-abschied-aus-muenchen-a-00000000-0002-0001-0000-000158955211\">Spiegel-Gespr\u00e4ch<\/a> aus dem vergangenen August, das hinter einer Paywall ist.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Den restlichen Freitag putzte und wuschelte ich so rum und merkte langsam, aber sehr dringlich, dass ich eventuell zu optimistisch an alles rangegangen war, vor allem, was meine K\u00fcchenausstattung anging. Ich hatte mir so launig \u00fcberlegt, hey, du nimmst einfach deine f\u00fcnf liebsten Salatrezepte, verdreifachst die Mengen und gut ist. Was ich dabei total vergessen hatte: Wenn man dreimal mehr Zutaten nimmt, braucht man auch dreimal so gro\u00dfe Sch\u00fcsseln, und genau daran scheiterte ich diverse Male. Ich hatte genau zwei richtig gro\u00dfe Sch\u00fcsseln und die brauchte ich beide f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Welfenspeise\">Welfenspeise<\/a>, den besten aller Nachtische, den ich Nieders\u00e4chsin den vielen Bayer*innen nahebringen wollte. So wurden aus den drei Kilo M\u00f6hren, die ich servieren wollte, nur noch zwei, weil die genau in eine Sch\u00fcssel passten, in der sie bis Samstag im K\u00fchlschrank ausharren konnten, bevor sie aufs Backblech mussten.<\/p>\n<p>Apropos K\u00fchlschrank. In meiner Wohnung geh\u00f6rt ein kleiner K\u00fchlschrank zur K\u00fcchenzeile, der aber seit dem Umzug nur noch ausgeschaltet rumsteht, weil ich mir einen gr\u00f6\u00dferen geg\u00f6nnt habe. Jetzt sollte er kongenial zum Getr\u00e4nkek\u00fchlschrank werden, weswegen er seit Donnerstag wieder angeschaltet war. Anstatt Freitag abend die erstandenen Bier- und Speziflaschen in ihn zu r\u00e4umen, parkte ich dort erstmal geschnittenes Gem\u00fcse und Dressings in Marmeladegl\u00e4sern, weil mein normaler K\u00fchlschrank schon mit ungeschnittenem Gem\u00fcse voll war.<\/p>\n<p>Flur und Bibliothek wurden entstaubt und gesaugt, das Schlafzimmer immerhin entstaubt, das Bad blieb ungeputzt.<\/p>\n<p>Letzter Tagesordnungspunkt: Weinschaumcreme f\u00fcr die Welfenspeise machen. Die Vanillecreme hatte ich schon angefertigt, die k\u00fchlte seit Stunden vor sich hin. Nun schlug ich die zw\u00f6lf Eigelbe mit Zucker und Wei\u00dfwein \u00fcber dem Wasserbad auf, schlug und schlug, bis alles endlich Schaum war und f\u00fcllte den dann vorsichtig in die Sch\u00fcssel mit der Vanillecreme. Aber erst, nachdem ich f\u00fcnf ordentliche Kellen abgenommen hatte, denn sonst h\u00e4tte nicht alles reingepasst. Ungeplantes Feierabendfutter! Creme und Schaum kamen in den K\u00fchlschrank und ich hoffte darauf, dass Samstag morgen alles fest und h\u00fcbsch war.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>F. war Freitag schon vor Mitternacht eingeschlafen, weswegen ich die ersten Gl\u00fcckw\u00fcnsche von ihm erst am Samstag morgen bekam. Direkt nach der Freude dar\u00fcber, Geburtstagsprinzessin zu sein, bekam ich Atemnot ob der neuen Jahresanzahl.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Ich bin noch nicht 50! Ich hab noch vier Stunden! *wimmer*<\/p>\n<p>&mdash; Anke Gr\u00f6ner (@ankegroener) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ankegroener\/status\/1106829577169588225?ref_src=twsrc%5Etfw\">16. M\u00e4rz 2019<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Zeitplan:<br \/>\n\u2013 Bett neu beziehen<br \/>\n\u2013 Hefeteig f\u00fcr Zwiebel und Lauchtorte ansetzen<br \/>\n\u2013 K\u00e4se aus dem K\u00fchlschrank holen<br \/>\n\u2013 B\u00e4ckereibestellung abholen (ab 9)<br \/>\n\u2013 M\u00f6hren r\u00f6sten<br \/>\n\u2013 Blumenkohl f\u00fcr Salat r\u00f6sten und abk\u00fchlen lassen \/andere Zutaten zusammenf\u00fcgen, erst kurz vor 19 Uhr zusammenwerfen<br \/>\n\u2013 Gem\u00fcse schneiden, Eiermilch machen f\u00fcr Lauch und Zwiebelkuchen<br \/>\n\u2013 Fr\u00fchlingszwiebelsalat machen<br \/>\n\u2013 Nudeln kochen f\u00fcr Salat<br \/>\n\u2013 Muffins dekorieren<br \/>\n\u2013 Dressing f\u00fcr: H\u00e4hnchensalat, Zucchinisalat<br \/>\n\u2013 K\u00e4seplatte machen<br \/>\n\u2013 Chips verteilen, Aschenbecher auf Balkon<br \/>\n\u2013 Bohnenp\u00fcree verteilen<br \/>\n\u2013 Zucchinsalat 18 Uhr?<\/p>\n<p>Die B\u00e4ckereibestellung \u00fcbernahm netterweise F., der eh nach Hause musste, um sich in Fu\u00dfballklamotten zu werfen, denn der FC Augsburg hatte Heimspiel, das mir leider entging. Ich hatte f\u00fcr einen winzigen Augenblick dar\u00fcber nachgedacht, hinzufahren \u2013\u00a0\u201eIch bereite einfach alles perfekt vor und fange mit der Feier erst um 20 Uhr an, das geht schon\u201c \u2013, mich aber intelligenterweise selbst davon abgebracht. <\/p>\n<p>Als F. gegangen war, schaute ich als erstes nach der Welfenspeise \u2013\u00a0und war traurig und muksch. Anstatt zu erstarren, hatte sich der Wein nach unten in die Sch\u00fcssel verzogen, \u00fcber ihm schwamm die Vanillecreme und oben drauf war eine h\u00e4ssliche Zuckerschicht. Sah f\u00fcchterlich aus, aber wenn man einen L\u00f6ffel durch alles zog, schmeckte es immerhin. Es landete trotzdem im Klo (sorry, Stadtwerke, aber wo soll das denn sonst hin?) und ich \u00fcberlegte, den ganzen Quatsch zu lassen und Pizza zu bestellen. Klingt bescheuert, aber genau die Welfenspeise wollte ich am dringendsten haben, Rest ist egal, Salat machen ja alle. Dass ausgerechnet die jetzt so danebengegangen war, nervte kolossal. Normalerweise mache ich die Vanillecreme ein paar Stunden vorher und schlage dann den Weinschaum frisch zum Servieren auf. Dazu hatte ich als Gastgeberin nat\u00fcrlich \u00fcberhaupt keine Zeit und Lust, daher der Versuch mit dem alles auf einmal. Doofer Versuch.<\/p>\n<p>Im Hinterkopf hatte ich aber meinen Schwager, der auch gerne kocht und zudem total hilfsbereit ist; vielleicht w\u00fcrde der sich mal f\u00fcr zehn Minuten an den Herd stellen, w\u00e4hrend ich weiter die total entspannte und unverschwitzte Gastgeberin gab? Bestimmt! F. kam wieder vorbei, brachte Baguettes und Brezn, und ich bat ihn, noch eine Runde Sahne, Eier und Vanilleschoten zu kaufen, um eine neue Sch\u00fcssel vorzubereiten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4554.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"603\" class=\"alignnone size-full wp-image-31433\" \/><br \/>\nDas Weinregal wurde professionell gegen durstige Langfinger gesichert.<\/p>\n<p>Immerhin die ersten vier Punkte auf der Liste klappten gut, aber ab den <a href=\"http:\/\/orangette.net\/2015\/06\/here-was-an-opportunity\/\">M\u00f6hren<\/a> entglitt dann wieder alles. Die Sch\u00fcssel hatte ich noch mit ihnen vollbekommen, das Backblech scheiterte aber total. Ich brauchte n\u00e4mlich zwei Bleche und nicht nur eins, um die Dinger auszubreiten, merkte danach au\u00dferdem, dass die Honigmarinade die Bleche trotz Backpapier so richtig sch\u00f6n eingesaut hatte, weswegen ich erstmal sp\u00fclen musste und der tolle Plan, direkt nach den M\u00f6hren entspannt den <a href=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=30894\">Blumenkohl<\/a> in den Ofen zu schieben, gegessen war. Au\u00dferdem brauchten die M\u00f6hren fast doppelt so lange wie im Rezept angegeben, um nicht mehr steinhart zu sein, aber das war dann auch schon egal. Ich briet Zwiebeln in der Pfanne an, damit sie nicht roh auf den Zwiebelkuchen kamen, verfluchte wieder Lauch und Lauchzwiebeln, weil sie immer dreckig sind und letztere auch noch in den Augen wehtun und superfitzelig zu sch\u00e4len sind, immerhin war der Hefeteig so richtig geil aufgegangen, was mich sehr freute, ich rollte ihn aus, er passte auf mein allerletztes Backblech, ich verteilte schon Salate auf Platten, denn die Sch\u00fcsseln brauchte ich ja dauernd, schnitt, sp\u00fclte ab, r\u00e4umte dreimal den Geschirrsp\u00fcler ein und aus, machte in Rekordzeit Pesto und Nudelsalat, schrieb die letzten Schilder, konnte irgendwann endlich mal Gl\u00e4ser und Bestecke verteilen und schlie\u00dflich mit letzter Kraft auch noch das Bad putzen und die v\u00f6llig zerst\u00f6rte K\u00fcche wiederherstellen. Der Zucchinisalat besteht bis heute aus acht Zucchinis, die in meinem Gem\u00fcsefach liegen (gut, dass ich die Cashews daf\u00fcr nicht ger\u00f6stet habe), die Muffins blieben unglasiert, ich verga\u00df Salz und Pfeffer f\u00fcr die Eiermilch auf dem Zwiebelkuchen, der ein kombinierter Lauch-Zwiebelkuchen wurde, weil ich keine zwei Bleche mehr hatte, warf den Blumenkohlsalat schon zusammen, nix mit \u201eerst kurz bevor die G\u00e4ste kommen\u201c, und \u00fcberhaupt wollte ich in der Halbzeit des Fu\u00dfballspiels, als ich endlich, endlich mit allem fertig und geduscht war, nur noch den ersten Sekt aufmachen und dann schlafen gehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4542.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"667\" class=\"alignnone size-full wp-image-31430\" \/><\/p>\n<p>Aber dann, als ich F\u00fc\u00dfe und R\u00fccken wieder ausgeruht, Augsburg 3:1 gewonnen und ich eine Spezi getrunken hatte, ging&#8217;s wieder. Schwester und Schwager kamen schon vor 19 Uhr vorbei, brachten noch einen hervorragenden Nudelsalat mit, und Schwagerschatz nickte nat\u00fcrlich sofort, als ich um das Weincremesch\u00e4umen bat. Dann klingelten 25 Leute hintereinander, ich stand eigentlich nur an der T\u00fcr, immer mit einem frischen Kremang in der Hand, den F. flaschenweise angeschleppt hatte, freute mich \u00fcber Menschen und Umarmungen und sehr viele Geschenke, obwohl ich nur mit einem Massengeschenk gerechnet hatte. Wenn ich mir den Tisch so ansehe, kann ich die n\u00e4chsten Monate betrunken literweise Espresso kochen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/B969A50A-BBAA-4F18-9282-2D9AF1BE02D5.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"607\" class=\"alignnone size-full wp-image-31434\" \/><\/p>\n<p>Es hatten mich mehrere G\u00e4ste im Vorfeld gefragt, ob sie etwas Essbares beisteuern sollten, und obwohl ich nat\u00fcrlich dachte \u201eDAS PASST ALLES NICHT INS KONZEPT!\u201c, war ich im Nachhinein sehr dankbar f\u00fcr das Tiramisu, die Apfelschnecken und nat\u00fcrlich den Geburtstagskuchen, den ich v\u00f6llig vergessen h\u00e4tte. Danke daf\u00fcr! Ich esse gerade das letzte St\u00fcck davon. (Das oben im Bild ist die Vanillecreme noch ohne Weinschaum, der wurde wirklich hei\u00df serviert &lt;3)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4545.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"536\" class=\"alignnone size-full wp-image-31431\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4547.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"575\" class=\"alignnone size-full wp-image-31432\" \/><\/p>\n<p>Das Massengeschenk, von dem ich vorher wusste, war eine Espressom\u00fchle, die Sonntag morgen gleich aufgebaut und eingeweiht wurde. Da meine G\u00e4steschnuffis aber irre freigiebig waren, bekam ich dazu noch diverse Kaffeesorten, ein gr\u00f6\u00dferes Milchk\u00e4nnchen und, so geil, einen Latte-Art-Kurs, \u00fcber den ich sehr laut gequietscht habe. Die ersten Dekow\u00fcnsche wurden bereits angebracht \u2013 \u201edie Augsburger Zirbelnuss!\u201c \u2013 und ich freue mich schon sehr vor.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/IMG_4555.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"450\" class=\"alignnone size-full wp-image-31435\" \/><\/p>\n<p>Ich kann gar nicht beschreiben, wie viel Spa\u00df ich an der eigenen Party hatte. Normalerweise bin ich die gestresste Gastgeberin, die blo\u00df keine Flecke auf den wei\u00dfen Sofas haben und sp\u00e4testens nach zwei Stunden alle G\u00e4ste vor die T\u00fcr k\u00e4rchern will, aber dieses Mal war es einfach sch\u00f6n. Ich habe mich dar\u00fcber gefreut, dass Leute aus Hamburg und K\u00f6ln nach M\u00fcnchen gekommen sind, dass so gut wie alle Eingeladenen auch kamen, dass sich alle h\u00fcbsch und in wechselnden Formationen in der Wohnung verteilten, dass nicht nur \u00fcber Fu\u00dfball geredet wurde, dass es anscheinend allen geschmeckt hat \u2013 DIE WELFENSPEISE IST LEER GEWORDEN! \u2013, dass sehr viele recht lange blieben und zwischendurch einfach mal abgesp\u00fclt wurde, weil ich nicht genug Teller und Gl\u00e4ser hatte. Ganz zum Schluss blieb noch ein Gast, der mit F. Omas Goldrandgeschirr abwusch, w\u00e4hrend ich den Rest der Wohnung schon wieder ansatzweise in den g\u00e4stefreien Zustand zur\u00fcckversetzte, und um kurz vor 3 war ich dann sehr gl\u00fccklich, zufrieden, dankbar und nur ein bisschen angeschickert im Bett.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Und am Sonntag machten F., Schwager, Schwester und ich dann das, was alle M\u00fcnchner mit Essensresten bei gutem Wetter machen: Man schleppt sie in den Biergarten und holt sich eine Ma\u00df dazu. Oma Gr\u00f6ner ruht sich jetzt aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag morgen begann ich mit den Vorbereitungen auf meine Geburtstagsfeier am Samstag. Ich hatte mir erstmals einen Zeitplan gebastelt, um Einkaufen, Kochen und Wohnung besucherfein zu machen koordinieren zu k\u00f6nnen, ohne wahnsinnig zu werden. Im Nachhinein war das eine meiner besseren Ideen. 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