{"id":31287,"date":"2019-02-27T08:53:16","date_gmt":"2019-02-27T07:53:16","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=31287"},"modified":"2019-02-27T09:03:31","modified_gmt":"2019-02-27T08:03:31","slug":"tagebuch-dienstag-26-februar-2019-it-totally-is","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=31287","title":{"rendered":"Tagebuch Dienstag, 26. Februar 2019 \u2013 IT TOTALLY IS!"},"content":{"rendered":"<p>Gemeinsam aufgewacht. Damit haben Tage ja eigentlich immer schon gewonnen. <\/p>\n<p>Ich freue mich immer noch dar\u00fcber, dass ich mich nach fast vier Jahren immer noch dar\u00fcber freue. Weil wir nicht zusammenwohnen, ist das immer wieder etwas Besonderes, gemeinsam aufzuwachen. Jaja, Hashtag Hach und so, schon klar, Hormone, Fr\u00fchling, jaja. Fr\u00fchling weil: Gestern sa\u00df schon wieder halb M\u00fcnchen vor den Caf\u00e9s. Ich habe beim Vorbeigehen abends um halb acht extra auf die Wetteranzeige auf dem Handy geguckt: 11 Grad. Total Fr\u00fchling!<\/p>\n<p>Erz\u00e4hlt mir das Freitag abend im Stadion bitte nochmal, wenn ich meckere, dass ich meine Decke nicht dabei habe.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Nach dem Duschen den Herrn zur T\u00fcr begleitet, perfekten Milchschaum produziert und Flat White (jetzt wirklich mal einer und keinen Cappuccino) genossen, w\u00e4hrend ich den gestrigen Blogeintrag publizierte. Kleiner Kaffeetipp mit nachtr\u00e4glichem Dank an die freundlichen Schenkenden: der <a href=\"https:\/\/www.emilo.com\/espresso\/83\/muenchner-espresso?c=5\">M\u00fcnchner Espresso vom Emilo<\/a>. Auf der Website sprechen sie von \u201emittelkr\u00e4ftigem Geschmack\u201c und vermutlich habe ich bisher nur Memmenk\u00e4ffchen gehabt, denn ich finde den sehr ausdrucksstark. Gerne wieder!<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Einen Job erledigt, ein Buch abgeholt, eingekauft, an der Kasse ein Schw\u00e4tzchen vom Vormann mitgeh\u00f6rt und nett gefunden, Entschuldigung f\u00fcr die Verz\u00f6gerung abgewehrt, wir haben Zeit, alles gut. Nutellabrot zum Mittagessen (das Beste am Erwachsensein).<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Dann langsam auf das nachmitt\u00e4gliche Gespr\u00e4ch mit dem Doktorvater vorbereitet. Notiert, was ich ihm alles erz\u00e4hlen wollte und wo ich noch Fragen habe, ein paar bearbeitete Bilder aus dem Nachlass ins Dock geworfen, damit ich sie nicht ewig aus 600 Dateien raussuchen muss, kurze Exposition formuliert, wo ich jetzt eigentlich hinwill und ob das schon reicht. Ich glaubte n\u00e4mlich, dass das noch nicht reicht, und deswegen wollte ich mal wieder mit Papi sprechen, denn der Mann hat immer viele gute Ideen.<\/p>\n<p>Ich war wie immer zu fr\u00fch im ZI, las noch ein bisschen im <em>Treibhaus<\/em> rum, bis es Punkt 16 Uhr war und klopfte dann an die entsprechende B\u00fcrot\u00fcr. Nat\u00fcrlich war der Termin vor mir noch nicht fertig, mein schnuffiger chaotischer Vati, und w\u00e4hrend wir sprachen, kamen drei Leute rein, die Kaffee oder Infos brauchten, unter anderem eine Dame, bei der ich an der Uni mein erstes Seminar zum Thema \u201eKunst w\u00e4hrend der NS-Zeit\u201c hatte, das sie damals als frische Doktorin mit meinem Doktorvater zusammen gegeben hatte. Sie sah meinen Protzen-Ordner auf dem Macbook und meinte, sie interessiere sich f\u00fcr dessen Frau, woraufhin ich erz\u00e4hlen konnte, dass im Nachlass in N\u00fcrnberg Skizzenb\u00fccher von ihr w\u00e4ren, aber nicht so irre tolle. Wenn ich noch auf Dinge sto\u00dfe, m\u00f6ge ich sie ihr bitte weiterleiten. Logisch!<\/p>\n<p>Dann erz\u00e4hlte ich Papi nochmal vom Ende meiner Grossberg-Ambitionen \u2013 das hatte ich nat\u00fcrlich schon per Mail mit ihm besprochen \u2013, wir bedauerten das beide kurz, und dann begann ich aufzuz\u00e4hlen, was ich alles zu Protzen gemacht hatte, zeigte meine Fotos vom Nachlass, wies auf ein paar Bilder hin, die ich spannend fand, f\u00fchrte ein paar \u00dcberlegungen dazu aus und kam irgendwann auf meine Forschungsfrage, von der ich, wie eben angedeutet, der Meinung war, die w\u00fcrde noch nicht reichen. Woraufhin ich diesen typischen Etablierter-Wissenschaftler-vs-Nullchecker-Studi-Blick abbekam, dieses: \u201eKind. Was denn noch?\u201c<\/p>\n<p>O-Ton: \u201eSie sind schlau, Sie haben schon viel gemacht, Sie wissen anscheinend, was Sie tun, Sie haben eine spannende Frage und wissen auch, wo Sie hinwollen.\u201c<\/p>\n<p>Ich so: \u201e&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Er so: \u201eFangen Sie an zu schreiben.\u201c<\/p>\n<p>Ich so: \u201e&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Er so: *nippt am Kaffee*<\/p>\n<p>Ich so: \u201eABER ICH HAB DOCH DIES NOCH NICHT UND DAS NOCH NICHT UND IN DEM ARCHIV WAR ICH AUCH NOCH NICHT UND &#8230;\u201c<\/p>\n<p>Er so: \u201eL\u00fccken schlie\u00dft man am besten beim Schreiben. Fangen Sie an.\u201c<\/p>\n<p>Und das war dann das. Ich schreibe dann jetzt anscheinend meine Doktorarbeit. Ich dachte, ich h\u00e4tte noch mindestens ein Jahr Zeit, mir Gedanken dar\u00fcber zu machen, ob Word wirklich eine gute Idee ist oder ob ich noch LaTeX verstehen sollte, aber das mache ich dann anscheinend auch unterwegs.<\/p>\n<p>Direkt nach dem Termin war ich ein Mittelding zwischen Grinsekatze und Panikh\u00e4schen, denn auf einmal f\u00fchlte sich die Diss eben nicht mehr wie ein exzentrisches Hobby an, als die ich sie hier im Blog gerne bezeichne, sondern zum ersten Mal wirklich wie ein fassbares Dokument, das ich erstellen werde. Ich musste mir eingestehen, dass ich zwischenzeitig schon daran gedacht hatte, den Kram hinzuwerfen und nur noch aus Spa\u00df ins ZI zu gehen, weil ich schlicht nicht wusste, ob meine Frage irgendwen weiterbringt. Aber anscheinend kratze ich da an ein paar Stellen der Kunstgeschichte rum, wo eben noch keiner gekratzt hat und mehr will ich ja gar nicht.<\/p>\n<p>Mein Doktorvater meinte zu meiner These, dass es vermutlich einige Leute geben werde, die nicht meiner Meinung seien, aber das ist mir ganz recht. Kein Mensch braucht die n\u00e4chste Diss, die drei Leute \u00fcberfliegen, m\u00fcde abnicken, ja passt, thank you, next.<\/p>\n<p>(Das Gef\u00fchl jetzt beim Aufschreiben des Gespr\u00e4chs ist dasselbe wie direkt nach dem Termin: 50\/50 \u201eWhat the fuck\u201c und \u201eYay, SCHREIBEN, SCHREIBEN KANN ICH!\u201c)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Ich lie\u00df mich nach der f\u00fcr mich sehr unerwarteten Ansage von der U-Bahn nach Hause bringen, schrieb F. nat\u00fcrlich erstmal eine DM und atmete dabei geistig weiter in eine Papiert\u00fcte. Zuhause angekommen, fand ich die Nebenkostenabrechnung des letzten Jahres im Briefkasten. <\/p>\n<p>Sie erinnern sich vielleicht an den <a href=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=30002\">Wasserfall<\/a> aus dem offenen Ventil der Badewanne, den ich beim Renovieren der alten Wohnung produziert hatte, weswegen ich seitdem auf eine irrwitzig hohe Nachzahlung warte?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/..\/Bilder\/Image-1-2.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"369\" class=\"alignnone size-full wp-image-31289\" \/><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Das musste alles gefeiert werden und so kehrten F. und ich in unseren geliebten Georgenhof ein. Der baut gerade seine K\u00fcche um, weswegen dort, wo im Sommer der Biergarten vor dem Geb\u00e4ude ist, jetzt ein, laut Schild, \u201eK\u00fcchencontainer\u201c steht, aus dem auch l\u00e4ngst nicht die ganze Speisekarte kommt, sondern nur ein Bruchteil des \u00fcblichen Programms. Aber: Schnitzel gibt&#8217;s immer und darauf hatte ich Lust und dann gab&#8217;s noch ein paar Helle und wir fielen gemeinsam ins Bett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam aufgewacht. Damit haben Tage ja eigentlich immer schon gewonnen. Ich freue mich immer noch dar\u00fcber, dass ich mich nach fast vier Jahren immer noch dar\u00fcber freue. Weil wir nicht zusammenwohnen, ist das immer wieder etwas Besonderes, gemeinsam aufzuwachen. Jaja, Hashtag Hach und so, schon klar, Hormone, Fr\u00fchling, jaja. 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