{"id":29213,"date":"2018-05-20T07:02:55","date_gmt":"2018-05-20T06:02:55","guid":{"rendered":"http:\/\/ankegroener.de\/blog\/?p=29213"},"modified":"2018-05-20T07:02:55","modified_gmt":"2018-05-20T06:02:55","slug":"tagebuch-samstag-19-mai-2018-reisetag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=29213","title":{"rendered":"Tagebuch, Samstag, 19. Mai 2018 \u2013 Reisetag"},"content":{"rendered":"<p>Gestern warteten F. und ich um kurz nach 12 frohgemut am M\u00fcnchner Hauptbahnhof auf unseren Zug, der uns in den Norden tragen sollte. Am Gleis gegen\u00fcber stand bereits ein ICE, der schon eine Stunde Versp\u00e4tung hatte und ebenfalls in Richtung Hamburg fuhr. Ich grinste noch und bedauerte die Armen. Bereits da h\u00e4tte ich wissen m\u00fcssen, dass ich damit alle G\u00f6ttinnen des Transports herausforderte.<\/p>\n<p>Unser ICE kam dann auch schon mit 15 Minuten Versp\u00e4tung an, kein Thema. Wir blieben aber trotzdem noch l\u00e4nger im Bahnhof stehen, weil irgendwas mit dem Triebkopf war. Mir egal, wir hatten B\u00fccher und Getr\u00e4nke, sa\u00dfen bequem in der 1. Klasse rum und mussten au\u00dfer einer S-Bahn in Hannover keine Anschlussz\u00fcge erreichen. Eine gute halbe Stunde sp\u00e4ter als geplant starteten wir, und das einzige, was mich latent nervte, war das nicht funktionierende W-LAN. Ansonsten bekam ich mein bestelltes Baguette an den Platz, freute mich erneut und immer wieder \u00fcber meine Noise-Cancelling-Kopfh\u00f6rer, las die FAZ durch und guckte ab und zu im Internet nach, wie es Harry und Meghan so ging.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Die NYT hat aufgegeben, glaube ich. <a href=\"https:\/\/t.co\/i54U0gyOWs\">pic.twitter.com\/i54U0gyOWs<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Anke Gr\u00f6ner (@ankegroener) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ankegroener\/status\/997847026045014018?ref_src=twsrc%5Etfw\">19. Mai 2018<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Den <em>Ulysses<\/em> hatte ich zwar dabei, war aber zu unkonzentriert, ihn zu lesen. Stattdessen ist bei mir gerade <em><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Hillbilly-Elegy-Memoir-Family-Culture\/dp\/0008220565\/\">Hillbilly Elegy<\/a><\/em> im Anschlag. Aber morgens entdeckte ich noch einen sch\u00f6nen <a href=\"https:\/\/waldundhoehle.wordpress.com\/2018\/03\/19\/ulysses\/\">Link<\/a> zu einem anderen Menschen, der vor l\u00e4ngerer Zeit mal <em>Ulysses<\/em> gelesen hatte, den empfehle ich euch mal weiter.<\/p>\n<p>Dann waren wir in G\u00f6ttingen.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Bidde was? (Hbf G\u00f6ttingen) <a href=\"https:\/\/t.co\/B7m7lsv5Xr\">pic.twitter.com\/B7m7lsv5Xr<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Anke Gr\u00f6ner (@ankegroener) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ankegroener\/status\/997845542402166784?ref_src=twsrc%5Etfw\">19. Mai 2018<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Und da standen wir dann l\u00e4nger als geplant rum. Und noch l\u00e4nger, der Triebkopf, Sie wissen schon. Irgendwann hielt neben uns ein anderer ICE Richtung Hamburg, und \u00fcber Lautsprecher wurden wir darauf hingewiesen, dass das Personal unseres Zuges nicht so sicher sei, wie lange das bei uns noch dauerte und dass wir umsteigen k\u00f6nnten, wenn wir wollten. Da in der 1. Klasse ja immer irgendwas frei ist und wir eh nur noch eine halbe Stunde Fahrt vor uns hatten, schnappten wir Koffer und Rucks\u00e4cke und wechselten Z\u00fcge. Nach kurzer Zeit kamen dann alle, der Triebkopf war wohl doch matschiger als gedacht. Inzwischen hatten wir von M\u00fcnchen aus gesehen eine Stunde Versp\u00e4tung, aber der ICE holte bis Hannover doch noch ein bisschen was rein und so kamen wir relativ entspannt an.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Zum ersten Mal mit F. in der alten Heimat. Er ist von all dem herrlichen Hochdeutsch total unbeeindruckt.<\/p>\n<p>&mdash; Anke Gr\u00f6ner (@ankegroener) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ankegroener\/status\/997864905092026368?ref_src=twsrc%5Etfw\">19. Mai 2018<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Den Abend verbrachten wir bei meiner Schwester und weiteren eingeladenen Verwandten, einer Gulaschkanone und Vanilleeis mit roter Gr\u00fctze, wie sich das im Norden geh\u00f6rt. Und wie F. so sch\u00f6n sagte, wir haben es immerhin eine Stunde geschafft, nicht \u00fcber Politik zu reden.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/slate.com\/news-and-politics\/2018\/05\/how-to-survive-trumps-presidency-without-losing-your-mind.html\">How to Survive Trump\u2019s Presidency Without Losing Your Mind<\/a><\/strong><\/p>\n<p>In dieser Dankesrede versteckt sich eine sch\u00f6ne, aber trotzdem f\u00fcrchterliche Parabel.<\/p>\n<blockquote><p>\u201ePerhaps the most common refrain journalists hear from strangers is \u201cI feel bad for you. I feel sad that following all this is your job.\u201d The truth of the matter is that there is not enough hazard pay in the world. It\u2019s hard not to want to shut it all off and just hope that some combination of Michael Avenatti, Bob Mueller, and the 2018 elections might restore normalcy. Normalcy would be nice, because weeks and months of being the head\/desk emoji is hazardous to one\u2019s mental health. Our brains, messed up from all that banging, still know something is amiss. It feels like the only way to exert any control at all over the insanity would be the capacity to turn it off.<\/p>\n<p>And, of course, turning it off is exactly what a president who wants to kill the news is hoping for. Also, remember how reading and making the news are still all of our jobs?\u201c<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern warteten F. und ich um kurz nach 12 frohgemut am M\u00fcnchner Hauptbahnhof auf unseren Zug, der uns in den Norden tragen sollte. Am Gleis gegen\u00fcber stand bereits ein ICE, der schon eine Stunde Versp\u00e4tung hatte und ebenfalls in Richtung Hamburg fuhr. Ich grinste noch und bedauerte die Armen. 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