{"id":27966,"date":"2017-11-08T10:26:33","date_gmt":"2017-11-08T08:26:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=27966"},"modified":"2017-11-08T10:31:19","modified_gmt":"2017-11-08T08:31:19","slug":"was-schon-war-dienstag-7-november-2017-lesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=27966","title":{"rendered":"Was sch\u00f6n war, Dienstag, 7. November 2017 \u2013 Lesen"},"content":{"rendered":"<p>Morgens fuhr ich mein aus unerfindlichen Gr\u00fcnden quietschendes Fahrrad zum Schrauber, der ihm das Quietschen austreiben soll. Dabei wurde ich von einem Autofahrer angemault, gef\u00e4lligst den Radweg zu benutzen \u2013 ironischerweise fast direkt an einem Warnschild, das dort seit gef\u00fchlt zwei Jahren steht: \u201eRadwegsch\u00e4den.\u201c Der Radweg ist auch nicht mit einem der blauen Schilder bezeichnet, das hei\u00dft, es besteht eh keine Benutzungspflicht. Vielleicht k\u00f6nnte man im theoretischen Unterricht f\u00fcr den F\u00fchrerschein die Neulinge darauf hinweisen, dass Radler*innen sehr oft v\u00f6llig regelkonform auf der Stra\u00dfe fahren d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Bisher war ich eine Verfechterin von Radstreifen, also nur durch eine Linie abgetrennte Wege auf der Stra\u00dfe. Da die aber gerne zugeparkt werden, w\u00fcrde ich mich inzwischen \u00fcber mit Pollern abgetrennte Wege freuen. <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article212470885\/Berlins-Radwege-bekommen-einen-gruenen-Belag.html\">Sieht schei\u00dfe aus<\/a>, scheint aber nicht anders zu gehen.<\/p>\n<p>(Ach, was reg ich mich auf.)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Nach tr\u00e4nenreichem Abschied vom Fahrrad \u2013\u00a0hey, ich sehe es jetzt 24 Stunden lang nicht \u2013 kletterte ich in Tram (TRAMFAHREN!) und Bus, um wieder nach Hause zu kommen, wobei ich noch ein paar Besorgungen erledigte. Unter anderem frischen Koriander, nur um dann zuhause festzustellen, dass die Avocado nat\u00fcrlich vergammelt war, zu der ich die Kr\u00e4uter werfen wollte. Mistviecher.<\/p>\n<p>In den irrwitzig kurzen Strecken, die man in M\u00fcnchen zur\u00fccklegt (M\u00fcnchen = Dorf), komme ich meist nicht mehr zum konzentrierten Lesen, aber immerhin, w\u00e4hrend ich an Haltestellen rumstehe. Gestern begann ich mein neues Buch <em><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/0141979984\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0141979984&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkId=11529285c287000d2ca6f30496ee83a6\">Empire of Cotton<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=am2&#038;o=3&#038;a=0141979984\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em>, das ich bereits vor Monaten mal auf Deutsch aus der Stabi entliehen hatte. Die <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3406659217\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3406659217&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkId=0a9b6350dd5b0cb4c37eb982c63c7c1f\">\u00dcbersetzung<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=am2&#038;o=3&#038;a=3406659217\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> kam mir aber irre schnarchig vor, weswegen ich jetzt einen neuen Versuch starte und das englische Original lese. Mit derart plastischen Einleitungen kriegt man mich ja sofort:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eToday, cotton ist so ubiquitous that it is hard to see it for what it is: one of mankind&#8217;s greatest achievements. As you read this sentence, chances are you are wearing something woven from cotton. And it is just als likely that you have never plucked a cotton boll from its stem, seen a wispy strand of raw cotton fiber, or heard the deafening noise of a spinning mule and a power loom. Cotton is as familiar as it is unknown. We take its perpetual presence for granted. We wear it close to our skin. We sleep under it. We swaddle our newborns in it. Cotton is in the banknotes we use, the coffee filters that help us awaken in den morning, the vegetable oil we use for cooking, the soap we wash with, and the gunpowder that fights our wars (indeed, Alfred Nobel won a British patent for his invention of \u201eguncotton\u201c). Cotton is even a component of the book you hold in your hands. [&#8230;]<\/p>\n<p>Take a moment and imagine, if you can, a world without cotton. You wake up in the morning on a bed covered in fur or straw. You dress in woolens or, depending on the climate and your wealth, in linens or even silks. Because it is hard to wash your clothes, and because they are expensive or, if you make your own, labor-intensive, you change them irregularly. They smell and scratch. They are largely monochromatic, since, unlike cottons, wool and other natural fibers do not take colors very well. And you are surrounded by sheep: it would take approximately 7 billion sheep to produce a quantity of wool equivalent to the world&#8217;s current cotton crop. Those 7 billion sheep would need 700 million hectares of land for grazing, about 1.6 times the surface area of today&#8217;s European Union.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>(<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sven_Beckert\">Sven Beckert<\/a>: <em>Empire of Cotton. A New History of Global Capitalism<\/em>, London 2015, S. xii\/xiii.)<\/p>\n<p>Einer meiner Geschichtsdozenten, auf dessen Buchtipps ich immer viel gegeben habe, hatte uns das Werk als eine hervorragende Darstellung des 19. Jahrhunderts empfohlen. Ich musste auch an dieses Buch denken, als ich folgende Stelle in <em><a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=27943\">The Underground Railroad<\/a><\/em> las, in der die Sklavin Cora, die bisher auf einer Baumwollplantage arbeiten musste, nach ihrer Flucht ihr erstes Kleidungsst\u00fcck aus diesem Rohstoff tr\u00e4gt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSam went upstairs and returned with clothes and a small barrel of water. &#8220;You need to wash up,&#8221; he said. &#8220;I intend that in the kindest way.&#8221; He sat on the stairs to give them privacy. Caesar bid Cora to wash up first, and joined Sam. [&#8230;] Cora started with her face. She was dirty, she smelled, and when she wrung the cloth, dark water spilled out. The new clothes were not stiff negro cloth but a cotton so supple it made her body feel clean, as if she had actually scrubbed with soap. The dress was simple, light blue with plain lines, like nothing she had worn before. Cotton went in one way, came out another.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>(Colson Whitehead: <em>The Underground Railroad<\/em>, London 2017, S. 109.)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Zum Fr\u00fchst\u00fcck h\u00e4tte ich gerne meine Zeitung gelesen, aber die war mal wieder nicht im Briefkasten. In der letzten Woche klickte ich auf der FAZ-Seite bereits an zwei Tagen auf die Schaltfl\u00e4che \u201eZustellreklamation\u201c, nach der ein Drop-Down-Men\u00fc folgt, bei dem man angeben kann, ob die Zeitung gar nicht oder versp\u00e4tet kam oder sonst irgendwas. Gestern bei meiner dritten Reklamation folgte nach dem ersten Klick stattdessen die Aufforderung, sich telefonisch mit dem Aboservice in Verbindung zu setzen, gerne auch mit R\u00fcckrufservice. Quatsch, die paar Cent habe ich noch. Angerufen, brav ein Telefonmen\u00fc mit Sprachanweisungenn durchgespielt und sofort eine Mitarbeiterin drangehabt. Die Dame h\u00f6rte sich meine winzige Beschwerde an und schenkte mir dann die drei versp\u00e4teten Ausgaben. Dankesch\u00f6n!<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Die Bundesliga hat alle Spiele bis Ende Februar <a href=\"https:\/\/www.dfl.de\/de\/home\/dfl-setzt-spiele-bis-februar-zeitgenau-an-bundesliga-spielplan.html\">terminiert<\/a>. Das ist mir in dieser Saison noch wichtiger als sonst, weil mein Mit-Dauerkarteninhaber seine Stadionbesuche nach seinem beruflichen Terminkalender ausrichtet und ich daher von ihm Vorschl\u00e4ge bekomme, wann ich die Karte haben k\u00f6nne. Gestern sah ich, dass das FCA-Ausw\u00e4rtsspiel in Leipzig an einem Freitagabend war, woraufhin ich F. per DM fragte, ob man daraus vielleicht ein nettes Leipzigwochenende machen k\u00f6nne.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Ich: Am 9.2. ist der FCA bei RBL. Romantikwochenende in Leipzig? Er: Da haben wir Wagner-Karten. (Unsere Beziehung in der Nussschale.)<\/p>\n<p>&mdash; Anke Gr\u00f6ner (@ankegroener) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ankegroener\/status\/927861422897467392?ref_src=twsrc%5Etfw\">7. November 2017<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Gleich <a href=\"https:\/\/www.staatsoper.de\/17-18\/ring.html\">vier Wagner-Karten<\/a>, um genau zu sein. Der Herr m\u00f6chte sich mal RICHTIG Wagner geben, um meine Faszination zu verstehen. Ich bin sehr gespannt auf seine Reaktion. (Vermutlich redet er danach nicht mehr mit mir.)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Abends noch ein paar Folgen <em>Outlander<\/em> geguckt, wobei ich nicht wei\u00df, ob ich die zweite Staffel auch noch sehen will. Die Story fesselt mich dann doch nicht genug, aber ich gucke mir irre gerne die Kost\u00fcme und vor allem die Landschaft der Highlands an. Wenn diese Serie nicht von <a href=\"https:\/\/www.visitscotland.com\/de-de\/\">Scotland Tourism<\/a> mitfinanziert wurde, wei\u00df ich auch nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Morgens fuhr ich mein aus unerfindlichen Gr\u00fcnden quietschendes Fahrrad zum Schrauber, der ihm das Quietschen austreiben soll. 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