{"id":27721,"date":"2017-09-27T08:55:21","date_gmt":"2017-09-27T06:55:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=27721"},"modified":"2017-09-27T09:28:18","modified_gmt":"2017-09-27T07:28:18","slug":"links-von-mittwoch-27-september-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=27721","title":{"rendered":"Links von Mittwoch, 27. September 2017"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/techniktagebuch.tumblr.com\/post\/165722347997\/24-september-2017\">Wahlhelfen mit Computer<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/\">Kaltmamsell<\/a> half, wie <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=27703\">ich<\/a> auch, am Sonntag bei der Wahl als stellvertretende Schriftf\u00fchrerin mit. Zum ersten Mal wurden daf\u00fcr in M\u00fcnchen Computer eingesetzt \u2013 nicht zum W\u00e4hlen, sondern um uns die Ausz\u00e4hlung zu erleichtern und den Wahltag zu dokumentieren, was bisher nur auf Papier stattfand. Wir hatten zus\u00e4tzlich noch alles in Papierform da, also die Ergebnismeldung oder das Blatt f\u00fcr besondere Vorkommnisse. Das war auch das einzige Mal, bei dem meine Schriftf\u00fchrerin und ich ein bisschen \u00fcber die Men\u00fcf\u00fchrung die Stirn runzelten, ansonsten lief bei uns alles problemlos. Bei der Kaltmamsell lief der Tag so:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer Wahlvorsteher hat mich f\u00fcr die Fr\u00fchschicht eingeteilt, um halb acht morgens gehe ich mit ihm und einer Beisitzerin in das Gymnasium, in dem das von uns betreute Wahllokal liegt. Wie in der Schulung angek\u00fcndigt, steht in dem daf\u00fcr vorgesehenen Klassenzimmer ein gro\u00dfer schwarzer Koffer mit dem Computer (neben der gelben Wahlurne in M\u00fclltonnenform, die alles sonstige Material f\u00fcr unseren Einsatz enth\u00e4lt). Nachdem wir das Klassenzimmer wahlgeeignet ger\u00e4umt und auf den G\u00e4ngen ausgeschildert haben, machen wir den Computer startklar. Wir legen den Koffer auf einen Tisch und nehmen den Deckel ab. Darunter werden ein Laptop und dahinter ein kleiner Drucker sichtbar. Der Laptop ist auf einem Zwischenboden befestigt, unter dem Kabel und Mouse liegen.<\/p>\n<p>Der Laptop ist vorschriftsgerecht mit einem Siegel verschlossen, das wir brechen. Wir starten das Notebook und loggen uns ein. Die Erfassung des Wahltags in einer Browser-basierten Software ist das einzige Programm, das uns zur Verf\u00fcgung steht. Das System wei\u00df bereits, wer in diesem Wahllokal zur Wahlhilfe eingeteilt ist: Zur Eingabe der Anwesenheiten muss der Wahlvorsteher nur noch die Namen anklicken und speichern. Er best\u00e4tigt ebenfalls per Klick die Versiegelung der Wahlurne, tr\u00e4gt die Anzahl der Wahlkabinen und Nebenr\u00e4ume ein, best\u00e4tigt, dass ihm keine Nachrichten \u00fcber ung\u00fcltige Wahlscheine vorliegen.<\/p>\n<p>Um 8 Uhr \u00f6ffnet der Wahlvorsteher das Wahllokal und tr\u00e4gt auch das in eine Computermaske ein. Ab jetzt bis zum Schlie\u00dfen des Wahllokals um 18 Uhr brauchen wir den Rechner nur f\u00fcr zwei Handgriffe: Klick auf den W\u00e4hlerz\u00e4hler (das macht der Wahlvorsteher jedesmal, wenn ich die \u00dcbereinstimmung eines Wahlwilligen mit dem W\u00e4hlerverzeichnis best\u00e4tige und im W\u00e4hlerverzeichnis einen Haken male) und Eintrag von Ver\u00e4nderung in der Besetzung der Wahlhelfer. Es gibt zudem noch eine Maske, in der besondere Vorf\u00e4lle eingetragen werden k\u00f6nnen, doch die ereignen sich nicht.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Hausmeister der Schule, in der unser Wahllokal lag, war anscheinend etwas proaktiver. Bei uns waren die f\u00fcnf Wahlkabinen bereits aufgebaut \u2013 dreiteilige W\u00e4nde, die einen Schirm ergaben \u2013\u00a0und auch schon beschriftet: \u201eWahlkabine. Bitte nur einzeln eintreten\u201c. Die Urnentonne stand brav versiegelt neben dem Lehrerpult, darauf lag schon der Koffer, in dem sich Laptop und Drucker plus Zubeh\u00f6r befanden. Wir hatten keine Maus, vermissten sie aber auch nicht. Ich pers\u00f6nlich fand es, vermutlich beknackt, aber egal, schon ein bisschen aufregend, das Siegel brechen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>(Nebenbei: Den Witz \u201eMeine Stimme ist f\u00fcr die Tonne\u201c habe ich mindestens zehn Mal geh\u00f6rt. Ich erinnerte mich an meine Zeiten im Kino, als die Leute beim Einlass auch gerne den Satz \u201eJetzt hast du meine Karte kaputtgemacht, brauch ich ne neue?\u201c lustig fanden. Nochmal nebenbei: Ich finde es auch doof, dass die heilige Wahlurne eine M\u00fclltonne ist.)<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Computer: Bei uns war es die Maske mit den besonderen Vorkommnissen, die nicht ganz so clever geschrieben war. Das Programm f\u00fchrte einen idiotensicher von Arbeitsschritt zu Arbeitsschritt, aber bei diesem einen Screen sehe ich Verbesserungsbedarf. Auf der Seite konnte man einmal anklicken, ob es w\u00e4hrend der Wahl und ein zweites Mal, ob es w\u00e4hrend des Ausz\u00e4hlungsvorgangs besondere Vorkommnisse gegeben habe. Dieser Screen tauchte aber direkt nach dem Ende der Wahlhandlung auf, also noch bevor wir mit dem Ausz\u00e4hlen begonnen hatten. Wir klickten brav an, dass der Wahlvorgang ereignislos vor sich gegangen war, ignorierten das zweite K\u00e4stchen und wollten auf die \u00fcbliche Schaltfl\u00e4che \u201eSpeichern und weiter\u201c klicken. Danach tat sich minutenlang nichts und das System zeigte auch nicht an, ob es irgendwie aktiv war. Wir konnten aber auch nirgends anders auf \u201eWeiter\u201c klicken. Also halfen bei erstmal beim Stimmzettelsortieren bzw. z\u00e4hlten die abgehakten W\u00e4hler*innen im W\u00e4hlerverzeichnis. Als wir damit fertig waren, sahen wir den n\u00e4chsten Screen, ohne dass wir noch etwas gemacht hatten. <\/p>\n<p>Als wir nach dem Ausz\u00e4hlen dann die Schnellmeldung senden und drucken wollten, tauchte ein Warnhinweis auf, dass wir noch nicht angeklickt h\u00e4tten, dass auch der Ausz\u00e4hlungsvorgang problemlos war. Wir mussten uns noch einmal komplett durch alle Screens nach 18 Uhr klicken (aber ohne neue Angaben zu machen), um auch das zweite H\u00e4kchen setzen zu k\u00f6nnen. Dieses Mal dauerte es dann nur wenige Augenblicke, als wir nach \u201eSpeichern und Weiter\u201c auch wirklich weitermachen konnten. Wir sendeten und druckten unser Endergebnis und begannen mit dem Aufr\u00e4umen. Die Wahlkabinen hatte der Hausmeister schon wenige Minuten nach 18 Uhr abgebaut und wegger\u00e4umt.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/kwerfeldein.de\/2017\/09\/26\/danny-schmolke\/\">Hinter den Kulissen eines Fu\u00dfballspiels<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Ich ahne nach der Lekt\u00fcre dieses Blogartikels im Fotoblog kwerfeldein, dass die schraddeligen Eigenschaften des Augsburger Stadions, die ich so charmant finde, f\u00fcr die Presseleute genau das Gegenteil sind. Ich ahne auch, dass es in der Allianz-Arena vielleicht ein bisschen hochwertiger zugeht. Und ich wei\u00df nun auch, dass die Reporter*innen genauso frieren wie wir Zuschauer*innen. Ich h\u00e4tte gedacht, dass die Leute, die zum Arbeiten da sind, etwas mehr Komfort haben als wir, die wir uns notfalls in Decken kuscheln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der sehr stimmungsvollen Bebilderung des Artikels sieht man \u00fcbrigens auch die unverkleidete Arena, die ich so mag. <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=27658\">Mochte<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eAm Presseeingang angekommen, mussten wir eine Fan-\u00e4hnliche Kontrolle \u00fcber uns ergehen lassen. Seit den terroristischen Anschl\u00e4gen in Paris sind auch in Augsburg die Sicherheitskontrollen versch\u00e4rft worden, was bedeutet, dass neben einer kurzen Leibesvisitation sogar unser komplettes Equipment kontrolliert wurde. Direkt nach den Vorkommnissen in Paris musste das Equipment sogar auf Funktionsf\u00e4higkeit vorgef\u00fchrt werden. Man merkte wohl aber schnell, dass dies teils abstruse Ausw\u00fcchse annahm und so wurde die Einlasssituation doch wieder etwas entspannt und beschleunigt. <\/p>\n<p>Um 19:05 Uhr verlie\u00dfen wir den Aufzug im 3. Stock der Arena, die Pressetrib\u00fcne war erreicht. Gelassenes Gewusel an etwa der H\u00e4lfte der vorhandenen Pressepl\u00e4tze. Hier mal ein freudiges \u201eServus\u201c, dort mal ein emotionsloses \u201eGrias di\u201c. Es war ziemlich unaufgeregt da oben. 20 Minuten sp\u00e4ter waren unsere Pl\u00e4tze eingerichtet: Rechts Toms Platz mit Mikro, Notizbuch, Schreibutensilien und einem kleinformatigen Sendeger\u00e4t, links mein Platz, \u00e4hnliches Setup, nur fotospezifisch. [&#8230;]<\/p>\n<p>Eine Stunde vor Spielbeginn ist nun noch genug Zeit, um das verhei\u00dfungsvolle Catering zu probieren. Mit dem Aufzug geht es drei Stockwerke nach unten und \u00fcber triste Flure gelangen wir in den dann doch nicht so tollen Presse-Verpflegungsbereich. Auf gef\u00fchlt 20 m\u00b2 Raumgr\u00f6\u00dfe kommen ca. 40 Medienvertreter*innen, die sich mit erfahrungsgepr\u00e4gter Miene \u00fcber zwei W\u00fcrstchenwarmhaltebeh\u00e4lter lehnen, um sich ihre wohl millionste Wurst auf den Pappteller zu legen. Noch ein wenig T\u00fctensenf und leicht angetrocknetes Brot dazu, fertig ist das in G\u00e4nze \u00fcberhaupt nicht hochwertige Pressemitarbeiter*innenessen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>(via <a href=\"https:\/\/twitter.com\/rotesnichts\/status\/912807488734601216\">@sowieso<\/a>)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/pro.europeana.eu\/post\/museums-in-the-digital-age-insights-from-the-museum-fuer-kunst-und-gewerbe-hamburg\">Museums in the digital age: insights from the Museum f\u00fcr Kunst und Gewerbe Hamburg<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Ein Gespr\u00e4ch der <a href=\"http:\/\/www.europeana.eu\/portal\/de\">Europeana<\/a> Foundation mit dem oben genannten Museum, warum es seine Sammlung nach und nach online verf\u00fcgbar macht und was man so davon hat. Eigentlich ist nach dem ersten Absatz auch alles gesagt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWe believe that the collection of the MKG belongs to all of us. The museum was founded in the 19th century to share examples of human creativity and related knowledge with as many people as possible. One of the main aspects was to let the collections be a source of inspiration for new creations. In the digital sphere, we want to make it as easy as possible for everyone to reuse digital images of works of art that are already in the public domain.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich fand es noch interessant zu sehen, was daraus werden kann, wenn man Dinge der \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung stellt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eOne example is the <a href=\"https:\/\/codingdavinci.de\/projects\/2016\/zeitblick.html\">Zeitblick-App<\/a> that was created during the Coding da Vinci Nord Hackathon in 2016. Users take a selfie and the app shows them a matching portrait from MKG\u2019s historical photography collection. They then get additional information about their historical self and get to know the collection in a playful way that doesn\u2019t require any previous knowledge.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/BZelskYDjWz\/\">Mehmaid<\/a><\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/correll_mehmaid.png\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"494\" class=\"alignnone size-full wp-image-27723\" \/><\/p>\n<p>Ich folge <a href=\"http:\/\/www.gemmacorrell.com\/\">Gemma Correll<\/a> auf <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/gemmacorrell\/\">Instagram<\/a> und bin sehr verliebt in die introvertierte Arielle. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SXKlJuO07eM\">Hier<\/a> gibt&#8217;s das Lied mit dem richtigen Songtext. (Und <a href=\"https:\/\/youtu.be\/Gi58pN8W3hY\">hier<\/a> das beste Lied aus dem Film. Ursula FTW!)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wahlhelfen mit Computer Die Kaltmamsell half, wie ich auch, am Sonntag bei der Wahl als stellvertretende Schriftf\u00fchrerin mit. Zum ersten Mal wurden daf\u00fcr in M\u00fcnchen Computer eingesetzt \u2013 nicht zum W\u00e4hlen, sondern um uns die Ausz\u00e4hlung zu erleichtern und den Wahltag zu dokumentieren, was bisher nur auf Papier stattfand. 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