{"id":26479,"date":"2017-03-11T10:13:24","date_gmt":"2017-03-11T08:13:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=26479"},"modified":"2017-03-11T18:54:35","modified_gmt":"2017-03-11T16:54:35","slug":"was-schon-war-freitag-10-marz-2017-entschleunigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=26479","title":{"rendered":"Was sch\u00f6n war, Freitag, 10. M\u00e4rz 2017 \u2013 Entschleunigung"},"content":{"rendered":"<p>Gemeinsam aufgewacht und nochmal gemeinsam wegged\u00f6st.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Seit wenigen Tagen besitze ich eine Kaffeem\u00fchle und mahle mir Bohnen f\u00fcr frischen Kaffee, den ich sogar schwarz trinken kann, weil er schmeckt und ich ihn nicht mit S\u00fc\u00dfe und anderem Geschmack als Kaffee vollballern muss. Dar\u00fcber blogge ich vermutlich noch mal extra. Das gef\u00e4llt mir bis jetzt aber sehr gut, diese liebevolle Besch\u00e4ftigung mit einem Lebensmittel. Mit Tee besch\u00e4ftige ich mich ja auch l\u00e4nger anstatt auf ein Kn\u00f6pfchen eines Automaten zu dr\u00fccken, wieso also nicht mit Kaffee?<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Den Vormittag war ich damit besch\u00e4ftigt, zu <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=26472\">fluchen<\/a> und durch die Gegend zu rennen, obwohl ich durch die Gegend radeln wollte. Trotzdem gab es nat\u00fcrlich auch hier sch\u00f6ne Momente. Zu Fu\u00df gehen bedeutet f\u00fcr mich immer Entschleunigung, weil ich nicht so hetze wie auf dem Rad. Ich bin \u00fcber den Alten Nordfriedhof geschlendert und habe nicht nur Pok\u00e9mon gefangen, sondern mir auch, wie immer, einige Grabsteine und Stelen genauer angeschaut, habe einen Specht geh\u00f6rt, aber nicht gesehen, habe leider aber auch meinen Lieblingsengel nicht mehr auf seinem Sockel gefunden. Ich hoffe, er ist nur im Winterquartier. Einige gro\u00dfe Figuren sind noch mit Holzverschl\u00e4gen gesch\u00fctzt, aber der Sockel meines Engels ist einfach nur leer. Vor der Stele f\u00fcr die franz\u00f6sischen Kriegsgefangenen von 1870\/71 lag ein halbwegs frisches Gesteck mit Trikolore.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Tram gefahren. Immer noch toll. Ich liebe Tramfahren. Eine Stunde sp\u00e4ter sa\u00df ich in einem Bus, dessen Fahrer aber glaubte, er f\u00fchre einen Sportwagen, und deswegen liebe ich Tramfahren so. Es ist wegen der geringeren Bewegung des Fahrzeugs r\u00fcckenfreundlicher, und man muss sich nicht krampfhaft irgendwo festhalten, weil irgendjemand nicht bremsen, anfahren oder ruhig kurvenfahren kann.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Immer wenn ich Fitspo-Spr\u00fcche lese, texte ich sie innerlich auf Bibspo um (Make your haters jealous \u2013 read more books!), dann geht\u2019s wieder.<\/p>\n<p>&mdash; Anke Gr\u00f6ner (@ankegroener) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ankegroener\/status\/840242063685873664\">10. M\u00e4rz 2017<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Aus der Stabi und der Unibibliothek holte ich insgesamt acht B\u00fccher, von denen die meisten leider keine kleinformatigen Taschenb\u00fccher waren. Mit schwerem Rucksack und einer ebenso schweren B\u00fcchertasche stand ich daher latent n\u00f6lig an der Bushaltestelle. (Deswegen radele ich zu Bibliotheken \u2013 dann k\u00f6nnen die B\u00fccher in meinen praktischen Korb auf dem Gep\u00e4cktr\u00e4ger und ich muss sie nicht schleppen. B\u00fccher sind toll, machen aber viel Arbeit.) Als der Bus kam, lie\u00df mich ein Student mit eleganter Handbewegung vor sich in den Bus einsteigen, was ich sehr freundlich fand. Ich behaupte, man sah mir meine schwere Tasche an. Auf Twitter wurde Respekt vor dem Alter vermutet. Nehme ich auch.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Nachmittags an meinem vorerst letzten Text zu Leo von Welden geschraubt. F\u00fcr unsere Ausstellung \u201eVermacht, verfallen, verdr\u00e4ngt. Kunst und Nationalsozialismus\u201c, die vom 23. September bis 19. November 2017 in der St\u00e4dtischen Galerie Rosenheim l\u00e4uft, schreibt unser ganzes Seminar den Katalog (dazu gibt&#8217;s einige Aufs\u00e4tze von Externen). Wir sind f\u00fcr die K\u00fcnstlereintr\u00e4ge verantwortlich, ich dementsprechend f\u00fcr Leo. Vor mir liegt die nicht unspannende Aufgabe, aus zwei Hausarbeiten zu 50.000 und 70.000 Zeichen und einem Berg an Fakten im Hinterkopf, die es nicht in die Arbeiten geschafft haben, nun einen Katalogtext mit h\u00f6chstens 27.000 Zeichen zu zaubern. Gestern bastelte ich ein erstes Ger\u00fcst, um mir selbst dar\u00fcber klarzuwerden, was mein Text will. Mein Publikum ist jetzt nicht mehr mein Dozent, dem ich verdeutlichen m\u00f6chte, wie toll ich geforscht habe und wie brav ich unsere Regeln f\u00fcr wissenschaftliches Arbeiten umsetzen kann, sondern eine interessierte Leserschaft aus haupts\u00e4chlich Laien, deren bisheriges Leo-Bild ich leider etwas ankratzen muss. Mein Fokus liegt dem Ausstellungstitel entsprechend auf der NS-Zeit und da werde ich den bisherigen Forschungsstand geh\u00f6rig umkrempeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Den Abend verbrachte ich beim ehemaligen Mitbewohner. Der Mann hat genau zwei Eintr\u00e4ge auf seinem Festnetztelefon: \u201eEltern\u201c und \u201ePizza\u201c. Ich bin da sehr gut aufgehoben. (<a href=\"http:\/\/www.pizza-cuccini.de\/\">Pizza<\/a> war gut.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam aufgewacht und nochmal gemeinsam wegged\u00f6st. &#8212; Seit wenigen Tagen besitze ich eine Kaffeem\u00fchle und mahle mir Bohnen f\u00fcr frischen Kaffee, den ich sogar schwarz trinken kann, weil er schmeckt und ich ihn nicht mit S\u00fc\u00dfe und anderem Geschmack als Kaffee vollballern muss. Dar\u00fcber blogge ich vermutlich noch mal extra. 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