{"id":2595,"date":"2008-12-22T07:13:47","date_gmt":"2008-12-22T05:13:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=2595"},"modified":"2008-12-29T11:49:36","modified_gmt":"2008-12-29T09:49:36","slug":"2008-revisited","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=2595","title":{"rendered":"2008 revisited"},"content":{"rendered":"<p>(<a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=2275\">2007<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=1771\">2006<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=1252\">2005<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=408\">2004<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/anke1\/pasdeblog\/blogarchiv\/dezember03.html\">2003<\/a>, 23. Dezember)<\/p>\n<p><strong>1. Zugenommen oder abgenommen?<\/strong><\/p>\n<p>Mir egal. Ausnahmsweise.<\/p>\n<p><strong>2. Haare l\u00e4nger oder k\u00fcrzer?<\/strong><\/p>\n<p>Nothing ever happens.<\/p>\n<p><strike>3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?<\/strike><\/p>\n<p><strong>4. Mehr Kohle oder weniger?<\/strong><\/p>\n<p>Mehr. Wieso hab ich mich nicht fr\u00fcher selbst\u00e4ndig gemacht, wieso, wieso, wieso?<\/p>\n<p><strong>5. Mehr ausgegeben oder weniger?<\/strong><\/p>\n<p>Erst weniger, dann mehr. In den ersten Monaten der Selbst\u00e4ndigkeit konnte ich noch nicht richtig einsch\u00e4tzen, was von dem Geld auf meinem Konto wirklich mir geh\u00f6rt und wonach das Finanzamt, die Krankenkasse, die KSK und sonstwer seine Finger noch ausstrecken will. Daher habe ich anfangs wieder ein braves 50er-Jahre-Hausfrauenhaushaltsbuch gef\u00fchrt \u2013 und erschreckt festgestellt, wieviel Geld ich im Monat zu Starbucks oder in die Videothek trage, aber auch wie wenig in Klamottenl\u00e4den oder zum Friseur, bis ich so halbwegs im Gef\u00fchl hatte, wo ich finanziell stehe. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem musste ich mich an das seltsame Gef\u00fchl gew\u00f6hnen, dass nicht mehr kurz vor Monatsende die Zahl auf dem Konto automatisch nach oben geht. Was mir in den ersten zwei Monaten ein bisschen Atemnot verursacht hat. Inzwischen geht&#8217;s, auch weil ich das Gl\u00fcck hatte, nur in Agenturen zu arbeiten, die eine anst\u00e4ndige Zahlungsmoral haben. Ich kenne auch freie Kollegen, die gerne mal drei Monate auf ihr Geld warten. <\/p>\n<p>Anfangs hatten mir die meisten Selbst\u00e4ndigen geraten: \u201eLeg von allem 50 Prozent zur\u00fcck und guck dir gar nicht erst die Umsatzsteuer an, die geh\u00f6rt dir eh nicht.\u201c Guter Rat, aber ich bin inzwischen dazu \u00fcbergegangen, mir eine Art Gehalt zu zahlen (was ungef\u00e4hr da liegt, wo es auch zu meiner Zeit als Angestellte lag) und den Rest auf ein Tagesgeldkonto zu packen. Und so freue ich mich jetzt, am Ende des Jahres, \u00fcber ein angenehm gef\u00fclltes Konto \u2013 was nat\u00fcrlich dazu gef\u00fchrt hat, dass so ziemlich jede DVD-Box, mit der mich der Amazon-Newsletter gelockt hat, im Einkaufskorb landete. <\/p>\n<p><strong>6. Mehr bewegt oder weniger?<\/strong><\/p>\n<p>Ein bisschen mehr. Gute sechs Monate Berlin bewusst ohne Auto hei\u00dft eben auch, dauernd zu irgendwelchen Haltestellen gehen zu m\u00fcssen. Meine Kondition findet es toll, und ich kann ausnahmsweise mal die ganzen Ratschl\u00e4ge aus R\u00fcckenratgebern best\u00e4tigen, die meinen, zehn Minuten spazierengehen am Tag bringt schon was. Ja, tut es.<\/p>\n<p>Nebenbei: Wenn man f\u00fcnf Tage die Woche in den dritten Stock Altbau klettert, kommen einem die heimischen zwei Stock Altbau wie ein Katzensprung vor. Ich nehme aber an, dass sich dieser wunderbare Effekt innerhalb von f\u00fcnf Minuten verfl\u00fcchtigt, sobald ich wieder in Hamburg arbeite.<\/p>\n<p><strong>7. Der hirnrissigste Plan?<\/strong><\/p>\n<p>Eine Wochenendbeziehung zu f\u00fchren zwischen zwei Leuten, die wirklich gerne allein sind \u2013 und das jetzt auf einmal wieder merken.<\/p>\n<p><strong>8. Die gef\u00e4hrlichste Unternehmung?<\/strong><\/p>\n<p>Siehe 7. <\/p>\n<p><strong>9. Der beste Sex?<\/strong><\/p>\n<p>Siehe 7.<\/p>\n<p><strong>10. Die teuerste Anschaffung?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/katiakelm.de\/415\/grosse-bloggerportraitreihe-teil-iii\/\">Kunst von Katia<\/a>. Nach 20 Jahren ein neuer <a href=\"http:\/\/www.sony.de\/hub\/bravia\">Fernseher<\/a>. Und ich will gar nicht die ganzen Zugtickets zusammenrechnen, die ich dieses Jahr verbraten habe. (Die kann ich immerhin absetzen. Was ich in meinem Anf\u00e4ngerhirn immer noch gleichsetze mit: Hat mich dann ja quasi nix gekostet. Little do I know.)<\/p>\n<p><strong>11. Das leckerste Essen?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/mrwong-hamburg.com\/\">Mr. Wong<\/a> mit <a href=\"http:\/\/blog.franziskript.de\/\">Franzi<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.popkulturjunkie.de\/wp\/index.php\">Jens<\/a>. Auch wenn wir alles in mehreren Sch\u00fcben gekriegt haben, es keine Banane mehr gab und Jens seine Ente nochmal hergeben musste.<\/p>\n<p><strong>12. Das beeindruckendste <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=2467\">Buch<\/a>?<\/strong><\/p>\n<p>Hape Kerkelings <em>Ich bin dann mal weg<\/em>, weil ich gar nicht damit gerechnet hatte, dass es mich so begeistert. Marcel Prousts <em>Auf der Suche nach der verlorenen Zeit<\/em> (immerhin den ersten Band geschafft), weil ich es sch\u00f6n fand, endlich diesen Klassiker sch\u00f6n zu finden. Muriel Barberys <em>Die Eleganz des Igels<\/em>, weil ich es sofort verschenken musste. Und jede Biografie, die ich gelesen habe, weil jedes Leben etwas Besonderes hat.<\/p>\n<p><strong>13. Der ergreifendste Film?<\/strong><\/p>\n<p>Tscha. Da ist man in Berlin und hat endlich mal Millionen von OVs direkt vor der Nase \u2013 und dann ist man meist abends zu m\u00fcde, um sich noch aufzuraffen, weil der Weg vom Sony Center nach Hause dann doch ne Ecke l\u00e4nger ist als vom Abaton nach Hause in Hamburg. Auch in die Videothek bin ich seit Monaten nicht mehr gegangen, was sonst immer meine Wochenendbesch\u00e4ftigung war, weil ich an den Wochenenden lieber mit dem Kerl rumgehangen habe als alleine vorm DVD-Player zu sitzen. Daher hab ich unfassbar wenige Filme gesehen und von denen war auch keiner so ergreifend, dass er mir sofort eingefallen w\u00e4re. Nach Durchbl\u00e4ttern der Kinokarten sag ich mal <em><a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=2392\">No Country for Old Men<\/a><\/em>, nach Durchklicken meines Blogs dazu noch <em><a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=2593\">Le scaphandre et le papillon<\/a><\/em> und <em><a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=2589\">In Bruges<\/a><\/em>.<\/p>\n<p><strong>14. Die beste CD?<\/strong><\/p>\n<p><em>Eugen Onegin<\/em> von Tschaikowsky. <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=3092\">Deswegen<\/a>.<\/p>\n<p><strong>15. Das sch\u00f6nste Konzert?<\/strong><\/p>\n<p>Ach, Konzerte, Schmonzerte. Ich geh lieber <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=2463\">ein<\/a>-, <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=2823\">zwei<\/a>-, <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=3092\">drei<\/a>-, <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=3239\">viermal<\/a> in die Oper. (Eigentlich sogar <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=2573\">f\u00fcnfmal<\/a>.)<\/p>\n<p><strong>16. Die meiste Zeit verbracht mit &#8230;?<\/strong><\/p>\n<p>Gef\u00fchlt: Zugfahrt Hamburg-Berlin, Montag, 7.03 Uhr, Gleis 12, Zugfahrt Berlin-Hamburg, Freitag, 18.18 Uhr, Gleis 8.<\/p>\n<p><strong>17. Die sch\u00f6nste Zeit verbracht mit &#8230;?<\/strong><\/p>\n<p>&#8230; dem Wissen, endlich mal wieder das Richtige gemacht zu haben.<\/p>\n<p><strong>18. Vorherrschendes Gef\u00fchl 2008?<\/strong><\/p>\n<p>It works! It works! It really f***ing works!<\/p>\n<p><strong>19. 2008 zum ersten Mal getan?<\/strong><\/p>\n<p>Mich selbst\u00e4ndig gemacht. Wochenendpendler gewesen (war nicht so glamor\u00f6s wie ich dachte). Monatelang in einer fremden Stadt gearbeitet, ohne da wirklich hinzuziehen. Geld von Vater Staat gekriegt. (Gr\u00fcndungszuschuss. Danke, Papa.)<\/p>\n<p><strong>20. 2008 nach langer Zeit wieder getan?<\/strong><\/p>\n<p>Monatelang ohne Auto gewesen: Flashback in die Jugendzeit, in die ich nie wieder flashbacken wollte. <\/p>\n<p><strong>21. Drei Dinge, auf die ich gut h\u00e4tte verzichten k\u00f6nnen?<\/strong><\/p>\n<p>Um 5.30 Uhr aufstehen, um den 7-Uhr-Zug zu kriegen. R\u00fcckenschmerzen nach Schlafzimmeranstrich. Wochenendbeziehung.<\/p>\n<p><strong>22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden \u00fcberzeugen wollte?<\/strong><\/p>\n<p>Mich selbst davon, nicht an Dingen zu zweifeln, an denen es nichts zu zweifeln gibt.<\/p>\n<p><strong>23. Das sch\u00f6nste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?<\/strong><\/p>\n<p>Autonomie. Ich mir selber. Geiles Zeug. Ess ich jetzt \u00f6fter.<\/p>\n<p><strong>24. Das sch\u00f6nste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?<\/strong><\/p>\n<p>Zuh\u00f6ren. (Und einen kleinen Roboter.)<\/p>\n<p><strong>25. Der sch\u00f6nste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDas bin ich ja von Anke nicht anders gewohnt.\u201c<\/p>\n<p><strong>26. Der sch\u00f6nste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMein Tagessatz ist &#8230;\u201c<\/p>\n<p><strong>27. 2008 war mit einem Wort &#8230;?<\/strong><\/p>\n<p>Guuuuuuuut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(2007, 2006, 2005, 2004, 2003, 23. Dezember) 1. Zugenommen oder abgenommen? Mir egal. Ausnahmsweise. 2. Haare l\u00e4nger oder k\u00fcrzer? Nothing ever happens. 3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger? 4. Mehr Kohle oder weniger? Mehr. Wieso hab ich mich nicht fr\u00fcher selbst\u00e4ndig gemacht, wieso, wieso, wieso? 5. Mehr ausgegeben oder weniger? Erst weniger, dann mehr. 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