{"id":25312,"date":"2016-09-24T11:04:32","date_gmt":"2016-09-24T09:04:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=25312"},"modified":"2016-09-24T11:18:23","modified_gmt":"2016-09-24T09:18:23","slug":"was-schon-war-freitag-23-september-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=25312","title":{"rendered":"Was sch\u00f6n war, Freitag, 23. September 2016 \u2013 Mittagswiesn"},"content":{"rendered":"<p>F. hatte einen Tag Urlaub und so nutzten wir die Gelegenheit, das Oktoberfest zu einem Zeitpunkt zu besuchen, an dem noch nicht ganz so viele Bierleichen unterwegs sind. Tags\u00fcber sieht die Theresienwiese so aus wie sie bei einem Volksfest halt aussieht: viele Fahrgesch\u00e4fte, man hat endlich mal Platz, die ganzen B\u00fcdchen und St\u00e4nde anzugucken, an denen man gebrannte Mandeln (my drug of choice), die \u00fcblichen Lebkuchenherzen und alles andere Ess- und Anzieh- und Aufsetzbare dieser Welt erstehen kann. Es ist noch nicht ganz so voll und so hatten wir die M\u00f6glichkeit, uns noch ein Zelt aussuchen zu k\u00f6nnen. Ich entschied mich f\u00fcr den Himmel der Bayern, das Hacker-Festzelt, durch das ich zwar schon mal durchgelaufen war, in dem ich aber noch nie sa\u00df. Nach einer Stunde wusste ich auch wieder warum.<\/p>\n<p>Es gibt auf dem Oktoberfest <a href=\"http:\/\/www.oktoberfest.de\/de\/ressort\/gro%C3%9Fe+Zelte\/\">gro\u00dfe<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.oktoberfest.de\/de\/ressort\/kleine+Zelte\/\">kleine<\/a> Zelte. Die gro\u00dfen bieten tausenden von Menschen Platz; ins <a href=\"http:\/\/www.oktoberfest.de\/de\/article\/Zelte\/gro%C3%9Fe+Zelte\/Hacker-Festzelt\/142\/\">Hacker-Zelt<\/a> gehen 6.900 Leute rein. Es gibt noch einen weiteren Unterschied zwischen den Zelten: die einen sind die sogenannten Partyzelte. Das sind die, in denen schon morgens ab 10 Uhr Leute auf die Bank steigen und eine Ma\u00df exen. Der Himmel der Bayern ist ein solches Zelt und das hatte ich bl\u00f6derweise vergessen.<\/p>\n<p>Wir waren um kurz vor 11 da und fanden noch locker einen Platz; als wir um kurz nach 12 gingen, war das Zelt schon richtig gut gef\u00fcllt. Die Kapelle begann erst um 12 Uhr zu spielen, vorher war also noch nicht die \u00fcbliche Bierzeltstimmung da, aber daf\u00fcr die schon erw\u00e4hnten Idioten (und eine Idiotin), die unbedingt einen Liter Bier in einem Zug trinken und sich daf\u00fcr vom Zelt bejubeln lassen wollten. Die Dame schaffte es nicht, wie auch viele Kerle, aber sie hat nicht ganz so laute Buhrufe abgekriegt und auch weniger geworfene Breznst\u00fccke.<\/p>\n<p>F. und ich g\u00f6nnten uns erstmal was zu <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/BKsYkJWDJ56\/\">essen<\/a>, denn vor dem Bier muss eine Grundlage geschaffen werden. Ich will hier noch mal eine Lanze f\u00fcr die Oktoberfestk\u00fcchen brechen; das Essen ist wirklich gut und kein billiger Fra\u00df. Das Hacker-Pschorr-Oktoberfestbier ist auch gro\u00dfe Klasse, es schmeckt fast fruchtig; ich war begeistert, wo ich doch sonst eisenharte Augustinertrinkerin bin. Die <a href=\"http:\/\/www.oktoberfest.de\/de\/article\/Oktoberfest+2016\/Bier\/Die+sechs+M%C3%BCnchner+Brauereien\/1686\/\">sechs M\u00fcnchner Brauereien<\/a>, die exklusiv das Oktoberfest beliefern, brauen f\u00fcr die Wiesn ein spezielles Bier, das es kurz vor und nach dem Oktoberfest auch in Flaschen im Supermarkt gibt. Dieses Bier ist fieserweise st\u00e4rker als ihr normales Bier, was viele der 6.900 Menschen gerne mal vergessen. F. und ich nippten gesittet an unseren Kr\u00fcgen und sch\u00fcttelten manchmal pikiert die K\u00f6pfe \u00fcber die Menschen um uns rum. Zum Beispiel \u00fcber die drei plastikverdirnelten M\u00e4dels, die sich an uns vorbeidr\u00e4ngten, um in der Mitte vom Tisch zu sitzen (wir sa\u00dfen am Rand) und die dann f\u00fcnf Minuten in die Karte guckten, was man denn wohl trinken k\u00f6nnte. Wiesn \u2013 you&#8217;re doing it wrong! Sie fanden anscheinend nicht das, was sie suchten und verlie\u00dfen das Zelt wieder. Neben uns auf der anderen Seite des Ganges sa\u00df eine asiatische Gruppe, von denen ein Herr sich l\u00e4ngs auf die Bierbank legte und ein kurzes Nickerchen hielt, w\u00e4hrend die anderen weitertranken. Alle f\u00fcnf Minuten exte jemand eine Ma\u00df und ich jammerte jedesmal dar\u00fcber, dass das sch\u00f6ne Bier einfach so verschwendet wurde.<\/p>\n<p>Als wir beide nur noch ein <a href=\"https:\/\/de.wiktionary.org\/wiki\/Norgerl\">Norgerl<\/a> im Krug hatten, erhob sich die asiatische Gruppe und wankte an uns vorbei. Ein Herr klopfte einem anderen auf den R\u00fccken, worauf dieser sich kurz nach vorn beugte, sich auf den Holzboden \u00fcbergab und weiterging. Wir beide erhoben uns daraufhin ebenfalls und gingen schnurstracks nach drau\u00dfen, w\u00e4hrend drinnen die Kapelle das erste Lied anstimmte.<\/p>\n<p>Eigentlich wollten wir nur eine Ma\u00df trinken, aber das Ende hatte sich so abrupt angef\u00fchlt \u2013 das war kein sch\u00f6ner Abschluss f\u00fcr die bis dahin entspannte, wenn auch etwas laute Mittagswiesn. Wir gingen direkt gegen\u00fcber ins <a href=\"http:\/\/www.oktoberfest.de\/de\/article\/Zelte\/gro%C3%9Fe+Zelte\/Augustiner-Festhalle+\/187\/\">Augustinerzelt<\/a>, das eindeutig kein Partyzelt ist. Weniger Plastik, weniger laut, kein Fliegerlied und Bier aus dem Holzfass. Wir bestellten jeweils noch eine Ma\u00df und genossen sie deutlich entspannter als gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>F. ging danach zum Bahnhof, ich musste zur Post. Die U4 von der Theresienwiese h\u00e4lt am Karlsplatz (Stachus), wo ich extrem ungern umsteige, weil ich mich in den <a href=\"http:\/\/www.stachus-passagen.de\/untergeschoss-1\/\">Stachuspassagen<\/a> immer, immer, immer verirre. Ich komme nie da raus, wo ich raus will. Jedenfalls n\u00fcchtern. Gestern, leicht angeschickert, fand ich den richtigen Weg sofort, was mich nachhaltig an dieser Stadtbauma\u00dfnahme zweifeln l\u00e4sst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F. hatte einen Tag Urlaub und so nutzten wir die Gelegenheit, das Oktoberfest zu einem Zeitpunkt zu besuchen, an dem noch nicht ganz so viele Bierleichen unterwegs sind. 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