{"id":246,"date":"2002-04-30T16:47:22","date_gmt":"2002-04-30T15:47:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=246"},"modified":"2004-11-08T21:02:00","modified_gmt":"2004-11-08T20:02:00","slug":"gloomy-sunday","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=246","title":{"rendered":"Gloomy Sunday"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/imdb.com\/title\/tt0155722\/\">Gloomy Sunday<\/a><br \/>\n(Ein Lied von Liebe und Tod, D 1999)<\/p>\n<p>Darsteller: Joachim Kr\u00f3l, Ben Becker, Stefano Dionisi, Erika Marozs\u00e1n<br \/>\nDrehbuch: Rolf Sch\u00fcbel, Ruth Thoma, nach dem Roman von Nick Barkow<br \/>\nKamera: Edward Klosinski<br \/>\nMusik: Detlef Petersen, Rezs\u00f6 Seress<br \/>\nRegie: Rolf Sch\u00fcbel<\/em><\/p>\n<p>Es gibt Tage, die sich anf\u00fchlen, als w\u00fcrde die Sonne niemals untergehen. Es riecht nach blauem Himmel, nach Freundschaft, nach Hoffnung. An diesen Tagen ist alles m\u00f6glich. Liebe wird nicht zerbrechen, Leben werden nicht enden, die Welt wird f\u00fcr einen Tag, vielleicht auch nur f\u00fcr einen Augenblick, ein guter, friedlicher Platz sein. <\/p>\n<p>In solchen Tagen beginnt <em>Gloomy Sunday<\/em>. Ein au\u00dfergew\u00f6hnlich guter deutscher Film, der sich nicht scheut, gro\u00dfe Gef\u00fchle auszudr\u00fccken. Die ganze Geschichte ist hart am Kitsch \u2013 aber immer, wenn man das Gef\u00fchl hat, ein bisschen zuviel Zuckerguss serviert zu bekommen, kippt die Geschichte wieder in die Realit\u00e4t. Und die ist im Ungarn der Nazizeit eine b\u00f6se. <\/p>\n<p>Der Film handelt von einer gro\u00dfen Liebe zwischen Ilona, einer Kellnerin in einem Budapester Restaurant, und dessen Besitzer L\u00e1szl\u00f3 (Joachim Kr\u00f3l) und \u2013 dem Barpianisten Andr\u00e1s (Stefano Dionisi). Beide M\u00e4nner lieben Ilona so sehr, dass sie sich eher mit dieser seltsamen Menage a trois arrangieren als sie aufzugeben. Und Ilona, die mit einer zauberhaften Leichtigkeit von Erika Marozs\u00e1n verk\u00f6rpert wird, schafft es, dem Verh\u00e4ltnis Stabilit\u00e4t und sogar Freundschaft statt Konkurrenz einzuhauchen. <\/p>\n<p>Dieses kleine Paradies wird nur durch einen Gast des Restaurants, Hans (Ben Becker), gest\u00f6rt, der ebenfalls dem Zauber Ilonas verf\u00e4llt. Sie weist ihn freundlich, aber bestimmt ab. Aber seine Zeit wird kommen: Sp\u00e4testens, als er als SS-Kommandant in Budapest herrscht und damit \u00fcber Leben und Tod des Juden L\u00e1szl\u00f3 verf\u00fcgen kann. <\/p>\n<p>Die Lebensl\u00e4ufe der Hauptpersonen werden durch ein Lied zusammen gehalten: der Ballade vom traurigen Sonntag. Ein Lied, das in den 30er und 40er Jahren eine traurige Ber\u00fchmtheit erlangte, denn viele Menschen nahmen sich zu diesen Kl\u00e4ngen das Leben. Auch in <em>Gloomy Sunday<\/em> fordert das Lied Tribut; einer der Hauptpersonen wird ihm erliegen. Der Zuschauer leidet ein jedesmal mit, sobald die magischen T\u00f6ne erklingen, denn der gesamte Film verstr\u00f6mt eine solche Anziehungskraft, der man einfach verf\u00e4llt. Jede Figur w\u00e4chst einem ans Herz, und man m\u00f6chte sie nie wieder gehen lassen. Vor allen nicht an Tagen, die sich anf\u00fchlen, als w\u00fcrde die Sonne niemals untergehen. Was sie aber doch tut. Die Welt ist leider doch kein friedlicher Platz. Nicht mal im Film.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gloomy Sunday (Ein Lied von Liebe und Tod, D 1999) Darsteller: Joachim Kr\u00f3l, Ben Becker, Stefano Dionisi, Erika Marozs\u00e1n Drehbuch: Rolf Sch\u00fcbel, Ruth Thoma, nach dem Roman von Nick Barkow Kamera: Edward Klosinski Musik: Detlef Petersen, Rezs\u00f6 Seress Regie: Rolf Sch\u00fcbel Es gibt Tage, die sich anf\u00fchlen, als w\u00fcrde die Sonne niemals untergehen. 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