{"id":24311,"date":"2016-04-30T08:33:44","date_gmt":"2016-04-30T06:33:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=24311"},"modified":"2016-04-30T08:57:09","modified_gmt":"2016-04-30T06:57:09","slug":"was-schon-war-freitag-29-april-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=24311","title":{"rendered":"Was sch\u00f6n war, Freitag, 29. April 2016"},"content":{"rendered":"<p><strong>Altes Buch auslesen.<\/strong><\/p>\n<p>Okay, sch\u00f6n war das nicht, endlich mit Franzens <em>Purity<\/em> abzuschlie\u00dfen, und die letzten 100 Seiten habe ich nur noch durchgebl\u00e4ttert, weil ich weder die Figuren noch die Handlung l\u00e4nger ertragen habe. Aber es war sch\u00f6n, das Ding endlich hinter sich lassen zu k\u00f6nnen. Ich stimme der Rezension von Katharina Granzin in der <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Neuer-Roman-von-Jonathan-Franzen\/!5228687\/\"><em>taz<\/em><\/a> weitgehend zu, h\u00e4tte den Schinken aber noch mehr verrissen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong>In den Bestandskarteikarten des Lenbachhauses rumw\u00fchlen.<\/strong><\/p>\n<p>Das war ein \u00e4u\u00dferst ergiebiges Rumw\u00fchlen, weil sich das Bild von Leo von Welden langsam verfestigt. Festzustellen, dass der Mann zur NS-Zeit durchaus gearbeitet und ausgestellt sowie von Museen angekauft wurde, ruiniert die These, dass er als sogenannter \u201eentarteter\u201c K\u00fcnstler verfemt und verboten war, die in den wenigen Katalogen von ihm kolportiert wird. Ich habe Ankaufsdaten des Lenbachhauses von 1935 bis 1944, und dank eines Tipps der Kuratorin, mal in den Pinakotheken anzufragen \u2013 die h\u00e4tten auch von Weldens im Bestand \u2013, vermutlich demn\u00e4chst noch mehr.<\/p>\n<p>Wobei die Klassifizierung als \u201eentartet\u201c des \u00d6fteren nicht konsequent durchgesetzt wurde. Das bekannteste Beispiel ist sicherlich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rudolf_Belling\">Rudolf Belling<\/a>, der 1937 sowohl in der ersten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gro%C3%9Fe_Deutsche_Kunstausstellung\">Gro\u00dfen Deutschen Kunstausstellung<\/a> als auch in der Ausstellung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Entartete_Kunst_(Ausstellung)\">\u201eEntartete Kunst\u201c<\/a> zu sehen war, circa 500 Meter Luftlinie voneinander entfernt. Es gab (soweit ich wei\u00df) keine offizielle Linie, keine Liste zum Abhaken, was ein Bild zu einem \u201eentarteten\u201c machte. Im Lenbachhaus gibt es den Fall <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Julius_H%C3%BCther\">Julius H\u00fcther<\/a>, dessen <em>Knabenbildnis<\/em> von 1929 als \u201eentartet\u201c aus der Sammlung entfernt und laut Karteikarte in den 1950er Jahren wieder eingegliedert wurde. Gleichzeitig kaufte das Haus aber die ganze NS-Zeit \u00fcber weiterhin Werke von ihm an. <\/p>\n<p>Ich werde mich also mal mit der Einkaufspolitik deutscher Museen zur NS-Zeit besch\u00e4ftigen \u2013 ich hoffe, ich kann mich da auf M\u00fcnchen beschr\u00e4nken \u2013, und gleichzeitig werde ich versuchen, noch weitere Maler*innen zu finden, die die gleichen religi\u00f6sen Themen bearbeitet haben wie von Welden. Einfach um da einen besseren \u00dcberblick zu haben, ob von Welden vielleicht doch innerhalb dieser Gruppe etwas Besonderes hatte. Bis jetzt kommt mir seine k\u00fcnstlerische Karriere wie eine ganz normale vor \u2013 er malte das, was er verkaufen konnte, und einige Themen gingen eben sowohl zur als auch vor und nach der NS-Zeit. Spannend sind jetzt die <a href=\"http:\/\/www.gdk-research.de\/db\/apsisa.dll\/ete?action=query&#038;sstate=eJyNlN1u0zAUx5tuUre0o5s3oEwwoEiwC1Ylabu144KJbUIDtK-yu0iRm7itab6wnbV7Fh6Ep-BVeAaO81EaaRXc2f_zO-f8j-1kRUEdFREnbHyPCLtrcIF9BzNn_dePn78rtUJd5QETFnb7kbdb6ChH6qeVjNl-qW7KTDcIxlE4S0WF7cKu0okL1FV16VTXkKLXlPqaXOtoeRR4BLbrcmugkgjsxtRzQXkjlSbaGTpjQ9P1vZAFTmQLGvgNxvkdF8RrODI1rtpKqpbluo2KfpAF9pGiZfUPUOk8uJKjZWgHFQ0tc9NFyy7lAraravHUSCpuQsTQ0NzkIFakqKMlzO2UbiZtqrBsodIgYBMYHgQEQhupe52Wobe1VluWfAJaF230sT0-1N_q76iPYa5bOcvTOLTFSYgZFgGL4_8Z3Ymjj9Leh3uGlq-9pRZ7Oqpw6g9dck145IrkYHry4G8pp32XxJZBaaNV6v_VKlLbR0u2xzPi4B6ikxHxrpvtVOhsoKKTVYfzzOXWpKajqgeWaJiZ48m99Axjdi_SrNFEJYcITF2epbbuS40bwRjxnVnJTZWltp_eufRozBzHhbr3FXoM7puoyiLfGWJ_eDLrLc01tZy5pj5vbh0yW2hlwAgVZCpiA8XeQdYSHkuvM_8kX6hlZ2DZIxwKwjiqDqgLC2sc-Vy4hAHxPE88yAhMokEMvMoDKAXgUxwSboWgAVTPQxt5aEiCfxbq42iyuJAg9sinY4v4iy2nzOJOYxwNQjg5zrzFkBgRj_ianrRacH4ZBMSzPFFJiW94xORDfJ0PP0zDEypGIbVFxEjSaIGbOS7-3tYA8vA0iXKkdEG9UsvUpyDBRyxG6Mg035vHhyYOuen0zY8nn63Lmw9fzo6ty-uLk5vjr2cX55ahtQAAIv0XmhPSZ0EgZEZN-QNEUI0k&#038;desc=leo+von+welden&#038;refine=Suchen\">Bilder<\/a>, die es die Gro\u00dfe Deutsche Kunstausstellung geschafft habe, denn die waren eben nicht religi\u00f6s, sondern sch\u00f6n auf Parteilinie getrimmt.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong>Neues Buch anfangen.<\/strong><\/p>\n<p>Meine Nase steckt seit gestern abend in Annette Pehnts <em><a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3492300839\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3492300839&#038;linkCode=as2&#038;tag=httpwwwankegr-21\">Chronik der N\u00e4he<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3492300839\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em>, nachdem ich von ihr bereits <em><a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=16773\">Insel 34<\/a><\/em> und <em><a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=16997\">Mobbing<\/a><\/em> mit gro\u00dfem Genuss gelesen habe. Ich glaube, ich kaufe von der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Annette_Pehnt\">Dame<\/a> einfach mal alles.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Altes Buch auslesen. Okay, sch\u00f6n war das nicht, endlich mit Franzens Purity abzuschlie\u00dfen, und die letzten 100 Seiten habe ich nur noch durchgebl\u00e4ttert, weil ich weder die Figuren noch die Handlung l\u00e4nger ertragen habe. Aber es war sch\u00f6n, das Ding endlich hinter sich lassen zu k\u00f6nnen. 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