{"id":22711,"date":"2015-10-09T09:16:37","date_gmt":"2015-10-09T07:16:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=22711"},"modified":"2015-10-09T09:23:31","modified_gmt":"2015-10-09T07:23:31","slug":"tagebuch-8-oktober-2015-erklarbarin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=22711","title":{"rendered":"Tagebuch 8. Oktober 2015 \u2013 Erkl\u00e4rb\u00e4rin"},"content":{"rendered":"<p>Bei F. aufgewacht nach einer wunderbar ungest\u00f6rten Nachtruhe. Der Mann hat ein im Vergleich zu meinem <a href=\"https:\/\/shop.ligne-roset.de\/24-multy\">Schlafsofa<\/a> riesiges Bett und ich f\u00fchle mich dort immer wie im Hotel (wo ich sehr gerne schlafe). Der Service mit den S\u00fc\u00dfigkeiten auf dem Kopfkissen k\u00f6nnte allerdings besser sein.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Vormittags beim Karstadt um die Ecke einkaufen gewesen. Nach drei Jahren in dieser Wohnung endlich einen Einsatz f\u00fcr die Besteckschublade gekauft. Leider vergessen, vor dem Einkaufen den Backofen auszumessen, um mir ein tiefes Blech nachzukaufen; das Hamburger Blech war mir zu gammelig, um es mitzunehmen (entsorgt). Batterien f\u00fcr die K\u00fcchenwaage nachgekauft sowie 60-Watt-Gl\u00fchbirnen f\u00fcr die Deckenbeleuchtung, die ich au\u00dfer im Bad nirgends anmache, weil ich lieber indirektes Licht von mindestens drei Steh- und Tischlampen und bergeweise Teelichtern in meiner Wohnung habe. Aber im Bad nutze ich eben doch das Deckenlicht, das aber immerhin warm vom wei\u00dfen Duschvorhang und den wei\u00dfen Kacheln reflektiert wird und eine sehr angenehme Raumatmosph\u00e4re erzeugt.<\/p>\n<p>In der Fressabteilung Ben &#038; Jerry&#8217;s Peanut Butter Cup gekauft, Pancetta f\u00fcr die Carbonara heute (war eigentlich schon f\u00fcr gestern geplant), Stinkebrie und uralten Gouda, und normalerweise nehme ich noch Pastrami mit, wenn ich da bin, aber gestern lachte mich der Krustenbraten so an, daher wanderte der in meinen Einkaufskorb. Beziehungsweise Einkaufswagen, den ich mit meinen stets griffbereiten M\u00fcnzen losschlie\u00dfe. Als brave Studentin habe ich immer ein 1- und ein 2-Euro-St\u00fcck in der Hosentasche f\u00fcr die diversen Bibliotheksschlie\u00dff\u00e4cher, die mir \u00fcber den Weg laufen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Nachmittags in meinen elektronischen Stundenplan geguckt, ob ich alle meine Kurse bekommen habe \u2013\u00a0fast: drei von vier.<\/p>\n<p>Im MA haben wir weniger Wochenstunden als im BA, was daran liegt, dass unsere abzugebenden Hausarbeiten deutlich umfangreicher sind. In diesem Semester muss ich zwei Vorlesungen und zwei Hauptseminare in Kunstgeschichte belegen, wobei ich zwei Hausarbeiten zu ca. 50.000 Zeichen abgeben muss (zum Vergleich: Im BA waren es 30.000 Zeichen, meine BA-Arbeit hatte 65.000). Wir haben im MA kein eigentliches Nebenfach, m\u00fcssen aber trotzdem noch 30 zus\u00e4tzliche ECTS-Punkte sammeln. Das geschieht bei uns im sogenannten  <a href=\"http:\/\/www.profilbereich-gs.uni-muenchen.de\/modulliste\/index.html\">Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Profilbereich<\/a>, der aus vielen verschiedenen F\u00e4chern besteht. Die Historiker_innen, bei denen ich vermutlich wieder rumh\u00e4ngen werde, sind etwas pingelig; wenn man sich f\u00fcr Geschichte entscheidet, dann darf man nur Geschichte studieren. Bei den anderen F\u00e4chern darf man mixen und matchen. Theoretisch k\u00f6nnte ich lustig einen Kurs in Theologie, einen in Philosophie, einen in Anglistik und einen in Gender Studies machen, aber ich glaube, ich bleibe bei Geschichte. Die Kurse sind aber erst f\u00fcr das zweite und dritte MA-Semester empfohlen, dar\u00fcber darf ich also noch ein paar Monate nachdenken.<\/p>\n<p>Meine zwei Wunschvorlesungen habe ich bekommen (<a href=\"https:\/\/lsf.verwaltung.uni-muenchen.de\/qisserver\/rds?state=verpublish&#038;status=init&#038;vmfile=no&#038;publishid=563816&#038;moduleCall=webInfo&#038;publishConfFile=webInfo&#038;publishSubDir=veranstaltung\">Baukunst der Fr\u00fchen Neuzeit: Barock und Klassizismus<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/lsf.verwaltung.uni-muenchen.de\/qisserver\/rds?state=verpublish&#038;status=init&#038;vmfile=no&#038;publishid=578256&#038;moduleCall=webInfo&#038;publishConfFile=webInfo&#038;publishSubDir=veranstaltung\">Artists on the Move. K\u00fcnstlerische Reiseerfahrung seit der Fr\u00fchen Neuzeit<\/a>), bei den Seminaren immerhin die <a href=\"https:\/\/lsf.verwaltung.uni-muenchen.de\/qisserver\/rds?state=verpublish&#038;status=init&#038;vmfile=no&#038;publishid=564484&#038;moduleCall=webInfo&#038;publishConfFile=webInfo&#038;publishSubDir=veranstaltung\">Iconic Architecture<\/a>. Ich h\u00e4tte mich gerne \u00fcber die <a href=\"https:\/\/lsf.verwaltung.uni-muenchen.de\/qisserver\/rds?state=verpublish&#038;status=init&#038;vmfile=no&#038;publishid=564659&#038;moduleCall=webInfo&#038;publishConfFile=webInfo&#038;publishSubDir=veranstaltung\">Kunst seit 1960 in der Bundesrepublik und der DDR<\/a> informiert, aber dort habe ich leider keinen Platz bekommen. <\/p>\n<p>Ab Sonntag darf ich nachbelegen. Dann gilt allerdings nicht mehr unsere bisherige Bewerbung, bei der wir priorisieren konnten, was wir gerne h\u00e4tten, und das System versucht dann, m\u00f6glichst viele Studis gl\u00fccklich zu machen. Stattdessen gilt ab Mitternacht: First come, first beleg. Wer sich am schnellsten einen Platz sichert, der hat ihn dann, weswegen ich um 0.01 Uhr hektisch rumklicken werde. Ich \u00fcberlege noch, ob ich mich lieber mit <a href=\"https:\/\/lsf.verwaltung.uni-muenchen.de\/qisserver\/rds?state=verpublish&#038;status=init&#038;vmfile=no&#038;publishid=564469&#038;moduleCall=webInfo&#038;publishConfFile=webInfo&#038;publishSubDir=veranstaltung\">digitalen Barockschl\u00f6ssern<\/a>, <a href=\"https:\/\/lsf.verwaltung.uni-muenchen.de\/qisserver\/rds?state=verpublish&#038;status=init&#038;vmfile=no&#038;publishid=564472&#038;moduleCall=webInfo&#038;publishConfFile=webInfo&#038;publishSubDir=veranstaltung\">niederl\u00e4ndischen Portr\u00e4ts<\/a> oder <a href=\"https:\/\/lsf.verwaltung.uni-muenchen.de\/qisserver\/rds?state=verpublish&#038;status=init&#038;vmfile=no&#038;publishid=564863&#038;moduleCall=webInfo&#038;publishConfFile=webInfo&#038;publishSubDir=veranstaltung\">Global Art History<\/a> besch\u00e4ftigen will. Momentan neige ich zu letzterem, weil ich das Gef\u00fchl habe, bei den theoretischen Grundlagen meines Fachs noch ein bisschen nachlegen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Abends besuchte mich eine Kommilitonin, um sich von mir <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ankegroener\/status\/652183148055367680\">Twitter<\/a> und Blogs erkl\u00e4ren zu lassen. Sie ist eigentlich nicht mehr ganz meine Kommilitonin, denn sie hat gerade ihren Master gemacht und w\u00fcrde die Arbeit gerne der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentieren. Sie ist in meinem Alter, weswegen wir nach dem Erkl\u00e4rb\u00e4rteil noch \u00fcber unser Studium plauderten und wie sehr wir es genie\u00dfen. Ich fand es sehr sch\u00f6n, jemanden am Tisch zu haben, dem es genauso geht wie mir, wenn ich einen H\u00f6rsaal betrete: dieses immer wieder \u00fcberw\u00e4ltigende Gef\u00fchl von Neugier, Faszination und Dankbarkeit sowie dem Wissen, warum wir hier sind, was eben andere Gr\u00fcnde hat als bei den vielen 20-J\u00e4hrigen, die um uns rum sitzen. F\u00fcr sie sind viele Dinge eine Pflicht, die erledigt werden muss; f\u00fcr uns sind sie stets ein Geschenk. Wir m\u00fcssen nicht hier sein, wir wollen hier sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei F. aufgewacht nach einer wunderbar ungest\u00f6rten Nachtruhe. Der Mann hat ein im Vergleich zu meinem Schlafsofa riesiges Bett und ich f\u00fchle mich dort immer wie im Hotel (wo ich sehr gerne schlafe). Der Service mit den S\u00fc\u00dfigkeiten auf dem Kopfkissen k\u00f6nnte allerdings besser sein. &#8212; Vormittags beim Karstadt um die Ecke einkaufen gewesen. 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