{"id":196,"date":"2004-07-12T19:07:14","date_gmt":"2004-07-12T18:07:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=196"},"modified":"2004-11-08T17:54:22","modified_gmt":"2004-11-08T16:54:22","slug":"cold-mountain","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=196","title":{"rendered":"Cold Mountain"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt0159365\/\">Cold Mountain<\/a> (Unterwegs nach Cold Mountain)<\/em>: epische, langsame Reise eines Deserteurs (Jude Law) im B\u00fcrgerkrieg der USA nach Hause, nach Cold Mountain, zu seiner Geliebten (Nicole Kidman), die mit einer einzigen weiblichen Hilfskraft (Ren\u00e9e Zellweger) versucht, ihre Farm vor den Kriegswirren und dem Winter zu retten.<\/p>\n<p>Ich musste mich anstrengen, diesen Film zu m\u00f6gen, denn ich kann Nicole Kidman nicht leiden, und auch ihre zerstrubbelten Haare (die aber immer noch nach Fotoshooting aussahen) und dreckigen H\u00e4nde haben mich nicht davon \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, dass sie eine Farm bewirtschaftet. Genau wie Ren\u00e9e Zellweger anscheinend immer einen Schmollmund hat; ihr sch\u00f6ner S\u00fcdstaatenslang hat aber einiges wettgemacht. Jude Law ist mir ein wenig zu feingliedrig gewesen f\u00fcr das ganze Schlachten um ihn herum, aber vielleicht sind mir gerade deswegen die Gewaltszenen so nahe gegangen.<\/p>\n<p>Die Sequenzen aus dem Sch\u00fctzengraben hatten eine satte Farbigkeit und wirkten durch Kameraf\u00fchrung und Zeitlupe wie Gem\u00e4lde. Kost\u00fcme und Ausstattung schufen eine perfekte Illusion; gerade deshalb hat es genervt, so viele bekannte und vor allen nicht gerade zeitlose Gesichter in der Geschichte wiederzufinden. Giovanni Ribisi, Charlie Hunnam, Jack \u201eThe White Stripes\u201c White, Philip Seymour Hoffman &#8230; einzig Natalie Portman schien mir in das Lokalkolorit zu passen.<\/p>\n<p>Die Geschichte hat zwar den roten Faden des Nach-Hause-kommen-Wollens, aber das, was den Film ausmacht, sind eher die verschiedenen Menschen, die Law auf eben diesem Weg trifft. Jedes einzelne Schicksal ist vom Krieg gezeichnet; die Sinnlosigkeit gerade dieses Krieges wird sehr deutlich, obwohl der Film sie geschickt und nicht mit dem Holzhammer transportiert. Untermalt wird das ganze von der einf\u00fchlsamen Musik von Gabriel Yared: sehr martialisch bei den Kampfszenen, aber sehr zur\u00fcckgenommen und z\u00e4rtlich bei allem anderen.<\/p>\n<p>Die Dialoge tun ihr \u00fcbriges: Sie schwanken angenehm zwischen erdiger Bodenst\u00e4ndigkeit gerade von Zellweger und v\u00f6llig gestriger S\u00fcdstaaten-Vornehmheit. Manchmal etwas plakativ, aber deshalb nicht weniger wahr, z.B. wenn Law sich rechtfertigt, dass er Kidman nicht \u00f6fter geschrieben habe: &#8220;If you could see my inside, or whatever you want to name it; my spirit, that&#8217;s what I fear. I think I&#8217;m ruined. They kept trying to put me in the ground but I wasn&#8217;t ready. But if I had &#8230; if I had goodness, I lost it. If I had anything tender in me, I shot it dead! How could I write to you after what I&#8217;d done? What I&#8217;d seen?&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cold Mountain (Unterwegs nach Cold Mountain): epische, langsame Reise eines Deserteurs (Jude Law) im B\u00fcrgerkrieg der USA nach Hause, nach Cold Mountain, zu seiner Geliebten (Nicole Kidman), die mit einer einzigen weiblichen Hilfskraft (Ren\u00e9e Zellweger) versucht, ihre Farm vor den Kriegswirren und dem Winter zu retten. 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