{"id":17835,"date":"2012-11-27T18:15:14","date_gmt":"2012-11-27T16:15:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=17835"},"modified":"2012-12-02T12:06:03","modified_gmt":"2012-12-02T10:06:03","slug":"hans-memlings-devotions-und-ehepaardiptychen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=17835","title":{"rendered":"Hans Memlings Devotions- und Ehepaardiptychen"},"content":{"rendered":"<p><em>(Das war mein heutiges Referat bzw. das sind meine huschig ausformulierten Notizen. Die fortgeschrittenen oder schon fertigen Kunsthistoriker_innen \u00fcberspringen dieses Erstsemestergeschwurbel besser. Oder lehnen sich gem\u00fctlich zur\u00fcck und denken sich, ach ja, so klein war ich auch mal.)<\/em><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Zur Erinnerung: Mein Kurs hei\u00dft \u201eDie Anf\u00e4nge der Portr\u00e4tmalerei im 14. und 15. Jahrhundert\u201c. Bisher haben wir unter anderem das vermutlich <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=17788\">erste autonome K\u00fcnstlerportr\u00e4t<\/a> kennengelernt. Die Referentin vor mir erz\u00e4hlte dann etwas \u00fcber <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Petrus_Christus\">Petrus Christus<\/a>, der mit seinem <a href=\"http:\/\/www.nationalgallery.org.uk\/paintings\/petrus-christus-edward-grimston\">Portr\u00e4t des Edward Grimston<\/a> das erste Bildnis schuf, in dem ein klarer Raum erkennbar war. Vorher standen die gemalten Menschen unmotiviert vor diffusen, meist dunklen Hintergr\u00fcnden. Oder wir hatten das Stifterbild wie die <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Madonna_of_Chancellor_Rolin\">Rolin-Madonna<\/a>, in der sich die Portr\u00e4tierten zwar in einem Raum befinden, aber der ist noch irreal. Zudem besteht eine klare Trennung zwischen der g\u00f6ttlichen und der profanen Sph\u00e4re.<\/p>\n<p>Das \u00e4nderte sich alles mit Memlings \u201eDiptychon des Maarten van Niewenhove\u201c.<\/p>\n<p><strong>Hans Memling<\/strong> wurde zwischen 1433 und 1440 in Seligenstadt bei Frankfurt geboren (die meisten Forscher tendieren eher zu sp\u00e4ter als zu fr\u00fcher), in Br\u00fcgge ist er erstmals 1465 nachweisbar, gestorben ist er dort 1494. Er war einer der produktivsten Maler des 15. Jahrhunderts in den Niederlanden; es sind fast 100 seiner Werke erhalten, und davon waren ein Drittel Portr\u00e4ts. <\/p>\n<p><strong>Diptychen<\/strong> sind keine neue Erfindung, bereits im antiken Rom gibt es eine klappbare Schreibtafel namens \u201ediptycha\u201c. Diese Form des Gem\u00e4ldes erfreute sich aber in der zweiten H\u00e4lfte des 15. sowie in der ersten H\u00e4lfte des 16. Jahrhunderts gro\u00dfer Beliebtheit. Das hing mit der \u201eDevotio moderna\u201c zusammen, der \u201emodernen Andacht\u201c. Sie stellte die private Andacht dem \u00f6ffentlichen Gottesdienst gleich bzw. ermunterte die Gl\u00e4ubigen, sich auch privat mit ihrer Spiritualit\u00e4t zu besch\u00e4ftigen sowie das Leben Jesu bzw. seine Menschlichkeit zu erforschen. Private Einkehr, individuelle Bibelstudien und Meditation schufen einen neuen, pers\u00f6nlichen Kontakt zum G\u00f6ttlichen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr sind <strong>Devotionsdiptychen<\/strong> schlicht praktischer als Gem\u00e4lde, die an der Wand h\u00e4ngen. Sie sind meist kleinformatiger; sie wurden auf Kissen gelegt, auf ein Pult gestellt oder in Familienkapellen genutzt, um zu beten. Das Diptychon des van Nieuwenhove hing (ja, eine Ausnahme, ich komme noch darauf, warum) in der Liebfrauenkirche in Br\u00fcgge), wo die Familie eine Privatkapelle besa\u00df.<\/p>\n<p><strong>Br\u00fcgge<\/strong> war im 15. Jahrhundert ein wichtiger und wohlhabender Handelsplatz. Eine verm\u00f6gende Mittelschicht aus Kaufleuten und Bankiers konnte es sich leisten, Gem\u00e4lde, Portr\u00e4ts oder Diptychen anfertigen zu lassen. (In einem Buch fand ich das sch\u00f6ne Zitat \u201eDie Kunst ist immer da, wo das Geld ist\u201c, aber ich Nase habe mir nat\u00fcrlich nicht notiert, von wem der Satz stammt. Dieses wissenschaftliche Arbeiten muss ich noch \u00fcben.)<\/p>\n<p>Bei den Devotionsdiptychen gibt es zwei Darstellungsweisen: einmal je einen oder eine Heilige\/n pro Fl\u00fcgel oder das sogenannte <strong>Stifterbild<\/strong>: eine\/n Heilige\/n (meist die Madonna mit Kind) sowie den Stifter, das hei\u00dft, den Auftraggeber des Bildes.<\/p>\n<p><strong>Diptychon des Maarten van Nieuwenhove<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wga.hu\/art\/m\/memling\/3mature6\/33nieuw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/memling_nieuwenhove.jpg\" alt=\"\" title=\"memling_nieuwenhove\" width=\"500\" height=\"308\" class=\"alignnone size-full wp-image-17836\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>(Klick macht gro\u00df)<\/em><\/p>\n<p>1487<br \/>\n\u00d6l auf Eichenholz<br \/>\njeder Fl\u00fcgel 52 x 41,5 cm<br \/>\nOriginalrahmen<br \/>\nMemlingmuseum, Br\u00fcgge<\/p>\n<p><strong>Maarten van Nieuwenhove<\/strong> wurde 1463 in eine einflussreiche Br\u00fcgger Familie geboren; einige Familienmitglieder waren bereits ranghohe Politiker im Stadtrat von Br\u00fcgge oder in der Verwaltung von Burgund. Maarten strebte eine \u00e4hnliche Karriere an. Nach einigen Schwierigkeiten gelang ihm das auch: 1492 wurde er Ratsherr, 1497 B\u00fcrgermeister von Br\u00fcgge, gestorben ist er 1500. Er lie\u00df das Andachtsdiptychon allerdings bereits 1487 anfertigen, als er noch kein politisches Amt innehatte.<\/p>\n<p><strong>Bildbeschreibung<\/strong><\/p>\n<p>In der linken H\u00e4lfte sehen wir die Madonna mit Kind als Halbfigur, frontal, hinter einer Mauer oder einer Balustrade. Sie ist reich geschm\u00fcckt und sehr elegant gekleidet. Neben ihr im rechten Fl\u00fcgel Maarten van Nieuwenhove, ebenfalls pr\u00e4chtig gekleidet. Er war offensichtlich gerade im Gebet versunken \u2013 sein ge\u00f6ffnetes Gebetbuch liegt vor ihm \u2013, als ihm die Madonna erschien; sein \u00fcberraschter Gesichtsausdruck k\u00fcndet davon. Das Besondere bzw. der Unterschied zu den R\u00e4umen, in denen sich Stifter und Madonna bisher befanden: <strong>Diese beiden sind in einem echten Raum, keinem imagin\u00e4ren<\/strong>. Genauer gesagt, in Maartens guter Stube. <\/p>\n<p>Mehrere Details weisen auf den Stifter hin: Auf dem linken Rahmen steht die (\u00fcbersetzte) Bildunterschrift \u201eMaarten van Nieuwenhove hat dieses Werk machen lassen im Jahre des Herrn 1487\u201c, rechts steht \u201eim Alter von 23 Jahren\u201c. Hinter beide S\u00e4tze ist jeweils ein winziger Drache gezeichnet, dessen Bedeutung wir leider nicht kennen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/memling_wappen.jpg\" alt=\"\" title=\"memling_wappen\" width=\"500\" height=\"697\" class=\"alignnone size-full wp-image-17844\" \/><\/p>\n<p>Im Fenster hinter der Madonna sind das Familienwappen sowie das -motto sichtbar (\u201eIl ya cause\u201c, \u201enicht ohne Grund\u201c). Au\u00dferdem erkennen wir vier Medaillons, auf denen eine Hand goldenen Samen auss\u00e4t \u2013\u00a0eine klare Anspielung auf den Familiennamen, der \u00fcbersetzt \u201eneuer Hof\u201c bzw. \u201eneuer Garten\u201c lautet. Ebenfalls hinter der Madonna: zwei vermutlich pers\u00f6nlich gew\u00e4hlte Schutzheilige von van Nieuwenhove, St. Georg sowie St. Christopherus.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich im Bild, direkt hinter Maarten: St. Martin, sein Namenspatron. Und noch etwas viel wichtigeres: der <strong>Mittler<\/strong>. Wenn sich ein\/e Heilige\/r und ein Mensch in einem Bild begegnen, geht das nicht ohne Mittler. Das ist normalerweise ein\/e andere\/r Heilige\/r oder ein Engel. Memling, der schlaue Fuchs, wollte sich aber nicht seine sch\u00f6ne Bildkomposition mit den zwei Portr\u00e4tierten ruinieren lassen, und so nutzte er den Hl. Martin schlicht als gro\u00dfes Fensterbild, um ihn als Mittler im Bild zu haben, ohne dass er gro\u00df auff\u00e4llt. (Das ist \u00fcbrigens ein klassisches Beispiel f\u00fcr den sogenannten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erwin_Panofsky#Die_drei_Untersuchungsphasen\">\u201e<strong>disguised symbolism<\/strong>\u201c von Erwin Panofsky<\/a>, also ganz simpel: Eine Pfeife ist manchmal mehr als eine Pfeife.)<\/p>\n<p>Eine weitere Besonderheit: die <strong>Landschaft<\/strong>. Sie ist klar als ein Blick \u00fcber den Br\u00fcgger Minnegarden identifizierbar. Auch hier: Wir befinden uns nicht in einer imagin\u00e4ren Fantasiewelt, sondern mitten im Leben. Zudem stimmt die Perspektive. Wenn ihr dieses Bild mit der Rolin-Madonna vergleicht, wird klar, was ich meine. Rolin und seine Heilige befinden sich in einer H\u00f6he \u00fcber der Landschaft, die damals nicht m\u00f6glich war. Hier sieht alles deutlich realer aus.<\/p>\n<p>Das liegt auch an Memlings Stil, den Dirk de Vos, Konservator im Groeningemuseum in Br\u00fcgge, als \u201eskulptural\u201c bezeichnet. W\u00e4hrend van Eyck noch sehr \u201emalerisch\u201c arbeitete, also mit dramatischem Licht und gro\u00dfer Geste, wo Memlings Lehrherr Rogier van der Weyden noch stark an die Fl\u00e4che gebunden malte und seine Figuren sehr linear aussahen, wirken Memlings Menschen fast dreidimensional. de Vos schreibt, man k\u00f6nne Memlings Figuren ohne Probleme als Skulptur nachbilden, was vorher bzw. bei anderen Malern vor ihm eher selten der Fall war.<\/p>\n<p>Diese <strong>Dreidimensionalit\u00e4t<\/strong> versucht Memling auch auf andere Weise zu erzielen: Kleine <strong>Trompe-l&#8217;oeil<\/strong>-Effekte lassen das Bild plastischer wirken. Hier wirft das Kissen, auf dem das Jesukind ruht, einen kleinen Schatten auf den Rahmen, und auch der Mantel der Maria geht \u00fcber die reine Bildfl\u00e4che hinaus.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/memling_trompe.jpg\" alt=\"\" title=\"memling_trompe\" width=\"500\" height=\"265\" class=\"alignnone size-full wp-image-17845\" \/><\/p>\n<p>Was man in diesem Ausschnitt ebenfalls sieht: <strong>die Aufhebung der Trennung zwischen Weltlichem und G\u00f6ttlichem<\/strong>. Der orientalische Teppich auf der Balustrade geht vom linken in den rechten Fl\u00fcgel \u00fcber, genau wie der Mantel der Madonna \u2013 auf dem Maarten sogar sein Gebetbuch ablegt. Und noch ein wichtiges Detail informiert \u00fcber die Trennung: der kleine konvexe Spiegel hinter der von uns aus linken Schulter der Madonna.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/memling_spiegel.jpg\" alt=\"\" title=\"memling_spiegel\" width=\"500\" height=\"524\" class=\"alignnone size-full wp-image-17846\" \/><\/p>\n<p>Das Spiegelbild zeigt Stifter und Madonna im gleichen Raum. Maarten kniet neben der Madonna, neben der noch ein aufgeschlagenes Buch liegt. Hinter ihnen (also eigentlich vor ihnen) befinden sich zwei Fenster \u2013 und das sind genau die \u201eFenster\u201c, durch die wir auf die beiden blicken, n\u00e4mlich die Rahmen des Diptychon. <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leon_Battista_Alberti\">Leon Battista Alberti<\/a> schrieb 1440, dass ein Bild ein Fenster sei, das unseren Blick \u00f6ffne. Die Idee, mit einem Spiegel eine Perspektive zu zeigen, die sonst nicht von uns einsehbar w\u00e4re, ist nicht neu. Das bekannteste Beispiel ist sicherlich van Eycks <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arnolfini-Hochzeit\">Arnolfini-Hochzeit<\/a>, in dessen Spiegel sich der Maler selbst verewigt hat. Auch Memling nutzte in anderen Bildern den Spiegel, genau wie Petrus Christus, der in einem Bild eine Ladenzeile zeigte, in der ein Spiegel steht, der uns den Blick auf die Stra\u00dfe vor dem Laden freigibt. (Nebenbei: Der Flachspiegel war noch nicht erfunden, daher h\u00e4ngen in diesen ganzen Bildern Konvexspiegel. Wenn man sich die \u201eFischaugenoptik\u201c vergegenw\u00e4rtigt, ist es noch beeindruckender, dass van Eyck sich selbst malte, indem er in einen dieser gekr\u00fcmmten Spiegel blickte.)<\/p>\n<p>Ich erw\u00e4hnte oben, dass dieses Diptychon vermutlich an der Wand hing anstatt Maarten auf einem Pl\u00fcschkissen beim Gebet zu unterst\u00fctzen. Das h\u00e4ngt mit dem Bild und dem Stifter selbst zusammen, denn <strong>es erf\u00fcllt zwei Funktionen<\/strong>. Es sollte sicherlich auf die eigene Fr\u00f6mmigkeit hinweisen, aber: Es ist gleichzeitig eine ziemlich unverhohlene Wahlwerbung. van Nieuwenhove wusste genau, warum er seine Insignien so deutlich kommunizierte und das Bild vor allem in der \u00f6ffentlich einsehbaren Familienkapelle platzierte: Weil er jeden darauf hinweisen wollte, aus welch guter Familie er stammte und \u00fcber welchen sozialen Status er verf\u00fcgte.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Der zweite Teil meines Referats besch\u00e4ftigte sich (deutlich k\u00fcrzer) mit den Ehepaardiptychen von Memling.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/memling_ehepaar.png\" alt=\"\" title=\"memling_ehepaar\" width=\"500\" height=\"333\" class=\"alignnone size-full wp-image-17849\" \/><\/p>\n<p><strong>Bildnis eines alten Ehepaars<\/strong>, um 1470\u201375<br \/>\nMann: Berlin, Staatliche Museen, 36,1 x 29,4 cm, \u00d6l auf Eichenholz<br \/>\nFrau: Paris, Mus\u00e9e de Louvre, 35,4 x 29,3 cm, \u00d6l auf Eichenholz<\/p>\n<p>Ehepaarportr\u00e4ts waren meist <strong>Hochzeitsportr\u00e4ts<\/strong> und hatten einen dokumentarischen Charakter. Sie waren sehr privat und wurden nicht herumgezeigt oder ausgestellt. Die Funktion dieses Bilds ist unklar; die beiden sind zu alt, um frisch verheiratet zu sein. Es k\u00f6nnte ein schlichtes Erinnerungsbild sein. Beim Adel waren Portr\u00e4ts schon l\u00e4nger bekannt, auch um fernen Verwandten klarzumachen, wie der Enkel eigentlich aussieht oder die kleine Infantin, die diesen Enkel eines Tages heiraten k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>Im B\u00fcrgertum waren Portr\u00e4ts noch nicht so lange gang und g\u00e4be, und deswegen ist dieses Bild so interessant. Es ist ein Diptychon \u2013 aber auch hier wird die Trennung zwischen den beiden Figuren aufgehoben. Die Balustrade, vor der die beiden sitzen, verbindet die H\u00e4lften, genau wie die Landschaft im Hintergrund (die \u00fcbrigens auch wieder perspektivisch korrekt ist und keine Fantasiegefilde zeigt). Der einzige Grund, warum Memling ein Diptychon malte: <strong>Er wusste es nicht besser.<\/strong> Es gab zu diesem Zeitpunkt noch kein einziges Ehepaarportr\u00e4t in Halbfigur, das die Dargestellten auf <em>einer<\/em> Tafel zeigte. Also nutzte er, wie immer, zwei.<\/p>\n<p>Und das sind die kleinen Details, die f\u00fcr mich die Kunstgeschichte so spannend machen: Was war bekannt, was wurde gerade erst erarbeitet? Woher kamen die Inspirationen? Was \u00e4nderte sich wann und warum? Alleine bei der Recherche zum Maarten-Diptychon bin ich \u00fcber so viele Fragestellungen gestolpert, dass ich es kaum erwarten kann, meine Hausarbeit dar\u00fcber zu schreiben.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong>Literatur (Auswahl):<\/strong><br \/>\nBelting, Hans; Kruse, Christiane, \u201eDie Erfindung des Gem\u00e4ldes\u201c, M\u00fcnchen 1994<br \/>\nBeyer, Andreas, \u201eDas Portr\u00e4t in der Malerei\u201c, M\u00fcnchen 2002<br \/>\nBorchert, Till-Holger (Hrsg.), \u201eHans Memling \u2013 Portraits\u201c, Stuttgart 2005<br \/>\nde Vos, Dirk, \u201eHans Memling \u2013 das Gesamtwerk\u201c, Stuttgart 1994<br \/>\nD\u00fclberg, Angelica, \u201ePrivatportr\u00e4ts \u2013 Geschichte und Ikonologie einer Gattung im 15. und 16. Jahrhundert\u201c, Berlin 1990<br \/>\nHand, John Oliver (Hrsg.), \u201ePrayers and Portraits \u2013 Unfolding the Netherlandish Diptych\u201c, Washington 2006<br \/>\nLane, Barbara G., \u201eHans Memling, Master Painter in Fifteenth-Century Bruges\u201c, London 2009<br \/>\nWinkler, Friedrich, \u201eDie altniederl\u00e4ndische Malerei\u201c, Berlin 1924<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Das war mein heutiges Referat bzw. das sind meine huschig ausformulierten Notizen. Die fortgeschrittenen oder schon fertigen Kunsthistoriker_innen \u00fcberspringen dieses Erstsemestergeschwurbel besser. Oder lehnen sich gem\u00fctlich zur\u00fcck und denken sich, ach ja, so klein war ich auch mal.) &#8212; Zur Erinnerung: Mein Kurs hei\u00dft \u201eDie Anf\u00e4nge der Portr\u00e4tmalerei im 14. und 15. Jahrhundert\u201c. 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