{"id":17516,"date":"2012-10-14T10:27:10","date_gmt":"2012-10-14T08:27:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=17516"},"modified":"2012-10-14T10:39:17","modified_gmt":"2012-10-14T08:39:17","slug":"was-ich-die-nachsten-monate-so-mache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=17516","title":{"rendered":"Was ich die n\u00e4chsten Monate so mache"},"content":{"rendered":"<p>Laut der LMU-Website ist die Zuteilung der Kurse durch; bei einigen steht in meinem elektronischen Stundenplan, von dem ich geb\u00fchrend beeindruckt bin, zwar noch \u201eZuteilung noch nicht abgeschlossen\u201c, aber das scheint eine Systemmacke zu sein. Daher f\u00fchle ich mich in allen Kursen aufgenommen, die ich mir gew\u00fcnscht habe, so, zack, fertig. Vielleicht macht die Uni M\u00fcnchen damit gerade wieder gut, was <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=17347\">sie mir angetan hat<\/a>. Brave Uni.<\/p>\n<p>Da ich immer noch lieber in Hamburg bin, wo ich Geld verdienen und den Kerl knutschen kann, als in M\u00fcnchen, wo die Versuchungen \u201ebayerisches Bier\u201c und \u201eFu\u00dfball\u201c locken, habe ich meine Stunden so komprimiert gelegt wie m\u00f6glich. Wahrscheinlich werde ich das nach vier Wochen verfluchen, weil ich es nicht mehr gewohnt bin, acht Stunden lang am St\u00fcck aufmerksam zu sein, aber das kann ich ja im n\u00e4chsten Semester besser machen. Dann sind Bier und Fu\u00dfball bestimmt auch schon total langweilig geworden. Und M\u00fcnchen sowieso. Ist klar.<\/p>\n<p>Einziger Ausrei\u00dfer im Mammutprogramm ist der Dienstag: Dort habe ich gerade einen Kurs, und der beginnt um 12, weswegen ich bequem morgens in Hamburg in den Flieger steigen kann, um dann kurze Zeit sp\u00e4ter entspannt etwas \u00fcber die Anf\u00e4nge der Portr\u00e4tmalerei im 14. und 15. Jahrhundert zu lernen. Diesen Kurs wollte ich dringender haben als jeden anderen, denn Menschenbilder sind toller als Kirchen, und die Renaissance ist schuld daran, dass ich \u00fcberhaupt auf die Idee kam, Kunstgeschichte studieren zu wollen. Ich zitiere aus dem Vorlesungsverzeichnis:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIm Zentrum des Seminars steht die Reflexion der Bedingungen, unter denen im 14. und 15. Jahrhundert die Entstehung des Portr\u00e4ts m\u00f6glich war. Geographische Zentren sind die Niederlande und Italien, zuletzt auch das Gebiet des deutschen Reichs. \u00dcberpr\u00fcft werden die Zusammenh\u00e4nge mit den \u00e4lteren, nicht autonomen Formen des Bildnisses (Stifterbild z.B.) und die m\u00f6glichen Anregungen durch die Antike. Im 15. Jh. entstehen zunehmend individuelle L\u00f6sungen, so in Deutschland beispielsweise das Ehepaarportr\u00e4t, die den zunehmend b\u00fcrgerlichen W\u00fcnschen der Auftraggeber entsprachen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>HACH!<\/p>\n<p>Mittwoch ist dann der anstrengende Tag, den ich von 10 bis 19 Uhr an der Uni verbringen werde. Los geht&#8217;s mit Musikwissenschaften. Zun\u00e4chst die Vorlesung \u201eEinf\u00fchrung in die Neuere Musikgeschichte\u201c, in Klammern 1700 bis 1830. In meinem Kopf hei\u00dft das: \u201ekurz vor Wagner\u201c. Die Einf\u00fchrungen sind eine Ringvorlesung; das hei\u00dft, sie gehen \u00fcber vier Semester, und man steigt eben da ein, wo man einsteigen kann. Ich bin sehr gespannt, freue mich aber jetzt schon auf SoSe 2013, das in meinem Kopf \u201eWagner und danach\u201c hei\u00dft. Nach der Vorlesung kommt eine \u00dcbung zum gleichen Thema. Ich zitiere wieder:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eAls dritter Teil des vierteiligen Zyklus \u201eMusikgeschichte im \u00dcberblick\u201c behandelt die Vorlesung die Zeit von etwa 1700 bis zu Beethoven und Schubert. Thematisiert werden die Grundlinien der Musik\u00e4sthetik, von der Nachahmungs\u00e4sthetik bis zur Romantischen Musik\u00e4sthetik, und \u2212 jeweils exemplarisch anhand zentraler Komponisten und Werke \u2212 die wichtigsten Gattungen und Formen der Zeit: Da-capo-Arie und Opera seria, Opernensemble und Opera buffa, Streichquartett, Klaviersonate und Streichquintett, Variationsform, Symphonie und Klavierkonzert. Dabei sollen jeweils auch verschiedene Analysemethoden exemplifiziert werden.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>HACH!<\/p>\n<p>Dann geht&#8217;s in die Kunst: Einf\u00fchrung Kunstgeschichte, Mittelalter\/Fr\u00fche Neuzeit. Oder anders: 500 bis 1500. Auf die Vorlesung folgt ebenfalls eine \u00dcbung, an die sich noch ein Technikkurs anschlie\u00dft, in dem wir wahrscheinlich lernen, wie man korrekt zitiert und wie die Bibliothek funktioniert. Das Zitieren d\u00fcrfte sich in 20 Jahren nicht gro\u00dfartig ge\u00e4ndert haben, aber ich lasse mein Wissen gerne noch mal auffrischen. Wobei ich bei der \u201e<a href=\"http:\/\/deern.ankegroener.de\/\">Deern<\/a>\u201c schon \u00fcberlegt habe, wie man korrekt aus eBooks zitiert. Wir hatten damals ja nichts.<\/p>\n<p>Auf den Donnerstag freue ich mich ebenfalls sehr. Einmal Kunst, zweimal Musik. Los geht&#8217;s mit der Messe in der Renaissance (hello again, Renaissance), wobei ich mich sehr freuen w\u00fcrde, wenn mir erstmal jemand erkl\u00e4rt, wie heute eine Messe funktioniert. Als Evangele habe ich ja keine Ahnung. Dann besch\u00e4ftige ich mich mit franz\u00f6sischen Skulpturen der Romanik, haupts\u00e4chlich im Burgund, und hoffe, dass meine rudiment\u00e4ren Franz\u00f6sischkenntnisse mich nicht v\u00f6llig im Stich lassen. Der Abschluss ist genau so toll wie der Anfang mit den Portr\u00e4ts, denn ich beschlie\u00dfe meine Studienwoche mit den Klaviertrios von Beethoven. HACH!<\/p>\n<p>Ich ahne, dass ich irgendwann quengeln werde, das \u00fcbliche eben, die R\u00e4ume werden zu hei\u00df sein, die Mitstudierenden nervig, die Vortragenden schnarchig, vielleicht merke ich auch schon im ersten Semester, dass das die d\u00fcmmste Idee aller Zeiten war, wieder studieren zu wollen, kann sein, muss nicht, w\u00e4re toll, wenn&#8217;s nicht so w\u00e4re, aber das ist jetzt erst mal alles egal. Denn jetzt gerade sitze ich hier wie das sprichw\u00f6rtliche Kind im S\u00fc\u00dfigkeitenladen und freue mir ein Loch in den dicken Bauch, dass ich es mir selbst erm\u00f6glicht habe, diese tollen Kurse belegen zu k\u00f6nnen. Es mir leisten zu k\u00f6nnen, f\u00fcr eine begrenzte Zeit zwischen zwei St\u00e4dten hin- und herzuh\u00fcpfen und lernen zu d\u00fcrfen. Schei\u00df auf die noch ausstehende Wohnungssuche und auf die Kontoausz\u00fcge, die mich in den n\u00e4chsten Jahren wahrscheinlich an den Rand mehrerer Herzinfarkte bringen werden. Jetzt ist das gerade egal. Denn jetzt gerade bin ich unfassbar gl\u00fccklich und sehr gespannt. \u00dcbermorgen geht&#8217;s los. Servus, M\u00fcnchen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut der LMU-Website ist die Zuteilung der Kurse durch; bei einigen steht in meinem elektronischen Stundenplan, von dem ich geb\u00fchrend beeindruckt bin, zwar noch \u201eZuteilung noch nicht abgeschlossen\u201c, aber das scheint eine Systemmacke zu sein. Daher f\u00fchle ich mich in allen Kursen aufgenommen, die ich mir gew\u00fcnscht habe, so, zack, fertig. 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