{"id":1713,"date":"2006-10-19T07:39:02","date_gmt":"2006-10-19T05:39:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=1713"},"modified":"2006-10-19T15:53:26","modified_gmt":"2006-10-19T13:53:26","slug":"right-now-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=1713","title":{"rendered":"right now &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ich lese &#8230;<\/strong> <em>The Time of Our Singing<\/em> von Richard Powers. Jeden Tag die SZ (Abo verpflichtet). Viele neue Briefings f\u00fcr viele neue Jobs. Die Telefonliste mit lauter Namen, denen ich noch keine Gesichter zuordnen kann.<\/p>\n<p><strong>Ich trage &#8230; <\/strong>meine B\u00fccher selbst zur Schule. Kaum Schmuck. Zuhause keine Schuhe oder Str\u00fcmpfe. Viel mit mir rum. Niemals die Colakiste in die Wohnung. (loveyou.)<\/p>\n<p><strong>Ich habe &#8230;<\/strong> keine Angst vorm \u00c4lterwerden. Neuerdings Blument\u00f6pfe. Grad kein Kakaopulver im Haus (memo to me). <\/p>\n<p><strong>Ich h\u00f6re &#8230; <\/strong>leider wieder meine Nachbarn. Meine Lunge wegen der Vormieterinnenkatze. Beim Baden immer Klassikradio. Beim Z\u00e4hneputzen immer Oldie 95. Auffe Arbeit gar nichts.<\/p>\n<p><strong>Ich trinke &#8230; <\/strong>Wasser, Cola light und in charmanter Begleitung viel zu viel Wein.<\/p>\n<p><strong>Ich esse &#8230;<\/strong> auch ohne charmante Begleitung. (Neuerdings total auf dem <em>back-to-basics<\/em>-Trip. So <strike>Pasta<\/strike> Nudeln mit Pesto und Parmesan und Cherrytomaten und feddich.)<\/p>\n<p><strong>Ich stehe &#8230;<\/strong> <strike>total auf Bill von Tokio Hotel HAT WER SEINE HANDYNUMMER<\/strike> nur noch auf flachen Schuhen.<\/p>\n<p><strong>Ich gehe &#8230;<\/strong> ganz gerne auf meinem Laufband rum. Ungern in der Mittagspause zu weit entfernten Locations. \u00dcberhaupt nicht gerne shoppen. Wahnsinnig gerne zu Lush. Niemals auf Flohm\u00e4rkte.<\/p>\n<p><strong>Ich lache &#8230;<\/strong> bis ich weine.<\/p>\n<p><strong>Ich sehe &#8230; <\/strong>was, was du nicht siehst. Ohne Brille gar nix. Gerne dem Kerl zu, wie er so klug dasitzt und irgendwas macht.<\/p>\n<p><strong>Ich mag &#8230;<\/strong>Breitner und sein Spiel \/ Kinder mit Gef\u00fchl \/ Freunde mit Verstand \/ Bockwurst aus der Hand \/ Ich mag Mozart, Mahler, Bach \/ Skilaufen und Schach \/ Pokern n\u00e4chtelang \/ Trennung ohne Zank \/ Ich mag Z\u00e4rtlichkeit und Lust \/ Frauen selbstbewusst \/ Lachen \u00fcber&#8217;n Scherz \/ Omis mit viel Herz \/ All das mag ich \u2013 und ganz doll dich. (Merci, dass es dich gibt.)<br \/>\n<strong><br \/>\nIch schreibe &#8230;<\/strong> weil ich sonst nix kann. Weil ich sonst nix will.<\/p>\n<p><strong>Ich wei\u00df &#8230;<\/strong> wie man viel abnimmt. Wie man viel zunimmt. Wie schlecht es einem gehen kann. Wie gut es einem gehen kann. Wie gl\u00fccklich Kleinigkeiten machen. Wie nervig Kleinigkeiten sein k\u00f6nnen. Wie toll andere Menschen sind. Wie schei\u00dfe andere Menschen sind. Wie weh es tut, wenn jemand geht. Wie schief man singen kann. Wie schnell man autofahren kann. Wie sich eine halbautomatische .40er anf\u00fchlt. Wie man schlotzige Brownies hinkriegt. Wie man kleine K\u00e4stchen aus Glanzpapier bastelt. Wie Maden schmecken. Wie hoch die Pyramiden sind. <\/p>\n<p><strong>Ich m\u00f6chte &#8230;<\/strong> noch viel mehr wissen. Noch viel mehr schreiben. Noch viel mehr lesen. Nie wieder aufh\u00f6ren zu knutschen.<\/p>\n<p>(Ich blogg&#8217; <a href=\"http:\/\/stoeckchen.twoday.net\/\">dich<\/a> leer, doo)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Nachtrag: <a href=\"http:\/\/wischiwaschi.twoday.net\/\">olma4u<\/a> hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass der Urheber des Textes, Mathias Richel, es <a href=\"http:\/\/neue-bodenstaendigkeit.de\/?p=36\">nicht so lustig<\/a> fand, dass seine Worte als <a href=\"http:\/\/stoeckchen.twoday.net\/stories\/2795215\/\">St\u00f6ckchen<\/a> aufgefasst und weiterverwurstet wurden. Das war mir nicht klar, als ich den Kram aus dem St\u00f6ckchenblog kopiert und ausgef\u00fcllt habe.<\/p>\n<p>Ich mag das Wort \u201eSt\u00f6ckchen\u201c nicht, weil es suggeriert, dass man mal eben kurz einen bl\u00f6den Fragebogen ausf\u00fcllt, was f\u00fcnf Minuten dauert. Ich denke meist etwas l\u00e4nger \u00fcber den Kram nach, den ich in solche Frageb\u00f6gen schreibe. Vor allem \u00fcber diesen hier; der liegt seit drei Tagen in meinem Ordner und wurde des \u00d6fteren ver\u00e4ndert. Gerade weil ich die Eingangss\u00e4tze so vielsagend und offen fand, so dass man mehr dahinterpacken kann als man es beim ersten Dr\u00fcberlesen vermutet. Ich habe diesen Text als Aufforderung verstanden und ihn daher verwendet. Nun im Nachhinein zu erfahren, dass das nicht gewollt war, stellt mich vor ein Problem. L\u00f6sche ich den Text einfach so? Lasse ich ihn stehen, auch wenn ich wei\u00df, dass der Urheber (oder eher: der Ansto\u00dfgeber) damit nicht ganz gl\u00fccklich ist? Oder ignoriere ich sein Unbehagen mit der Bemerkung: Ich habe deinen Text nicht geklaut, sondern modifiziert, quasi gesampelt, und das, was hier steht, ist mein Text und darf damit auch hier stehen. <\/p>\n<p>Ich habe mich daf\u00fcr entschieden, Mathias eine Mail zu schreiben und um Erlaubnis zu fragen, ob dieser Eintrag stehenbleiben darf. Bis ich eine Antwort erhalte, bleibt er erstmal hier. Wenn er das doof findet, verschwindet er sofort.<\/p>\n<p>(Seltsame Situation. Und ich editiere gerade live, wie ich merke. Gna.)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Nachtrag zum Nachtrag: Mathias hat inzwischen sein Okay gegeben, dass \u201emein\u201c Text stehenbleiben darf. Vielen Dank daf\u00fcr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich lese &#8230; The Time of Our Singing von Richard Powers. Jeden Tag die SZ (Abo verpflichtet). Viele neue Briefings f\u00fcr viele neue Jobs. Die Telefonliste mit lauter Namen, denen ich noch keine Gesichter zuordnen kann. Ich trage &#8230; meine B\u00fccher selbst zur Schule. Kaum Schmuck. Zuhause keine Schuhe oder Str\u00fcmpfe. Viel mit mir rum. 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