{"id":15921,"date":"2012-03-20T10:40:37","date_gmt":"2012-03-20T08:40:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=15921"},"modified":"2012-03-20T10:40:37","modified_gmt":"2012-03-20T08:40:37","slug":"%e2%80%9eim-nachsten-leben-werd-ich-spielerfrau%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=15921","title":{"rendered":"\u201eIm n\u00e4chsten Leben werd&#8217; ich Spielerfrau\u201c"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>\u201e&#8217;Der Fu\u00dfball hat uns nat\u00fcrlich vieles schneller erm\u00f6glicht, als es normalerweise der Fall w\u00e4re. Sicherlich profitiere ich auch vom Ruhm meines Mannes. Das f\u00e4ngt klein an, in irgendwelchen Lebensmittel- oder Metzgerl\u00e4den, da bekommt man bessere und sch\u00f6nere St\u00fccke&#8217;, sagte einmal Brigitte Friedrich, Ehefrau von J\u00fcrgen Friedrich vom 1. FC Kaiserslautern. Das war 1971. Damals dreht Peter Jochen Degen, Sportjournalist beim SWR, einen Film \u00fcber Spielerfrauen. <em>Eva im Abseits<\/em> hie\u00df die siebeneinhalbmin\u00fctige Reportage. Degen wollte damals wissen, was das f\u00fcr Frauen sind, die mit den Lizenzspielern verheiratet sind, ob sie vom Ruhm etwas abbekommen, wie sie leben und wie sie die Zukunft sehen.<\/p>\n<p>40 Jahre sp\u00e4ter wirkt dieser Film wie ein von Loriot inszenierter Sketch. Und trotzdem: Vieles hat sich bis heute nicht ge\u00e4ndert. (&#8230;) 40 Jahre sp\u00e4ter klingt das so: &#8216;Piotr <em>(Trochowski \u2013 Anm. Anke<\/em>) findet es sch\u00f6n, wenn ich Essen mache und mich um den Haushalt k\u00fcmmere. Er schr\u00e4nkt mich aber nicht ein, wenn ich arbeiten wollte, k\u00f6nnte ich das. Aber andererseits habe ich eine Weile mal auf Partys an der Kasse gearbeitet, und da kamen dann so Spr\u00fcche: Ist dein Freund so geizig, dass du arbeiten gehen musst &#8230;?! Also wenn ich nicht arbeite, dann will ich ihn nur ausnutzen, und wenn ich arbeite, dann hei\u00dft es, er ist geizig&#8217;, sagt Melanie Trochowski und verdreht die Augen. (&#8230;) &#8216;Wenn eine Frau zuhause bleibt, wird sie als dumm dargestellt.&#8217;<\/p>\n<p>Aber warum? Warum muss sich Melanie Trochowski rechtfertigen, dass sie Hausfrau ist? Sie sagt sogar ausdr\u00fccklich: &#8216;Ich bin Hausfrau.&#8217; Sie hat kein Problem damit. Auf jeden Fall ist es ihr lieber, als zu sagen: &#8216;Ich bin Spielerfrau.&#8217; (&#8230;)<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Rebecca Loos stolz von ihrer Aff\u00e4re mit David Beckham berichtete und letztlich nur profitierte \u2013 ihrer Karriere als Schauspielerin und S\u00e4ngerin kam die Publicity durchaus zugute \u2013, war Victoria Beckham nicht nur die \u00f6ffentlich Gedem\u00fctigte, sondern auch die, der man die meiste Schuld an der ganzen Geschichte gab. Weil sie nicht, wie es von einer Spielerfrau erwartet wird, bei ihrem Mann in Spanien weilte, sondern in England geblieben war.<\/p>\n<p>Als &#8216;Spielerfrau&#8217; ist ihre Hauptaufgabe doch klar definiert: Vor allen Dingen soll sie ihren Mann unterst\u00fctzen. Und Victoria Beckham k\u00fcmmerte sich zu der Zeit, als David in Madrid spielte, offenkundig viel zu sehr um ihre eigenen Belange. &#8216;Vielleicht nicht mehr als jede andere Ehefrau auch, aber bei Spielerfrauen wird ein ganz anderer Ma\u00dfstab angesetzt&#8217;, schreibt Jennifer Bullen in ihrer Doktorarbeit (<em>\u00fcber Spielerfrauen \u2013 Anm. Anke)<\/em>.  (&#8230;)<\/p>\n<p>Dass Frau Seeler eine selbst\u00e4ndige, starke Frau war, die im Hause Seeler die Entscheidungen in die Hand nahm, streitet sie nicht ab. &#8216;Und wenn ich das manchmal \u00fcbertrieben habe, mit meiner Selbst\u00e4ndigkeit, wenn Uwe gemeckert hat mit mir (&#8216;Du willst immer alles alleine entscheiden!&#8217;), dann habe ich ihm nur gesagt: &#8216;M\u00e4uschen, du wolltest das so, du wolltest eine starke Frau&#8217;, berichtet sie im <em>Hamburger Abendblatt<\/em>. Auch Uwe Seeler macht seine Scherze dar\u00fcber: &#8216;Ich entscheide \u00fcber die gro\u00dfen Dinge bei uns, meine Frau entscheidet \u00fcber die kleinen, und was gro\u00dfe und was kleine Dinge sind, bestimmt meine Frau&#8217;, erz\u00e4hlte er im WDR anl\u00e4sslich seines 70. Geburtstags am 5. November 2006.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Christine Eisenbeis, <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3895338516\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3895338516\">Im n\u00e4chsten Leben werd&#8217; ich Spielerfrau: Ein Ph\u00e4nomen wird abgeschminkt<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3895338516\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201e&#8217;Der Fu\u00dfball hat uns nat\u00fcrlich vieles schneller erm\u00f6glicht, als es normalerweise der Fall w\u00e4re. Sicherlich profitiere ich auch vom Ruhm meines Mannes. 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