{"id":15842,"date":"2012-04-01T09:53:39","date_gmt":"2012-04-01T07:53:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=15842"},"modified":"2012-04-01T09:53:39","modified_gmt":"2012-04-01T07:53:39","slug":"bucher-marz-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=15842","title":{"rendered":"B\u00fccher M\u00e4rz 2012"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/razza\/..\/Bilder\/buecher12_maerz.jpg\" alt=\"\" title=\"buecher12_maerz\" width=\"380\" height=\"434\" class=\"alignnone size-full wp-image-15970\" \/><\/p>\n<p><strong>Johann Wolfgang Goethe \u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3423124040\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3423124040\">Wilhelm Meisters Lehrjahre<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3423124040\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><br \/>\n<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Nachdem ich Goethes italienisches Tagebuch so <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=13447\">mochte<\/a> und musikalisch gerade auf Mozart gepolt bin, dachte ich mir, lieste doch mal wieder was aus dieser Zeit. <em>Lehrjahre<\/em> hat mir allerdings l\u00e4ngst nicht so gut gefallen wie die pers\u00f6nlichen Aufzeichnungen des Geheimrats, was nichts mit der Sprache zu tun hat. Ganz im Gegenteil, genau die hat daf\u00fcr gesorgt, dass ich mich durch immerhin 600 von den gut 700 Seiten k\u00e4mpfte, bevor ich mir das Ende dann in der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Meisters_Lehrjahre\">Wikipedia<\/a> durchlas. Die Handlung ist fies soapig, voller dusseliger Zuf\u00e4lle, und die Pointe ist das \u00c4quivalent zu Filmen, in denen Aliens f\u00fcr alles verantwortlich sind, aber das war mir die erw\u00e4hnten 600 Seiten egal, denn ich liebe, liebe, liebe einfach die wundervollen Worte, die ich lesen durfte, auch wenn sie mir inhaltlich egal waren. Klingt wahrscheinlich etwas exzentrisch, kann ich auch nicht besser erkl\u00e4ren, aber genau wie klassische Musik auf den Ohren ist Goethe vor der Nase ein kleiner Urlaub vom Alltag. <\/p>\n<p>(Der <a href=\"http:\/\/gutenberg.spiegel.de\/buch\/3669\/2\">Gesamttext<\/a> beim Gutenberg-Projekt.)<\/p>\n<p><strong>V. K. Ludewig \u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3423213515\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3423213515\">Ashby House<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3423213515\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><em><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Herrlich kaprizi\u00f6ses Ding. Alles beginnt mit einer Beschreibung eines alten, viktorianischen Hauses in Cornwall, in dem ein seltsames Geschwisterpaar lebt, das vom Haus verschlungen wird. Ja, genau. 150 Jahre sp\u00e4ter kauft eine Starfotografin das Anwesen und bezieht es mit ihrer Schwester. Die beiden sind sich spinnefeind, aber dummerweise aufeinander angewiesen, denn Fotografin Lucille sitzt im Rollstuhl, w\u00e4hrend Laura ohne ihr Geld kein Auskommen h\u00e4tte. Schon in der ersten Nacht wird klar, dass dem Haus die neuen G\u00e4ste nicht ganz so recht sind, und von da an passiert auf jeder Seite irgendwas. Das Haus und seine paranormale Aktivit\u00e4t, ein seltsamer Hund, prima Sexszenen, Reminiszenzen an das alte Hollywood oder L\u00e4stereien \u00fcber das neue, die Paparazzi, das Geheimnis der beiden Schwestern, die Dorfbewohner rund um das Haus und garantiert noch mehr, aber das habe ich wahrscheinlich im Sog \u00fcberlesen oder jetzt bei der Rezension vergessen. Denn <em>Ashby House<\/em> ist, wie ich <a href=\"https:\/\/twitter.com\/#!\/ankegroener\/status\/177396653760851969\">twitterte<\/a>, \u201eeins von diesen Mistdingern, die dich entspannt reinholen und dann nicht wieder gehen lassen.\u201c L\u00e4sst sich nur in einem Rutsch durchlesen, h\u00e4tte von mir aus auch ruhig doppelt so dick sein d\u00fcrfen, ist manchmal ein bisschen sehr in sich selbst verliebt, aber das war mir egal. Oder anders: Kann ich ne Fortsetzung haben? Mit Steerpike?<\/p>\n<p>(Der Autor bloggt als <a href=\"http:\/\/glamourdick.twoday.net\/\">glamourdick<\/a>. Wer sein Blog kennt, ahnt, wie das Buch klingt. Und das meine ich sehr positiv.)<\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/www.dtv.de\/buecher\/ashby_house_21351.html\">Leseprobe<\/a> bei dtv.)<\/p>\n<p><strong>Italo Svevo (Barbara Kleiner, \u00dcbers.)\u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3257240430\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3257240430\">Zenos Gewissen<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3257240430\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Fing sehr, sehr sch\u00f6n an und wurde dann sehr, sehr anstrengend. Wieder mein Frauenproblem bei B\u00fcchern, die \u00e4lter als f\u00fcnf Minuten sind. <em>Zeno<\/em> wurde 1923 ver\u00f6ffentlicht, und so klingt&#8217;s dann auch, wenn die Damenwelt das Thema ist. Gleichzeitig klingt es aber auch extrem charmant, was nat\u00fcrlich auch an der \u00dcbersetzung von Kleiner liegt, die relativ neu ist. (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Italo_Svevo#Einfluss\">Mehr dazu<\/a> in der Wikipedia.) Ich musste jedenfalls sehr lachen \u00fcber die vielen Versuche des Ich-Erz\u00e4hlers, sich das Rauchen abzugew\u00f6hnen, immer begleitet von st\u00fcndlichen Tagebucheintr\u00e4gen \u201eLetzte Zigarette\u201c. Weniger lachen musste ich bei dem Kapitel, in dem sich Zeno direkt nach der Heirat eine Geliebte zulegt, und danach habe ich das Buch dann auch weggelegt. <\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3257240430\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3257240430\">Leseprobe<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3257240430\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> bei amazon.de)<\/p>\n<p><strong>Berni Mayer \u2013\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/345340873X\/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=345340873X\">Mandels B\u00fcro<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=345340873X\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der Berni hat ein Buch geschrieben \u00fcber den Max, der ein Detektivb\u00fcro aufgemacht hat mit dem Sigi. Beide haben keine Lust mehr, Musikjournalisten zu sein, weil das ist irgendwann langweilig. Dann kommt die Malleck ins B\u00fcro und will, dass der Sigi und der Max den Leo ausspionieren, ihren Mann, der viel zu viele Aff\u00e4ren hat. Dann wird der Leo umgebracht, und dann sind da noch der Edelstein und der Danny und der Urbaniak und der Dieter, und alles zusammen liest sich ungef\u00e4hr so wie diese wenigen Zeilen. Als ob der Sigi der Anke abends bei einem Bier diese unglaubliche Geschichte erz\u00e4hlt, wie da das Handy vom Leo in der Basedrumkiste und wie dann diese Nazis noch und dieser Eva-Braun-Film in Babelsberg, na servus. Das \u201eServus\u201c ist \u00fcbrigens die einzige Stelle, \u00fcber die ich gestolpert bin, weil der Max nie nach M\u00fcnchen wollte, aber die Leute mit \u201eServus\u201c gr\u00fc\u00dft. Geschenkt. Der Kriminalfall war mir, ehrlich gesagt, ziemlich egal, aber ich mochte die Figuren und ihre Eigenarten sehr gerne. Und vor allem die Sprache, auch wenn meine kleine stilistische Referenz da oben wahrscheinlich klingt, als sei das Werk f\u00fcr Schwachsinnige geschrieben worden. Ist es nicht. In einem Rutsch durchgelesen, viel Krempel \u00fcber die Musikbranche gelernt, Dialoge geliebt, Fortsetzung haben wollen. (Und ein Spin-off mit Dieter.)<\/p>\n<p>(Der Autor bloggt unter <a href=\"http:\/\/burnster.de\/\">burnster.de<\/a> und ist nach den Bundesligaspieltagen meine erste Anlaufstelle. Und nat\u00fcrlich tippe ich in seiner Tipprunde mit.)<\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/345340873X\/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=345340873X\">Leseprobe<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=345340873X\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> bei amazon.de.)<\/p>\n<p><strong>Christine Eisenbeis \u2013\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3895338516\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3895338516\">Im n\u00e4chsten Leben werd\u2019 ich Spielerfrau: Ein Ph\u00e4nomen wird abgeschminkt<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Aus dem Buch hatte ich schon mal <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=15921\">zitiert<\/a>, und so ungef\u00e4hr klingt es auf 170 Seiten. Es kommen verschiedene Frauen zu Wort, die mit Fu\u00dfballspielern bzw. -spielerinnen verheiratet sind, und allen ist gemein, dass sie sich nicht als \u201eFrau von irgendwem\u201c definieren. Kein Wunder, denn wer macht das im Jahr 2012 noch? (Au\u00dfer Werbeagenturdeppen und -deppinnen, die sowas Beknacktes wie \u201eSusi S., Zahnarztfrau\u201c texten.) Deswegen quengeln auch alle am Begriff der \u201eSpielerfrau\u201c rum. Nat\u00fcrlich steht man als Ehefrau oder Partnerin hinter dem geliebten Menschen, aber man ist immer noch eine eigenst\u00e4ndige Person. Zus\u00e4tzlich r\u00e4umen die Damen mit dem Vorurteil auf, sie w\u00fcrden den ganzen Tag shoppen und faul rumlungern. Im Prinzip mochte ich das Buch, aber manchmal tappt es in seine eigene Falle, zum Beispiel, wenn es diesen Begriff in eine Reihe von weiteren (O-Ton) \u201eTraumberufen\u201c wie Model oder Schauspielerin stellt oder S\u00e4tze bringt wie \u201eDa kommen Spielerfrauen richtig zur Geltung\u201c, wenn es um eine beknackte Gala geht, auf der irgendwelche B-Promis C-Preise kriegen. Dann n\u00e4mlich definiert das Buch selbst das Spielerfrau-Dasein als eine Art Beruf, was es eben nicht ist. Und genau das wollte mir das Buch doch die ganze Zeit sagen.<\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3895338516\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3895338516\">Leseprobe<\/a> bei amazon.de.)<\/p>\n<p><strong>Christian Kracht \u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3462041312\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3462041312\">Imperium<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3462041312\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Imperium<\/em> erz\u00e4hlt die Geschichte von August Engelhardt (den es <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/August_Engelhardt\">wirklich gab<\/a>, und wenigstens das Grundger\u00fcst der Story scheint auch historisch zu stimmen, aber das ist total egal), der sich 1902 eine kleine Kokosplantage auf den heutigen Duke-of-York-Inseln kaufte (damals Deutsch-Neuguinea). Als Nudist und Vegetarier war er zus\u00e4tzlich davon \u00fcberzeugt, dass die Kokosnuss das einzig wahre Lebensmittel sei und beschloss, sich ausschlie\u00dflich davon zu ern\u00e4hren. Engelhardt ist die Hauptfigur, aber um ihn herum toben sich noch weitere Exzentriker (und sehr wenige Damen, die einen Namen haben) aus, die \u00e4hnlich beknackt sind. Dummerweise ergibt trotzdem alles einen Sinn, wenn man von einer \u00e4hnlich wahnsinnigen Grundlage wie dem Kolonialismus ausgeht. Mich hat <em>Imperium<\/em> sehr an Conrads <em>Heart of Darkness<\/em> erinnert, wobei bei <em>Heart<\/em> wenigstens noch ein vern\u00fcnftiger Mensch dabei war, n\u00e4mlich der Erz\u00e4hler. Hier erz\u00e4hlt auch irgendwer, deutet gerne an, dass noch Hitler auf uns wartet und das Schlimmste noch nicht vorbei ist, aber im Prinzip werden wir auf der S\u00fcdseeinsel alleine gelassen, um mit Engelhardt durchzudrehen. Kracht hat versucht, seine Sprache alt klingen zu lassen \u2013\u00a0mit Worten wie \u201eKinematograph\u201c oder Endloss\u00e4tzen \u00e0 la Mann \u2013, was mir pers\u00f6nlich sehr gut gefallen hat. Trotzdem geht es mir auf den Zeiger, dass manche B\u00fccher noch in der alten Rechtschreibung gedruckt werden. Wenn das auch Zeitkolorit sein sollte, h\u00e4tte ich die zweite Auflage gerne in Fraktur. Ganz oder gar nicht, Baby.<\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/buch\/37796.html\">Kritiken<\/a> beim Perlentaucher, keine Leseprobe, nirgends. Doof, das.)<\/p>\n<p><strong>Gary Shteyngart \u2013 <em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1847083161\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=1847083161\">Super Sad True Love Story<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=1847083161\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Der Titel trifft&#8217;s ganz gut: Mich hat die Love Story, die sich sehr selten wie eine anf\u00fchlt, super sad gemacht. Weil in der Geschichte eine Zukunft entworfen wird, die ich mir sogar vorstellen kann. Lenny, ein 39-j\u00e4hriger amerikanischer Mitarbeiter einer Firma, die ihren Kunden ewiges Leben verspricht, trifft in Rom Eunice, knapp 20 Jahre j\u00fcnger, koreanisch, schlank. Das Buch besteht aus den Tagebucheintr\u00e4gen Lennys und den Teeneintr\u00e4gen von Eunice. \u201eTeen\u201c ist das allwissende \u00c4quivalent zum heutigen Facebook, jeder tr\u00e4gt seinen \u201e\u00e4pp\u00e4r\u00e4t\u201c mit sich herum, der ihm fast alles \u00fcber die Mitmenschen verr\u00e4t (Kreditstatus, Gr\u00f6\u00dfe, Gewicht, Gesundheitszustand usw.) und mit dem man kommunizieren kann (eher selten) und shoppen (dauernd). Lenny ist auf der Suche nach dem ewigen Leben, und eine junge Freundin kann da nie schaden (beeindruckt auch seinen Boss, der ihm dauernd sagt, er m\u00f6ge doch mehr auf seine Gesundheit achten), w\u00e4hrend Eunice nicht so genau wei\u00df, nach was sie sucht. Was sie aber wei\u00df \u2013 und dabei \u00e4hnelt sie ihren Freundinnen, mit denen sie teent bzw. ihrer Schwester: Man kann immer noch d\u00fcnner sein, als M\u00e4dchen ist sie eh doof, ihr Traumjob ist \u201eretail\u201c (die Jungs arbeiten in \u201emedia\u201c oder \u201efinance\u201c), und Einkaufen ist immer gut. Ihre Kleidung bezieht sie bei AssLuxury oder JuicyPussy (es gibt auch JuicyPussy4men, wo sie irgendwann f\u00fcr Lenny shoppt), gerade angesagt sind \u201eonionskin jeans\u201c, durchsichtige Hosen, die hauteng anliegen und rasierte oder geschm\u00fcckte Schamgegenden zeigen, oder der \u201enippleless bra\u201c. <\/p>\n<p>Und obwohl Eunice sich irgendwann f\u00fcr Politik und Kunst interessiert und Lenny klar wird, dass es wichtiges gibt als den richtigen Vitamincocktail, ist das, was mir bei h\u00e4ngengeblieben ist: Frauen werden immer mehr zu Sexobjekten und das freiwillig. Und das kommt mir nicht einmal so f\u00fcrchterlich zuk\u00fcnftig vor, wenn ich mir heutige Facebookfotos von jungen M\u00e4dchen anschaue, die meinen, im engen Top ein Duckface machen zu m\u00fcssen, um attraktiv zu sein. Bzw. dass es wichtiger ist, ein attraktives Foto zu haben als eine attraktive Timeline. <\/p>\n<p>Das Buch macht aber ein noch gr\u00f6\u00dferes Fass auf: Russland hei\u00dft inzwischen HolyPetroRussia, Amerika ist ein \u00dcberwachungsstaat, in dem so ziemlich alles den Bach runtergeht, und der chinesische Yuan ist die globale Leitw\u00e4hrung. Und obwohl sich anscheinend alles ge\u00e4ndert hat, sind manche Dinge die gleichen: die Sorge von Eltern um ihre Kinder, die Suche nach einem Partner oder einer Partnerin, die Erwartungen an eine Beziehung. Diese Kluft zwischen dem, was (so oder \u00e4hnlich) schon immer war, und dem, was wird, macht das Buch so spannend. Und deswegen habe ich nur einen Punkt, an dem ich n\u00f6rgelig geknabbert habe: Dass Frauen sich in die \u201esex kitten\u201c-Ecke dr\u00e4ngen, wird sehr deutlich gemacht, aber in welche Richtung sich M\u00e4nner entwickeln, wird v\u00f6llig ausgespart. <\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1847083161\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=1847083161\">Leseprobe<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=1847083161\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> bei amazon.de.)<\/p>\n<p><strong>Markus Werner \u2013\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/359619072X\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=359619072X\">Z\u00fcndels Abgang<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=359619072X\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ich copypaste aus der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Z%C3%BCndels_Abgang\">Wikipedia<\/a>: \u201eNach dem Verlust eines Zahns bricht der Lehrer Z\u00fcndel eine Urlaubsreise ab und kehrt zu seiner Frau Magda zur\u00fcck, die den Sommer lieber alleine verbracht h\u00e4tte und nach einem Streit zu ihrer Schwester f\u00e4hrt. F\u00fcr Z\u00fcndel ist dies Anlass, nach Genua zu fahren, wo er gezeugt wurde, um sich dort dem Alkoholrausch und Gedanken \u00fcber Gott und die Welt, Liebe und Selbstmord hinzugeben.\u201c Und das alles ist sehr unwiderstehlich geschrieben, sehr schlau, sehr bewegend und sehr einzigartig.<\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3423109173\">Leseprobe<\/a> bei amazon.de.)<\/p>\n<p><strong>Max Scharnigg \u2013\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B004WR0G1U\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B004WR0G1U\">Die Besteigung der Eiger-Nordwand unter einer Treppe<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B004WR0G1U\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Hier zitiere ich den Klappentext, den ich auf <a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/buch\/36071.html\">Perlentaucher<\/a> fand (wo ihr nat\u00fcrlich auch Links zu ein paar Rezensionen findet): \u201eWas ist zu tun, wenn vor der eigenen Wohnungst\u00fcr ein fremdes Paar Herrenschuhe steht? Wenn man von drinnen seine Freundin und eine unbekannte M\u00e4nnerstimme h\u00f6rt? Der Journalist Nikol Nanz macht das, was er am besten kann: Er \u00fcbt sich im R\u00fcckzug und richtet sich erst mal h\u00e4uslich unter der Treppe ein. In seinem Versteck unter der Treppe hofft Nikol ungest\u00f6rt an einem Text \u00fcber die Erstbesteigung der Eiger-Nordwand schreiben zu k\u00f6nnen. Aber die Arbeit ger\u00e4t bald ins Stocken. Das liegt nicht nur an den ungel\u00f6sten R\u00e4tseln um seine Freundin, mit der ihn bis dahin eine herrlich abgeschiedene Liebe verband. Es liegt auch am alten Schmuskatz, dem ehemaligen Gletscherfotografen und Bergkristallverk\u00e4ufer, der ihn in seinem Versteck aufst\u00f6bert und zum Essen einl\u00e4dt. Gemeinsam versuchen sie, die Trampelpfade einer Liebe nachzugehen und Nikol zur\u00fcck in den zweiten Stock zu bringen.\u201c Genauso einzigartig wie \u201eZ\u00fcndel\u201c. Hat mir sehr gut gefallen.<\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B004WR0G1U\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwankegr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B004WR0G1U\">Leseprobe<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=httpwwwankegr-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B004WR0G1U\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/> bei amazon.de.)<\/p>\n<p><em>Unter den Buchtiteln und einigen der Leseproben verbergen sich Amazon-Affiliate-Links.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Johann Wolfgang Goethe \u2013 Wilhelm Meisters Lehrjahre Nachdem ich Goethes italienisches Tagebuch so mochte und musikalisch gerade auf Mozart gepolt bin, dachte ich mir, lieste doch mal wieder was aus dieser Zeit. Lehrjahre hat mir allerdings l\u00e4ngst nicht so gut gefallen wie die pers\u00f6nlichen Aufzeichnungen des Geheimrats, was nichts mit der Sprache zu tun hat. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-15842","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weblog"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15842","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15842"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15842\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15972,"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15842\/revisions\/15972"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15842"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15842"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15842"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}