{"id":13331,"date":"2011-06-21T09:31:12","date_gmt":"2011-06-21T07:31:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=13331"},"modified":"2011-06-21T09:31:12","modified_gmt":"2011-06-21T07:31:12","slug":"%e2%80%9efusballerinnen-in-der-nachschminkzeit%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ankegroener.de\/blog\/?p=13331","title":{"rendered":"\u201eFu\u00dfballerinnen in der Nachschminkzeit\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Sch\u00f6ner <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/fussballerinnen-in-der-nachschminkzeit\/4278166.html\">Artikel<\/a> im <em>Tagesspiegel<\/em> \u00fcber die dusselige Strategie \u201e20Elf von seiner sch\u00f6nsten Seite\u201c. Via <a href=\"http:\/\/maedchenmannschaft.net\/playboy-fotos-und-kopftuchstreit-news-zur-wm-2011\/\">M\u00e4dchenmannschaft<\/a>, die noch viele weitere Links zur beginnenden Frauenfu\u00dfball-WM gesammelt hat.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSex sells \u2013 die normative Kraft dieser alten Werberegel ist immens. Und f\u00fcr Fu\u00dfballerinnen gibt es wenig Spielraum, sich dieser Vorgabe zu entziehen, zumal sie die Werbeeinnahmen dringend brauchen. Die meisten Bundesliga-Spielerinnen sind Halbprofis, sie arbeiten nebenher oder machen Ausbildungen. Andere sind Sportsoldatinnen. Selbst bei gr\u00f6\u00dferen Vereinen liegen die Monatsgeh\u00e4lter der Spielerinnen zwischen 500 und 2000 Euro. Da l\u00e4sst man sich schon mal etwas tussig fotografieren. Manche Spielerinnen sehen darin offenbar auch eine Chance. Schlie\u00dflich gilt Fu\u00dfball in Europa \u2013 anders als in den USA \u2013 immer noch als der M\u00e4nnersport schlechthin. Er steht f\u00fcr Kraft, Kampf und H\u00e4rte, Attribute, die traditionell der m\u00e4nnlichen Rolle zugeschrieben werden. Daran \u00e4ndern auch metrosexuelle Aufh\u00fcbschungen nichts, die letztlich nur eine geschickte Marketinganpassung an die Popkultur sind. F\u00fcr M\u00e4nner besteht kein Rollenkonflikt im Fu\u00dfball, f\u00fcr Frauen \u2013 vor allem f\u00fcr heterosexuelle \u2013 ist er omnipr\u00e4sent. Also versuchen sie, die Weiblichkeit, die ihnen auf dem Spielfeld abgesprochen wird, abseits davon wiederherzustellen \u2013 durch betont genderkonformes Auftreten.<\/p>\n<p>Diese Kompensationsbewegung ist angesichts der jahrzehntelangen Verunglimpfung des Frauenfu\u00dfballs als un\u00e4sthetischer Mannweiber-Sport nur allzu verst\u00e4ndlich. Sie birgt aber ein unaufl\u00f6sbares Dilemma: Indem sie den Blick verst\u00e4rkt auf ihre \u00e4u\u00dfere Erscheinung lenken, sabotieren die Fu\u00dfballerinnen ihren eigenen Wunsch, in erster Linie als Sportlerinnen ernst genommen zu werden. Symptomatisch ist eine Aussage der Bayern-Spielerin Annika Doppler im \u201ePlayboy\u201c: \u201eFu\u00dfballerinnen sind sehr durchtrainiert, sehen aber immer noch weiblich aus \u2013 und oft auch sehr gut. Ich lade alle M\u00e4nner ein, sich bei einem Spiel live davon zu \u00fcberzeugen.\u201c Dieses Zitat ist auch insofern besch\u00e4mend, weil es m\u00e4nnlichen Zuschauern ein rein sexistisches Interesse am Frauenfu\u00dfball unterstellt. Dass sie ins Stadion gehen, um sich ein gutes Frauenfu\u00dfballspiel anzuschauen, wird gar nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten. Ein sportlich interessiertes Publikum gewinnt man so sicher nicht.\u201c<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00f6ner Artikel im Tagesspiegel \u00fcber die dusselige Strategie \u201e20Elf von seiner sch\u00f6nsten Seite\u201c. Via M\u00e4dchenmannschaft, die noch viele weitere Links zur beginnenden Frauenfu\u00dfball-WM gesammelt hat. \u201eSex sells \u2013 die normative Kraft dieser alten Werberegel ist immens. Und f\u00fcr Fu\u00dfballerinnen gibt es wenig Spielraum, sich dieser Vorgabe zu entziehen, zumal sie die Werbeeinnahmen dringend brauchen. 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