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	<title>Anke Gröner</title>
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		<title>Reaktionen 2</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 06:55:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von anderen, die vieles ausdrücken, was ich nicht ausdrücken konnte:</p>
<p>PatschBella <a href="http://www.patschpatsch.com/blog/2010/das-f-wort-oder-wie-ich-eine-nervensage-wurde/">schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>„In den Kommentaren im Lawblog ging es dann irgendwann darum, dass man ja wohl ein bisschen Flirten aushalten muss und überhaupt hätte sie nur anders reagieren müssen. Jetzt mal langsam und in Großbuchstaben:</p>
<p>MAN (FRAU) MUSS GAR NICHTS AUSHALTEN, SICH GEFALLEN LASSEN ODER ALS WIE AUCH IMMER SCHMEICHELHAFT EMPFINDEN.</p>
<p>Sie kann, wenn sie will. Und das ist dann nämlich Feminismus, ihr Vollpfosten aller Länder.“</p></blockquote>
<p>Feylamia <a href="http://femnerd.wordpress.com/2010/07/29/hey-anke/">schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>„Die Tatsache, dass sie eine Frau ist, berechtigt den Postmenschen also irgendwie direkt dazu, sich unangemessen zu verhalten. Die Kommentare sind also sozusagen ein wenig die web-2.0-Version von “Wer sich so anzieht, braucht sich nicht zu wundern” und “she had it coming”. Ich betone es: Damit bin ich nicht einverstanden. Ein Dienstleister hat primär erst einmal seine Arbeit zu tun. Dabei darf er gerne auch flirten, keine Frage. Aber in dem Moment, wo die bezahlte (!) Dienstleistung erst erbracht wird, wenn sein Gegenüber auf die Flirtversuche eingeht, in dem Moment findet in der Tat ein Übergriff statt. Das geht einfach nicht. Punkt.</p>
<p>Ich bin mir relativ sicher, dass ein “Du bekommst Dein Paket erst, wenn ich Dir an die Brust fassen durfte” bei den Kommentatoren nicht auf so viel Verständnis gestossen wäre. Aber im Prinzip fühlt sich beides für die Frau gleich an – sie wird zu einer physischen oder verbalen Aktion gezwungen, die sie nicht möchte.“</p></blockquote>
<p><a href="http://www.skreee.de/">Skreee</a> auf Facebook in Bezug auf einen Kommentar:</p>
<blockquote><p>„Aber wenn du schreibst &#8220;Du (&#8230;) siehst voll klasse aus. Sonst hätte das Arschloch Dich auch gar nicht angemacht.&#8221; impliziert das, dass Anke die blöde Anmache als Kompliment weil als Beweis für ihr gutes Aussehen nehmen soll. </p>
<p>Das finde ich als Aussage problematisch, denn das wird Frauen nach solchen Ereignissen gern mal gesagt. Es werden eben *nicht* nur hübsche und attraktive Frauen angemacht, denn es geht nicht um Attraktivität sondern um Machtausübung. </p>
<p>Die Aussage impliziert auch, dass Frauen mit ihrem Aussehen und Verhalten solchen Übergriffen vorbeugen können, eben weil sie der Auslöser sind.“</p></blockquote>
<p>Gestern schon getwittert: <a href="http://myfaultimfemale.wordpress.com/">My fault, I&#8217;m female</a>, via einer Mailschreiberin.</p>
<p>Es haben mir einige Menschen gemailt, dass sie in meinem Sinne beim Lawblog kommentiert haben. Vielen Dank dafür; das freut mich sehr, dass ihr euch den Sumpf da drüben angetan habt, denn, wie gesagt, ich bin nach zehn Kommentaren – von denen einer in die Richtung „Soll die Dicke doch froh sein, dass sich überhaupt wer für sie interessiert“ ging – bewusst ausgestiegen.</p>
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		<title>Bücher Juli 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 06:14:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ankegroener.de/razza/../Bilder/buecher10_juli.jpg" alt="" title="buecher10_juli" width="380" height="265" class="alignnone size-full wp-image-9607" /></p>
<p><strong>Jon McGregor – <em><a href="http://www.amazon.de/Many-Ways-Begin-Jon-McGregor/dp/0747585970/">So Many Ways to Begin</a></em></strong></p>
<p>Der Nachfolger von meiner <a href="http://www.ankegroener.de/?p=8721">Juni-Entdeckung</a> <em>If Nobody Speaks of Remarkable Things</em>. Leider sprachlich nicht mehr ganz so flirrend, aber dafür passiert ein Hauch mehr Handlung. In <em>Ways</em> wird die Geschichte von zwei Familien erzählt; dabei hangelt sich das Buch an den beiden Hauptpersonen David und Eleanor entlang, die sich treffen, heiraten und gemeinsam alt werden. Um sie herum gibt es Davids Mutter, deren Freundin ein altes Geheimnis aus den Tagen des 2. Weltkriegs mit sich herumträgt und es eines Tages ausplaudert, was die gesamte Familiendynamik ins Ungleichgewicht bringt. Auch Eleanors Mutter wirft einen langen Schatten und beeinflusst dadurch mehrere Leben. Die Story fließt recht gemächlich mit einem mit; ich persönlich mochte die Charaktere und fand es sehr angenehm, sie zu begleiten. Das heißt aber auch, dass es kaum Höhepunkte gibt, alles passiert einfach so, höchstens das Ende ist ein Höhepunkt, der alles zu einem gefühlten Abschluss bringt, ohne einer zu sein. <em>Ways</em> hat mir nicht ganz so gut gefallen wie <em>Things</em>, aber ich habe es gerne gelesen, und kaufe mir jetzt auch das dritte und neueste Buch von McGregor, <em><a href="http://www.amazon.de/Even-Dogs-Jon-McGregor/dp/0747599440/">Even the Dogs</a></em>.</p>
<p><strong>Stieg Larsson (Wibke Kuhn, Übers.) – <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453432452/">Verblendung</a></em></strong></p>
<p>So, jetzt bin ich auch endlich auf den Larsson-Zug aufgesprungen – und habe mein erstes eBook aus dem iBookstore gekauft. Bei Amazon kostet <em>Verblendung</em> 9,95, im iBookstore total günstige 8,99 *hust*, aber ich konnte es eben an einem Sonntag Abend, als ich gerade Lust auf Massenware hatte, kaufen und anfangen zu lesen. Was keine gute Idee war, denn ich habe das iPad erst um 2 Uhr nachts weglegen können und das auch nur, weil mein Kopf seit Mitternacht nölte, dass wir alle gemeinsam morgen um 7 Uhr rausmüssten. </p>
<p>In <em>Verblendung</em> geht es um den Journalisten Mikael „Kalle“ Blomquist, der mithilfe von Lisbeth Salander einen Mordfall aufklären soll, der knappe 40 Jahre zurückliegt. Das Buch schmeißt die beiden in eine sehr bizarre und vor allem riesengroße Familie, die aus so vielen Mitgliedern besteht, dass ich versucht war, wie bei <em>Krieg und Frieden</em> ein Diagramm zu zeichnen. Das ist netterweise im Buch drin, und wenn ich rausgefunden habe, wie ich bei eBooks eine Seite markiere, um immer wieder dahinzuspringen, werde ich es mir auch nochmal anschauen. So habe ich mich eben ohne Hilfe durch den Klan gekämpft, durch viele Tassen Kaffee und belegte Brote, die in Schweden anscheinend Grundnahrungsmittel sind, und durch eine Menge Schimpfworte für Frauen, die mir relativ schnell auf den Zeiger gegangen sind. Ja, ich weiß, das soll zeigen, was für Penner die Kerle sind, die diese Begriffe erwähnen, aber trotzdem muss ich das nicht auf jeder zehnten Seite lesen. Und auch wenn Salander ein Mathe-, Computer- und allesGenie ist, kommt sie trotzdem als total gestörtes Mädchen daher (wird ja auch gerne erwähnt, wie klein und mager und brustlos sie ist). Blomquist ist dagegen der Stecher vor dem Herrn, bei dem die gesamte Damenwelt Stockholms schwach wird und der dazu auch noch moralisch ist bis zum Gehtnichtmehr. Müsste also eigentlich ein Scheißbuch sein. Ist es vielleicht auch, aber ich habe es trotzdem verschlungen, weil es richtig schön spannend war. Was direkt nach der letzten Seite zum nächsten eBook-Kauf geführt hat:</p>
<p><strong>Stieg Larsson (Wibke Kuhn, Übers.) – <em><a href="http://www.amazon.de/Verdammnis-Millennium-Trilogie-Stieg-Larsson/dp/3453433173/">Verdammnis</a></em></strong></p>
<p>Noch schrottiger, weil noch unausgegorener von der Storyline. Diesmal müssen Mikael und Lisbeth gleich drei Morde aufklären, und die Sache wird dadurch erschwert, dass Lisbeth die Hauptverdächtige ist. Es gibt noch mehr Kaffee und Butterbrot, aber immerhin nur noch auf jeder 50. Seite das Schimpfwort mit dem großen F. Das Ende ist kompletter Müll, aber auch hier: scheiße spannend, und ich mag die beiden Figuren einfach gerne, was es mir ja immer schwer macht, objektiv zu bleiben. Und deswegen musste ich gleich noch ein eBook kaufen:</p>
<p><strong>Stieg Larsson (Wibke Kuhn, Übers.) – <em><a href="http://www.amazon.de/Vergebung-Millennium-Trilogie-Stieg-Larsson/dp/3453434064/">Vergebung</a></em></strong></p>
<p>Näh, das ging dann nicht mehr so richtig. <em>Vergebung</em> nimmt die Handlung von <em>Verdammnis</em> auf und löst quasi nebenbei die ganzen Rätsel, die ins zweite Buch irgendwie nicht mehr reingepasst haben. Ich habe es eher mit freundlichem Interesse denn mit wirklicher Spannung gelesen und war ganz froh, als es vorbei war. Muss ich mir die Filme auch noch angucken? Nebenbei: Kann mir wer die drei Titel erklären?</p>
<p><strong>Ulf Salzmann, Johannes Kretzschmar (Hrsg.) – <em><a href="http://www.amazon.de/Panik-Elektro-Bd-Seelenstrips-Autobiografische/dp/3934167519/">Panik Elektro 7: Seelenstrips. Autobiografische Comicblogs</a></em></strong></p>
<p>Ein sehr schönes Kompendium, das viele deutschsprachige Comicblogs vorstellt. Also keine, die sich mit dem Medium beschäftigen, sondern gezeichnete Alltagsbeobachtungen. Dabei finden sich alte Bekannte wie <a href="http://www.der-flix.de/">Flix</a>, <a href="http://www.lisaneun.com/l9log/">Lisa Neun</a>, <a href="http://blog.beetlebum.de/">Beetlebum</a> und <a href="http://www.daily-ivy.de/">Sven K</a>., die sich schon länger auf meiner Blogroll befinden, oder relative Neuzugänge wie <a href="http://abyootifulday.blogspot.com/">A Byootiful Day</a> oder <a href="http://leafvangenova.myblog.de/">Blattonisch</a>; die beiden letzten habe ich durch die großartige Berichterstattung in vielen Blogs über den <a href="http://www.comic-salon.de/">Comic Salon</a> in Erlangen gefunden. Aber was mir an <em>Seelenstrips</em> so gut gefallen hat: Ich habe sehr viele neue Blogs entdeckt, über die ich bisher einfach nicht gestolpert bin. Mir hat fast jedes vorgestellte Blog gefallen, mal vom Zeichenstil her, mal von den Inhalten, egal, fast alles großartiges Zeug und meiner Meinung nach um Längen besser als das letzte <em>Shazam</em>, das ich bis heute nicht durchgelesen habe, weil so viel Mittelmaß dabei war. Meine Lieblinge aus den <em>Seelenstrips</em> und damit in den Bookmarks: <a href="http://groobert.de/webcomic.php">Groobert</a>, <a href="http://www.crabcards.de/">Crabcards</a>, <a href="http://nielh.de/">Nielh</a>, <a href="http://doppeltim.de/">Doppeltim</a>, <a href="http://fahrradmod.blogspot.com/">Fahrradmod</a>, <a href="http://gesternnoch.blogspot.com/">Gestern noch</a>, <a href="http://lapinot.de/">Lapinot</a>, <a href="http://parole-ae.blogspot.com/">Parole AE</a>, <a href="http://susi--sorglos.blogspot.com/">Susi Sorglos</a>, <a href="http://www.till-lassmann.de/">Till Lassmann</a> und <a href="http://18metzger.de/">18 Metzger</a>.</p>
<p><strong>Junot Diaz – <em><a href="http://www.amazon.de/EXP-Brief-Wondrous-Life-Oscar/dp/1594483590/">The Brief Wondrous Life of Oscar Wao</a></em></strong></p>
<p>Ich bin einem Tipp der <a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/">Kaltmamsell</a> beim <a href="http://common-reader.de/2010/03/diaz-oscar-wao/">Common Reader</a> gefolgt und kann so ziemlich alles unterschreiben, was sie zu dem Buch sagt. Es hat mir sehr gut gefallen, besonders die sehr „echte“ Sprache – da klingt trotz des Slangs nichts falsch oder pseudocool, sondern alles passt. Ich muss allerdings gestehen, dass mir meine nicht vorhandenen Spanischkenntnisse die eine oder andere Pointe versaut haben. Ich war schlicht zu faul, dauernd nachzugucken, was jetzt das eine oder andere Wort wohl bedeuten könnte und habe daher vielleicht nicht jede Nuance des Buchs mitbekommen. Da hätte ich mir bei den vielen (sehr schönen) Fußnoten auch noch ein paar Vokabelfußnoten gewünscht. Hat den allgemeinen Lesegenuss aber nicht großartig beeinträchtigt. Tolles Buch, tolle Geschichte, toller Stil. Empfehlung. Logisch.</p>
<p>(Leseprobe bei <a href="http://www.amazon.de/Brief-Wondrous-Life-Oscar-Wao/dp/0571241239/">amazon.de</a>)</p>
<p><strong>Will Eisner – <em><a href="http://www.amazon.de/Thje-Contract-God-Trilogy-Dropsie/dp/0393061051/">&#8216;The Contract with God&#8217;-Trilogy (Life on Dropsie Avenue)</a></em></strong></p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Will_Eisner">Will Eisner</a> war der Großmeister der Comics und einer der Mitbegründer des Formats der Graphic Novel. In der Trilogie sind seine Geschichten rund um einen Appartementblock in der Bronx zusammengefasst: <em>A Contract with God (1978)</em> besteht aus mehreren Einzelgeschichten, die sich mit Figuren dieses Blocks befassen: einem Hausmeister, einem Mann, der seine Adoptivtochter verliert und mit Gott hadert, einer Frau, die einen reichen Mann heiraten will, einem Mann, der eine reiche Frau heiraten will &#8230; diesen Teil des Buchs mochte ich nicht ganz so: Er kam mir sehr schablonenhaft vor, und die Figuren fand ich fast alle sehr holzschnittartig, sehr grob. Aber die Zeichnungen haben viel wieder wettgemacht, sehr detailreich und liebevoll werden Menschen und Umgebung in Szene gesetzt. </p>
<p>Der zweite Teil des Buchs, <em>A Life Force</em> (1988), hat mir am besten gefallen. Wieder geht es um die Bewohner des Blocks, die aus ganz verschiedenen Familien, Religionen, Hintergründen stammen. Die Handlung spielt zur Zeit der Großen Depression und bildet die Lebensumstände sehr nachvollziehbar und faszinierend ab. Und wie Eisner bei seinem ganzen, dichten Figurengeflecht den Überblick behalten konnte, hat mir viel Respekt abgenötigt.</p>
<p>Im dritten Teil beschreibt Eisner die Straße <em>Dropsie Avenue</em> (1995) von 1870 bis heute, die wechselnden Bewohnerschichten, die verschiedenen Eigentümer, die vielen, vielen Lebensgeschichten, die sich in dieser langen Zeit an nur einem Ort versammeln. Fast so gut wie <em>Life Force</em> – und alle drei Geschichten zusammen haben mir klargemacht, dass Eisner seinen Ruf völlig zu Recht hatte.</p>
<p>(Leseprobe bei <a href="http://www.amazon.de/Thje-Contract-God-Trilogy-Dropsie/dp/0393061051/">amazon.de</a>)</p>
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		<title></title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 10:20:25 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Livestream zur Aufführung der <em>Walküre</em> aus Bayreuth, auf den ich bereits <a href="http://www.ankegroener.de/?p=9503">hingewiesen</a> habe, kann jetzt für lausige 14,90 Euro <a href="https://live.bfmedien.de/index.html">gebucht werden</a>. Done.</p>
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		<title>Reaktionen</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 07:22:00 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was mir den gestrigen Vormittag versaut hat, habe ich bereits <a href="http://www.ankegroener.de/?p=9573">aufgeschrieben</a>. Was mich dann abends richtig wütend gemacht hat, waren die Kommentare im Lawblog und einige Mails, die bei mir aufliefen. Ich verlinke nicht nochmal zum Lawblog, der Link ist im gestrigen Eintrag, und ich habe nach dem zehnten (oder so) Kommentar nicht mehr rübergeklickt, weil ich mir das nicht auch noch antun wollte. Wird wahrscheinlich unter „memmig“ abgebucht; ich nenne es Selbstschutz. (Edit: Danke, <a href="http://twitter.com/katjaberlin/status/19891981903">katjaberlin</a>: „immer diese verhärmten, ungebumsten maskulinisten“.)</p>
<p>Was mich so wütend gemacht hat: Dass die Kommentatoren und (einige) Mailschreiber mich zum zweiten Mal klein gemacht haben. Indem sie mir das Recht absprechen, mich verletzt und beschämt zu fühlen. Indem sie es als hysterische Überreaktion einer Feministin hinstellen (das Wort funktioniert prima als Schlüsselreiz), wo der nette Mann doch nur die arme, dicke Frau anflirten wollte (die offensichtlich nicht alleine wohnt). Eine Mailschreiberin hat es sehr schön ausgedrückt: „Grenzen werden nicht von demjenigen bestimmt, der sie übertritt.“</p>
<p>Ich hoffe, mir wird niemand widersprechen, wenn ich sage: Er hat sich schlicht und einfach nicht korrekt in seiner Funktion als Postbote verhalten. Sein Job ist es, mir ein Paket zu überreichen, wenn&#8217;s geht, pünktlich und wenn der Tag richtig gut ist, auch noch höflich. Es ist <em>nicht</em> sein Job, mich anzuflirten, ganz gleich wie gut er gerade gelaunt ist und wie total sympathisch er mich spontan findet. Ich bin Kundin des Unternehmens, das er gerade dienstlich vertritt, und auf dieser Basis erwarte ich einen professionellen Umgang miteinander. Nicht mehr und nicht weniger. Ich will nicht geduzt werden und ich will ums Verrecken nicht um die Lieferung <em>bitten</em> müssen, die er mir gerade in seiner Funktion als Postbote, herrgottnochmal, zu überreichen hat. Wenn das ein Pizzabote gewesen wäre, würde ich bei dem Laden nie wieder was bestellen. Bei der Post habe ich diese Möglichkeit leider nicht.</p>
<p>Wie ich persönlich auf seinen nicht-professionellen Umgang reagiere, liegt natürlich bei mir. Ich hätte das ganze schulterzuckend ignorieren, mich noch ein wenig ärgern und mir im Geiste all die schlagfertigen Bemerkungen zurechtlegen können, die ich ihm besser direkt gesagt hätte anstatt hilflos „Bitte?“ zu stammeln, als er mir mein Paket reichte, um es dann wieder wegzuziehen. Hätte ich machen können. Habe ich aber nicht, weil ich überfordert von der Situation war. Weil ich einfach nicht darauf vorbereitet war, wie hier mit mir umgegangen wird. Klar wissen die Kommentatoren da drüben alles besser, aber – und ich wiederhole mich da gerne – ich habe das Recht, mich so zu fühlen wie ich  mich eben gefühlt habe. Und niemand kann mir das absprechen, indem man mir gönnerhaft sagt, der wollte doch bloß flirten.</p>
<p>Ich war selbst von der Heftigkeit meiner Reaktion überrascht: dass mir, direkt nachdem ich die Tür geschlossen habe, die Tränen in die Augen schossen und ich selbst erstmal nachspüren musste, was da eigentlich gerade so verletztend war. Aber ich habe gelernt, eben nicht alles einfach abzutun und zu schlucken und zu vergessen, sondern mich ernst zu nehmen. Und das hat dazu geführt, dass ich meine erste Beschwerdemail abgeschickt habe. Auch das fanden die weiblichen Mailschreiber völlig in Ordnung, die meisten männlichen eher überzogen und sinnlos. (Edit, circa vier Stunden nach Online-Stellen dieses Beitrags: Inzwischen sind fast gleich viele Mails von Männern und Frauen aufgelaufen, die beide das Verhalten des Postboten unter aller Sau fanden. Das ruiniert die Statistik, und ich freue mich sehr darüber.)</p>
<p>Das Negative an der Situation: Es scheint schwerer zu sein, als ich dachte, auf Alltagssexismen hinzuweisen, weil das sofort mit „Stell dich nicht so an“ abgebügelt wird. Das Positive: Jetzt bin ich sauer. Fühlt sich deutlich besser an als verletzt.</p>
<p>Trotzdem würde ich mich an meiner eigenen Haustür ganz gerne wieder einfach wohl fühlen.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Edit, 30.07., 13.55: DHL hat gerade angerufen und sich für den Zusteller entschuldigt. Danke dafür.</p>
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		<title>Die alte Falle mal wieder</title>
		<link>http://www.ankegroener.de/?p=9573</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 10:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze gerade flennend an der Tastatur. Weil ein Postbote drei Sätze mit mir gewechselt hat und ich es nicht gebacken gekriegt habe, ihm die Tür vor der Nase zuzuschlagen und mich zu beschweren, ohne mein Paket bekommen zu haben.</p>
<p>Folgende Mail habe ich gerade über das post.de-Beschwerdeformular abgeschickt:</p>
<blockquote><p>„Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>ich möchte mich über einen Zusteller beschweren. Der Mitarbeiter hat mir heute, 29.7., um ca. 12 Uhr ein Paket übergeben – aber erst, nachdem ich „Bitte“ gesagt habe. Er duzte mich und meinte „Ich hab hier ein Geschenk für dich“, um das ich dann bitten musste. Mit Blick auf unser Klingelschild fragte er noch, ob ich verheiratet bin. Ich bin freundlich gelieben, weil ich von seiner Art der „Konversation“ einfach überrumpelt war, fühle mich im Nachhinein aber verletzt und beschämt. </p>
<p>Ich bitte Sie darum, Ihren Zusteller auf korrekte Umgangsformen hinzuweisen. Ich möchte an der Haustür keine Flirtversuche erleben, die sich im Nachhinein wie ein verbaler sexueller Übergriff und eine Machtdemonstration angefühlt haben und nicht wie ein freundlicher Small-Talk.</p>
<p>Ich bedanke mich für Ihre Mühe und verbleibe mit freundlichem Gruß,<br />
Anke Gröner“</p></blockquote>
<p>Verfickte Scheiße. In der U-Bahn oder im Bus, wenn sich jemand zu nah an mich randrängelt, kriege ich es hin, den Ellenbogen auszufahren, um so physisch klarzumachen: Du gehst gerade zu weit. Wenn auf der Straße hinter mir hergerufen wird, kann ich das ignorieren (das lernt man als dicker Mensch ja sowieso recht früh). Ich habe noch nie bei verbalen Angriffen Kontra gegeben, weil es meiner Meinung nach nichts bringt. Wahrscheinlich war ich deshalb eben an der Tür auch so völlig hilflos. Und kurz nachdem ich die Tür zugemacht hatte, schossen mir die Tränen in die Augen, weil mir erst im Nachhinein klar wurde, wie klein ich gerade gemacht wurde. Von jemandem, dessen verdammter Job es ist, vielen Menschen ein Paket in die Hand zu drücken – und zwar ohne dabei verschissene Sprüche rauszuhauen.</p>
<p>Ich bin auf mich selbst sauer, weil ich es trotz feministischer Konditionierung nicht hingekriegt habe, ihm etwas entgegenzusetzen, ihm gleich und unmissverständlich klarzumachen, dass sein Verhalten absolut unangemessen ist. Und kurz danach ist mir wieder die <a href="http://maedchenmannschaft.net/ein-blick-ein-wort-eine-geste…-und-dann/">Kampagne gegen die Belästigung von Frauen</a> eingefallen, über die die Mädchenmannschaft mal geschrieben hat. Auch dort sind Kommentare aufgelaufen, die meinen, dass die Grenze zwischen Flirt und Übergriff eben schwer zu fassen ist. Was eine bescheuerte Entschuldigung ist. </p>
<p>Ich weiß nicht, was ich sagen will. Ich wollte es bloß loswerden, damit ich mich nicht mehr so schleimig fühle. </p>
<p>(Und im Überschwang der Gefühle wieder ein <a href="http://www.ankegroener.de/?p=7678">Komma hinter „Gruß“</a> gesetzt. Ts. Ich lass jetzt alles an die Packstation schicken.)</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Edit: Quod-erat-demonstrandum-Kommentare <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/07/29/links-530/">beim Law Blog</a>. Und eine Mail in dem Tenor – „Der wollte doch nur flirten“ – ist auch schon da. Alles beim Alten also. Ganz toll, Jungs. Könnt ihr bitte einfach anerkennen, dass es mir nach diesen ach so lustigen 30 Sekunden richtig, richtig scheiße ging und das nicht als überspannten Emanzenkram (oh Gott, DAS E-WORT!) abtun? Danke.</p>
<p>Edit 2: <a href="http://www.ankegroener.de/?p=9581">Reaktionen</a>.</p>
<p>Edit 3: <a href="http://www.ankegroener.de/?p=9612">Reaktionen 2</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zitronenrisotto mit scharfer Pfirsichsalsa</title>
		<link>http://www.ankegroener.de/?p=9559</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 08:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein <a href="http://www.swr.de/kochkunst/-/id=100862/nid=100862/did=6669326/siny0l/index.html">Rezept</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vincent_Klink">Vincent Klink</a>, der mir, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, bis vor ein paar Tagen kein Begriff war. Jetzt schon, denn das Risotto schmeckt fantastisch. Hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht, als ich dem Fernsehkoch bei der Arbeit zugesehen habe.</p>
<p><img src="http://www.ankegroener.de/razza/../Bilder/zitronenrisotto.jpg" alt="" title="zitronenrisotto" width="380" height="297" class="alignnone size-full wp-image-9560" /></p>
<p>Für zwei Personen. Für die Salsa</p>
<p>2 <strong>weißfleischige Pfirsiche*</strong></p>
<p>in kleine Stücke schneiden. Über die Pfirsiche ein Dressing aus</p>
<p>dem Abrieb und dem Saft einer <strong>Bio-Limette</strong>,<br />
1 kleinen <strong>Peperoni*</strong>, entkernt und kleingeschnitten,<br />
ein paar Halmen <strong>Schnittlauch</strong>, in kleine Röllchen geschnitten,<br />
1 TL <strong>Ahornsirup</strong>,<br />
1 TL <strong>Mandelöl*</strong>,<br />
1 Msp. <strong>Szechuanpfeffer*</strong>,<br />
<strong>Salz</strong> und <strong>Pfeffer</strong></p>
<p>geben. Fünf Minuten marinieren lassen, dann nochmal abschmecken. Währenddessen das Risotto aufsetzen.</p>
<p>1 <strong>Schalotte</strong>, kleingeschnitten, in<br />
1 EL <strong>Butter</strong> andünsten. Wenn die Schalotte Farbe bekommen hat,<br />
150 g <strong>Risottoreis</strong> dazugeben. Ebenfalls kurz andünsten und dann nach und nach und bei ständigem Rühren<br />
ca. 300 ml <strong>Gemüse- oder Geflügelbrühe</strong> dazugeben. Kurz vor Schluss der Kochzeit </p>
<p>den Abrieb von 1 <strong>Bio-Zitrone</strong> und<br />
30 g <strong>Parmesan</strong></p>
<p>unterrühren.</p>
<p>Ich habe das Rezept sehr spontan gekocht, als mir beim Einkaufen die Pfirsiche ins Auge gehüpft sind. Mir sind nicht mehr alle Zutaten eingefallen, also habe ich das genommen, was ich im Haus hatte. Ich werde das Gericht sicher nochmal nach Rezept kochen, aber: Es hat auch so sehr gut geschmeckt. Ich hätte nicht gedacht, dass das ganze Obst so gut mit Reis und Käse zusammenpasst, aber die milde Schärfe und die zweifache Säure von Zitrone und Limette hält alles ganz wunderbar zusammen.</p>
<p>* Ich hatte nur gelbe Pfirsiche, und sie waren nicht ganz so reif, wie ich sie mir gewünscht hätte. Außerdem sollte die Salsa eigentlich etwas püree-iger werden, schmeckt aber auch stückig. Statt der Peperoni habe ich eine kleine getrocknete Chilischote genommen, statt Szechuanpfeffer ein paar Chiliflocken, statt Mandel- Erdnussöl.</p>
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		<title>The Fun of Football</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 09:56:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese gerade ein Buch über Fußballtaktik (ja, ich lese gerade ein Buch über Fußballtaktik), nämlich das bisher sehr faszinierende <em><a href="http://www.amazon.de/Inverting-Pyramid-History-Football-Tactics/dp/1409102041/">Inverting the Pyramid</a></em> von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Wilson_(journalist/author)">Jonathan Wilson</a>. Das Werk steht ganz oben auf der <a href="http://www.zonalmarking.net/bibliography/">Bücherliste</a> von <a href="http://www.zonalmarking.net/">Zonal Marking</a>, eine Webseite, die für mich die WM sehr viel verständlicher gemacht hat. </p>
<p>Ich bin noch recht weit am Anfang des Buchs; wir befinden uns in den 30er Jahren, wo Uruguay sich aufmachte, mehrmals die Olympischen Spiele und die WM zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uruguayische_Fußballnationalmannschaft">gewinnen</a> – zum Teil, weil sie von der starren, körperbetonten und „geradeaus zum Tor, zack, zack“-Spielweise der Engländer abwichen. Auch Österreich war in der Zeit mit ihrem „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wunderteam">Wunderteam</a>“ ganz weit vorne.</p>
<blockquote><p>&#8220;Technique was prized over physicality, but was harnessed into a team structure. In South America, the game came to diverge even more sharply from the original model. Again technique was prized, but in Uruguay and, particularly, Argentina, it was individuality and self-expression that were celebrated. (&#8230;)</p>
<p>The style that had begun to emerge in the twenties developed into something even more spectacular, <em>la nuestra</em> – &#8216;ours&#8217; or &#8216;our style of play&#8217; – which was rooted in the <em>criolla viveza</em> – &#8216;native cunning&#8217;. The term itself seems to have been popularised in the aftermath of Argentina&#8217;s 3-1 victory over an England XI in 1953: &#8216;<em>la nuestra</em>&#8216;, &#8216;our style&#8217;, it had been seen, could beat that of the <em>gringos</em> (although technically that was only a representative game, not a full international). What it describes, though, is the whole early philosophy of Argentinian football, which was founded on the joy of attacking. Between September 1936 and April 1938, there was not s single goalless draw in the Argentinian championship. Yet goals were only part of the story. In a much-cited anecdote from his novel <em>On Heroes and Tombs</em> (annoyingly missing from the English translation), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernesto_Sábato">Ernesto Sábato</a> discusses the spirit of <em>la nuestra</em> as the character Julien d&#8217;Arcangelo tells the hero, Martín, of an incident involving two <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Independiente">Independiente</a> inside-forwards of the twenties, Alberto Lalín and Manuel Seoane (nicknamed both la Chancha and el Negro), who were seen as embodying the two different schools of thought on how football should be played. &#8216;&#8221;To show you what those two modalities were,&#8221;" D&#8217;Arcangelo says to Martín, &#8220;I am going to share with you an illustrative anecdote. One afternoon, at half-time, la Chancha was saying to Lalín: &#8220;Cross it to me, man, and I can go in and score.&#8221; The second half starts, Lalín crosses and sure enough el Negro gets to it, goes in and scores. Seoane returns with his arms outstretched, running towards Lalín, shouting: &#8220;See, Lalín, see?!&#8221; and Lalín answered, &#8220;Yes, but I&#8217;m not having fun.&#8221; There you have, if you like, the whole problem of Argentinian football.&#8217;&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Shutter Island</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 06:18:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ankegroener.de/razza/../Bilder/shutter_island.jpg" alt="" title="shutter_island" width="380" height="573" class="alignnone size-full wp-image-9543" /><br />
<em>© Paramount</p>
<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt1130884/">Shutter Island</a> (USA 2009, 138 min)</p>
<p>Darsteller: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley, Michelle Williams, Patricia Clarkson, Emily Mortimer, Max von Sydow, Jackie Earle Haley, Ted Levine, John Carroll Lynch, Elias Koteas<br />
Music Supervisor: Robbie Robertson<br />
Kamera: Robert Richardson<br />
Drehbuch: Laeta Kalogridis nach einem Roman von Dennis Lehane<br />
Regie: Martin Scorsese</p>
<p><a href="http://trailers.apple.com/trailers/paramount/shutterisland/">Trailer</a></p>
<p><a href="http://www.shutterisland.com/#/home">Offizielle Seite</a></em></p>
<p>Alles beginnt auf einem schwankenden Boot, das sich durch schwere See kämpft. Der graue Himmel scheint direkt auf dem Wasser zu liegen, das Licht ist trübe und düster. An Bord übergibt sich Marshal Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) zum wiederholten Male, während draußen sein neuer Kollege Chuck Aule (Mark Ruffalo) stoisch im Wind ihr Ziel fixiert: Shutter Island, eine Insel vor der Küste von Boston, auf der sich eine Anstalt für geistesgestörte Kriminelle befindet. Wir befinden uns im Jahr 1954.</p>
<p>Auch auf der Insel wird der Film nicht freundlicher: Die Mauern der drei Gebäude der Klinik glänzen feucht und dunkel, eiserne Tore schnappen ins Schloss, ein Friedhof erscheint kurz im Bild, selbst der grüne Rasen und die Blumenbeete leuchten nicht farbenfroh, sondern bedrohlich. Regisseur Martin Scorsese schafft in den ersten Minuten von <em>Shutter Island</em> eine sehr unheimliche Atmosphäre, die aber seltsam unfassbar bleibt. Man weiß nicht genau, warum man sich selbst auf dem heimischen Sofa so unwohl fühlt, während der Film läuft, aber die ungewisse, angespannte Stimmung überträgt sich sofort.</p>
<p>Mir hätte die Stimmung noch besser gefallen, wenn nicht jedes Detail mit TOTAL SPANNUNGSERZEUGENDEN STREICHERN in brüllender Lautstärke unterfüttert gewesen wäre, die mir mit dem Holzhammer sagen, LOS, HAB ANGST, DU MEMME, obwohl sich gerade nur Leo eine Zigarette anzündet und den Hut gerade rückt. Aber es hat funktioniert: Die Nerven reagieren schon auf das kurze Knistern des Glühfadens in einer Lampe mit „Huch? Was? Ist da jemand? HALLO?“, während im Film die beiden Marshals zum Klinikchef Cawley (Ben Kingsley) geleitet werden. Er erklärt ihnen in seiner freundlichen Samtstimme, dass eine Patientin verschwunden sei. Ihre Zelle sei verschlossen, ihre Kleidung noch vollständig da, aber sie sei eben weg. Teddy und Chuck (auch so Puschelnamen, die gar nicht zum Ambiente passen wollen) schauen sich die Zelle Rachels an, wo Teddy einen kleinen gefalteten Zettel findet – anscheinend eine Botschaft von Rachel, mit der aber niemand etwas anfangen kann: The law of 4. Who is 67?</p>
<p>In der folgenden Filmstunde interviewen Teddy und Chuck die Pfleger und Schwestern und einige Patienten, und je mehr sie über die Klinik erfahren, desto mehr ahnen sie, dass hier etwas vor sich geht, das verheimlicht werden soll. Eine Patientin kritzelt Teddy das Wort „Run“ in sein Notizbuch, Teddy wird von Migräne und Alpträumen geplagt, ein Sturm kommt auf, die Fähre, die sie auf die Insel gebracht hat, fährt nicht mehr. Die beiden sitzen fest und kommen kein Stück weiter.</p>
<p>Außerdem wird Teddy von Flashbacks geplagt: Seine Frau (Michelle Williams), die bei einem Feuer ums Leben gekommen ist, taucht in seinen Träumen auf, die sich mit Erinnerungen an seine Zeit bei der Armee und der Befreiung von Dachau vermischen. Flammen und Schnee, verkohltes Papier, Leichenberge, Blut, Tränen, Elektrozäune – und über allem die VERDAMMTEN STREICHER.</p>
<p><em>Shutter Island</em> ist eine Stunde lang ein wunderbarer Film: sehr dicht, fast fühlbar in seine Angespannheit, eine düstere und sehr passende Farbigkeit, eine gute Ausstattung – die Materialien sind so haptisch, dass man sich der Handlung sehr nahe fühlt und vor allem Teddy aus seinen Aplträumen reißen will. Dann ergibt sich der Film aber zusehends seinen eigenen Rätseln. DiCaprio wird im Laufe des Films immer einsamer: Zuerst sehen wir ihn nur im Doppelpack mit Ruffalo, dann gesellen sich viele Ärzte und Schwestern und die auf der Insel stationierten Polizisten dazu, aber je länger Teddy sich auf Shutter Island rumtreibt, desto weniger Menschen begegnen ihm. Stattdessen ist er irgendwann davon überzeugt, dass auf der Insel Experimente stattfinden und außerdem hier der Mann eingesperrt ist, der damals das Appartement angezündet hat, in dem seine Frau starb. Je mehr sich Teddy mit seinen Ahnungen, Verdächtigungen und Ermittlungen befasst, desto einsamer wird er – und desto wirrer wird auch der Film.</p>
<p>Wir rennen durch unzählige Gänge, treffen Menschen, die es eigentlich nicht geben darf, bekommen mehr und mehr Details aufgezählt, von denen wir wissen, dass sie nicht stimmen können, so dass ich ganz persönlich irgendwann gar nicht mehr versucht habe, im Kopf mitzukommen. Irgendwann war ich nur noch genervt davon, dass sich der Film nicht entscheiden kann, wo es hingehen soll – so hat es sich jedenfalls angefühlt. Selbst die wunderschöne Atmosphäre ging mir irgendwann auf den Keks – wahrscheinlich sollte sie das – und ich wollte bloß noch ein Fenster aufmachen und den Kopf ausschütteln. </p>
<p>Aber kurz bevor ich aufgegeben habe, fängt sich <em>Shutter Island</em> wieder und serviert mir die Lösung auf dem Silbertablett. Die ich ziemlich doof fand. Und dann sagt Leonardo seinen letzten Satz in die Kamera, und auf einmal fand ich alles wieder toll. Weil auf einmal sein ganzer Charakter eine Wendung bekommt, die mich persönlich überrascht hat und die dazu auch noch passt. </p>
<p><em>Shutter Island</em> hat eine wirklich großartige Exposition, einen elend zähen Mittelteil und ein solala-Finale. Wie gesagt, der letzte Satz reißt ne Menge raus, aber auf den muss man leider zweieinhalb Stunden warten, von denen ich mir gerne eine geschenkt hätte. Trotzdem. Alleine für die erste Stunde lohnt sich der Film. Halbgare Empfehlung, ich weiß. Ist aber auch nur ein halbgarer Film.</p>
<p>.</p>
<p>.</p>
<p>&#8212;</p>
<p><em>Bechdel-Test bestanden?</em></p>
<p>1. Es müssen mindestens zwei Frauen mitspielen, die<br />
2. miteinander reden<br />
3. und zwar über etwas anderes als Männer.</p>
<p>Es spielen Rachel und Leos Gattin mit, mehrere Schwestern und Patientinnen (keine Ärztin). Von denen redet aber niemand miteinander, sondern nur mit den Kerlen.</p>
<p>Bechdel-Test bestanden? Nein.</p>
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		<title>Erdnussbutterkekse</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 06:12:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kaltmamsell hat ein Rezept aus <a href="http://www.davidlebovitz.com/">David Lebovitz</a>&#8216; Buch <em><a href="http://www.amazon.de/Ready-Dessert-My-Best-Recipes/dp/158008138X/">Ready for Dessert: My Best Recipes</a></em> <a href="http://www.vorspeisenplatte.de/rezepte/erdnussbutter-cookies.htm">nachgebacken</a>. Musste ich natürlich sofort nachmachen, wenn ich auch bei der Optik etwas vom Rezept abgewichen bin.</p>
<p><img src="http://www.ankegroener.de/razza/../Bilder/peanut_butter_cookies.jpg" alt="" title="peanut_butter_cookies" width="380" height="507" class="alignnone size-full wp-image-9523" /></p>
<p>Ich habe die Mengen der Kaltmamsell halbiert – ehrlich gesagt nur, weil ich nicht genug Erdnussbutter im Haus hatte, aber verdammt nochmal JETZT diese Kekse wollte. Eigentlich hätte ich auch das Ei halbieren müssen, aber pffft.</p>
<p>Für ein Backblech bzw. 16 Kekse:</p>
<p>55 g <strong>Butter</strong> schmelzen und mit<br />
130 g <strong>cremiger Erdnussbutter</strong> (nicht crunchy, kein Erdnussmus, <em>cremige Erdnussbutter</em>),<br />
50 g <strong>weißem Zucker</strong> und<br />
60 g <strong>braunem Zucker</strong> verrühren. Eigentlich soll Muscovado-Zucker statt des braunen in den Teig, weil er feinkörniger ist, aber ich mag Zuckerkristalle in meinen Keksen. (Und was zum Teufel ist Muscovado-Zucker? <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Muscovado">Ah</a>. Danke.)</p>
<p>Dazu ein <strong>Ei</strong> rühren und schließlich noch<br />
85 g <strong>Mehl</strong>,<br />
1/2 EL <strong>Backpulver</strong> und<br />
eine Prise <strong>Salz</strong> unterrühren, bis ein homogener Knetteig entsteht.</p>
<p>Zwei Stunden oder über Nacht kühl stellen. (Zwei Stunden haben bei mir gereicht. Vulgo: Ich wollte nicht mehr warten.)</p>
<p>Im Rezept steht „Vor dem Weiterverarbeiten Zimmertemperatur annehmen lassen“, was ich mir geschenkt habe, denn bei den <a href="http://www.ankegroener.de/?p=8947">Limettenkeksen</a>, die auch erst im Ofen auseinanderfließen, habe ich gemerkt, dass dem Teig Wärme so gar nicht gut getan hat. Daher habe ich den Teig kalt verarbeitet, was wunderbar geklappt hat.</p>
<p>Einen tiefen Teller mit weißem Zucker bereitstellen. Walnussgroße Teigkugeln formen, im Zucker wälzen, mit gebührendem Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im auf 175° vorgeheizten Ofen für 9 bis 12 Minuten backen.</p>
<p>Meine Kekse sehen absichtlich anders aus als die von der Kaltmamsell: Seit den Kindertagen und der Sesamstraße und dem Krümelmonster müssen Kekse bei mir rund und flach sein, sonst sind sie doof (außer wenn <a href="http://www.ankegroener.de/?p=7357">Brocken</a> drin sind, dann dürfen sie aussehen wie Quasimodo). Daher habe ich die Teigkugeln nur leicht mit den Fingern eingedrückt und wunderbare, flache, runde Kekse herausbekommen. Sie sind sehr zart und feinkrümelig, außen knusprig und innen klietschig, der Erdnussgeschmack ist nicht zu penetrant, könnte aber von mir aus ruhig noch ein bisschen vorsichtiger daherkommen, und ich musste den Kerl mit Gewaltandrohung von den Keksen fernhalten, um sie wenigstens noch fotografieren zu können. Kommt in die „Das machen wir mal wieder“-Rezeptesammlung.</p>
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		<title></title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 16:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weblog]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;The sky has fallen down many times in your daughter’s short life, the sky with all the stars in it, and you have picked up the pieces more times than you can remember, and you have climbed the ladder and put them back in place, where you think they should go, and you get things in backwards and out of sequence, but you do the best you can, and you climb down off the ladder, and you’re at peace with your work.  You wish it could be better, but there’s only one of you, and the sky is so vast, it takes a while to put it back together again, and you did the best you could.</p>
<p>And you just went through all that work, and here is the goddamned sky scattered all over the carpet again.&#8221;</p>
<p><a href="http://jenniferlawler.com/wordpress/?p=747">For Jessica</a>, via <a href="http://gofugyourself.celebuzz.com/go_fug_yourself/2010/07/fugs_and_pieces_july_23_2010.html">Go Fug Yourself</a></p>
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