Click

Schade, hätte schön werden können. In Click (Klick – das nenne ich mal einen gelungenen deutschen Titel) erhält Adam Sandler eine Fernbedienung, mit der er seine ganze Welt kontrollieren kann. Der Hund bellt zu laut – volume down. Seine Familie kommt zum Essen – skip, um den Nervereien zu entgehen. Seine Frau will Vorspiel – fast forward (Blödmann). Anfangs ist die Fernbedienung noch toll und der Film immerhin halbwegs unterhaltsam, weil man eben die ganzen schicken Möglichkeiten kennenlernt, die das Ding bereithält. Irgendwann kippt die angestrengte Komödie allerdings zu einer moralischen Fabel um, die uns erzählt, dass Familie wichtiger ist als jeder Job und jede Minute kostbar und so weiter und so fort.

Mal abgesehen davon, dass man die Pointe bereits nach zehn Minuten erahnt – nein, Moment, da gibt es gar nichts zu ahnen, Click kommt ohne jede Überraschung aus –, sind die ganzen 90 Filmminuten, nachdem man die Pointe erahnt (ihr wisst schon) hat, komplett verschwendete Zeit. Sandler kann nie richtig lustig sein, weil der Film nie richtig lustig wird. Und Christopher Walken, der anscheinend Geld braucht, macht die Sache als mysteriöser Überbringer der Fernbedienung auch nicht besser. Kate Beckinsale als Sandlers Frau darf toll aussehen, Sean Astin darf in Speedos zeigen, dass er kein fat hobbit mehr ist, und David Hasselhoff macht sich so offensichtlich selbstironisch zum Affen, dass es nicht mehr lustig ist, sondern dass man eher mit ihm Mitleid hat. Was also tun mit Click? Na, was wohl: skip.