Tagebuchlinks 03.05.2010

Der Herr Ramses101 war Segeln und verknüpft sein Seemansgarn (ich bin sehr stolz auf diese Formulierung da eben) mit lustigen Überlegungen zu Werbung und dem Bindestrich:

„Loslassen ist eigentlich gar nicht so angesagt, wenn man auf der Kogge eine Strippe in der Hand hat. Im schlimmsten Fall folgt dann nämlich das Tauende den Gesetzen der Physik und ist weg. Und mit weg meine ich weg. Nicht wie der Kuli im Büro („Ah, da isser ja wieder“) oder die Freundin („Pfff, mir doch egal, endlich wieder Zeit für mich“), sondern eher wie in der Architektur („Tragende Wand? Hm, jetzt, wo Sie es sagen …“). Um das Tauende bei gesetztem Segel wiederzubekommen, müsste man das Segel raffen und (mutmaße ich, es ist ja nicht wirklich passiert) die Rah dumpen, also schräg zum Mast stellen. Die entscheidenden Taue hängen schließlich logischer- und blöderweise am unerreichbaren Ende der Rah.

Das ist genau so anstrengend, wie es sich anhört und deshalb neigt man als Koggenneuling dazu, alles irgendwo festzubinden. Am besten noch mit einem verzweifelten Knoten, der mit viel gutem Willen als “Zwei halbe Schläge” durchgeht. Wenn Sie damals ™ als Kinder im Garten Cowboy und Indianer gespielt haben, dann kennen Sie den Knoten. Der hieß da einfach „Doppelknoten“ und war relativ final. Und wenn Sie sich jetzt daran erinnern, wie friemelig das war, einen Doppelknoten bei dem Kollegen am Marterpfahl zu lösen, dann stellen Sie sich das mal vor mit einem zentimeterdicken Tau, das von einem im Wind stehenden Riesensegel gestrafft wird und jetzt (gemeint ist: JETZT!!!!) los muss.“

“101.
Smile, straighten your cuffs and punch him in the face.”

What would Don Draper do? Via einem Interview mit Vincent Kartheiser im Guardian via den Fug Girls, die auf das Interview mit folgenden Worten gelinkt haben: This interview with Vincent “Pete ‘Weasel’ Campbell” Kartheiser is one of those ones where you read it and you think, “Dude, this was more psychologically revealing than you and your publicist may have wanted it to be.”

“If you have friends of the indecisive sort, …learn how to play 5-3-1. It’s a trick to settle the “where do you want to eat?” — “I don’t care, where do you want to eat?” game. One partner names 5 places, the other eliminates two of those choices, and the first one eliminates the remaining two. It’s decision making in turns, and it works just as well as anything else.”

Relationship Hacks, via misscaro.